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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2026

Gestrandete Frauen

Medusa in Paradise
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Eine einsame Insel. 20 gestrandete Frauen. Und sofort war ich neugierig auf 'Medusa in Paradise' von Laura Melina Berling.

Schon das Cover fällt mit seiner knalligen Blau-Orange-Kombi extrem ins Auge ...

Eine einsame Insel. 20 gestrandete Frauen. Und sofort war ich neugierig auf 'Medusa in Paradise' von Laura Melina Berling.

Schon das Cover fällt mit seiner knalligen Blau-Orange-Kombi extrem ins Auge - ungewöhnlich, laut und irgendwie passend zur Geschichte.

Die Handlung selbst ist schnell erzählt: Nach einem Flugzeugabsturz stranden 20 Frauen ohne Männer auf einer einsamen Insel und müssen gemeinsam ums Überleben kämpfen. Wirklich spannend sind dabei aber weniger die äußeren Umstände als die unterschiedlichen Charaktere und Botschaften.

Hier treffen Feministinnen auf hingebungsvolle Ehefrauen, Esoterikerinnen auf freiheitsliebende Partygirls, Wütenden auf Leise, Diskriminierte auf Privilegierte. Es wird gegendert, gelästert, diskutiert und meditiert - Und genau dadurch entsteht eine ziemliche wilde Thematik.

Manchmal wusste ich ehrlich gesagt nicht, ob das Buch unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhalten oder sie bewusst überspitzt karikieren möchte. Für meinen Geschmack war es stellenweise einfach zu viel von allem, weshalb mich die Geschichte leider recht schnell verloren hat.

Unterhaltsam war es definitiv - gleichzeitig aber auch anstrengend.

Am Ende gilt wie immer: Macht euch gerne selbst ein Bild. Geschmäcker sind schließlich - Gott sei Dank - unterschiedlich. ✨️

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Ein unvergesslicher Sommer

Restsommer
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Gestern beendet - und danach einfach noch im Bett gelegen und an Domi und Biff gedacht. 🥹

Mit 'Restsommer' hat Kea von Garnier einen unglaublich schönen Coming-of-Age-Roman geschaffen. Dominik führt ein ...

Gestern beendet - und danach einfach noch im Bett gelegen und an Domi und Biff gedacht. 🥹

Mit 'Restsommer' hat Kea von Garnier einen unglaublich schönen Coming-of-Age-Roman geschaffen. Dominik führt ein ganz 'normales' Teenagerleben: Er lebt recht dörflich, Schule, Freunde treffen, Bandproben und nebenbei hilft er seinem Vater im Bestattungsinstitut - und irgendwie scheint damit auch sein weiterer Lebensweg schon vorgezeichnet zu sein.

Doch dann taucht Benjamin, genannt Biff, aus dem großen Berlin in Domis Clique auf und plötzlich öffnen sich ganz neue Sehnsüchte, Wünsche und Möglichkeiten.

Die Autorin hat den Vibe dieses Alters und dieser Zeit einfach perfekt eingefangen und sich so authentisch in die Perspektive der Jungs hineinversetzt. Alles fühlt sich unglaublich natürlich und echt an - beim Lesen war ich sofort wieder ein Stück jünger.

Der Schreibstil ist locker, leicht und wunderbar flüssig; man fliegt nur so durch die Seiten. Und die Figuren? So toll gezeichnet, dass ich wirklich alle ins Herz geschlossen habe - außer vielleicht Biffs Vater. 🤬

Diese zarte queere Lovestory hat mich komplett abgeholt. Domi und Biff sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich das Buch nur sehr widerwillig zugeschlagen habe.

Für alle Fans von Coming-of-Age Geschichten: absolute Herzens-Empfehlung. 🩵
Ihr werdet 'Restsommer' lieben.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Unsichtbar

Ein verlassenes Haus
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Müde, unsichtbar, ausgebrannt - 'Ein verlassenes Haus' von Lisa Wölfl hat mich tief berührt. Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker, und die Bedeutung des Titels entfaltet im Laufe der Geschichte ...

Müde, unsichtbar, ausgebrannt - 'Ein verlassenes Haus' von Lisa Wölfl hat mich tief berührt. Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker, und die Bedeutung des Titels entfaltet im Laufe der Geschichte eine bedrückende, aber unglaublich starke Wirkung.

Sonja und Harald versuchen, mit zwei Kindern und schlecht bezahlten Jobs irgendwie über die Runden zu kommen. Doch als Haralds Arbeit wegen seiner gesundheitlichen Beschwerden auf der Kippe steht und Sonja nach einem Notfall ihren Job verliert, gerät ihr ohnehin fragiles Leben endgültig ins Wanken. Existenzängste und gesellschaftlicher Druck werden zur täglichen Belastung.

Besonders eindringlich zeigt der Roman, wie Sonja zunehmend an der unbezahlten Care-Arbeit, den Sorgen um ihre Familie und dem ständigen Geldmangel zerbricht. Sie verliert sich selbst, wird unsichtbar - "der Körper wie ein verlassenes Haus".

Als eine alte Bekannte ihr den Tipp gibt, gegen Bezahlung mit Männern zu chatten, scheint das plötzlich ein Ausweg zu sein. Doch auch das bringt neue Konflikte mit sich, besonders in ihrer Ehe.

Dieses Buch erzählt ehrlich und ungeschönt von weiblicher Selbstaufgabe, von Liebe und dem schleichenden Gefühl des Entliebens, von Überforderung, Sehnsucht und dem Wunsch,
endlich wieder gesehen zu werden. Trotz der schweren Themen schafft es die Autorin immer wieder, feine humorvolle Momente einzubauen, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen.

Ich mochte 'Ein verlassenes Haus' und seine Figuren wirklich sehr und spreche von Herzen eine Leseempfehlung aus. 📚✨️

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Partynächte

Weird Girls
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Wow, was war das denn bitte?! 😂
Meine erste richtig wilde Party ... auf der Couch - und fast durchgemacht 😎🙌🏻

Über Cover und Farbschnitt müssen wir eigentlich gar nicht sprechen, oder? 🐆
Einfach nur ...

Wow, was war das denn bitte?! 😂
Meine erste richtig wilde Party ... auf der Couch - und fast durchgemacht 😎🙌🏻

Über Cover und Farbschnitt müssen wir eigentlich gar nicht sprechen, oder? 🐆
Einfach nur ein absoluter Hingucker!

Die Story war allerdings etwas anders, als ich erwartet hatte: weniger tiefgehende Handlung, dafür umso mehr Eskalation - Alkohol, Drogen und exzessive Partynächte.

Im Mittelpunkt stehen Harley, Maggie und Róise, die seit einem tragischen Unfall nur noch zu dritt sind. Ihre vierte Freundin Lydia ist gestorben, und keine von ihnen hat wirklich mit dem Verlust abschließen können. Zu vieles blieb unausgesprochen, weil dem Unglück ein Streit vorausging.

Entgegen meiner Erwartungen geht es weniger um Trauerbewältigung als vielmehr um ein Leben nach dem Motto: Sex, Drugs & Rock 'n' Roll. Klingt vielleicht erstmal oberflächlich - aber genau das hat für mich den Reiz ausgemacht.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich komplett mitreißen lassen. Besonders schön fand ich, dass die Freundschaft der drei trotz allem immer im Mittelpunkt steht. Egal, was passiert.

Wahrscheinlich ist das kein Buch für jeden - aber die Leseprobe gibt direkt einen ehrlichen Vorgeschmack. Danach weiß man ziemlich schnell, ob es einen packt oder nicht.

Ich für meinen Teil hatte definitiv Spaß mit den 'Weird Girls' von Gráinne O'Hare. ✨️📚

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Familiengeheimnisse

Der Lebenszyklus des Gemeinen Oktopus
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Der Titel 'Der Lebenszyklus des gemeinen Oktopus' von Emma Knight war hier tatsächlich origineller als die Geschichte selbst - was aber nicht heißt, dass ich mich nicht gut unterhalten gefühlt habe. Und ...

Der Titel 'Der Lebenszyklus des gemeinen Oktopus' von Emma Knight war hier tatsächlich origineller als die Geschichte selbst - was aber nicht heißt, dass ich mich nicht gut unterhalten gefühlt habe. Und ein kleiner Spoiler vorweg: So viel Oktopus kommt gar nicht vor. 😅

Die Freundinnen Pen und Alice studieren gemeinsam in Edinburgh und kennen sich schon ewig. Während sie ihren Alltag zwischen Uni, Freundeskreis und gemeinsamen Momenten verbringen, bringt jede ihre eigenen Themen und Herausforderungen mit. Doch egal, was passiert - sie finden immer wieder zueinander. Genau diese Vertrautheit, dieses bedingungslose Verständnis ohne Bewertung, macht ihre Freundschaft so besonders.

Im Mittelpunkt steht vor allem Pen, die das Geheimnis ihres zweiten Vornamens "Elliot" ergründen möchte - und dabei mehr aufdeckt, als sie erwartet hätte. Zusätzlich sorgt auch noch ein Mann für ordentlich Gefühlschaos. Alice hingegen steckt in einer toxischen Affäre fest und beweist aktuelle kein glückliches Händchen in Liebesdingen.

Ich habe die Geschichte als Hörbuch erlebt, was sehr angenehm war. Beim Lesen hätte sie sich für mich vermutlich etwas gezogen, da viel geredet wird, ohne wirklich etwas zu sagen. Wären mir die Figuren nicht so sympathisch gewesen und hätte es nicht immer wieder kleine, charmante Momente gegeben, hätte mich das wohl schnell gelangweilt.

Das Setting hingegen hat mich sofort abgeholt: das Studentenleben in Edinburgh und Pens Ausflüge in die schottischen Highlands waren für mich echte Highlights.

Insgesamt ein solider Roman, der gut unterhält, aber wahrscheinlich nicht lange im Kopf bleiben wird.

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