Kein Wohlfühlbuch
Unter den Sternen von ParisDas stimmungsvolle Cover, das so einladend wirkt, sowie die Inhaltsangabe hat mich auf einen Wohlfühlroman mit viel Pariser Flair hoffen lassen.
Das Leben hat die Protagonistin Sophia gerade sehr gebeutelt. ...
Das stimmungsvolle Cover, das so einladend wirkt, sowie die Inhaltsangabe hat mich auf einen Wohlfühlroman mit viel Pariser Flair hoffen lassen.
Das Leben hat die Protagonistin Sophia gerade sehr gebeutelt. Eine unschöne Scheidung, ein stalkender Ex-Mann, ein verpasster Traumjob und eine vorschnell untervermietete Wohnung sind daher Grund genug, einen Ortswechsel vorzunehmen. Denn Sophia hat von ihrer Großmutter Emmy eine kleine Bar im Quartier Latin in Paris geerbt. Vor Ort trifft sie auf Louis, einen alten Freund Emmys, der viel zu Sophias bisher unbekannten Familiengeschichte beitragen kann.
Es hätte so schön sein können, denn die Geschichte an sich hätte Potenzial zu so viel mehr gehabt. Leider zieht sich die Handlung über gut 2/3 des Buches recht zäh dahin. Sophia ist recht anstrengend und ihre Handlungsweise war für mich oft nicht greifbar und nachvollziehbar. Louis war ein kleines Highlight im lahmen Geschehen. Sein Charakter hat mir sehr gefallen und durch die Erzählungen aus der Vergangenheit war zumindest auch ein kleiner Hauch Pariser Flair vorhanden. Im letzten Drittel nahm die Handlung endlich etwas an Fahrt auf. Aber dann folgte ein merkwürdiges und sehr offenes Ende, das auf eine Fortsetzung hindeuten könnte, die ich mir allerdings schenken werde.
Für zwischendurch ganz nett, mehr aber auch nicht.