Billy hat lange Beine, kleine Flügel und einen Rüssel. Seine Eltern wünschen ihm viel Spaß bei seinem ersten Rundflug allein durch die Botanik. Und auf wen er da alles trifft - den roten coolen Käfer mit ...
Billy hat lange Beine, kleine Flügel und einen Rüssel. Seine Eltern wünschen ihm viel Spaß bei seinem ersten Rundflug allein durch die Botanik. Und auf wen er da alles trifft - den roten coolen Käfer mit den schwarzen Punkten. Oder die Wespe Rachel mit dem tollen Stachel. Nur Billy findet nichts Tolles an sich - bis die Wanze ihn für seine langen dünnen Beine beneidet.
Dieses wunderschöne Kinderbuch von Erhard Dietl liest sich aufgrund seiner Kürze in einem Rutsch weg - verliebt war ich sofort in die Illustrationen - auf jeder Seite verstecken sich süße Insekten und andere kleine Details. Ganz wichtig für die kleinen Entdecker, denn auf der letzten Seite wird gefragt, ob man denn die Tiere auch unterwegs durchs Buch entdeckt hat. Das die ganze Geschichte in Reimform geschrieben wurde, hat mich nochmal von dem Buch überzeugt - absolute Vorleseempfehlung für kleine Entdecker.
Was würdest du tun, wenn du die Hiobsbotschaft bekommst, dass du nur noch 29 Tage zu leben hast?
Der sportlich durchtrainierte Constantin Brennecke hat alles, was man sich mit Mitte 30 wünscht. Einen ...
Was würdest du tun, wenn du die Hiobsbotschaft bekommst, dass du nur noch 29 Tage zu leben hast?
Der sportlich durchtrainierte Constantin Brennecke hat alles, was man sich mit Mitte 30 wünscht. Einen Job als Architekt mit Aussicht auf die Übernahme des Geschäftsposten - eine tolle Frau, einen lieben Sohn. Bis eines Tag Ulrich Gawronski vor seiner Tür steht und ihm mitteilt, dass ihm ein Sensor implantiert wurde. Sobald das Herzrasen einsetzt, wird Constantin nur noch 29 Tage leben. Zunächst hält es Constantin für einen Scherz - aber kurze Zeit später stirbt Hr. Gawronski und nachdem bei Constantin die ersten Symptome an Tag gekommen sind, beginnt er, der Vorhersage auf den Grund zu gehen. Und nicht nur körperlich geht es ihm immer schlechter - auch psychisch wird er auf eine harte Probe gestellt. Schafft er es, der ominösen Krankheit auf den Grund zu gehen und lebend aus der Sacher herauszukommen?
Nicole Chisholm hat mit "29 Tage" ihren ersten Thriller veröffentlicht. Ich bedanke mich, dass ich ihn vorab schon lesen durfte und wurde auch von der packenden Geschichte nicht enttäuscht. Zu Beginn wird man mit Constantin vertraut gemacht - erst dachte ich "Boah, was bist du denn für ein Ar***!" Man hatte halt das gewisse Klischee im Kopf - Architekt, hält sich für was besseres. Aber je mehr er an sein Ultimatum kommt, desto menschlicher wird er - auch die anderen Charaktere wurde detailliert beschrieben und Mutzke ist mir sofort ans Herz gewachsen. Leider hat mich der Schluss sehr an einen Actionfilm erinnert und ich war nicht groß überrascht über das Ende (für mich etwas zu vorhersehbar). Aber durch den einfachen Sprachgebrauch und flüssigen Schreibstil der Autorin verflogen die kurzen Kapitel in einem Rutsch durch - perfekt, wenn man abends im Bett lesen möchte. Da die Autorin im Nachwort erwähnte, dass schon ein 2.Thriller in ihren Schubladen lauert, bin ich in freudiger Erwartung auf den nächsten Band.
In diesem wunderschönen Kinderbuch von Katja Reider erwarten den Leser 10 hasenstarke Geschichten von den Zwillingen Hops & Holly. Wir dürfen die beiden Hasen und ihre Freunde Murmel, Pumpernickel, Rosalie, ...
In diesem wunderschönen Kinderbuch von Katja Reider erwarten den Leser 10 hasenstarke Geschichten von den Zwillingen Hops & Holly. Wir dürfen die beiden Hasen und ihre Freunde Murmel, Pumpernickel, Rosalie, Cleo und Bommel durch ein spannendes Schuljahr begleiten. Ob es darum geht, ein ordentliches Klassenfoto zu schießen, die erste Übernachtung bei der Freundin, den Besuch vom nervigen Cousin der beiden Hasen oder aber auch das Finden eines Partners für die Oma. Sowohl Jungen als auch Mädchen ab 5 Jahren werden beim Lesen dieses Buches ihre Freude haben, da für jeden etwas dabei ist. Durch die süßen Illustrationen von Sabine Straub werden aber auch jüngere Kinder ihren Spaß haben, wenn die Eltern vorlesen. Durch die Kürze der Geschichten eignet es sich hervorragend als Gute-Nacht-Geschichte. Leider waren mir ab und an der Sprachstil und die Themen zu "Erwachsen" (Bspl. mit Muskeln protzen, Eifersuchtsszenen zwischen den Eltern) - da werden Erstleser meiner Meinung noch nicht groß was mit Anfangen können. Trotzdem ein sehr schönes Kinderbuch (grad in der Osterzeit :)
Der 22-jährige Sebastian Reiser lebt mit seinem Vater auf dem Anwesen des Edlen von Sonnberg. Gerne würde er in Zukunft Verwalter des Anwesens sein und die Tochter des Hauses, Theresia von ...
April 1824:
Der 22-jährige Sebastian Reiser lebt mit seinem Vater auf dem Anwesen des Edlen von Sonnberg. Gerne würde er in Zukunft Verwalter des Anwesens sein und die Tochter des Hauses, Theresia von Sonnberg, heiraten. Nur leider spielt das Lebens meist anders, als man denkt. Durch einen tragischen Unfall muss Reiser kurzfristig das Haus und seine Geliebte verlassen. Der Baron v. Walseregg, der sich zu der Zeit auch auf dem Anwesen aufhält, bietet Reiser an, ihn nach Wien zu begleiten. Nur in der Stadt herrscht reges Treiben. Am 7.Mai soll die Uraufführung der "9.Sinfonie" des großen Komponisten Ludwig v. Beethoven stattfinden. Reiser, ohne Dach über dem Kopf und Job in der Hand, trifft auf seinen alten Geigenlehrer Piringer, der ihn zunächst zu Speis und Trank nach Hause einlädt, ihm im weiteren Verlauf aber die Möglichkeit zukommen lässt, bei der großen Aufführung im Orchester die Bratsche spielen zu können. Reiser kann sein Glück kaum fassen - er verehrt Beethoven und bekommt nun die Chance, ihm ganz nah zu sein. Nur leider macht Reiser nicht nur dessen Bekanntschaft. Auch sein alter Studienfreund Hänsel verweilt in Wien und arbeitet dort für die Staatsmacht. Er heuert Reiser an, als Spitzel zu arbeiten und Informationen unter den Musikern zu erlangen. Angeblich soll durch die neue Sinfonie des Komponisten der Startschuss für eine neue Revolution sein. Reiser kämpft mit sich - gefangen zwischen Treffen geheimer Bruderschaften - der Staatsmacht und seinem großen Vorbild. Dabei will er doch nur eins - das Herz seiner Theresia.
Der historische Kriminalroman von Oliver Buslau beginnt im Mai 1874 in Österreich. Reiser, inzwischen schon stolze 72 Jahre alt, erzählt seinem Enkel die Geschichte rund um Beethoven. Als Leser fühlt man sich, als würde man mit den beiden in einem Raum sitzen und der Erzählung lauschen. Sofort wurde ich abgeholt in das Leben des jungen Reiser einzutauchen, um gleich darauf die zweite Hauptfigur Theodor Kreutz und seine Machenschaften kennenzulernen. Ich habe den Roman immer mit einem Musikstück verglichen. Mal gab es die "ruhigen, sanften, emotionalen Töne", gefolgt von Schilderungen aus dunklen Gassen, geheimen Treffen und Machenschaften der Revolutionäre. Auch ohne große Musikerfahrung ist man als Leser in einer musikalischen Welt gefangen, aus der Mann gar nicht mehr raus will. Auch wenn es sich hierbei um einen fiktiven Roman handelt, findet man doch die ein oder andere Wahrheit und ist überrascht, wie genau der Autor es schafft, mit wenigen Worten ein Wien zu erschaffen mit all seinen Schönheiten aber auch Schattenseiten. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, wer gerne in die klassiche Buchwelt eintauchen und noch dazu einen spannenden Kriminalfall lesen möchte.