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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2020

Mord im Erzgebirge

Tod und kein Erbarmen
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Eine große Anzahl an Personen - mehrheitlich irgendwelche Polizeibeamte mit verschiedensten Dienstgraden, Zuständigkeitsgebieten und Freund-/Feindschaftsverhältnis zur Hauptfigur Erik Donner - machten ...

Eine große Anzahl an Personen - mehrheitlich irgendwelche Polizeibeamte mit verschiedensten Dienstgraden, Zuständigkeitsgebieten und Freund-/Feindschaftsverhältnis zur Hauptfigur Erik Donner - machten es mir anfangs nicht leicht, mich in diesem eingeschneiten Ort im Erzgebirge zurecht zu finden. Das wirkte sich auch ein bisschen auf mein Interesse an dem Buch aus. Doch zum Glück blieb ich dabei, denn ab der zweiten Hälfte war alles weitesgehend sortiert und ich wurde mit einem spannenden (und etwas verzwickten) Cold Case Fall belohnt.

Mitraten ist zwar fast nicht möglich, da der Autor keine Hinweise ausstreut. Aber man kann immerhin Donner, und auch das Ermittlerteam Vogel & Winter, auf ihrer gefährlichen Suche begleiten und sich mehr als einmal fragen ob Hauptkommissare eigentlich unsterblich sind und alles überleben können, oder ob sie einfach nur wahnsinnig viel Glück haben.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

"Geschnittene Szenen" des ersten Teils

Die Schneekönige von Coalwood
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Wenn ich nicht gerade erst den ersten Teil der Biographie von Homer H. Hickam jr gelesen hätte, wäre ich bei diesem Buch wohl etwas verloren gewesen. Zum einen schmeißt uns der Autor gleich mitten rein ...

Wenn ich nicht gerade erst den ersten Teil der Biographie von Homer H. Hickam jr gelesen hätte, wäre ich bei diesem Buch wohl etwas verloren gewesen. Zum einen schmeißt uns der Autor gleich mitten rein ins Geschehen, erklärt zwar nach und nach ein bißchen die Umstände und stellt auch einzelne Personen vor. Aber was die Rocket Boys genau machen und vor allem wieso, wird nicht so richtig deutlich. Während Hickam in "Rocket Boys" wunderbar darlegte, wie es dazu kam dass er als Teenager nichts im Leben mehr wollte als mit Wernher von Braun Raketen für die NASA zu bauen, so spielen die kurzen Ausflüge nach Cape Coalwood in diesem Buch eine absolute Nebenrolle.

Stattdessen erzählt Hickam hier zahlreiche Episoden aus dem letzten Jahr seiner High School Zeit, die gar nichts mit seinem großen Traum zu tun haben, und meiner Meinung auch sonst größtenteils nicht unbedingt interessant sind. Wo "Rocket Boys" wirklich den Weg seines großen Traumes nachzeichnet (und zwar bis zum Abschluss der High School, und kurz zusammengefasst sogar darüber hinaus), ist dieser 2. Teil eher wie ein Sammelsurium an "geschnittenen Szenen", die es nicht ins erste Buch geschafft haben. (Wahrscheinlich hatte Hickam nur ein Buch geplant, und nachdem das so erfolgreich war, dass es sogar von Hollywood verfilmt wurde, kramte er seine Notizen und gestrichenen Kapitel nochmal raus und bastelte eine Fortsetzung).
Während Sonny bisher immer nur Raketen und Dorothy Plunk im Kopf hatte, taucht in diesem Buch plötzlich noch ein zweites "schönstes Mädchen der Welt" auf - Ginger. Dieser wird doch ziemlich viel Platz eingeräumt, ebenso der Parade zum Veteran's Day und einem Krippenspiel, und noch ein paar anderen mehr oder minder interessanten Dingen. Doch über seine Rocket Boys Freunde erfahre ich leider nicht viel mehr als ich bereits weiß. Es fehlte hier auch so ein gewisser Spannungsbogen, der in "Rocket Boys" mit der Teilnahme an den Science Fairs gegeben war sowie mit der stetigen Verbesserung (oder auch mal Rückschlag) der Flugleistung der Raketen.

Mit "Schneekönige von Coalwood" ergänzt Hickam seine Autobiographie also um nette Anekdoten. Ohne allerdings das erste Buch zu kennen - und damit Sonny, seine Familie und seine Freunde - hätte es mich allerdings kaum interessiert. Man kann es zwar lesen als Buch über das Erwachsenwerden Ende der 50er in einer kleinen Arbeiterstadt in West Virginia, aber auch als solches ist es meiner Meinung nur interessant wenn man an den Personen bereits ein gewisses Interesse (und Vorkenntnisse!) hat.

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Veröffentlicht am 01.03.2020

Komödiantisches Märchen

Die Brautprinzessin
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Wikipedia nennt die "Brautprinzessin" ein 'komödiantisches Märchen', und dieser Beschreibung kann ich mich nur anschließen. Zu Beginn des Buches wusste ich noch nicht so recht, was da auf mich zukommt ...

Wikipedia nennt die "Brautprinzessin" ein 'komödiantisches Märchen', und dieser Beschreibung kann ich mich nur anschließen. Zu Beginn des Buches wusste ich noch nicht so recht, was da auf mich zukommt (obwohl ich den Film vor vielen vielen Jahren schon einmal gesehen habe). Die ganze 'Einleitung' wie und warum Goldman überhaupt dazu gekommen ist, das Buch zu schreiben, war mir viel zu lang. Aber dann beginnt er endlich mit der eigentlichen Geschichte (die vielen Einschübe und Erläuterungen von Goldman hätte ich auch da nicht gebraucht). Und auch wenn weder Fantasy noch Märchen noch Persiflagen meine bevorzugten Genre sind, so habe ich es doch einigermaßen genossen. Man muss sich halt darauf einlassen, dass man es hier mit einer ganz speziellen Geschichte zu tun hat. Ähnlich, aber für meinen Geschmack besser, hat es Neil Gaiman in "Sternwanderer" gemacht.

Goldmans "Blick hinter die Kulissen" vom Dreh des Films allerdings fand ich sehr interessant. So ein kleines 'Making-of' in Buchform.
Was danach kommt war für mich allerdings entbehrlich. Erst kommt eine ellenlange Überleitung, wie und wer denn einen 2. Teil schreiben soll. Und dann gibt es ein Kapitel einer Fortsetzung - und das lässt mich dann mit einem komplett offenen Ende ziemlich ratlos zurück. Ganz oder gar nicht ist da mein Motto!

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Veröffentlicht am 27.02.2020

Spannend aber kurz

Ich und meine Chaos-Brüder – Hilfe, Staubsauger entlaufen! (Ich und meine Chaos-Brüder 2)
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Weil meinen Söhnen der erste Teil so gut gefallen hat, haben wir uns auch gleich auf den zweiten Teil gestürzt. Auch diese 5 Kapitel hatten wir innerhalb von 2 Tagen ausgelesen, viel zu schnell. Das ist ...

Weil meinen Söhnen der erste Teil so gut gefallen hat, haben wir uns auch gleich auf den zweiten Teil gestürzt. Auch diese 5 Kapitel hatten wir innerhalb von 2 Tagen ausgelesen, viel zu schnell. Das ist aber auch unser einziger Kritikpunkt an dem Buch, denn im Unterschied zum ersten Teil fanden wir es diesmal alle so gut, dass wir am Ende 5 Sterne vergaben. Jetzt passiert wirklich was Spannendes und auch Chaotisches. Nur leider wird die Episode um den Staubsauger, die ja immerhin Titelgebend ist, etwas abgewürgt. Die hätte Sarah Welk ruhig noch etwas ausbauen können und auch die generelle Thematik (Umzug in neue größere Wohnung usw.) hätte sicherlich noch die eine oder andere Geschichte hergegeben.

Doch wir haben uns wieder super amüsiert, über und mit Bela, Ben & Henry und hoffen auf baldigen Nachschub.

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Veröffentlicht am 25.02.2020

Entscheidet euch immer für die Liebe

Für immer ist ein Augenblick
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Ava ist todkrank und ihr letzter großer Wunsch ist es, ihre eigene Hochzeit zu feiern und sich für einen Tag wie eine Prinzessin zu fühlen. Auch wenn sie gar keinen Freund zum heiraten hat, egal. Mir persönlich ...

Ava ist todkrank und ihr letzter großer Wunsch ist es, ihre eigene Hochzeit zu feiern und sich für einen Tag wie eine Prinzessin zu fühlen. Auch wenn sie gar keinen Freund zum heiraten hat, egal. Mir persönlich ist so eine Feier absolut nicht wichtig, und ich hätte mein letztes Geld und meine letzte Energie wohl eher dazu verwendet, um besondere Orte zu besuchen. Aber ich ließ mich von Ava überzeugen: »Ich tue das nicht, weil ich total egozentrisch bin oder weil mich jeder in einem tollen weißen Kleid sehen soll. Ich tue das, weil es das Einzige ist, was ich je wollte, und weil es das Einzige ist, worüber ich noch die Kontrolle habe.«

Die Autorin lässt es ihre Hauptfigur wirklich nachvollziehbar erklären, dass dieser besondere Tag etwas ist, von dem sie schon als kleines Kind geträumt und ganz konkrete Vorstellungen hatte. Und so ist am Ende auch ihre Mutter überzeugt, die anfangs genauso skeptisch war wie ich: »Mir gefällt die Idee, dein Leben mit deiner Familie und deinen Freunden zu feiern, solange du noch bei uns bist. Es ist sogar eine großartige Idee. Dein Vater denkt genauso.«

Statt einer Beerdigung, an der sie selbst dann gar nicht mehr teilnehmen kann, feiert sie lieber noch einmal ein großes Fest mit all ihren Lieben, bei dem sie ihr Leben feiern will. Und sie hat die Unterstützung ihrer besten Freundinnen, ihrer Familie und bald schon des ganzen Landes dabei, Denn mittels Social Media hat ihr Herzenswunsch breite Wellen geschlagen.

Es ist ein emotionales Buch, das aber trotz des schweren Themas leicht geschrieben ist und sogar kleine witzige Momente parat hat. Dennoch nimmt es sich des Krebs-Themas in seriöser und sehr angemessener Weise an.
Eingangs dachte ich, es geht im Buch wahrscheinlich vordergründig darum, noch einen Bräutigam für die Hochzeit zu finden. Aber Ava plant dieses Event auch ganz ohne männliche Hauptperson durchzuziehen und macht sich gar nicht erst auf die Suche - bis ihr dann James so ganz nebenbei in den Schoss fällt.

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