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Veröffentlicht am 19.08.2020

Können die Strafen von Straftätern durch Gruppentherapien gemildert werden?

Der Augenblick
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- INHALT -

Renate Weiss, 28 Jahre alt, erfolgreich in ihrem Job in einer Werbeagentur wird eines Tages plötzlich zur Mörderin! Und dabei wollte sie nach der Arbeit nur eine Runde Joggen. Doch da sieht ...

- INHALT -

Renate Weiss, 28 Jahre alt, erfolgreich in ihrem Job in einer Werbeagentur wird eines Tages plötzlich zur Mörderin! Und dabei wollte sie nach der Arbeit nur eine Runde Joggen. Doch da sieht sie den kleinen Marcel in seinem Kinderwagen. Ein Blick und ein Tuch reichen aus, um den kleinen Jungen zu ersticken. Die Leiche im Wald verscharrt, macht sich Renate wieder auf den Weg nach Hause. Warum sie die Tat begangen hat, kann sie sich einfach nicht erklären. Alexandra Keller, Hauptkommissarin, bekommt den Fall nach ihrem Urlaub auf den Schreibtisch. Nur die Akte "Marcel" wird schnell fallen gelassen, da es keine brauchbaren Spuren gibt. An Heiligabend offenbart Renate sich einem Pfarrer und gesteht den Mord an Marcel. Hermann Rau, Fallanalytiker und Ex-Ausbilder von Alexandra, beschließt, eine Gruppentherapie ins Leben zu Rufen. Neben Renate sollen auch noch 5 weitere Menschen die Möglichkeit bekommen, von ihren Taten zu erzählen und wie es überhaupt dazu gekommen ist. Erfährt so Renate, was sie zu dieser Tat getrieben hat? Etwa ein Schicksal aus ihrer Vergangenheit? Und wirkt sich dies eventuell strafmildernd aus?

- MEINUNG -

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten und als ich auf der Rückseite gelesen habe, dass es sich um einen Therapie-Krimi handelt, war ich total begeistert und neugierig, was mich erwartet. Die Schilderung vom Mordfall Marcel hat mich echt berührt, grad weil ich selbst einen Jungen in diesem Alter habe und mir bildlich vorgestellt habe, wie ich in so einer Situation fühlen würde. Gänsehaut pur, dank der detaillierten Beschreibung der Autorin. Die Hälte des Buches handelt dann jedoch von der Therapie, die Hermann Raunins Leben gerufen hat. Am Anfang noch spannend, fand ich es dann irgendwann langweilig, weil jeder Teilnehmer seine Geschichte schilderte ... Und die Fälle waren einfach nur klischeehaft ... Ich habe mich gefragt, wo hier der Krimi ist ... Für mich war es eher ein netter Roman mit einem Hauch Liebe (die Anbandung von Alexandra und Hermann - das Verhalten wie zwei junge verliebte Teenager). Das Ende bleibt für den Leser offen ... Wie gesagt, nette Lektüre, wenn man gerne über das Schicksal und die Geschichte von Menschen in der Strafvollzuganstalt bzw. Psychatrie liest. Aber wer hier einen Krimi erwartet - lieber Finger weg!

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Veröffentlicht am 19.08.2020

Netter Auftakt einer neuen Fantasy-Triologie ...

Mitra
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- INHALT -

Wie viele Jugendliche wünscht sich auch die 16-Jährige Mitra ein normales Leben mit ihren Liebsten um sich rum, einem Ausbildungsplatz und eventuell auch schon dem Traumprinzen, mit dem man ...

- INHALT -

Wie viele Jugendliche wünscht sich auch die 16-Jährige Mitra ein normales Leben mit ihren Liebsten um sich rum, einem Ausbildungsplatz und eventuell auch schon dem Traumprinzen, mit dem man später eine Familie gründen will. Nur leider ist dies Mitra nicht vergönnt. Ihre Mama stirbt bei einem Unfall, wodurch sie mit der Zeit immer mehr ihre Freunde verprellt und eines Tages alleine da steht. Deshalb beschließt sie einen Neuanfang zu starten - sie zieht nach Hamburg zu Ihrer bis dahin unbekannten rothaarigen Verwandtschaft ihrer Mama. Dort hat sie bereits auch schon einen Ausbildungsplatz ergattert. Jetzt muss das nur noch mit der Liebe klappen. Aber allein schon die Fahrt nach Hamburg ist für Mitra mysteriös. Es passieren für sie unerklärliche Dinge. Ihre Oma und ihre Tante verhalten sich bei ihrer Ankunft auch anders als erwartet. Was haben sie für ein Geheimnis? Am 1.Ausbildungstag trifft Mitra nicht nur auf ihre neue Freundin Aggy, die ihr Herz auf der Zunge trägt und Mitra aus ihrem seelischen Loch holt - sie verliebt sich auch auf den 1.Blick in ihren Kollegen Gilbert. Nur was in der Mittagspause passiert, damit hätte Mitra nie gerechnet. Sie hat eine magische Begabung und das ist nicht die größte Überraschung - sie soll die Welt retten, denn nur sie als "Naturverbundene" ist in der Lage, mit den anderen Völkern Kontakt aufzunehmen. Neben der Ausbildung muss Mitra also auch noch Lernen, mit ihrer neuen Fähigkeit umzugehen. Und wäre da nicht noch die Liebe, die ihr auch in so manch einer Situation den Kopf verdreht. Zum Glück kann sie sich in dieser schwierigen Situation auf ihre Freundin und Familie verlassen. Denn es kommt schneller, als ihr lieb ist, dass sie die Hilfe der anderen Völker benötigt, um Hamburg und den Rest der Welt zu retten.

- MEINUNG -
Ich bin nicht groß der Fantasy-Leser, aber als ich angefragt wurde, ob ich das Buch gerne rezensieren möchte, war ich sofort hin und weg. Die Story klang für mich von Anfang an interessant und ich war sofort froh, dass die Geschichte weder in England, noch in Amerika spielt, sondern fast um die Ecke in Hamburg. Aber bereits nach den ersten 100 Seiten verließ mich die Euphorie. In den Schreibstil muss man sich erst reinlesen - kurze Sätze - einer nach dem anderen. Und dann fehlt die Tiefe. Die Personen sind so unterschiedlich vom Charakter und man kann so viel aus ihnen rausholen ... und die Figur Aggy ist mir sofort als Herz gewachsen ... ABER alles bleibt so oberflächlich. Auch wie schnell Mitra sich ver- und entliebt ... Alles geht so schnell ... Und so war es bei mir auch beim Lesen ... Zwischenzeitlich hab ich die Sätze nur überflogen und gehofft, dass das Buch bald vorbei ist ... Das hat mich ein bisschen traurig gemacht, weil die Geschichte echt Potenzial hat. Auch wenn ich ab und an das Gefühl hatte, der Autor hat sich sehr von Harry Potter inspirieren lassen (Nur Mitra hört gewisse Stimmen, der Hausgeist Hugo etc.) Ich hoffe, dass es im 2.Teil tiefgründiger zur Sache geht und bin schon gespannt, wie es dann bei Mitra, Aggy und Co. weitergeht.

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Veröffentlicht am 19.08.2020

Eifersucht kann töten ...

Reue
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- INHALT -

Ein kleines Dorf im Süden Deutschlands. Jeder kennt jeden - getratscht wird hinter jeder Straßenecke. So auch hier. Hat die junge, hübsche Sabine, die in der dörflichen Bank erfolgreich arbeitet, ...

- INHALT -

Ein kleines Dorf im Süden Deutschlands. Jeder kennt jeden - getratscht wird hinter jeder Straßenecke. So auch hier. Hat die junge, hübsche Sabine, die in der dörflichen Bank erfolgreich arbeitet, etwa ein Verhältnis mit dem ebenso gutaussehenden Thomas? Schließlich wohnt er zur Untermiete bei Sabine und ihrem Ehemann Dieter, der nur am Wochenende nach Hause kommt, da er in der Woche als Oberfeldwebel in der Kaserne arbeitet und lebt. Was am Anfang als harmloser Flirt beginnt, entwickelt sich schon bald als Affäre zwischen den beiden. Sabine ist sich ihrer Gefühle nicht sicher - möchte sie eine Zukunft mit Thomas, zusammen mit ihm Kinder kriegen, oder bleibt sie bei ihrem jähzornigen und herben Ehemann? Nach einem anonymen Hinweis über die angebliche Affäre, beschließt Dieter, seine Frau auch mal unter der Woche einen Besuch abzustatten. Doch dieser endet anders, als erwartet - nach diesem Besuch gibt es eine Leiche ... Nur wer ist es?

- MEINUNG -
Ein kurzweiliger Krimi ... Interessante Story, sehr angenehmer Schreibstil ... Die Kapitel huschen nur so an einem vorbei. In jedem Kapitel herrscht ein Wechsel - die Geschichte von Sabine, Thomas und Dieter wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Und nicht nur aus der Sicht der Hauptfiguren - auch Nebenfiguren, wie Sabines Kollegin aus der Bank, oder Thomas Kumpel kommen "zu Wort". Auch die Nebengeschichten sind spannend, tragen aber nicht groß zur Auflösung des Falles, wer gemordet hat, bei. Trotzdem ist es interessant zu lesen, wie der Mörder versucht, seine Tat zu vertuschen - was er dafür alles tut, um nicht erkannt zu werden und letztendlich doch einen Fehler macht ... Nette Lektüre für zwischendurch, die mir aber mit Sicherheit nicht lange im Kopf bleiben wird.

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Veröffentlicht am 19.08.2020

Nervenaufreibendes Ende der Max Bischoff Triologie ...

Im Kopf des Mörders - Toter Schrei
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- INHALT -

Kirsten, die Schwester von Kommissar Max Bischoff wurde entführt. Wurde in den ersten beiden Teilen schon darüber geschrieben, dass sie bedrohliche Nachrichten erhält und sich beobachtet fühlt, ...

- INHALT -

Kirsten, die Schwester von Kommissar Max Bischoff wurde entführt. Wurde in den ersten beiden Teilen schon darüber geschrieben, dass sie bedrohliche Nachrichten erhält und sich beobachtet fühlt, ist jetzt der schlimmste Fall für Max eingetroffen, in dem er ermitteln muss. Wie gerne würde er auf seinen Partner Horst Böhmer mit ins Boot holen. Aber der Entführer stellt Anforderungen "Keine Polizei", sonst wird Kirsten Stück für Stück verstümmelt. Und dann soll Max auch noch einen Mord begehen, nur um das Leben seiner Schwester zu retten. Er steht vor einer folgenschweren Entscheidung. Wessen Leben soll er opfern - das seiner jüngeren Schwester - oder sein eigenes?

- MEINUNG -

Ein gelungenes Ende der Max Bischoff Triologie. Ich habe von der ersten Seite an mitgefiebert - Max und Horst sind mir schon im ersten Teil ans Herz gewachsen. Die Szenen um Kirsten hat Arno Strobel detailliert geschildert, so das mir als Leser auf der ein oder anderen Seite die Gänsehaut kam. Ständig stellt man sich die Fragen: "Wer steckt hinter dieser Gräueltaten?" "Wie wird sich Max entscheiden?" "Und wird er es rechtzeitig schaffen, seine Schwester aus den Fängen dieses Psychopaten zu befreien?" Auf der letzten Seite kam mir dann fast eine Träne - es war der letzte Band. Leider keine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 19.08.2020

"Wie sehr musst du mich lieben, dass du so etwas für mich tust?"

Einer wird sterben
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- INHALT -

Stella und Paul, beide 32 Jahre alt, verheiratet und wohnhaft in einer kleinen, spießigen Wohngegend, sind glücklich. Sie ist Grundschullehrerin, er arbeitet als Pilot. Bis eines Tages das ...

- INHALT -

Stella und Paul, beide 32 Jahre alt, verheiratet und wohnhaft in einer kleinen, spießigen Wohngegend, sind glücklich. Sie ist Grundschullehrerin, er arbeitet als Pilot. Bis eines Tages das Schicksal nicht gut mit ihnen meint. Bei einem tragischen Unfall wird Stella verletzt und zwar so schwer, dass seitdem ihr Gesicht entstellt ist und sie ihrem Beruf auch nicht mehr nachkommen kann. Somit ist sie ans Haus gefesselt, erledigt noch kleine Einkäufe, aber traut sich sonst nicht vor dir Tür.
Paul ist wieder beruflich unterwegs, als Stella ein schwarzes Cabriolet auf der Straße auffällt - drinnen sitzen ein Mann und eine Frau. Zunächst denkt sie sich nichts dabei, doch als das Pärchen nicht nur Stunden, sondern sogar Tage seelenruhig vor dem Haus verweilt, wird sie unruhig. Selbst ihre Nachbarn missfällt die Situation - aber mehr als die Polizei zu rufen, die jedoch nichts machen kann, da es sich um öffentliches Straßenland handelt, geht nicht.
Und mit dem Pärchen vor der Tür ereignen sich in Stellas Leben weitere Zufälle - ein Spanner weilt auf ihrem Grundstück - die Außenbeleuchtung ist defekt - und wer hat die Fragezeichen an ihre Haustür gekritzelt? All das muss sie mit sich selbst ausmachen, denn Paul ist am anderen Ende der Welt - und erreicht ihn dementsprechend nur sehr selten. Holt sie die Vergangenheit wieder ein? Und welche Rolle spielt das Pärchen in dem schwarzen Oldtimer?

- MEINUNG -

Dies war mein ersten Thriller von Wiebke Lorenz und ich war nach den ersten Seiten total angetan von der Geschichte. Nicht nur die Figur Stella war mir von Anfang an sympathisch ... man hat jedes Mal mitgelitten, wenn etwas neues Schreckliches passiert ist und sie Paul mal wieder nicht erreichen konnte. Auch die Personenbeschreibungen ihrer Nachbar im Wohnviertel war sehr detailliert. Konnte mich so richtig reinversetzen in die Situation, die da vorherrscht (Der eine Nachbar bespitzelt den bzw. gönnt ihm das nicht etc.).
Leider war die Auflösung des Falls sehr abrupt und ich hätte nie damit gerechnet, dass es so ausgeht. Hätte mir gewünscht, wenn die Story etwas weiter, als nur im Wohnviertel gespielt hätte.
Alles in Allem nette Unterhaltung und ich gebe Fr.Lorenz noch eine Chance, indem ich noch einen anderen Titel von ihr lesen werde.

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