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Veröffentlicht am 20.01.2020

Kein Mord bleibt ungeklärt!

Tagebuch meines Verschwindens
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Im beschaulichen Ort Ormberg, ein schwedisches Dörfchen mit 100 Einwohnern und drumherum nur Wald, wird im Oktober 2009 die Leiche eines 5-jährigen Mädchens von Malin und ihren Freunden gefunden. Leider ...

Im beschaulichen Ort Ormberg, ein schwedisches Dörfchen mit 100 Einwohnern und drumherum nur Wald, wird im Oktober 2009 die Leiche eines 5-jährigen Mädchens von Malin und ihren Freunden gefunden. Leider kann die Leiche nicht identifiziert werden bzw. vermisst niemand das kleine Mädchen.

8 Jahre später:

Malin arbeitet jetzt bei der Polizei in Katrineholm. Für den alten Cold-Case soll sie zurück in ihre Heimat - sie kennt die Umgebung und ihre Einwohner am Besten und soll dementsprechend ihre Kollegen unterstützen. Nur was sie zu Hause erwartet, macht sie einfach nur traurig. Aus dem kleinen blühenden Industriestandpunkt ist jetzt ein Ort der Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit geworden. Und dann wird zum Bedauern der Einwohner auch noch eine Flüchtlingsunterkunft vor ihre Nase gebaut.

Der 14-jährige Jake, dessen Mutter an Krebs gestorben ist, lebt zusammen mit seinem arbeitslosen Papa und seiner älteren Schwester in Ormberg. Er liebt es, in Frauenkleidern und geschminkt durch die Wälder zu ziehen. Nur dort findet er eines Abends eine Frau, hilfesuchend, verwahrlost und ohne Erinnerung. Dabei hat sie ein braunes Buch, welches Jake sofort an sich nimmt. Bei der Frau handelt es sich um Hanne, eine 60-jährige Profilerin, die zusammen mit ihrem Partner Peter auch an dem Cold-Case arbeitet. Nur leider leidet Hanne unter Demenz und kann sich nicht dran erinnern, wie sie in den Wald gekommen ist bzw. wo sich Peter aufhält. Denn dieser ist verschwunden. Und dann wird eine weitere weibliche Leiche auf der Geröllhalde gefunden. Gibt es eine Verbindung zu dem Mord von dem kleinen Mädchen? Und wo ist Peter? Die Suche nach den Antworten auf die vielen offenen Fragen beginnt.



Camila Grebe hat hier einen spannenden schwedischen Thriller geschrieben. Für mich leider mit vielen Längen zwischendrin bzw. ist es für mich eher ein Krimi. Die Geschichte wird zunächst aus zwei Sichten geschildert. Zum einen aus der Perspektive von Malin, bei der der Leser hautnah an den Ermittlungen dran ist, aber auch viel über das Privatleben von ihr erfährt. Zum anderen kommt Jake zu Wort. Hier erfährt der Leser, was Hanne in ihr Tagebuch geschrieben hat bzw. wie Jake sich mit dem Geheimnis, dass er ein wichtiges Beweismittel der Polizei vorenthält, fühlt. Aber auch über die anderen Bewohner und Ermittler wird viel geschrieben. Man fühlt sich wie ein Zuschauer, dessen Schauplatz Ormberg man betrachten kann mit all seinen Geheimnissen unter den Bewohnern ... denn: Vertraue niemals deinem Nachbarn!

Leider musste ich mich zwischenzeitlich echt zwingen, weiterzulesen, weil die Autorin das ein oder andere zu sehr ausschmückt. Trotzdem würde mich der 1.Band der Profiler-Serie interessieren - vielleicht zieht er noch bei mir zu Hause ein :)

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Veröffentlicht am 20.01.2020

5 Tage Offline - Fluch oder Segen?

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Jenny ist Mitte 30zig und Teamleiterin bei der Firma Fuchs Telecom. Sie bekommt das Angebot zusammen mit ihren Kollegen eine "Digital-Detox-Tour" zu unternehmen. Sie findet die Idee super und erhofft sich ...

Jenny ist Mitte 30zig und Teamleiterin bei der Firma Fuchs Telecom. Sie bekommt das Angebot zusammen mit ihren Kollegen eine "Digital-Detox-Tour" zu unternehmen. Sie findet die Idee super und erhofft sich so, ihre Mitarbeiter Thomas, Anna und Florian näher kennenzulernen bzw. den Teamerhalt zu stärken. Zusammen mit dem Unternehmerpärchen Annika und Matthias, dem Vermögensdienstler David und Sandra, die bei einer Versicherung arbeitet, sind die Probanden der ersten Reisetour gefunden. Start: Schönau am Königssee. Dort müssen bereits alle ihre Handys abgeben! Und dann geht es zusammen mit den Reiseleitern ins "Mountain Paradise". Nur ihr Paradies entpuppt sich als Horrorhotel - verwinkelter Bau - umringt von Baumgruppen - wird es zur Zeit als Luxushotel renoviert. Gemeinsam beziehen sie einen Teil des Hotels und planen schon die erste Tage abgeschieden von der Außenwelt. Nur am Morgen nach der ersten Nacht beginnt der Horror - das Schneetreiben hört nicht auf und als ein Teilnehmer auf grausame Art misshandelt vorgefunden wird, stellt sich jeder die Frage "Wem kann ich hier vertrauen?"

Ich habe diesem Thriller entgegengefiebert und war sooooo glücklich, als ich das Buch endlich in den Händen hatte. Das Cover macht schon neugierig auf die Geschichte - durch die glänzende Oberfläche und die dargestellte kaputte Handyscheibe. Auch der Klartext klingt spannend. Das Thema "24/7-Online" spielt leider in der heutigen Gesellschaft immer mehr eine Rolle. Somit war ich gespannt, wie Arno Strobel das Thema aufgreift und seine Protagonisten damit umgehen, mehrere Tage offline zu sein.Nur leider wurde ich enttäuscht. Viele Längen, unglaubwürdige Handlungen der einzelnen Personen, in manchen Situationen und die Dialoge haben mich manchmal den Kopf schütteln lassen. Die Schilderungen der Misshandlungen waren sehr detailliert - meine persönlichen Höhepunkte von "Offline". Zum Ende wollte ich dann nur noch wissen, wer hinter all den Grausamkeiten steckt und war überrascht. Alles in allem, als Strobel-Fan sollte man es lesen ... wenn man ihn neu für sich entdecken möchte muss ich sagen, lieber mit einem seiner Erstlingswerke beginnen bzw. mit der Max-Bischoff-Reihe.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

P.s. Das Leben geht weiter ...

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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Bei "Postscript" handelt es sich um die Fortsetzung des Bestsellerromans "P.S. ich liebe dich" von Cecelia Ahern.

Holly Kennedy hat vor 7 Jahren ihren Ehemann Gerry verloren - nur anhand von 10 Briefen, ...

Bei "Postscript" handelt es sich um die Fortsetzung des Bestsellerromans "P.S. ich liebe dich" von Cecelia Ahern.

Holly Kennedy hat vor 7 Jahren ihren Ehemann Gerry verloren - nur anhand von 10 Briefen, die er für sie vor seinem Tod geschrieben hat, "lebt" er für Holly ein ganzes Jahr weiter. Seine Briefe sind ihr eine Stütze - und dank dieser wird aus Holly ein völlig neuer Mensch. Sie verliebt sich neu - hat einen Job, der ihr Spaß macht. Bis sie eines Tages von ihrer Schwester Ciara überredet wird in einem Podcast ihre Liebesgeschichte mit Gerry nochmal Revue passieren zu lassen und von seinen hinterlassenen Briefen zu reden. Inspiriert von Holly's Erzählungen gründet eine kleine Gruppe von 5 Menschen, die auch unheilbar krank sind, den "P.S. Ich liebe dich"-Club. Auch sie würden gerne Nachrichten und Briefe an ihre Hinterbliebenen verfassen und erhoffen sich von Holly kleine Tipps und Anregungen. Nur diese ist am Anfang so gar nicht begeistert von diesem Club, wird sie doch jetzt wieder in der Vergangenheit zurückkatapultiert. Gerry ist wieder präsent. Doch je mehr sie sich mit den Schicksalen der Club-Mitglieder beschäftigt, desto mehr kommt die hilfsbereite Holly zum Vorschein. Schafft sie es, durch ihre Kreativität und Erfahrungen den Menschen ein letztes Andenken zu zaubern? Oder holt sie die Vergangenheit wieder ein?

Cecelia Ahern hat mit diesem Buch eine gelungene Fortsetzung geschaffen. Durch den einfachen, aber sehr flüssigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so an einem vorbei. Ihre emotionale Art zu schreiben fasziniert und berührt mich und ich musste nicht nur einmal zum Taschentuch greifen, weil ich so hingerissen war. Auch wenn es zum Ende hin den Eindruck machte, dass die Geschichte jetzt schnell erzählt werden muss, und die Schicksale der Menschen innerhalb von 2 Seiten abgearbeitet wurden bzw. es zwischenzeitlich an einigen Stellen zu detailliert beschrieben wurde, was Holly erledigt, um den Mitgliedern zu helfen, bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Vielleicht folgt noch ein 3.Band um Holly Kennedy - die Story würde es definitiv hergeben :)

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Lebenslustige Landgöre trifft jungen Mann aus'm Ruhrpott!

Bleib doch, wo ich bin
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Kaya, junge 27 Jahre alt, hat alles, was sie glücklich macht: sie lebt in dem ländlichen kleinen Dorf Neuberg - besitzt dort neben ihrem Shetlandpony noch ein Buchcafé und kann sich auf ihre besten Freunde ...

Kaya, junge 27 Jahre alt, hat alles, was sie glücklich macht: sie lebt in dem ländlichen kleinen Dorf Neuberg - besitzt dort neben ihrem Shetlandpony noch ein Buchcafé und kann sich auf ihre besten Freunde Amelie und Rob immer verlassen. Auch für ihre kleine Nichte Milli ist sie der erste Anlaufpunkt, wenn es darum geht, Schwierigkeiten und Probleme auszubaden. So auch in ihrem aktuellsten Fall - sie hat während eines Schülerpraktikums Mist gebaut, für den sie sich jetzt vor ihrem neuen Lehrer Lasse Fries und ihrer Mutter rechtfertigen muss. Nur leider hat ihre Mutter Cordula damit gedroht, sie ins Internat zu stecken - also muss Kaya einen Plan finden, wie das vermieden werden kann. Kurzerhand schlüpft Kaya ins das Businessoutfit ihrer älteren Schwester, setzt zur Feier des Tages auch noch deren Brille auf (mit der sie nicht wirklich was sehen kann) und geht zu dem Gespräch mit Milli's Lehrer. Überzeugend kann sie ihn überreden, das ihrer Nichte ein erneutes Praktikum absolvieren kann - selbstverständlich in der Tierarztpraxis ihres Kinderfreundes Rob. Am Samsatgabend trifft sich Kaya mit ihrer besten Amelie, um den Erfolg in der Schule bei der jährlichen Scheuenparty zu feiern - nach einer Wette der beiden Mädels sitzt Kaya am Ende des Abends neben einem schicken Mann, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Bryan Adams hat - ohne zu wissen, dass sie ihm bereits begegnet ist ... und dort nimmt das Schicksal und die Liebe ihren Lauf!

Ich muss gestehen, dass ich nicht so der Fan von Liebesromanen bin. Aber dieser hat mich wieder überrascht. Durch die abwechselnde Erzählperspektive in den einzelnen Kapiteln - mal aus der Sicht von Kaya, mal aus Lasse's Perspektive, ist man als Leser ab und an ziemlich verwirrt, weil nicht darauf hingewiesen wird, wer jetzt grad "erzählt" ... trotzdem nimmt es der Geschichte weder die Spannung, noch die Entwicklung der Liebesgeschichte von Kaya und Lasse. Durch den einfachen, alltagssprachlichen Erzählton und das ständige Auftauchen von Missverständnissen fiebert man bis zur letzten Seite mit den Protagonisten mit. Ich habe mich gefreut, dass man amm Ende des Buches schon in die Fortsetzung des Dreiergestirns lesen kann und werde auch mit Sicherheit dort wieder ins Landleben reisen.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

"3 Prüfungen musst du meistern...!"

Das Labyrinth des Fauns
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1944: Die junge Ofelia muss nach dem Tod ihres Geliebten Vaters mit ihrer hochschwangeren Mutter Haus, Hof und Freunde verlassen und mit ihr in die Berge Spaniens ziehen, um dort bei ihrem neuen "Papa" ...

1944: Die junge Ofelia muss nach dem Tod ihres Geliebten Vaters mit ihrer hochschwangeren Mutter Haus, Hof und Freunde verlassen und mit ihr in die Berge Spaniens ziehen, um dort bei ihrem neuen "Papa" Vidal zu leben. Dieser ist Hauptmann und mit seinem Trupp in einer alten Mühlen stationiert. Schon beim 1.Anblick merkt Ofelia, dass dieser Mann aus purer Grausamkeit und Boshaftigkeit. Und sie soll Recht behalten. Während ihre Mutter ans Bett gefesselt ist, macht Ofelia Erkundungen im angrenzenden Wald. Und dort trifft sie auf wundersame Wesen und den Faun, der sie schon sehnsüchtig erwartet hat. Dieser behauptet, Ofelia sei die vermisste Tochter des Unterirdischen Königreiches und wenn sie 3 Prüfungen erfolgreich absolviert, soll sie dorthin zurückkehren können und regieren. Gefangen zwischen der realen Welt und der Fantasywelt macht sich Ofelia an die ihr aufgetragenen Prüfungen. Jedoch hat sie immer im Hinterkopf, dass sie dann ihre Mutter und ihren ungeborenen Bruder bei dem Scheusal von Hauptmann lassen muss.

Ich muss gestehen, dass es mein 1.Buch von Cornelia Funke war, welches ich gelesen habe. Und bin auch immer vorsichtig, was Fantasybücher betrifft. Ich wurde aber keineswegs enttäuscht. Durch die zwei Erzählstränge war man nie in einer Welt gefangen, sondern durfte mit Ofelia zwischen der Fantasywelt und der Realität reisen. Auch die wunderschönen Illustrationen und die angeknüpften Geschichten, bei denen Personen eine Rolle spielen, die auch in der wirklichen Welt von Ofelia vorkommen, machen diesen Roman so einzigartig. Auch der außergewöhnliche Schreibstil von Cornelia Funke und die bildlich dargestellten Beschreibungen von Ofelia's Welt haben mich einfach gefesselt. Ich war auch gefangen in dieser wundervollen Welt und habe mit dem jungen Mädchen mitgefiebert und gelitten.

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