Cover-Bild Die Zeit der Kraniche

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 515
  • Ersterscheinung: 13.07.2018
  • ISBN: 9783746633565
Ulrike Renk

Die Zeit der Kraniche

Roman
Zeiten des Aufruhrs.

Nach dem dringlich herbeigesehnten Ende des Krieges besetzen die sowjetischen Truppen das Land. Viele Gutsfamilien verlassen ihre Heimat und ziehen in den Westen. Auch Gebhards Brüder und seine Mutter. Er jedoch kann sich einfach nicht dazu entschließen, das Land seiner Väter zu verlassen. Dann wird er denunziert und verhaftet. Frederike droht das gleiche Schicksal. In letzter Sekunde schafft sie es zu fliehen – aber wird ihr ein Neuanfang gelingen? Und was ist mit Gebhard?

Der Abschluss der großen Ostpreußen-Saga von Bestsellerautorin Ulrike Renk.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2019

Ein absolut gelungener Abschluß der Trilogie

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Nach „Das Lied der Störche“ und „Die Jahre der Schwalben“ ist „Die Zeit der Kraniche“ der letzte Band der Trilogie.

Freddy muß derzeit alleine die Stellung auf Mansfeld halten, denn Ehemann Gebhard und ...

Nach „Das Lied der Störche“ und „Die Jahre der Schwalben“ ist „Die Zeit der Kraniche“ der letzte Band der Trilogie.

Freddy muß derzeit alleine die Stellung auf Mansfeld halten, denn Ehemann Gebhard und Schwiegermutter Heide wurden verhaftet. Sie muß sich dem neu eingesetzten Nazi-Verwalter unterordnen und als Gutsbesitzerin hat sie es in diesen Zeiten wahrhaft nicht leicht. Aber das Zusammenleben, auch mit den Fremdarbeitern, geht seinen Gang und trotz der Einschränkungen macht Freddy das Beste aus der Situation. Bei ihrem Besuch im Gefängnis sieht sie erst, wie die Menschen in der Stadt hungern müssen und daß Berlin nur noch ein trauriger Schutthaufen ist. Durch ihr Handeln und auch durch den Einsatz des „Goldfasans“ darf sie Heide mit nach Hause nehmen. An Weihnachten bemühen sie sich um etwas Normalität und schmücken einen Weihnachtsbaum und die umsichtige Freddy will auch, daß die Fremdarbeiter nicht zu kurz kommen und besorgt heimlich Geschenke für sie. Und immer wieder stellt sich für die gesamte Familie die Frage, bleiben oder flüchten. Später kommt es zu Einquartierungen, Flüchtlingstrecks aus dem Osten, u. a. aus Fennhusen und auch KZ-Insassen aus Sachsenhausen ziehen vorbei und nach Ende des Krieges erreichen die Russen Mansfeld. Sie verwüsten das ganze Gut, nach dem Motto alles gehört allen. Im Epilog erfährt man als Leser wie das Leben für Freddy und ihre Lieben weitergeht.

Ulrike Renk hat für mich ein absolut passendes und stimmiges Ende der Ostpreußen-Trilogie verfasst. Ich hatte den 2. Band gleich beim Erscheinungstermin gelesen, war aber jetzt sofort wieder mittendrin und die Personen waren mir bestens vertraut. Vor allem hat die mutige und lebenstüchtige Freddy mein Herz erobert und mich auch etliche Male zu Tränen gerührt. Die anderen Figuren sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet und ihr Verhalten war für mich authentisch und realistisch. Die Dialekteinschübe habe ich immer vor mich hin gemurmelt, damit sie für mich als Süddeutsche besser verständlich waren. Die Atmosphäre des Zusammenlebens, das Leid und die Kriegsauswirkungen fand ich sehr gut, mit viel Gefühl und bildhaft beschrieben. Nach Beendigung des Buches kann man nur hoffen, daß wir solche Zeiten nicht mehr erleben müssen! Das Nachwort der Autorin klärt den Leser über die vielen Wahrheiten auf, die das Buch enthält.

Für mich ein gelungener Abschluß. Es war ein schwer verdauliches Buch, aber das war der Zeit geschuldet. Aus diesem Grunde möchte ich jetzt nicht Lesegenuß schreiben, aber ich habe es sehr gerne gelesen. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin und von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung für die gesamte Trilogie!

Veröffentlicht am 20.12.2018

Ende einer tollen Familiensaga

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Mit die "Zeit der Kraniche" kommt die großartige Ostpreußen-Saga von Ulrike Renk nun zum Ende.


Frederikes Mann Gebhard sitzt unschuldig im Gefängnis und Frederike muss sich allein um das Gut in der Prignitz ...

Mit die "Zeit der Kraniche" kommt die großartige Ostpreußen-Saga von Ulrike Renk nun zum Ende.


Frederikes Mann Gebhard sitzt unschuldig im Gefängnis und Frederike muss sich allein um das Gut in der Prignitz und die drei gemeinsamen Kinder kümmern. Doch dies wird ihr immer mehr erschwert, da die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges auch immer mehr bis nach Ostpreußen vordringen. Auch wenn die Nazis immer mehr die Herrschaft und Aufsicht über Alles erlangen, versucht Frederike einen kühlen Kopf zu bewahren, optimistisch zu bleiben und nach vorn zu schauen. Frederike werden aber immer mehr die Zügel auf den Händen genommen und auf ihrem Gut werden immer mehr Flüchtlinge und Zwangsarbeiter einquartiert. Da heißt es, immer weiter zusammen rücken und immer weitere Entbehrungen. Aber alles scheint sich zum Guten zu wenden, als plötzlich Gebhard wieder nach Hause kommt. Doch die Freude soll nicht von kurzer Dauer sein, denn just am gleichen Tag wird er wieder verhaftet. Und auch gegen Frederike wird kurz darauf ein Haftbefehl erlassen. Aber ihr gelingt die Flucht mit den Kindern. Sie kehrt in den Schoß der Schwiegerfamilie zurück, die schon vor einiger Zeit in den wesentlich sichereren Westen geflohen ist. Aber hier fühlt sie sich als Störenfried und wünscht sich wieder mehr Unabhängigkeit und Eigenständigkeit. Deshalb beschließt sie, mit den Kinder weiterzuziehen, weiterhin auf die Rückkehr ihres Mannes zu hoffen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.


Ich habe mich teilweise ein wenig durch das Buch gequält, da es wirklich sehr viele Erklärungen zum Kriegsverlauf gab, welche sich für mich etwas zäh lasen. Aber diese gehören unweigerlich zu der ganzen Handlung dazu. Denn die gesamte Handlung dieses Buches baut sich um die Entwicklungen im 2. Weltkrieg herum auf.


Zu wissen, dass es diesen Krieg wirklich gegeben hat und dass die Geschehnisse, wie in dem Buch geschildert, auch tatsächlich in Deutschland so vorgefallen sind, war beim lesen teilweise schwer zu ertragen. So viel Kummer, Leid, Schmerz und Ungerechtigkeit überall.


Außerdem beruht dieser Roman auf einer wahren Geschichte. Die Autorin hatte Dokumente zugespielt bekommen, um die herum sie diese Saga geschrieben hat. An einigen Stellen sicher etwas ausgeschmückt und verändert, denn es sollte ja ein Roman werden und keine Biografie. Aber diese Dinge sind geschehen und das zu lesen, war schwere Kost.


Dennoch habe ich es auch diesmal genossen, den Weitergang der Saga zu lesen. Die Autorin hat eine wirkliche Gabe, Geschichten interessant und authentisch zu schreiben. Ich freue mich nun auf weitere Bücher von ihr.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Ein fulminanter Abschluss

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"Die Zeit der Kraniche" aus der Feder der Autorin Ulrike Renk ist leider der letzte Teil dieser gigantischen Ostpreußen-Saga. Während unsere Reise durften wir verschiedene Güter, und zwar Burghof Mansfeld, ...

"Die Zeit der Kraniche" aus der Feder der Autorin Ulrike Renk ist leider der letzte Teil dieser gigantischen Ostpreußen-Saga. Während unsere Reise durften wir verschiedene Güter, und zwar Burghof Mansfeld, Leskow, Großwiesental, Kleinwiesental und Fennhusen (hier begann unsere Geschichte) besuchen. Dieses Mal entführt uns die Autorin außerdem auch noch nach Schweden.

Wir befinden uns in Zeiten des Aufruhrs. Das Ende des Krieges wird von allen herbeigesehnt. Doch besetzen jetzt sowjetische Truppen das Land. Viele Gutsfamilien ziehen aus ihrer Heimat gen Westen. So auch Gebhards Brüder und seine Mutter. Gebhard hängt jedoch zu sehr an seinem Burghof und kann sich einfach nicht entschließen, das Land seiner Väter zu verlassen. Dann wird er denunziert und verhaftet. Frederike droht das gleiche Schicksal. In letzter Sekunde gelingt ihr mit ihren Kindern die Flucht. Doch wo wird ihr ein Neuanfang gelingen? Und was ist mit Gehard.

Mit Tränen in den Augen haben ich dieses Meisterwerk, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, beendet. Das Schicksal dieser Menschen zu dieser schwierigen Zeit hat mich sehr berührt. Die Autorin bringt uns auf gigantische Weise Geschichte wieder nahe, die unter die Haut geht. Auch meine Mutter mußte aus ihrer Heimat fliehen und man will und kann fast nicht glauben, was diese Menschen damals alles erlebt haben. Die Autorin hat auch alle Charaktere, die mir mittlerweile ja bestens vertraut sind, wunderbar beschrieben. Wenn ich die Augen schließe, läuft die ganze Geschichte wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich sehe eine verzweifelte Frederike, die wirklich bis zur letzten Sekunde um ihre Heimat kämpft und sich dann schweren Herzens entschließt, vor allem wegen ihrer Kinder, die Heimat zu verlassen. Ich kann ich ihren Schmerz förmlich spüren. Die Ungewissheit über ihren Mann Gebhard raubt ihr fast den Verstand. Mich packt selbst die pure Verzweiflung. Gefallen hat mir die Herzlichkeit in Schweden. Hier kann man etwas zur Ruhe kommen. Doch ist das auf Dauer die richtige Lösung. Hier kann man seine eigenen Gedanken etwas schweifen lassen. Eine gigantische Geschichte, über mutige Menschen, die trotz dem Verlust ihrer Heimat nach vorne geschaut haben.

Für mich ein absoluter Bestseller - ein Lesehighlight. Lesevergnügen der Extraklasse. Das etwas melancholisch wirkende Cover passt hervorragend zum Buch. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Gefühlvoll, beklemmend, ergreifend, die letzten Kriegsjahre in Ostpreußen. würdiger Abschluss der Saga

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Das ist ein würdiger und befriedigender Abschluß von der Trilogie.
Ich habe meine Zeit mit Frederikes Abenteuer genossen.

Ulrike Renk hat in diesem Teil der Saga mit erschütternden Bildern die letzten ...

Das ist ein würdiger und befriedigender Abschluß von der Trilogie.
Ich habe meine Zeit mit Frederikes Abenteuer genossen.

Ulrike Renk hat in diesem Teil der Saga mit erschütternden Bildern die letzten Kriegsjahre beschrieben.
Von den Erzählungen, den Abenteuern, den Situationen habe ich Kopfkino und auch Gänsehaut bekommen.
Die Zerstörung und das Gefühl der Machtlosigkeit wird eindrucksvoll transportiert.
Eigentlich weiss man ja einiges aus dieser Zeit doch dieser Roman hat mir nochmal ein anderes Bild gezeichnet.
Freddy ist wieder authentisch das ich total mitgefiebert habe.
Was mir sehr gefallen hat ist die "Berliner Schnauze" die lockert alles ein bisschen auf und bringt gewissen Humor in die beklemmende Handlung.
Der Schreibstil ist gut verständlich, der Erzählstil ist flüssig und lässt dabei keine Langeweile aufkommen.
Die Charaktere sind bekannt und es kommen noch ein paar dazu.
Freddy bekommt mittlerweile noch mehr Tiefe.

Das Nachwort ist sehr informativ und lässt das Gelesene in einem noch erschütternden Licht erscheinen.

5 Sterne mit absoluter Leseempfehlung !!!

Veröffentlicht am 20.10.2018

Berührend

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Ein sehr emotionales, aufwühlendes, berührendes Buch.



Eigentlich bräuchte ich gar nicht mehr schreiben als o.g. Satz um das Buch zu beschreiben und zu überzeugen, dass es gelesen werden sollte. Es ...

Ein sehr emotionales, aufwühlendes, berührendes Buch.



Eigentlich bräuchte ich gar nicht mehr schreiben als o.g. Satz um das Buch zu beschreiben und zu überzeugen, dass es gelesen werden sollte. Es gibt ja viele Nachkriegsromane, aber selten ist mir einer begegnet, der so realitätsnah geschildert wurde. Das mag zum Teil auch daran liegen, dass die Autorin mit einem Charakter aus dem Buch Kontakt hatte und dieser ihr so weit als möglich bei der Recherche geholfen hat. Allerdings ist auch alles sehr gut von der Autorin umgesetzt und zum Leben erweckt worden. Und dabei ging es Freddy von Mansfeld ja noch relativ gut.



Die Zeit der Kraniche ist der abschließende Teil der Ostpreußen-Saga von Ulrike Renk. Man sollte die beiden Vorgängerbücher gelesen haben, damit man in den vollen Lesegenuss des 3. Bandes kommt. Ich habe schon Teil 1 und 2 verschlungen und konnte auch jetzt nicht mehr aufhören zu lesen. Das Ende war etwas schnell, da hätte man auch noch einen 4. Band daraus machen können.


Das Leiden der damaligen Zeit wurde mich auf jeder Seite spürbar und ich finde es schön, dass Fredericke viel Hilfe erfahren, aber auch viel Gutes bewirkt hat. In ihrem Leben ein wenig dabei sein zu dürfen, hat mir sehr gut gefallen.