Band 3 der Powerless-Trilogie ist das große Finale der Trilogie und leider auch der Teil, der mich am meisten enttäuscht zurücklässt.
Die Geschichte zieht sich unnötig in die Länge. Viele Szenen, Gedankengänge ...
Band 3 der Powerless-Trilogie ist das große Finale der Trilogie und leider auch der Teil, der mich am meisten enttäuscht zurücklässt.
Die Geschichte zieht sich unnötig in die Länge. Viele Szenen, Gedankengänge und Handlungen der Protagonisten werden immer wieder aufgegriffen, obwohl längst klar ist, was passiert oder wie sie sich fühlen. Oft wirken ihre Entscheidungen kaum nachvollziehbar, und manche Entwicklungen erscheinen einfach erzwungen. Viele Ereignisse sind zudem vorhersehbar, sodass man schon früh erahnt, worauf alles hinausläuft. Ganz ehrlich: Man hätte locker 100 Seiten sparen können, ohne dass die Geschichte darunter leiden würde.
Trotzdem gibt es zwischendurch kleine Highlights. Einige spannende Momente, die dafür sorgen, dass man nicht komplett die Lust am Lesen verliert. Auch die Beziehung der Hauptfiguren bleibt weiterhin das Herzstück der Reihe. Die Dynamik zwischen den beiden Figuren sind schön umgesetzt, wenn es auch zum Ende hin doch sehr schnulzig wird.
Fazit: 3 von 5 Sternen
Ein Finale, das leider schwächelt: zu langatmig, mit zu vielen Wiederholungen und vorhersehbaren Ereignissen.
Band 2 der Powerless-Trilogie setzt die Geschichte nach dem starken Auftakt von Band 1 fort, geht dabei aber in eine etwas andere Richtung. Hier dreht sich alles mehr um die Jagd (sie flieht, er jagt sie) ...
Band 2 der Powerless-Trilogie setzt die Geschichte nach dem starken Auftakt von Band 1 fort, geht dabei aber in eine etwas andere Richtung. Hier dreht sich alles mehr um die Jagd (sie flieht, er jagt sie) und die Beziehung der beiden Protagonisten rückt stärker in den Fokus.
Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren war insgesamt in Ordnung, aber teilweise auch nervig. Die Tension, die sich schon in Band 1 aufgebaut hat, wird weiter ausgebaut, allerdings ist das Hin und Her schon beinahe zu viel des Guten. Achtung Spoiler: Obwohl sich beide schon ihre Gefühle gestanden haben, rudern sie ständig wieder zurück, als wäre nichts gewesen. Das wirkte stellenweise gar nicht mehr nachvollziehbar und zieht die Handlung unnötig in die Länge.
Sprachlich bleibt es ähnlich wie in Band 1. Wortwiederholungen und kleinere Flüchtigkeitsfehler, die den Lesefluss hin und wieder bremsen.
Die Handlung selbst hat zwar ein paar Wendungen, bleibt aber insgesamt vorhersehbar. Das macht das Buch nicht schlecht, aber man kann schon erahnen, worauf alles hinauslaufen wird. Für mich war es eher ein Aufbauband, aber es fehlt der absolute Höhepunkt, wie ihn Band 1 am Ende hatte.
Band 1 der Powerless-Trilogie von Lauren Roberts hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Der Einstieg ist spannend, man kommt gut in die Story rein, ohne dass man groß warm werden braucht.
Die Handlung ...
Band 1 der Powerless-Trilogie von Lauren Roberts hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Der Einstieg ist spannend, man kommt gut in die Story rein, ohne dass man groß warm werden braucht.
Die Handlung hat zwischendurch leichte Die Tribute von Panem-Vibes, wirkt aber kompakter und schneller erzählt und geht dann auch in eine andere Richtung. Das hat mir persönlich ganz gut gefallen.
Was für mich besonders stark ist, ist die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren. Die Slowburn-Romance ist stimmig und erzeugt diese unterschwellige Spannung, die man beim Lesen spürt, ohne dass es zu übertrieben wirkt. Ich mochte die Protagonisten sehr gern und habe ihre Dynamik genossen.
Sprachlich ist das Buch allerdings nicht perfekt. Es gibt einige Wortwiederholungen und ein paar Flüchtigkeitsfehler, die sich stellenweise schon häufen. Das stört zwar ein wenig den Lesefluss, trübt aber die Geschichte nicht wesentlich.
Das Ende hat mir dann nochmal richtig gut gefallen: richtig spannend, mit einem krassen Cliffhanger, der Lust auf Band 2 macht.
Fazit: 4 von 5 Sternen
Ein gelungener Auftakt mit Spannung und schöner Romance. Ich habe Band 1 gerne gelesen, auch wenn es dem Hype meiner Meinung nach nicht ganz gerecht wird. Dennoch wollte ich definitiv weiterlesen. Siehe nun Rezi zu Band 2.
Ich bin mit ziemlich großen Erwartungen an Daughter of No Worlds von Carissa Broadbent herangegangen. Der Klappentext klang so gut und gefühlt wurde das Buch überall als Sensation angepriesen. Spätestens ...
Ich bin mit ziemlich großen Erwartungen an Daughter of No Worlds von Carissa Broadbent herangegangen. Der Klappentext klang so gut und gefühlt wurde das Buch überall als Sensation angepriesen. Spätestens nach der Leseprobe und diesem wirklich starken Prolog war für mich klar, dass ich es lesen muss.
Leider kam dann relativ schnell die Ernüchterung. Gerade am Anfang bin ich überhaupt nicht gut in die Story reingekommen. Einige Handlungsstränge wurden für mein Empfinden viel zu schnell und teilweise auch etwas wirr abgehandelt, während andere sich unnötig in die Länge gezogen haben. Das hat meinen Lesefluss ziemlich gestört und dafür gesorgt, dass ich mich stellenweise gelangweilt habe.
Auch mit der Protagonistin Tisaanah bin ich nicht richtig warm geworden. Sie blieb für mich irgendwie flach und unausgereift. Auch Einerseits wird sie als extrem stark und nahezu „perfekt“ dargestellt, gleichzeitig handelt sie aber naiv und gerade zu Beginn teilweise fast kindlich. Ich konnte zu ihr einfach keine richtige Verbindung aufbauen.
Deutlich besser ging es mir da mit Max. Durch die Perspektivwechsel ab der zweiten Hälfte und die Einblicke in seine Vergangenheit wurde er für mich interessanter und auch sympathischer. Besonders gut fand ich, dass er kein klassischer, übercharismatischer Held ist, sondern eher ruhig und zurückhaltend.
Die Beziehung zwischen den beiden fand ich grundsätzlich angenehm anders. Es ist keine typische Enemies-to-Lovers-Dynamik, sondern entwickelt sich eher aus Gleichgültigkeit über eine Freundschaft hin zu mehr. Es fehlte dadurch aber auch ein bisschen die Spannung und das typische „Knistern“.
Das Worldbuilding und das Magiesystem fand ich an sich spannend, allerdings hätte ich mir an einigen Stellen mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Man bekommt zwar interessante Ansätze, aber nicht immer genug Tiefe, um wirklich komplett einzutauchen.
Ab der zweiten Hälfte wurde das Buch zum Glück besser/spannender (sonst hätte ich wahrscheinlich abgebrochen). Trotzdem hatte ich auch hier immer wieder Momente, in denen Ereignisse etwas unklar oder verwirrend beschrieben waren.
Insgesamt bin ich echt hin- und hergerissen: Ich wollte dieses Buch unbedingt lieben und es ist auch keinesfalls schlecht, aber es hat für mich einfach nicht das Level erreicht, das ich erhofft hatte.
Ich denke aber, dass ich die Reihe weiterlesen werde. Bin doch schon neugierig, wie es weitergeht und hoffe sehr, dass die Fortsetzung stärker ist und das Potenzial der Geschichte besser ausschöpft.
Nach dem Mord an ihrem Vater schwört Camilla Marchese, sich an der Familie Attano zu rächen – und landet ausgerechnet in einer Ehe mit einem von ihnen. Einst war sie die mächtigste Erbin der Stadt, doch ...
Nach dem Mord an ihrem Vater schwört Camilla Marchese, sich an der Familie Attano zu rächen – und landet ausgerechnet in einer Ehe mit einem von ihnen. Einst war sie die mächtigste Erbin der Stadt, doch nach dem Attentat liegt das Eisenbahnimperium ihrer Familie in Trümmern. Um es zurückzuerlangen, geht sie einen Deal mit Nicolai Attano ein – einem skrupellosen Unterweltboss, der alles verkörpert, wovor sie immer gewarnt wurde. Während in den Straßen der Stadt ein geheimnisvoller Entführer, der „Sammler“, sein Unwesen treibt, sollen Milla und Nico gemeinsam versuchen, ihn zu fassen und so einen drohenden Krieg zwischen den Stadtteilen zu verhindern. Doch je tiefer sie in die düstere Welt aus Magie, Intrigen und alten Familiengeheimnissen eintauchen, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Hass, Loyalität und verbotenen Gefühlen.
Klingt spannend – ist es am Anfang auch. Zwischen alten Relikten, düsteren Häusern, politischen Intrigen und einem zwangsverheirateten Duo, das sich angeblich hasst, hätte diese Fantasywelt voller Magie, Geheimnisse und unerklärlicher Ereignisse so viel Potenzial gehabt...
Meine Meinung (Achtung: beinhaltet Spoiler):
Ehrlich gesagt habe ich mir durch die Inhaltsangabe viel mehr versprochen, als das Buch letztlich zu bieten hat. Der Prolog und das erste Kapitel sind richtig stark – düster, spannend, voller Energie. Ich war sofort drin und dachte: Das könnte was werden! Leider verliert die Geschichte danach ziemlich schnell an Fahrt.
Die Handlung wird mit jedem Kapitel wirrer, und trotz der komplexen Fantasywelt mit eigenen Begriffen und Strukturen gibt es kaum Erklärungen. Statt tiefer in diese faszinierende Welt einzutauchen, wird man von einer Szene zur nächsten geworfen, mit abrupten Actionszenen und zufälligen Ereignissen, die oft keinerlei Bedeutung für die eigentliche Story haben. Das Ganze wirkt teilweise so, als würde die Geschichte ständig den Fokus verlieren – besonders die gemeinsame Mission von Milla und Nico, den Sammler zu finden, rückt viel zu lange komplett in den Hintergrund, nur um später ganz beiläufig wieder erwähnt zu werden.
Auch die Feindschaft zwischen den Marcheses und den Attanos, die laut Klappentext ein zentrales Element sein sollte, wird für meinen Geschmack nur oberflächlich angerissen. Man bekommt kaum ein Gefühl für die jahrzehntelange Rivalität oder die politischen und familiären Spannungen, die eigentlich so viel Potenzial gehabt hätten.
Hinzu kommen mehrere Nebenstränge – etwa Felix Firenzes Machenschaften oder die Sache mit dem Ehevertrag und der Eisenbahn – die spannend beginnen, aber sich dann in Andeutungen und Andeutungen von Andeutungen verlieren.
Die Beziehung zwischen Milla und Nico ist ebenfalls ein schwieriges Thema. Die „Tension“ zwischen den beiden wird so überzogen in die Länge gezogen, dass sie irgendwann einfach nicht mehr glaubwürdig ist. Schon früh ist klar, dass da etwas zwischen ihnen ist – die ganze „Wir hassen uns, aber retten uns gegenseitig das Leben“-Nummer wirkt da nur noch aufgesetzt. Besonders, weil sie auf der einen Seite zärtlich miteinander umgehen und auf der nächsten Seite wieder völlig aus dem Nichts anfangen, sich anzufeinden.
Milla selbst bleibt für mich ein sehr widersprüchlicher Charakter. Einerseits soll sie stark, unabhängig und clever sein, andererseits wird plötzlich erzählt, sie habe sich ihr Leben lang verbiegen und anpassen müssen. Das passt einfach nicht zu dem Bild, das man von ihr vorher bekommt. Auch die Dialoge wirken oft zu übertrieben und künstlich tough – da geht viel Natürlichkeit verloren.
Zum Ende hin wird zwar einiges aufgelöst, aber auf so einfache und hastige Weise, dass es fast enttäuschend ist. Nico lässt den Inspektor mal eben verhaften, weil er ihn die ganze Zeit getäuscht hat – ohne großen Aufbau oder Konsequenzen. Und Figuren wie Sera, die anfangs wichtig erscheinen, verschwinden plötzlich für etliche Kapitel und tauchen am Ende wieder auf, um sich heroisch zu opfern? Das wirkt einfach nicht rund.
Fazit:
House of Bane and Blood hat wirklich eine tolle Grundidee – düstere Atmosphäre, ein spannendes Machtgefüge, moralisch fragwürdige Charaktere, eine Spur Magie – alles, was eine gute Dark-Fantasy-Romance eigentlich braucht. Aber die Umsetzung scheitert leider an der wirren Erzählweise, der fehlenden Struktur und den übertriebenen, oft sinnlosen Actionszenen.
Von mir gibt’s knappe 3 von 5 Sternen: für die Grundidee, den starken Einstieg und ein paar wirklich gute Momente. Aber insgesamt bleibt das Gefühl, dass hier so viel Potenzial verschenkt wurde. Ob ich Band 2 lesen werde ist fraglich. Zu oft hab ich beim Lesen die Augen verdreht oder einfach nur gedacht: „wtf? Wie sind wir jetzt bitte hier gelandet?“