Unterhaltsamer Ausflug nach Bad Gastein
SturzwasserIm zweiten Teil dieser Krimi-Reihe stößt Carolin Halbach, die „Miss Marple von Bad Gastein“, bei einer Wanderung auf der idyllischen Wiesner Alm auf die Leiche eines russischen Investors. Ist der Mörder ...
Im zweiten Teil dieser Krimi-Reihe stößt Carolin Halbach, die „Miss Marple von Bad Gastein“, bei einer Wanderung auf der idyllischen Wiesner Alm auf die Leiche eines russischen Investors. Ist der Mörder unter seinen „Geschäftspartnern“ zu suchen oder innerhalb der Familie Grassl, den Besitzern der Alm? Wieder kann Carolin es nicht lassen, ein paar Nachforschungen anzustellen. Daneben erregen auch seltsame Vorkommnisse in der von ihr geleiteten Bibliothek im Zentrum Bad Gasteins ihre Aufmerksamkeit.
Wie schon im Vorgänger („Bitterwasser“) ist auch in diesem Regionalkrimi das Regionale präsenter als der Krimi. Es wird diesmal aber doch mehr Spannung aufgebaut.
Im Mittelpunkt stehen jedoch Gastein und seine Bewohner. Dabei werden auch brisantere Themen wie fragwürdige Umtriebe von Investoren oder Auswüchse des Massentourismus angerissen (wenn auch nicht weiter vertieft).
Ansonsten ist es wieder schön, Carolin bei ihren Wegen durch den Ort und dem einen oder anderen Abenteuer zu begleiten. Positiv hervorheben möchte ich, dass in direkter Rede oft die typische Umgangssprache des Landes Salzburg verwendet wird. Außerdem hat mir gefallen, dass die Nebenhandlungen nicht zu sehr auf Happy End getrimmt sind.
Insgesamt ein unterhaltsamer und gut geschriebener Ausflug nach Bad Gastein, sofern man über ein paar kleinere Ungereimtheiten hinwegsehen kann.