Platzhalter für Profilbild

KatKrn

Lesejury-Mitglied
offline

KatKrn ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KatKrn über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Mitreißende Familiengeschichte am Strand von Malibu

Malibu Rising
0

Taylor Jenkins Reid entführt ihre Leser:innen in Malibu Rising in das Jahr 1983. An einem heißen Sommertag bereiten die vier Riva-Geschwister – Nina, Jay, Hud und Kit – ihre legendäre Party vor, die jedes ...

Taylor Jenkins Reid entführt ihre Leser:innen in Malibu Rising in das Jahr 1983. An einem heißen Sommertag bereiten die vier Riva-Geschwister – Nina, Jay, Hud und Kit – ihre legendäre Party vor, die jedes Jahr die High Society anzieht. Doch hinter dem Glamour steckt eine bewegende Familiengeschichte: gezeichnet von den Eskapaden ihres Vaters, dem berühmten Sänger Mick Riva, und dem Aufwachsen mit einer überforderten Mutter, die zwischen Hingabe und Zerbrechen schwankt. Während die Party immer weiter aus dem Ruder läuft, entfaltet sich nach und nach das Leben der Rivas – voller Liebe, Verlust, Sehnsucht und Zusammenhalt.

Mich hat die Geschichte der Riva-Familie sehr mitgerissen. Besonders die Beziehungen zwischen den Geschwistern sind herzergreifend erzählt, und Nina sowie ihre Brüder und Schwester sind einfach unglaublich liebenswerte Charaktere, die man sofort ins Herz schließt. Für die Mutter empfand ich beim Lesen gleichzeitig Mitgefühl und Unverständnis – ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, aber auch schmerzhaft für die Kinder.

Allerdings hatte das Buch für mich zwei unterschiedliche Hälften: Während der erste Teil stark und emotional packend ist, verliert sich der zweite Teil etwas in Nebenschauplätzen. Es wird viel drumherum erzählt, obwohl man als Leser eigentlich vor allem erfahren möchte, wie es mit den Rivas selbst weitergeht. Gegen Ende wird es dann aber wieder richtig rührend – vielleicht ein wenig übertrieben, dennoch ein gelungener Abschluss, der die Familiengeschichte würdig abrundet.

Insgesamt hat mir die Story sehr gut gefallen, auch wenn sie für mich nicht durchgehend die gleiche Intensität halten konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2026

Spannende Romantasy mit kleinen Abstrichen

Fourth Wing – Flammengeküsst
0

In Fourth Wing begleiten wir Violet Sorrengail, die eigentlich Schreiberin werden wollte. Doch ihre Mutter, die gefürchtete Generalin, schickt sie stattdessen an die Akademie für Drachenreiter. Dort gilt ...

In Fourth Wing begleiten wir Violet Sorrengail, die eigentlich Schreiberin werden wollte. Doch ihre Mutter, die gefürchtete Generalin, schickt sie stattdessen an die Akademie für Drachenreiter. Dort gilt das Gesetz des Stärkeren – und nur wenige überleben die harten Prüfungen. Violet muss sich trotz körperlicher Schwächen beweisen, dabei nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch lernen, wem sie vertrauen kann. Und dann ist da noch Xaden Riorson, der dunkle, gefährliche Drachenreiter, der ihr Herz schneller schlagen lässt.


Meine Meinung: Ich muss gestehen: Der Einstieg fiel mir nicht ganz leicht. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wirklich in der Geschichte angekommen bin. Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Welt von Rebecca Yarros fasziniert. Die Akademie, die Drachen und die ganze Fantasywelt sind spannend aufgebaut und machen Lust, tiefer einzutauchen.

Auch die Charaktere haben mir gut gefallen – besonders Violet, die trotz ihrer Schwächen unglaublich stark und clever wirkt. Und natürlich Xaden, der als Love Interest jede Menge Spannung ins Spiel bringt. Die Romantik und die „spicy“ Szenen waren definitiv intensiv, für meinen Geschmack aber stellenweise etwas zu übertrieben dargestellt. Dazu gab es ein paar Stellen, die sich etwas gezogen haben.

Trotzdem: Die Mischung aus Action, Romantik und Fantasy ist absolut fesselnd, und ich habe das Buch am Ende wirklich gerne gelesen. Vielleicht habe ich mir aufgrund des riesigen Hypes noch ein kleines bisschen mehr erhofft, aber dennoch verdient es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2026

Als würde man einen Film schauen

Ein ungezähmtes Tier
0

In „Ein ungezähmtes Tier“ entwirft Joël Dicker ein raffiniert konstruiertes Netz aus Obsession, Verrat und verborgenen Wahrheiten. Im Zentrum stehen zwei befreundete Paare aus völlig unterschiedlichen ...

In „Ein ungezähmtes Tier“ entwirft Joël Dicker ein raffiniert konstruiertes Netz aus Obsession, Verrat und verborgenen Wahrheiten. Im Zentrum stehen zwei befreundete Paare aus völlig unterschiedlichen Welten – das eine lebt im Luxus, das andere kämpft mit Alltagsproblemen. Als ein spektakulärer Juwelenraub bevorsteht, spitzt sich die Lage zu, alte Spannungen brechen auf, und nichts ist so, wie es scheint.

Meine Meinung: Der Roman ist eine fesselnde Geschichte mit einigen gelungenen Wendungen, die mich über weite Strecken mitgerissen hat. Besonders die Erzählstruktur – mit Rückblenden, Perspektivwechseln und einem Countdown zum Verbrechen – sorgt für echtes Kopfkino. Man hat oft das Gefühl, einen spannenden Film zu sehen.

Zugegeben: An ein paar Stellen war mir das Geschehen etwas zu überdreht oder konstruiert. Trotzdem überwiegt der positive Eindruck: Die Spannung bleibt hoch, und Dicker versteht es, Atmosphäre und Figuren packend darzustellen.

Fazit: Ein spannender, clever erzählter Roman mit Thriller-Elementen. Ein paar Übertreibungen, ja, aber insgesamt ein wirklich lesenswerter Pageturner.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2026

Tiefgründig und anders als erwartet

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
0

Der Roman erzählt die fiktive Lebensgeschichte der legendären Hollywood-Ikone Evelyn Hugo, die nach Jahrzehnten im Rampenlicht erstmals bereit ist, ihre wahre Geschichte zu erzählen – ungefiltert und ehrlich. ...

Der Roman erzählt die fiktive Lebensgeschichte der legendären Hollywood-Ikone Evelyn Hugo, die nach Jahrzehnten im Rampenlicht erstmals bereit ist, ihre wahre Geschichte zu erzählen – ungefiltert und ehrlich. Sie wählt dafür überraschend die eher unbekannte Journalistin Monique Grant aus und berichtet ihr von ihren sieben Ehen, ihrer Karriere, ihren Geheimnissen und – vor allem – ihrer großen Liebe.

Meine Meinung:

„Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ ist nicht ganz das gewesen, was ich erwartet hatte – die Geschichte geht weniger in Richtung Glamour und Skandal, sondern entwickelt sich zu einem tiefgründigen und emotionalen Roman über Identität, Liebe, Ambitionen und gesellschaftliche Zwänge.

An manchen Stellen hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich bestimmte Themen etwas zu oft wiederholen. Die Erzählung dreht sich für meinen Geschmack hier und da ein wenig zu sehr im Kreis, ohne wirklich Neues zu erzählen. Das bremste für mich stellenweise den Lesefluss.

Trotzdem muss ich sagen: Der Schreibstil ist äußerst angenehm, die Kapitelstruktur macht das Lesen leicht, und die Figuren (allen voran Evelyn) wirken lebendig und komplex. Die Art, wie ihre Lebensgeschichte erzählt wird, bleibt fesselnd, auch wenn man nicht jede Entscheidung von ihr nachvollziehen muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2026

Gar nicht mal so rätselhaft

Das größte Rätsel aller Zeiten
0

1991 findet Pippa ein Baby in einer Hutschachtel vor der Tür der Gemeinschaft der Rätselmacher und adoptiert es. Clayton wächst behütet inmitten dieser skurrilen Wahlfamilie auf. Nach Pippas Tod bleibt ...

1991 findet Pippa ein Baby in einer Hutschachtel vor der Tür der Gemeinschaft der Rätselmacher und adoptiert es. Clayton wächst behütet inmitten dieser skurrilen Wahlfamilie auf. Nach Pippas Tod bleibt die mittlerweile sehr alte Gemeinschaft zusammen, doch Clayton – nun Mitte 20 – fühlt sich getrieben, das größte Rätsel seines Lebens zu lösen: Woher stammt er wirklich? Pippa hat ihm eine Rätsel-Spur hinterlassen, der er nun in London folgt.

Auch wenn das Buch einen interessanten Ansatz verfolgt und einige Passagen durchaus spannend gestaltet sind, konnte mich „Das größte Rätsel“ aller Zeiten nicht vollständig überzeugen. Die Grundidee und der Klappentext versprachen mehr Tiefe und Dynamik, als das Buch letztlich bieten konnte. Einzelne Passagen zogen sich für mein Empfinden zu sehr in die Länge und wirkten stellenweise fast monoton – ich habe mich dabei gelegentlich sogar gelangweilt. „Mysteriös“ war an der Gemeinschaft absolut gar nichts und die Besessenheit einiger von ihnen von Rätseln teilweise sehr übertrieben.

Zwar wollte man schon wissen, was Clayton am Ende herausfindet, aber die Auflösung war stellenweise vorhersehbar und hatte nicht die Wucht oder Überraschung, die ich mir erhofft hatte. Insgesamt fühlte es sich so an, als hätte das Buch sein Potenzial nicht ganz ausgeschöpft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere