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Veröffentlicht am 15.09.2020

Der Winterschlaf muss warten!

Der kleine Siebenschläfer: Eine Pudelmütze voller Wintergeschichten
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Der kleine Siebenschläfer sollte eigentlich gemütlich eingekuschelt mit seiner Familie den Winterschlaf halten. Wäre da nicht sein kleiner Freund, die Haselmaus, die ganz aufgeregt vom Winter erzählt. ...

Der kleine Siebenschläfer sollte eigentlich gemütlich eingekuschelt mit seiner Familie den Winterschlaf halten. Wäre da nicht sein kleiner Freund, die Haselmaus, die ganz aufgeregt vom Winter erzählt. Und dann kommt der "letzte Blattfalltag", den der kleine Siebenschläfer unbedingt miterleben möchte. Und den ersten Schnee, einen Schneemann bauen oder aber die aufregenden Geschichten der Eule lauschen. Jeden Tag gibt es was zu Neues zu erleben und so zögert der kleine Siebenschläfer seinen Winterschlaf immer weiter hinaus, um bei all den Abenteuern mit seinen Freunden dabei zu sein.

Dies war mein erstes Buch aus der "Siebenschläfer"-Reihe, aber definitiv nicht mein letztes. Trotz der sommerlichen Temperaturen, die jetzt noch draußen herrschen, hat dieses Buch mich schon jetzt auf den Winter vorbereitet und ich freue mich jetzt schon, meinem kleinen Sohn in der kalten Jahreszeit die Geschichten vor zu lesen. Jede Geschichte behandelt einen Tag im Winter und besonders gut hat mir gefallen, dass die nachfolgende Geschichte immer an die Handlung der vorherigen aufbaut. So kann man schön mit dem Nachwuchs vorab die gestrige Story noch einmal in Erinnerung rufen und besprechen, bevor man sich in das nächste Abenteuer stürzt. Die Länge und der Schreibstil ist altersgerecht und die Illustrationen einfach zum Verlieben.

Ein tolles Buch für die Vorweihnachtszeit - nicht nur für die Kleinen, auch als Eltern wird man von den Geschichten verzaubert.

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Was geschah damals auf dem Gut Strentel?

Vermächtnis mit Lavendelhauch
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Diana, die 30-zig jährige Schriftstellerin, erbt überraschenderweise ein altes imposantes Herrenhaus in Lürnau, das "Gut Strentel" von ihrer Großtante Leonida. Diese verbitterte Frau hat Diana aber als ...

Diana, die 30-zig jährige Schriftstellerin, erbt überraschenderweise ein altes imposantes Herrenhaus in Lürnau, das "Gut Strentel" von ihrer Großtante Leonida. Diese verbitterte Frau hat Diana aber als Jugendliche das letzte Mal gesehen. Warum wurde sie jetzt mit diesem Erbe beglückt? Ganz einfach - Diana soll ein Buch über die Elisabeth, die verstorbene Tochter von Leonida schreiben. Diana willigt ein und zieht mit Sack und Pack auf das große Anwesen - ohne zu wissen, was sie dort erwartet. Nicht nur das ihr der attraktive Nachbar Joschua den Kopf verdreht - ihre restlichen Nachbarn behaupten, auf dem Gut spuckt es und es verschwinden auf mysteriöse Weise Menschen. Sofort macht sich die junge Autorin auf die Suche nach der Geschichte der kleinen Elisabeth - und erfährt Erstaunliches über ihre Familie.

Gisela B.Schmidt hat mit diesem Buch ein Werk geschaffen, dass so viele Genres beinhaltet, dass man gar nicht genau sagen kann, was man hier liest. Man wird als Leser in eine alte Familiengeschichte entführt - auf humorvolle Weise wird die Liebesgeschichte von Diana und Joschua geschildert und die Gänsehaut wird durch den ein oder anderen Gruselfaktor hervorgerufen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und durch die unterschiedlichen Perspektiven verliert die Geschichte nie an Spannung. Mir hat es sehr gefallen, dass wir uns zum einen in der Gegenwart befinden, also im Jahr 2018 aus Sicht von Diana, und zum anderen in der Vergangenheit, angefangen im Jahr 1946 bis hin zu 1953. Dort wird uns die Geschichte aus mehreren Perspektiven geschildert - zum Großteil von Leonida - aber auch ihr Bruder Ferdinand oder ihre Mutter Wilhelmine kommen zu Wort. Gefühle wie Hass, Mitleid und Freude wurden durch die einfache Wortwahl schnell in mir hervorgerufen und am liebsten hätte ich mich manchmal schützend vor Leonida gestellt. Auch rätselt man die ganze Zeit mit, was damals nur Geschehen sein könnte, um am Ende überrascht zu werden, denn mit dem Schluss hätte ich nie gerechnet. Solch eine Familientragödie hatte ich schon lange nicht mehr in den Händen und sie hat mir so gut gefallen - sehr gerne würde ich noch mehr solcher Bücher aus der Hand von Gisela lesen :)

Wer gerne in die Vergangenheit reist und Geheimnissen von alten Familien auf die Spur gehen will, wird mit diesem Buch bestens unterhalten. Und wer dann auch noch gegen ein paar Liebesbekundungen nichts dagegen hat - unbedingt lesen - es lohnt sich!

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Veröffentlicht am 04.09.2020

"Ich wollte nur geliebt werden!"

Der Duft von lila Lilien
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Seit einem Jahr lebt sie in einer fremden Stadt, ohne Kontakt zu ihrer Familie und ihren Freunden und auf der Suche nach einem Job als Erzieherin - die 29 jährige Lena, die täglich den Launen ihres Ehemannes ...

Seit einem Jahr lebt sie in einer fremden Stadt, ohne Kontakt zu ihrer Familie und ihren Freunden und auf der Suche nach einem Job als Erzieherin - die 29 jährige Lena, die täglich den Launen ihres Ehemannes Hendrik ausgesetzt ist. Er verdient als Produktionsleiter das Geld für die Familie und möchte, dass Lena ihrer Energie nicht für einen Beruf opfert, sondern lieber schwanger wird. Nur Lena hat andere Pläne. Sie möchte der Abhängigkeit von Hendrik entkommen, Freunde finden und ihren Horizont erweitern. Da zieht eines Tages der freundliche Tom mit seinem Hund Boris in die Nachbarwohnung - und entpuppt sich später als Retter in der Not. Denn Lena ist ihrem Mann wehrlos ausgeliefert - nicht nur verbal, auch körperlich erleidet sie starke Schmerzen und so landet sie in Toms Wohnung - aus Schutz vor ihrem gewaltbereiten Ehemann. Dieser schwört zwar jedes Mal, dass er sich ändern wird - nur Lena muss die Reißlinie ziehen. Als Tom dann auch noch Lena's alten Freund Finn kontaktiert, steht ihr Lieben völlig auf dem Kopf. Was soll sie tun? Bei Hendrik bleiben oder endlich anfangen, ihr eigenes Leben zu leben?

Stephanie Weis hat mit diesem Werk ein pikantes Thema aufgegriffen - häusliche Gewalt und die Abhängigkeit von seinem Partner. Wie oft tagtäglich Frauen missbraucht werden, zeigt die Statistik am Ende des Buches - und ist einfach nur erschreckend. Dieser Roman zeigt zunächst die Schattenseiten und macht deutlich, dass man durch die Hilfe von Freunden es schaffen kann, diesem Teufelskreis zu entfliehen.

Durch die kurzen Kapitel und den flüssigen Schreibstil fliegt man nur so durch die Seiten. Ich muss gestehen, man sollte die Taschentücher bereithalten - denn neben den scheußlichen Gewaltszenen, bei denen man Lena einfach nur helfen und Hendrik selbst eine Verpassen möchte, hält die Autorin auch ein paar Liebesszenen für uns Leser parat. Auch das Thema Freundschaft hat mich tief berührt - auch wenn man jahrelang keinen Kontakt hatte, ist man in guten und schlechten Zeiten füreinander da - das ist wahre Freundschaft. Auch die handvoll an Protagonisten, die in diesem Buch eine Rolle spielen, zeigen, dass auch eine wundervolle Geschichte mit wenig handelnden Personen auskommen kann. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und es wird definitiv noch lange Zeit in meinem Kopf haften bleiben.

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Veröffentlicht am 27.08.2020

1.Babyjahr mit Brei-Flecken, vollen Windeln und ganz viel Liebe ...

Windeln, Wahnsinn, Wochenbett
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In „Windeln, Wahnsinn, Wochenbett“ beschreibt die Autorin Juliane Lauterbach auf humorvolle Art das erste chaotische Jahr mit Baby in 12 in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten. Von Januar bis Dezember ...

In „Windeln, Wahnsinn, Wochenbett“ beschreibt die Autorin Juliane Lauterbach auf humorvolle Art das erste chaotische Jahr mit Baby in 12 in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten. Von Januar bis Dezember (das sind die Kapitelunterteilungen) erleben wir Familien und ihren Nachwuchs in alltäglichen Situationen. Mal zum Mitfühlen, mal einfach nur zum Todlachen oder Kopfschütteln. Da ich selbst Mama eines dreijährigen Sohnes bin, fand ich die Geschichten jede an sich schon sehr realitätsnah und überhaupt nicht überspitzt oder übertrieben. Grad die Januargeschichte im Kreissaal hat mich so an die eigene Geburtssituation erinnert und ich hab sehr oft geschmunzelt und mit dem Kopf genickt. Vom 1.Geburtstag mit den Kitafreunden, über den 1.Urlaub mit Kleinkind oder einfach nur das Finden eines Babysitters für einen Abend – all diese Probleme und einfallsreichen Lösungen findet man in diesem Buch. Wer einen Ratgeber sucht, sollte hier die Finger von lassen – denn diese Lektüre ist einfach nur eine nette Lektüre für Schwangere oder frisch gebackene Mamas. Aber auch die Väter können aus der einen oder anderen Situation noch etwas Lernen.

Ich werde dieses Buch meiner jetzigen schwangeren Freundin zur Geburt schenken, da hier wahrheitsgemäß aus dem Alltag geschildert wird, ohne belehrend zu sein.

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Nette Lektüre für werdende Mamas

Einer schreit immer
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Die beiden Autorinnen Jennifer Baro und Christina Tropper schreiben in diesem Buch über ihr Leben als Mama mit allen Höhen und Tiefen. Aufgrund der Kürze perfekt geeignet als kleiner Begleiter für frisch ...

Die beiden Autorinnen Jennifer Baro und Christina Tropper schreiben in diesem Buch über ihr Leben als Mama mit allen Höhen und Tiefen. Aufgrund der Kürze perfekt geeignet als kleiner Begleiter für frisch gebackene Mamas als Geburts-Geschenk in der großen Windeltorte :) Wir werden als Leser zu Beginn darüber aufgeklärt, wie man überhaupt schwanger wird und welchen Mondzyklus man dabei beachten muss - über die Geburtsschmerzen und den Part des Papas währenddessen um zum Schluss bei den Sätzen zu landen, die man NIE hören möchte. Überspitzt und meist etwas Übertrieben wird hier alles kurz und knapp geschildert. Leider für mich oft weit weg von der Realtität und ich hatte das Gefühl, dass die Autorinnen einfach nur witzig sein wollten - egal ob es sich um's Thema Windeln wechseln handelt oder wie lange man braucht, um sich für ein Treffen mit der Freundin fertig zu machen. Wer einen Ratgeber erwartet sollte hier die Finger von lassen. Wer über sein neu gewonnenes Glück aber gerne lachen möchte ist mit diesem Buch perfekt ausgestattet.

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