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Veröffentlicht am 25.08.2018

Auch Inselträume lassen sich verwirklichen

Meeresrauschen und Inselträume
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Dies war mein erstes Buch von Susan Mallery und ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass es sich bereits um den 3. Teil der Blackberry-Island-Serie handelt. Aber auch ohne Kenntnisse aus den beiden Vorbänden ...

Dies war mein erstes Buch von Susan Mallery und ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass es sich bereits um den 3. Teil der Blackberry-Island-Serie handelt. Aber auch ohne Kenntnisse aus den beiden Vorbänden habe ich gut in die Handlung hineingefunden, auch dank des mitreißenden und lebendigen Schreibstils. Im Mittelpunkt steht Nina, ein wahres Organisationstalent im Job und in der Familie die Frau für alle Fälle: ein Leck im Dach – Nina kümmert sich – Probleme mit den Angestellten ihrer Mutter – Nina regelt alles – Ebbe im Portemonnaie – Nina sorgt für Nachschub. Verantwortung für Haushalt und kleine Schwester zu übernehmen musste Nina schon mit 12 Jahren lernen, da ihre Mutter Bonnie ihr ganz eigenes Lebensmodell verfolgt hat und Platz für ihre Töchter gab es dabei nicht. Über die Jahre ist sie nicht nur auf der Insel hängen geblieben sondern hat auch ihre eigenen Wünsche und Träume ganz aus den Augen verloren.
Mit ihrem jetzigen Leben ist sie mehr als unzufrieden, findet aber keinen Ausweg aus ihrem täglichen Hamsterrad und als ihre kleine Schwester Averil sich eine „Auszeit“ von ihrer Ehe nimmt und unangemeldet auftaucht, eskaliert die angespannte Situation in der Familie.
Und dann spielen auch noch 2 recht attraktive Männer eine nicht unerhebliche Rolle. Nina hat die Qual der Wahl, wer ihr Herzblatt sein soll, und muss sich endlich über ihre Rolle im Familiengefüge und vor allem über ihre Zukunftspläne klar werden.

Dies ist nicht nur eine klassische Liebesgeschichte, sondern auch eine humorvolle und mitunter sehr emotionale Familiengeschichte mit einem ernsteren Hintergrund. Es dreht sich vor allem um den Mut, neue Wege zu gehen, Ballast loszulassen, vielleicht auch unangenehme Entscheidungen zu treffen und auch konsequent zu ihnen zu stehen. Und vielleicht ist es an an der Zeit selbst einmal wieder inne zu halten und über das eigene Leben nachzudenken.
Einmal begonnen ist es mir schwer gefallen, das Buch wieder aus der Hand zu legen, denn ich war viel zu neugierig, wie sich die Charaktere und die Handlung weiter entwickeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und es gibt natürlich ein in meinen Augen stimmiges Happy end.

Für dieses Wohlfühlbuch mit seiner ganz speziellen Inselatmosphäre gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 01.08.2018

Es gibt immer einen (Aus-)Weg

Warum ich trotzdem an Happy Ends glaube
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Die Protagonistin Emma ist eine sympathische Träumerin, die trotz bester Ausbildung schon jahrelang lediglich als Praktikantin in der Filmbranche arbeitet. Auch mit 30 Jahren hat sie die Hoffnung auf ihren ...

Die Protagonistin Emma ist eine sympathische Träumerin, die trotz bester Ausbildung schon jahrelang lediglich als Praktikantin in der Filmbranche arbeitet. Auch mit 30 Jahren hat sie die Hoffnung auf ihren Traummann, ihren Traumjob und vor allem ihre Traumvilla nicht aufgegeben. Letztere wenigstens ist Realität und wird vor allem in schlechten Zeiten von ihr aufgesucht. Und davon hat sie gerade mehr als genug – Wohnung, Mann und Job, alles weg. Aber für Emma ist auch das kein Grund zum Verzweifeln, denn sie glaubt fest an Happy ends.

Schnell wird man beim Lesen Teil von Emmas Leben und begleitet sie durch ihre persönlichen Höhen und Tiefen. Auch wenn ich sie am liebsten oft wach gerüttelt hätte, hat mir ihre Hartnäckigkeit, ein Ziel zu erreichen, irgendwo auch imponiert. Diese Eigenschaft ist Stärke und Schwäche zugleich, denn Emma verzettelt sich oft dabei und verliert alles Andere aus den Augen. Außerdem ist sie überzeugt davon, nur in Erinnerungen glücklich leben zu können. Zum Glück gibt es Menschen in ihrem Leben, die ihr immer wieder Anstöße geben, ihre Verhaltensweisen zu überdenken. Und Emma merkt auf einmal, dass es doch auch noch Männer gibt, die ihr Schmetterlinge im Bauch bescheren können.

Es ist schön, Emmas Entwicklung vom naiven Schäfchen, das sich ausnutzen lässt, zur selbstbewussten Frau, die ihre Stärken kennt und weiß, was sie leisten kann, mitzuerleben. Und es wird deutlich, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt, seinen Lebensweg zu begehen. Manchmal muss man sich nur trauen.

Das Ende hat mich zwar überrascht, mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Es zeigt deutlich, dass Emma mit sich inzwischen im Reinen ist.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, vielleicht auch durch die komfortable Schriftgröße (ein großes Danke dafür). Durch die Erzählperspektive in der Ich-Form fällt es leichter, sich in Emma hineinzuversetzen. Immer wieder gibt es wunderschöne Dialoge, z. B. mit Tessai und Lebensweisheiten, die zum Nachdenken anregen und mich auch sehr berührt haben.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen; allerdings würde ich es nicht als "unschlagbar frische Komödie", wie auf der Buchrückseite beschrieben, bezeichnen. Dafür haben mir dann doch einige Lacher mehr gefehlt. Mich hat das Buch gut unterhalten und es gibt von mir eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 30.07.2018

Wir leben. Das ist die Hauptsache

Die Zeit der Kraniche
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Wir leben. Das ist die Hauptsache (S. 434)

Zum Ende des 2. Weltkrieges werden Gebhard und seine Mutter Heide denunziert und inhaftiert. Wieder steht Freddy mit allen Problemen allein da und muss sich ...

Wir leben. Das ist die Hauptsache (S. 434)

Zum Ende des 2. Weltkrieges werden Gebhard und seine Mutter Heide denunziert und inhaftiert. Wieder steht Freddy mit allen Problemen allein da und muss sich auch noch mit dem „braunen“ Gutsverwalter auseinandersetzen. Zu der Ungewissheit über das Schicksal der beiden kommt auch noch die große Angst vor den Russen. Obwohl bei der Lebensmittelknappheit schon das Überleben aller Bewohner des Gutes nicht einfach ist werden zusätzlich auch noch ausgebombte Familien einquartiert. Dann kommen die ersten Flüchtlingstrecks aus dem Osten, darunter auch Freddys Familie, und auch die Todesmärsche aus Sachsenhausen ziehen am Gut vorbei. Gebhard kommt zum Kriegsende frei, will aber sein Land nicht verlassen. Nachdem er, diesmal von den Russen, erneut verhaftet wird muss Freddy alles zurück lassen, aber ihr gelingt in letzter Minute die Flucht mit ihren Kindern.



Auch der dritte und letzte Teil der Ostpreußen-Saga hat mich von der ersten Seite an sofort wieder komplett in seinen Bann gezogen. Es ist natürlich ein sehr emotionaler Roman, der aufwühlt und nachdenklich macht. Durch dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte hindurch habe ich mit Freddy gehofft, gebangt und mitgefiebert, oft auch mit feuchten Augen.

Freddy, was für eine starke Frau. Trotz Anfeindungen, Unterstellungen und Willkür steht sie immer ihren Mann, kämpft wie eine Löwin für Gebhard und ihre Kinder. Sie hat ein großes Herz und Standesdünkel ist ihr fremd, das Wohlergehen ihrer „Leute“ ist ihr wichtig und sie kümmert sich auch um Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, weil das ihrer Vorstellung von christlicher Nächstenliebe und Menschlichkeit entspricht. Bewundernswert finde ich ihre Kraft, ihren Durchsetzungswillen und vor allem ihr Durchhaltevermögen.

Das, was Freddy in ein paar Jahren ertragen musste, reicht eigentlich für mehrere Leben. Trotzdem zerbricht sie nicht an den Schicksalsschlägen, sondern findet immer einen Weg um weiterzumachen – auch trotz Tränen im Gesicht und gebrochenem Herzen. Sie steht für mich stellvertretend für alle Frauen, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben.

Freddys Lebensweg basiert auf der wahren Geschichte der Frederike von Plato.

Vielen Dank an Ulrike Renk für diese großartige Trilogie und an Frederike von Plato für ihr Einverständnis, sie auf einem Stück ihres Lebensweges begleiten zu dürfen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung – natürlich für alle 3 Teile – mit 5 *****

Veröffentlicht am 20.07.2018

Schöner romantischer Roman und mehr

Wo mein Herz dich findet
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Wo mein Herz dich findet war mein erstes Buch von Kathryn Taylor.

Handy vergessen und Autopanne im Unwetter irgendwo im Nirgendwo – kein Problem für Cara. Hilfe findet sie auch bald in einer Waldhütte ...

Wo mein Herz dich findet war mein erstes Buch von Kathryn Taylor.

Handy vergessen und Autopanne im Unwetter irgendwo im Nirgendwo – kein Problem für Cara. Hilfe findet sie auch bald in einer Waldhütte in Gestalt des brummigen Liam, der ihr durch sein merkwürdiges Verhalten bald Rätsel aufgibt, was sie nur umso neugieriger auf ihn macht. Ob es zu einer Annäherung der beiden kommt erfährt man im Laufe der Geschichte in einem der Handlungsstränge.

Im Familienhotel laufen gerade die letzten Planungen für die bevorstehende Hochzeit zwischen Caras Bruder Patrick und seiner dominanten Verlobten Jessica, als Amy mit ihrem Sohn Charlie überraschend auftaucht. Und damit beginnen die Verwicklungen im zweiten Handlungsstrang, in dem nicht nur ein Familiengeheimnis gelüftet wird.

Vor der Kulisse der traumhaft schönen irischen Landschaft erlebt man eine abwechslungs-reiche Handlung. Beide Handlungsstränge stehen gleichberechtigt nebeneinander, ergänzen sich und bringen einen lebendigen Verlauf. Die Hauptcharaktere sind sympathisch und realistisch geschildert und man kann sich leicht in sie hineinversetzen. Besonders gut hat mir dabei Cara gefallen, die durch ihre Art, alles zu hinterfragen und hartnäckig allem auf den Grund zu gehen viel Licht in das Dunkel gebracht hat, selbst noch, als ihre Familie sie zusehends unter Druck gesetzt hat.
Obwohl vieles vorhersehbar war, hat mich das im weiteren Verlauf nicht gestört, für mich war die Geschichte rund und harmonisch.

Wer romantische Liebesgeschichten mag wird mit diesem Buch mehr als zufrieden sein. Wer darüber hinaus auch nichts gegen einen Hauch Drama, ein Geheimnis und Spannung hat wird begeistert sein. Für mich war es die perfekte Mischung für einige sehr unterhaltsame Lesestunden.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Schönes Thema,das mich leider nicht mitreißen konnte

Der Sommer der Wünsche
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Dies war mein erstes Buch von Debbie Macomber und damit auch der Blossom-Street-Reihe. Es lässt sich zwar auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ab und zu hätte ich mir doch einige Informationen aus der ...

Dies war mein erstes Buch von Debbie Macomber und damit auch der Blossom-Street-Reihe. Es lässt sich zwar auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ab und zu hätte ich mir doch einige Informationen aus der Vergangenheit gewünscht.
Lydia bietet in ihrem Wollladen einen Strickkurs zum Thema „Stricken, um loszulassen“ an. Es findet sich eine kleine Runde von Personen, die schon in den Vorbänden mitgewirkt haben (und hier habe ich Vorkenntnisse vermisst), sowie einige Neuzugänge. Jede/r TeilnehmerIn hat dabei eine andere persönliche Baustelle zu bearbeiten, mit der er/sie abschließen möchte. Dass dabei auch ein Mann teilnimmt, hat mir gut gefallen. Es gibt in diesem Roman nicht nur einen Handlungsstrang sondern jede/r Strickbegeisterte hat seinen höchstpersönlichen, der sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht. Die personenbezogenen Kapitel haben es noch erleichtert, der jeweiligen Geschichte besser folgen zu können.
Lydia und ihre Strickfans sind durchweg sympathische und authentische Charaktere und ich hätte selbst auch gerne mitgestrickt, denn die Atmosphäre war irgendwie urgemütlich und heimelig. Der sommerlich leichte Roman hat einen angenehmen Schreibstil und ließ sich flüssig lesen.
Trotzdem hat mir die ganze Zeit über etwas gefehlt – die Geschichte hat mich nicht wirklich mitreißen können, und die letzten 2 Abschnitte waren mir dann doch zu viel „Friede, Freude, Eierkuchen“ auf zu engem Raum.
Von mir gibt es daher „nur“ 3,5 Sterne.