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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2023

Schreibblockade

Nichts in den Pflanzen
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Ich lass mich ja sehr schnell von gut gestalteten Cover einfangen und dieses gefällt mir richtig gut. Dieser Kontrast von rosa Farbgebung zur 'Schnapsleiche' ist ziemlich cool.
Aber so leid mir ...

Ich lass mich ja sehr schnell von gut gestalteten Cover einfangen und dieses gefällt mir richtig gut. Dieser Kontrast von rosa Farbgebung zur 'Schnapsleiche' ist ziemlich cool.
Aber so leid mir das tut, das Cover war tatsächlich mein einziges Highlight.
Es geht um eine junge Drehbuchautorin mit Schreibblockade, Existenzängsten, einer niedrigen Hemmschwelle gegenüber körperlicher Gewalt und einem ausschweifenden Lebensstil.
Vielleicht hab ich das Buch und die Story auch einfach nicht verstanden, aber ich fand die Protagonistin und das was Sie getan hat furchtbar und weiß eigentlich gar nicht wie ich das gelesene rezensieren soll.
Sehr gespannt bin ich auf weitere Meinungen zu diesem Debütroman und ich hoffe jemand kann mir das mit den Fliegen erklären?!
Vom Schreibstil macht es schon was her und ich denke manch anderen wird es gefallen.
Mich hat es leider gar nicht abgeholt.


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Veröffentlicht am 05.08.2023

Au der Suche

Paradise Garden
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Oh ja, das war oder eher gesagt ist ein tolles Debüt der Autorin Elena Fischer.
Der Roman 'Paradise Garden' erschienen im Diogenes Verlag wird aus Sicht der 14 jährigen Billie erzählt. Billie lebt zusammen ...

Oh ja, das war oder eher gesagt ist ein tolles Debüt der Autorin Elena Fischer.
Der Roman 'Paradise Garden' erschienen im Diogenes Verlag wird aus Sicht der 14 jährigen Billie erzählt. Billie lebt zusammen mit ihrer Mutter Marika in einer Hochhaussiedlung und große Sprünge sind bei den beiden nicht drin. Vormittags geht Marika putzen und Abends kellnert Sie in einer Bar. Die zwei haben ein extrem gutes Mutter-Tochter Verhältnis das nur ein klein wenig vom Geheimnis um Billies Vater überschattet wird.
Eines Tages kommt Marikas Mutter, also Billies Oma aus Ungarn und quartiert sich bei den beiden ein. Das verändert alles...
Nach einem tragischen Unfall macht sich Billie auf eine aufregende Reise um ihren Vater zu finden. Ob ihr das gelingt, verrate ich hier an dieser Stelle nicht...
Ich mochte alle Personen unglaublich gerne, Billie am allermeisten. So ein tolles Mädchen und gerade in der ersten Hälfte habe ich das miteinander von Mutter und Tochter geliebt. Luna und Ahmet, die Nachbarn müssen auch erwähnt werden. Etwas schrullige Leute aber liebenswert.
Es ist so feinfühlig und gleichzeitig lustig geschrieben mit vielen poetischen Zwischentönen. Einfach schön zu lesen dieser Roman.
Und was ich tatsächlich noch erwähnen muss, auch wenn es seltsam klingt...ich mochte die Haptik von diesem Buch total. Das Cover ist nett, aber ich lese Bücher immer ohne Schutzumschlag und es fühlte sich doch sehr wertig an.
Von mir eine klare Leseempfehlung und bis jetzt eins meiner Highlights.

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Veröffentlicht am 30.07.2023

Begegnungen in Südfrankreich

Nachts erzähle ich dir alles
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Mit dem Roman 'Nachts erzähle ich dir alles' hat die Autorin Anika Landsteiner trotz höchst ernsten, traurigen und brisanten Themen einen sommerlichen Wohlfühlroman geschaffen, der einen ein kleines bisschen ...

Mit dem Roman 'Nachts erzähle ich dir alles' hat die Autorin Anika Landsteiner trotz höchst ernsten, traurigen und brisanten Themen einen sommerlichen Wohlfühlroman geschaffen, der einen ein kleines bisschen aus dem Alltag mit an die Côte ďAzur fliehen lässt.
Léa hat genau das vor...fliehen, vor ihrem stressigen Leben als selbstständige Café Besitzerin, dem Ende einer Beziehung und der Frage was Sie eigentlich von ihrem Leben erwartet. Ihre Mutter bestärkt Sie und Léa fährt nach Südfrankreich in das Familienanwesen. Lange war Sie nicht dort gewesen und wird nun herzlich von Claire empfangen. Claire, die in dem Feriendomizil immer nach dem Rechten schaut und Léas Mutter haben sich vor vielen, vielen Jahren angefreundet, einiges miteinander erlebt und nie ganz den Kontakt abbrechen lassen. Diese Verbindung hat ungeahnte Tiefen. Am ersten Abend der kleinen Auszeit lernt Léa Alice kennen, eine kurze Begegnung die eine Menge an Ereignissen und ein ganz besonderes Kennenlernen nach sich zieht [ Émile ♡ ].
Im Klappentext wird ja schon einiges erwähnt und zuviel mehr möchte ich auch gar nicht verraten 😊. Lest es selbst.
Ich mochte diesen Roman, seine Personen, diese schöne Sprache und den bildhaften Schreibstil unheimlich gerne. Es kommen so wichtige Themen darin vor und trotzdem verliert dieses Buch nicht seine Leichtigkeit, diesen Spagat muss man erstmal hinkriegen.
Ich hatte eine wirklich schöne Lesezeit mit tollen Südfrankreich Vibes.

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Veröffentlicht am 18.07.2023

Eine Frau geht ihren Weg

Der Frühling ist in den Bäumen
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In dem Roman 'Der Frühling ist in den Bäumen' erzählt die Autorin Jana Revedin von ihrer Mutter Renina und deren Ehe mit dem äußerst brutalen Fred Dietrich, dem Neffen der großen Marlene Dietrich.
Renina ...

In dem Roman 'Der Frühling ist in den Bäumen' erzählt die Autorin Jana Revedin von ihrer Mutter Renina und deren Ehe mit dem äußerst brutalen Fred Dietrich, dem Neffen der großen Marlene Dietrich.
Renina steckt mit ihren blutjungen 24 Jahren mitten in der Vorbereitung der ersten Ausgabe ihrer neuen und zu der Zeit innovativen Frauenzeitschrift 'Lady'.
Am 1.Mai 1953 überschreitet Fred eine unverzeihbare Grenze und Renina zieht die Reißleine...nicht ohne Konsequenzen.
Sie lernte die interessante Erika kennen und findet in ihr eine gute neue Freundin und Unterstützung in einer für sie turbulenten Zeit.
Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, da es durch die vielen Dialoge recht kurzweilig ist. Einige mal habe ich allerdings auch 'quergelesen' da sich an (für mich) relativ uninteressanten Ereignissen zu lange aufgehalten wurde. Bei ihrem Ausritt mit dem befreundeten Basil zum Beispiel ging es um Feinheiten des Dressurreitens, gar nicht meine Welt.
Trotz des kurzweiligen Schreibstils war mir das Buch etwas zu langweilig.

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Veröffentlicht am 15.07.2023

Verpflanzung

Elternhaus
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Als erstes ist mir das schöne Cover ins Auge gesprungen und nach dem durchlesen des Klappentextes war ich absolut überzeugt. Das möchte ich lesen.
In 'Elternhaus' ist der Titel Programm. Wir ...

Als erstes ist mir das schöne Cover ins Auge gesprungen und nach dem durchlesen des Klappentextes war ich absolut überzeugt. Das möchte ich lesen.
In 'Elternhaus' ist der Titel Programm. Wir lernen die Familie des schmalen Elternhauses kennen...Mutter, Vater und die drei erwachsenen Töchter. Sanne ist die Macherin, die die alles in die Hand nimmt, die Entscheidungen trifft, die deren Leben scheinbar perfekt verläuft. Gitte ist die lockere, die es leicht nimmt und mit läuft, Sie lernen wir kaum kennen. Petra ist die introvertiert, die Denkerin die sich gerne raus hält.
Sanne beschließt das die Eltern verpflanzt werden müssen, raus aus dem selbstgebauten Häuschen und rein ins altersgerechte Wohnen. Damit tritt Sie was los, weniger bei den Eltern als bei sich selber. Petra bekommt wenig von allem mit, Sie wird bei so schwerwiegenden Entscheidungen gerne vergessen und hat gerade mit sich selbst genug zu tun. Zwischen Sanne und Petra spürt man eine Spannung, aber genau das ist was mir an dem Buch gefehlt hat...es wird nicht mehr in die Tiefe gegangen und vieles nicht zuende oder auserzählt.
Die Thematik und auch die von der Autorin geschaffene Familie bietet soviel Potenzial das meines Erachtens nicht ausgeschöpft wurde. Ich mochte die Sprache und den Schreibstil gerne. Auch Sannes Phase des psychischen Zusammenbruchs fand ich sehr interessant, das offene Ende allerdings nicht.
Mein Fazit:
Mir kam zu wenig Gefühl rüber, ich wollte das mehr in den Schmerz reingegangen wird und dieses ungemütliche Thema für die Eltern irgendwann entscheiden zu müssen/sollen/dürfen mehr Platz einnimmt und ausdiskutiert wird.

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