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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Als würde man einen Film schauen

Ein ungezähmtes Tier
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In „Ein ungezähmtes Tier“ entwirft Joël Dicker ein raffiniert konstruiertes Netz aus Obsession, Verrat und verborgenen Wahrheiten. Im Zentrum stehen zwei befreundete Paare aus völlig unterschiedlichen ...

In „Ein ungezähmtes Tier“ entwirft Joël Dicker ein raffiniert konstruiertes Netz aus Obsession, Verrat und verborgenen Wahrheiten. Im Zentrum stehen zwei befreundete Paare aus völlig unterschiedlichen Welten – das eine lebt im Luxus, das andere kämpft mit Alltagsproblemen. Als ein spektakulärer Juwelenraub bevorsteht, spitzt sich die Lage zu, alte Spannungen brechen auf, und nichts ist so, wie es scheint.

Meine Meinung: Der Roman ist eine fesselnde Geschichte mit einigen gelungenen Wendungen, die mich über weite Strecken mitgerissen hat. Besonders die Erzählstruktur – mit Rückblenden, Perspektivwechseln und einem Countdown zum Verbrechen – sorgt für echtes Kopfkino. Man hat oft das Gefühl, einen spannenden Film zu sehen.

Zugegeben: An ein paar Stellen war mir das Geschehen etwas zu überdreht oder konstruiert. Trotzdem überwiegt der positive Eindruck: Die Spannung bleibt hoch, und Dicker versteht es, Atmosphäre und Figuren packend darzustellen.

Fazit: Ein spannender, clever erzählter Roman mit Thriller-Elementen. Ein paar Übertreibungen, ja, aber insgesamt ein wirklich lesenswerter Pageturner.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Tiefgründig und anders als erwartet

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Der Roman erzählt die fiktive Lebensgeschichte der legendären Hollywood-Ikone Evelyn Hugo, die nach Jahrzehnten im Rampenlicht erstmals bereit ist, ihre wahre Geschichte zu erzählen – ungefiltert und ehrlich. ...

Der Roman erzählt die fiktive Lebensgeschichte der legendären Hollywood-Ikone Evelyn Hugo, die nach Jahrzehnten im Rampenlicht erstmals bereit ist, ihre wahre Geschichte zu erzählen – ungefiltert und ehrlich. Sie wählt dafür überraschend die eher unbekannte Journalistin Monique Grant aus und berichtet ihr von ihren sieben Ehen, ihrer Karriere, ihren Geheimnissen und – vor allem – ihrer großen Liebe.

Meine Meinung:

„Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ ist nicht ganz das gewesen, was ich erwartet hatte – die Geschichte geht weniger in Richtung Glamour und Skandal, sondern entwickelt sich zu einem tiefgründigen und emotionalen Roman über Identität, Liebe, Ambitionen und gesellschaftliche Zwänge.

An manchen Stellen hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich bestimmte Themen etwas zu oft wiederholen. Die Erzählung dreht sich für meinen Geschmack hier und da ein wenig zu sehr im Kreis, ohne wirklich Neues zu erzählen. Das bremste für mich stellenweise den Lesefluss.

Trotzdem muss ich sagen: Der Schreibstil ist äußerst angenehm, die Kapitelstruktur macht das Lesen leicht, und die Figuren (allen voran Evelyn) wirken lebendig und komplex. Die Art, wie ihre Lebensgeschichte erzählt wird, bleibt fesselnd, auch wenn man nicht jede Entscheidung von ihr nachvollziehen muss.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Gar nicht mal so rätselhaft

Das größte Rätsel aller Zeiten
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1991 findet Pippa ein Baby in einer Hutschachtel vor der Tür der Gemeinschaft der Rätselmacher und adoptiert es. Clayton wächst behütet inmitten dieser skurrilen Wahlfamilie auf. Nach Pippas Tod bleibt ...

1991 findet Pippa ein Baby in einer Hutschachtel vor der Tür der Gemeinschaft der Rätselmacher und adoptiert es. Clayton wächst behütet inmitten dieser skurrilen Wahlfamilie auf. Nach Pippas Tod bleibt die mittlerweile sehr alte Gemeinschaft zusammen, doch Clayton – nun Mitte 20 – fühlt sich getrieben, das größte Rätsel seines Lebens zu lösen: Woher stammt er wirklich? Pippa hat ihm eine Rätsel-Spur hinterlassen, der er nun in London folgt.

Auch wenn das Buch einen interessanten Ansatz verfolgt und einige Passagen durchaus spannend gestaltet sind, konnte mich „Das größte Rätsel“ aller Zeiten nicht vollständig überzeugen. Die Grundidee und der Klappentext versprachen mehr Tiefe und Dynamik, als das Buch letztlich bieten konnte. Einzelne Passagen zogen sich für mein Empfinden zu sehr in die Länge und wirkten stellenweise fast monoton – ich habe mich dabei gelegentlich sogar gelangweilt. „Mysteriös“ war an der Gemeinschaft absolut gar nichts und die Besessenheit einiger von ihnen von Rätseln teilweise sehr übertrieben.

Zwar wollte man schon wissen, was Clayton am Ende herausfindet, aber die Auflösung war stellenweise vorhersehbar und hatte nicht die Wucht oder Überraschung, die ich mir erhofft hatte. Insgesamt fühlte es sich so an, als hätte das Buch sein Potenzial nicht ganz ausgeschöpft.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Magische Geheimnisse, spannende Wendungen und eine berührende Slow Burn Romance

Shield of Sparrows
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Worum geht’s?

In Shield of Sparrows begleiten wir Odessa Cross, eine Prinzessin, die eigentlich nie im Rampenlicht stand – und plötzlich eine Rolle übernehmen muss, die ihr Leben komplett verändert. Mitten ...

Worum geht’s?

In Shield of Sparrows begleiten wir Odessa Cross, eine Prinzessin, die eigentlich nie im Rampenlicht stand – und plötzlich eine Rolle übernehmen muss, die ihr Leben komplett verändert. Mitten in einer Welt voller Magie, königlichen Machtspiele und tödlicher Kreaturen wird sie zwischen Loyalität, Verrat und unerwarteten Gefühlen hin- und hergerissen.

Von Anfang an stehen viele Fragen und Geheimnisse im Raum, die nach und nach gelüftet werden. Dabei kommt so einiges ans Licht, womit man als Leser nicht rechnet.
Und dann ist da noch „der Hüter“.

Besonders spannend: Die Geschichte entwickelt sich in eine ganz andere Richtung, als man es zu Beginn erwartet – und das absolut im positiven Sinn!

Was hat mir gefallen?

Die Welt ist einfach faszinierend: gefährliche Monster, uralte Verträge, Intrigen und eine dichte, atmosphärische Kulisse.

Die Slow Burn Romance entwickelt sich zwar wirklich slow, aber ist dennoch schön beschrieben und verleiht der Geschichte emotionale Tiefe, ohne sie zu überlagern.

Die Charaktere wirken lebendig und vielschichtig, man will unbedingt wissen, wie sie sich entwickeln.

Kleine Kritikpunkte

Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, besonders die Wortwahl passt nicht immer ganz zur Welt.

Manche Passagen ziehen sich, gerade zu Beginn, wenn Odessa viel in Gedanken versinkt.

Einige Entwicklungen – sowohl in der Handlung als auch bei den Figuren – wirken etwas abrupt.

Fazit

Trotz kleiner Schwächen ist Shield of Sparrows ein sehr guter Fantasy-Roman, der fesselt, überrascht und mitreißt. Wer Lust auf eine spannende Mischung aus Magie, Intrigen, Monstern und einer gefühlvollen Liebesgeschichte hat, wird hier definitiv glücklich.

Nun heißt es: Auf die Fortsetzung warten

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Dieses Buch lässt mich nicht mehr los

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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Frankreich, 1714: In einem verzweifelten Moment schließt die junge Addie einen Pakt mit einer geheimnisvollen Macht – und bezahlt einen hohen Preis. Von nun an ist sie unsterblich, doch niemand kann sich ...

Frankreich, 1714: In einem verzweifelten Moment schließt die junge Addie einen Pakt mit einer geheimnisvollen Macht – und bezahlt einen hohen Preis. Von nun an ist sie unsterblich, doch niemand kann sich an sie erinnern. Über drei Jahrhunderte hinweg streift Addie durch die Welt, lernt Städte, Kulturen und Epochen kennen – und kämpft gleichzeitig mit der Einsamkeit und dem ständigen Verschwinden aus den Erinnerungen anderer. Bis sie eines Tages in einer Buchhandlung auf jemanden trifft, der ihren Namen kennt.

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch bereits vor zwei Jahren gelesen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. Selten hat mich eine Geschichte so sehr gefesselt. Die Grundidee ist einfach brillant: eine Frau, die ewig lebt, aber keine Spuren hinterlassen kann. Dieses Konzept wird so atmosphärisch und einfühlsam umgesetzt, dass jedes Kapitel wie ein kleines Kunstwerk ist.

Das Setting wechselt zwischen historischen Schauplätzen und der Gegenwart und fühlt sich jedes Mal so lebendig an, als stünde man selbst mitten in den Straßen von Paris oder New York. V. E. Schwabs Schreibstil ist grandios und schafft es, die Melancholie und Schönheit der Geschichte perfekt einzufangen.

Die Charaktere sind tiefgründig, komplex und voller Nuancen. Ihre innere Stärke, ihr Freiheitsdrang und ihre Verletzlichkeit haben mich vollkommen in den Bann gezogen. Jede Begegnung, jedes Gespräch, jede leise Andeutung trägt Bedeutung.

Für mich ist Das unsichtbare Leben der Addie LaRue eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Es ist nicht nur eine Geschichte über Unsterblichkeit, sondern auch über Freiheit, Kunst, Erinnerung und den Wunsch, Spuren zu hinterlassen. Ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern erlebt.

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