Mit "Geld oder Lebkuchen" ist Dora Heldt eine tolle Weihnachts-Krimikomödie gelungen. Voller liebenswerter Menschen, die für die Kinder in ihrer Gemeinschaft (fast) alles tun würden und dazu ein paar interessante ...
Mit "Geld oder Lebkuchen" ist Dora Heldt eine tolle Weihnachts-Krimikomödie gelungen. Voller liebenswerter Menschen, die für die Kinder in ihrer Gemeinschaft (fast) alles tun würden und dazu ein paar interessante Ideen entwickeln. Ein paar verrückte Situationen sind auch dabei, ok, aber es rutscht glücklicherweise nie ins Slapstick-hafte ab sondern bleibt amüsant unterhaltsam.
Am Ende hatte ich viele Personen in mein Herz geschlossen. Am besten gefielen mir aber die Szenen zwischen Weihnachtsmann Ernst und dem kleinen Anton. Absolut herzig!
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört (macht sich prima, wenn man beim Plätzchen backen oder Geschenke einpacken nicht die üblichen Weihnachtslieder hören möchte sondern mal etwas anderes), und muss der Sprecherin Katja Danowski ein extra Lob aussprechen. Sie hat wundervoll vorgelesen und jeder Person ihre eigene Persönlichkeit gegeben!
Der Beginn versprach eine spannende Mystery-Fantasy aus dem viktorianischen London. Auch die erzählerischen Einschübe, die beispielsweise die Stellung der Frau damals illustrieren, fand ich interessant ...
Der Beginn versprach eine spannende Mystery-Fantasy aus dem viktorianischen London. Auch die erzählerischen Einschübe, die beispielsweise die Stellung der Frau damals illustrieren, fand ich interessant (sie durften zB nur in Begleitung eines Mannes eine Bibliothek besuchen) und nicht störend zur Hauptgeschichte.
Doch irgendwann wurde mir die Geschichte zu vielschichtig, schon beim ersten Orts- und Zeitwechsel (der Schauplatz ist dann Japan einige Jahre zuvor) verlor ich etwas den Überblick ob der vielen Namen, Stellungen und der Beziehungen der Leute untereinander. Vielleicht hätte es mir an dieser Stelle etwas geholfen, wenn ich das Buch nicht gehört sondern selbst gelesen hätte. Prinzipiell hat der Sprecher seinen Job aber sehr gut gemacht!
Mir war die Geschichte wohl einfach zu verstrickt und auch zu langgezogen. Ich hab am Ende zwar kapiert, wer was getan hat. Allein das wieso hat sich mir nicht immer ganz erschlossen. Und obwohl ich durchaus meist interessiert der Geschichte gelauscht habe, so war ein großer Teil in der Mitte auch mühsam. Ich hatte mir wie gesagt vom Setting und auch dem Anfang sehr viel mehr versprochen.
Wie schon so oft, habe ich den Klappentext nicht komplett gelesen. Die ersten 4 Zeilen zusammen mit dem Autorinnenamen haben für meine Leseentscheidung schon gereicht. Doch gingen meine Erwartungen an ...
Wie schon so oft, habe ich den Klappentext nicht komplett gelesen. Die ersten 4 Zeilen zusammen mit dem Autorinnenamen haben für meine Leseentscheidung schon gereicht. Doch gingen meine Erwartungen an die Geschichte deshalb auch ein bisschen in eine andere Richtung: ich nahm an, dass der Protagonist einfach ignoriert, dass sein Frau im Bett liegt und längst tot ist.
Ganz so ist es nicht, aber dennoch muss sich Herr Schmidt (wieso wird er von Alina Bronsky eigentlich durchgehend nur so bezeichnet, während seine Frau bei ihr und allen anderen Barbara ist?) vielen alltäglichen Dingen widmen, um die er sich sein Lebtag lang nie zu kümmern brauchte. Meine Gefühle ihm gegenüber waren ziemlich wechselhaft. Einerseits zeigen seine Bemühungen, seiner Frau etwas zu kochen was sie dann auch isst, seine liebevolle und fürsorgliche Ader. Die scheint auch im Umgang mit 'Heike' durch. Dann aber ist er auch ein totaler Sturkopf (es ist schade, welches Verhältnis er zu Sebastian und auch Karin hat) und manchmal sogar regelrecht griesgrämig (im Supermarkt zum Beispiel).
Doch trotz meiner recht unbeständigen Gemütslage Walter Schmidt gegenüber, war ich durchgehend begeistert von der ganzen Geschichte - und wie Alina Bronsky sie erzählt hat. Ich konnte die Personen regelrecht sehen.
Für meine Begriffe war das Ende ein bisschen zu offen, da hätte ich mir mindestens noch ein weiteres Kapitel gewünscht. Aber die Autorin lässt die LeserInnen wahrscheinlich lieber selbst überlegen, was noch so geschehen könnte. Oder sie lässt Spielraum für eine Fortsetzung?
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz für jeden Queen-Fan (und diejenigen, die es noch werden wollen). Auf über 500 Seiten findet man unglaublich viele Fotos, Porträts zahlreicher Wegbegleiter (vom Manager, ...
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz für jeden Queen-Fan (und diejenigen, die es noch werden wollen). Auf über 500 Seiten findet man unglaublich viele Fotos, Porträts zahlreicher Wegbegleiter (vom Manager, über Tontechniker bis hin zur Modedesignerin), kurze Fun Facts, einen komprimierten Abriss ihrer Bandgeschichte - und natürlich wird jeder einzelne Song vorgestellt. Jedes Lied bekommt sein eigenes Kapitel, und darin gibt es jeweils die Unterteilung in "Vorgeschichte" und "Aufnahme", und manchmal auch noch in "Videoclip".
Die Infos zu den Songs sind recht umfassend, sind aber in den wenigstens Fällen eine Interpretationshilfe. Besonders Freddie Mercury wollte nie seine Ideen "erklären", warum er dieses oder jenes geschrieben hat. "Die Leute sollen sich das einfach anhören, darüber nachdenken und dann entscheiden, was es für sie bedeutet". Stattdessen trug der Autor hier zusammen, wie es zu einzelnen Songs kam, aus welchen Ideen sich manches entwickelte, wie sich der Song im Laufe der Aufnahmen und mit dem Input der anderen Bandmitglieder noch veränderte, welches Genre man damit bediente. Das Spektrum, das Queen - laut Wikipedia eine Rockband - da abdeckte, ist tatsächlich ziemlich breit. Dass "Crazy Little Thing Called Love" eine Hommage an Elvis Presley und seine Musik ist, ist mir zuvor nie aufgefallen. Aber wenn man es mal weiß hört man das ziemlich klar heraus. Oder dass "Another one bites the dust" eine Mischung aus Disco, Funk und Rock ist. Dieser Titel sollte eigentlich gar nicht als Single veröffentlicht werden, bis auf einer US-Tournee der sehr junge Michael Jackson den Titel hörte und die Band überredete, ihn unbedingt als Single zu releasen.
Ich kenne von Queen wirklich viele Songs, diese Zahl wird nur von einer Handvoll Künstler noch getoppt. Und doch fand ich ich in diesem Buch soo viele Titel, die mir allein vom Namen erstmal gar nichts sagen. Nach und nach werde ich mir alle einzeln durchhören und den jeweiligen Eintrag dazu lesen - und bin schon gespannt, was ich dabei noch alles entdecken werde.
Das einzige, was hier fehlt, sind die Lyrics der einzelnen Songs. Doch nachdem die relativ leicht zu ergoogeln sind - im Gegensatz zu all den zusammengetragenen Fakten, die es im Buch gibt - kann ich darüber hinwegsehen.
Emma verlor mit 15 ihre Mutter bei einem Autounfall, und zog kurz darauf mit ihrem Vater und Brüdern weit weg nach New York. Nun, 4 Jahre später, verbringt sie das erste Mal wieder Weihnachten in ihrer ...
Emma verlor mit 15 ihre Mutter bei einem Autounfall, und zog kurz darauf mit ihrem Vater und Brüdern weit weg nach New York. Nun, 4 Jahre später, verbringt sie das erste Mal wieder Weihnachten in ihrer alten kanadischen Heimat, und wird mit schmerzhaften Erinnerungen konfrontiert.
Als "New Adult" vermarket, ist es für mich eher ein Jugendbuch für 15-17jährige aufgrund der ganzen Geschichte und auch des Schreibstils (trotz der einen Liebesszene). Vor allem hatte ich bei den Protagonisten ständig das Gefühl, dass sie viel jünger sind als sie laut Buch sein müssten. Maggie verhält sich wie ein aufgeregtes 13jähriges Mädchen, obwohl sie 18 ist, und Emma und Henry wirkten auf mich die meiste Zeit eher wie 16.
Für diese Zielgruppe ist es auch eine ganz süße, romantische Geschichte. War es für mich auch, aber es kommen eben auch zahlreiche Klischees drin vor (z.B. Sätze wie "Er konnte bis in ihr Innerstes blicken"). Die Thematik mit der Trauer wurde von der Autorin recht gut umgesetzt, dafür habe ich die Lovestory nicht wirklich gefühlt. Vielleicht auch, weil Henry für mich nicht richtig greifbar wurde - obwohl er mir absolut nicht unsympathisch war. Aber ich konnte mir die beiden zusammen nicht 100% vorstellen.