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Veröffentlicht am 24.07.2023

Eine Geschichte, die nicht vom Fall, sondern von den Charakteren lebt

Refugium
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"Refugium" von John Ajvide Lindqvist stellt einen spannenden Auftakt einer neuen Reihe dar, der vor allem durch die spannenden Charaktere lebt, aber leider Abstriche beim Fall selbst machen muss.

In "Refugium" ...

"Refugium" von John Ajvide Lindqvist stellt einen spannenden Auftakt einer neuen Reihe dar, der vor allem durch die spannenden Charaktere lebt, aber leider Abstriche beim Fall selbst machen muss.

In "Refugium" werden die beiden Protagonisten Julia und Kim Zeugen eines furchtbaren Mittsommar-Verbrechens. Eine Gruppe von Menschen wird kaltblütig ermordet und darunter befindet sich auch ein ehemaliger Jugendfreund von Julia. Nur dessen Tochter Astrid überlebt. Auch wenn Julia schon längst nicht mehr bei der Polizei arbeitet, sondern als Autorin tätig ist, begibt sie sich zusammen mit Kim Ribbing auf die Suche nach den Tätern. Dies gefällt ihrem Exmann, der immer noch bei der Polizei tätig ist, natürlich nicht besonders.

Die beiden Charaktere, Julia und Kim, haben mir von Anfang an gut gefallen.
Julia Malmros hat mich besonders in ihrer Funktion als Autorin sehr interessiert. Sie schreibt die überaus erfolgreiche Millenium-Trilogie weiter und besonders am Anfang des Thrillers erfährt man viel über ihren Schreibprozess. Vor allem wenn man selbst Fan dieser Reihe ist, macht es natürlich großen Spaß, mit Julia gemeinsam herauszufinden, was weiter mit Lisbeth Salander und Michael Blomkvist passieren wird. Genau aus diesem Grund stößt auch Julia auf den Hacker Kim, der ihr bei der Recherche helfen soll.

Auch Kim Ribbing ist ein sehr interessanter Charakter. Er ist Hacker und arbeitet an einem Projekt über Pädophile, was sicherlich für niemanden eine einfache Arbeit darstellen würde. Im Verlaufe des Thrillers wird immer deutlicher, dass Kim selbst auch eine schlimme Vergangenheit hatte und als Leser:in möchte man unbedingt wissen, was genau damals passiert ist und wieso Kim eine so große Verbundenheit zu Astrid, der einzig Überlebenden, verspürt.

Was jedoch meiner Meinung nach vollkommen untergeht, ist der Fall selbst. Diesen fand ich sogar ziemlich langweilig. Die illegalen Geschäfte mit China konnten mich einfach nicht packen. Was mich am Lesen gehalten hat, waren auf jeden Fall Julia und Kim. Auch die Passagen der Polizei fand ich im Vergleich zu den Passagen mit Julia und Kim eher schwach. Trotzdem hat mich "Refugium" gut unterhalten.

Auffällig an der Handlung sind jedoch die Parallelen zur Millenium Trilogie. Die Charaktere weisen starke Parallelen zu Lisbeth Salander und Michael Blomkvist auf. Es scheint, als wären nur die Geschlechterrollen vertauscht worden. Kim ist, genau wie Lisbeth, Hacker und Julia schreibt ebenfalls Texte wie Michael Blomkvist.

Wer einen Thriller lesen möchte, der vor allem durch seine Charaktere lebt und weniger Fokus auf den Fall selbst legt, der sollte zu "Refugium" greifen.

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Veröffentlicht am 21.07.2023

Super spannende Romantasy, bei der man sogar die Drachen ins Herz schließt

Fourth Wing – Flammengeküsst
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"Fourth Wing - Flammengeküsst" kann man ja eigentlich gar nicht aus dem Weg gehen. Auf jeder Buchplattform schwärmen die Leser:innen davon, weshalb auch ich es nun gelesen habe, obwohl ich eher selten ...

"Fourth Wing - Flammengeküsst" kann man ja eigentlich gar nicht aus dem Weg gehen. Auf jeder Buchplattform schwärmen die Leser:innen davon, weshalb auch ich es nun gelesen habe, obwohl ich eher selten Fantasy lese. Und wurde ich enttäuscht? Nein. Das kann ich nicht behaupten. "Fourth Wing - Flammengeküsst" ist durch und durch spannend bis zur letzten Seite, auch wenn es meiner Meinung nach ein paar kleine Schwächen aufweist.

Bereits das Cover ist ein Hingucker mit seinen Goldtönen. Man kann auch die Drachen bereits erkennen. Besonders hübsch ist die Erstauflage mit dem wunderschönen Buchschnitt.

Das Setting, das die Autorin hier erfunden hat, ist unglaublich toll und faszinierend. Wer fände es schon nicht spannend, zum Drachenreiter:in ausgebildet zu werden oder aber als Schriftgelehrte:r zu arbeiten? Spätestens seit "Game of Thrones" wollen wir doch alle Mutter der Drachen sein...

Violet als Protagonistin hat mir unglaublich gut gefallen. Sie ist tough und intelligent und ich finde es sehr sympathisch, dass sie eigentlich lieber Schriftgelehrte wäre. Zwar sind Drachen unglaublich interessante Wesen, aber auch ich wäre wahrscheinlich zu ängstlich, als dass ich auf ihnen reiten wollte. Deswegen macht es Violet umso sympathischer, dass sie eine ganze Weile braucht, um das Reiten zu erlernen und auch ihre Siegelkraft zu entfalten. Sie ist eben nicht von Anfang an perfekt und die Heldin, die man sich vorstellt. Toll ist, dass sie oftmals eher durch ihre Intelligenz als durch ihre körperlichen Fähigkeiten erfolgreich ist. Immer wieder steht sie vor schwierigen Herausforderungen. Erschwerend hinzu kommt noch ihre Familiengeschichte mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern.
Besonders gut gefallen hat mir auch, wie die Autorin die Beziehung zwischen Violet und ihren Drachen darstellt. Falls man Sympathien mit Drachen haben kann, habe ich diese auf jeden Fall während des Lesens entwickelt. Während man als Leser:in zunächst noch davon ausgeht, dass Drachen brutale Wesen sind, die keinerlei Gnade walten lassen, stellt sich doch schnell heraus, dass auch Drachen eine andere Seite haben können und für ihre Reiter da sind. Tairn und Andarna könnten unterschiedlicher nicht sein, aber genau das macht sie so besonders.

Wenn es um Beziehungen geht, muss man natürlich auch Xaden erwähnen, der mir als Charakter auch sehr gut gefallen hat. Die Dialoge zwischen Violet und Xaden sind durchweg sehr unterhaltsam und man gewinnt ihn gemeinsam mit Violet immer mehr lieb, auch wenn sie anfänglich nicht begeistert voneinander sind. Allerdings gibt es auch Szenen in der Beziehung der beiden, die doch aus Romance-Sicht sehr vorhersehbar sind. Auch die Sexszene fand ich eher weniger gelungen. Es wirkte zeitweise einfach etwas drüber.

Trotz der sehr vielen Seiten fesselt "Fourth Wing - Flammengeküsst" einen von Anfang bis Ende und man möchte unbedingt wissen, wie es im nächsten Band weitergeht! Die Mischung aus Fantasy und Romance sorgt dafür, dass möglichst viele Interessen beim Lesen abgedeckt werden. Immerhin soll es noch vier weitere Bände geben.

Einen kleinen Abzug gibt es jedoch, da die Erstauflage doch noch einige Rechtschreib- und Grammatikfehler aufweist, die aber sicher beim nächsten Druck behoben werden können.

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Veröffentlicht am 17.07.2023

Spannende Romantasy mit fesselnden Kräften und einem fiesen Cliffhanger

Twisted Fate, Band 1: Wenn Magie erwacht (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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"Twisted Fate" von Bianca Iosivoni ist ein Romantasy-Roman, der mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte war durchgehend spannend und hat mich mit einem bösen Cliffhanger zurückgelassen, ...

"Twisted Fate" von Bianca Iosivoni ist ein Romantasy-Roman, der mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte war durchgehend spannend und hat mich mit einem bösen Cliffhanger zurückgelassen, der mich sehnsüchtig auf Teil 2 warten lässt.

Bereits das Cover des Romans ist wunderschön anzusehen und hat mich direkt in den Bann gezogen. Am liebsten würde ich dieses wunderschöne Kleid, das dort abgebildet ist, selbst besitzen. Auch die Autorin kenne ich bereits und habe ihre Bücher immer gerne gelesen.

Besonders sympathisch fand ich beim Lesen die Protagonistin Faith. Ihre besonderen Kräfte haben mich fasziniert und ich konnte mit ihr mitfiebern, während sie ihre Hintergrundgeschichte entdeckte. Die Darstellung der magischen Elemente und der Art und Weise, wie sie in die Geschichte eingebunden wurden, hat mir gut gefallen.

Die Handlung war von Anfang an mitreißend und voller unerwarteter Wendungen. Allerdings muss ich zugeben, dass es an einigen Stellen zu schnelle Wendungen gab. Manche Vorkommnisse hätten meiner Meinung nach noch detaillierter beschrieben werden können, anstatt so schnell vonstatten zu gehen. Dadurch hätte ich als Leser eine intensivere Bindung zu den Ereignissen aufbauen können.

Die Liebesgeschichte im Roman hat mir gefallen, auch wenn der Protagonist Jax das Klischee eines Bad Boys verkörpert. Dennoch gab es einige überraschende und berührende Momente zwischen Faith und Jax, die ihre Beziehung interessant gemacht haben.

Der Schauplatz in Schottland war eine erfrischende Abwechslung und hat der Geschichte eine zusätzliche Atmosphäre verliehen. Ich konnte mir die raue und mystische Landschaft gut vorstellen und fand es schön, dass der Ort so gut in die Handlung integriert wurde. Generell liebe ich Schottland, sodass dies einen großen Pluspunkt darstellt.

Alles in allem hat mich "Twisted Fate" mit seiner spannenden Geschichte und den fesselnden Kräften der Protagonisten überzeugt. Obwohl es an einigen Stellen zu schnelle Wendungen gab und manche Ereignisse detaillierter hätten beschrieben werden können, hat mich der Roman durchgehend unterhalten. Der fiese Cliffhanger am Ende hat mich jedoch dazu gebracht, sofort Teil 2 zu wollen. Ich würde diesen Romantasy-Roman definitiv weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 14.07.2023

Eines der besten Bücher, das ich 2023 gelesen habe

Morgen, morgen und wieder morgen
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"Morgen, morgen und wieder morgen" von Gabrielle Zevin hat mich einfach nur begeistert und stellt für mich eines der Lesehighlights 2023 dar.

Bereits das wunderschöne Cover von "Morgen, morgen und wieder ...

"Morgen, morgen und wieder morgen" von Gabrielle Zevin hat mich einfach nur begeistert und stellt für mich eines der Lesehighlights 2023 dar.

Bereits das wunderschöne Cover von "Morgen, morgen und wieder morgen" springt einem sofort ins Auge. Ich liebe einfach alles daran. Die Farbgebung vergisst man so schnell nicht. Ich konnte es dann in der Buchhandlung einfach nicht liegen lassen.

Der Roman spielt in den 90ern, was mich als Kind der 90er besonders angesprochen hat. Auch habe ich zuvor noch nie einen Roman über Computerspielentwickler:innen gelesen. Der Schreibstil der Autorin hat mich gleich in den Bann gezogen. Ich musste immer und immer weiter lesen.

Die Figuren Sam und Sadie waren mir gleich von Anfang an einfach so sympathisch. Sie spielen seit ihrer Kindheit zusammen Super Mario, woraus die Liebe zu Computerspielen entstanden ist. Sie begegnen sich im Krankenhaus, wo sie stundenlang zusammen spielen. Es ist einfach nur unbeschreiblich schön, was aus einer so elenden Situation im Krankenhaus, in der sich sowohl Sam als auch Sadie befinden, Großartiges entsteht. Im Studium begegnen sich die beiden dann wieder. Es ist einfach nur spannend, die beiden auf dem Weg zu ihrem eigenen ersten großen Computerspiel zu begleiten. Auch ihr gemeinsamer Freund Marx ist ein interessanter Charakter. Im Laufe des Romans werden den dreien jedoch einige Hürden in den Weg gestellt. Es ist sehr spannend, diese mitzuverfolgen.

Fazit: Der Titel ist Programm: "Morgen, morgen und wieder morgen" möchte man einfach sofort morgen, morgen und wieder morgen wieder lesen! Eine ganz klare Empfehlung von mir für alle Computerspielliebhaber:innen, Kinder der 90er, aber auch Fans von tiefgründigen Geschichten über Freundschaft

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Veröffentlicht am 14.07.2023

Die Apotheke verliert nicht an Charme!

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu
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"Das Bücherschiff des Monsieu Perdu" von Nina George ist eine Freude für alle Bibliophilen!

Schon das Cover vom Bücherschiff verspricht eine Wohlfühlatmosphäre. Man bekommt durch die lilane Farbgebung ...

"Das Bücherschiff des Monsieu Perdu" von Nina George ist eine Freude für alle Bibliophilen!

Schon das Cover vom Bücherschiff verspricht eine Wohlfühlatmosphäre. Man bekommt durch die lilane Farbgebung gleich wieder ein Provence-Lavendel-Gefühl vermittelt, als würde man in Urlaub fahren. Und genau so liest sich auch "Das Bücherschiff des Monsieu Perdu". Obwohl es der zweite Teil von "Das Lavendelzimmer ist", ist es keinesfalls schlechter und ließe sich auch ohne Vorkenntnisse gut lesen.

In diesem zweiten Teil reist Monsieur Perdu nun mit seinem Bücherschiff nach Paris und vermittelt eine richtige Wohlfühlatmosphäre.

In diesem Roman steckt einfach von vorne bis hinten unendlich viel Liebe zu Büchern. Monsieu Perdu ist ein wundervoller und liebenswerter Charakter, dem man einfach nur das Beste wünscht. Ich liebe die Einträge aus der großen Enzyklopädie der kleinen Gefühle und wollte mich am liebsten gleich selbst behandeln lassen und ein passendes Buch verschrieben bekommen. Ich wünschte, es wäre so einfach, wenn man einfach für jede Gefühlslage das passende Buch parat hätte.

Ich habe nach der Lektüre von "Das Bücherschiff des Monsieu Perdu" auf jeden Fall etwas für mein Leben mitgenommen: Bücher sind auch meine Medizin und diese großartige Liebe zu Büchern, die hier vermittelt wird, möchte auch ich an meine Mitmenschen weitergeben! Ich habe mir auch immer wieder Titel notiert, die innerhalb des Romans empfohlen werden, um diese selbst zu lesen. Absolute Empfehlung!

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