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Veröffentlicht am 07.04.2023

Leben im Einklang mit der Natur

Glückstöchter - Einfach leben
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„Glückstöchter – Einfach leben“ ist Band 1 einer Trilogie der Autorin Stephanie Schuster. Im Mittelpunkt stehen Anna und Eva, zwei junge Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben, die aber eine Gemeinsamkeit ...

„Glückstöchter – Einfach leben“ ist Band 1 einer Trilogie der Autorin Stephanie Schuster. Im Mittelpunkt stehen Anna und Eva, zwei junge Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben, die aber eine Gemeinsamkeit teilen.
Romane, in deren Mittelpunkt starke Frauen stehen, lese ich sehr gerne und auch das Thema alternativer Lebensformen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und in den 70er Jahren hat mich interessiert.
Allerdings hatte ich zunehmend Schwierigkeiten, mich in die Protagonistinnen hinein-zuversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Teilweise fehlten mir, besonders beim Verhalten von Eva, Erklärungen bzw. ein roter Faden, an dem man ihre Entwicklung nachverfolgen kann. Dafür waren Alltagshandlungen wie z. B. ein Einkauf auf dem Markt sehr detailliert beschrieben, was wiederum unnötige Längen ergeben hat.
Vom letzten Viertel des Romans war ich zunächst sehr angetan, allerdings hat mich das doch sehr abrupte Ende eher enttäuscht und mit vielen Fragezeichen zurückgelassen. Für meinen Geschmack ist zu viel ungeklärt geblieben.
Obwohl mich das Buch neugierig auf den Fortgang von Annas und Evas Geschichte zurückgelassen hat bin ich mir nicht sicher, ob ich die Folgebände noch lesen werde. Bis zum Erscheinen des nächsten Bandes vergeht ja noch eine ganze Weile.
Allerdings hat mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen und auch die, manchmal auch nur angerissene, Themenvielfalt.

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Veröffentlicht am 03.04.2023

Spannung im Doppelpack

Das Wiegenlied: Thriller
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In den Zons-Thrillern gibt es den Spannungsbogen immer im Doppelpack. Dieses Mal scheinen Morde in der Gegenwart und Vergangenheit eine Verbindung zu haben, denn ein altes Wiegenlied und ein Brandzeichen ...

In den Zons-Thrillern gibt es den Spannungsbogen immer im Doppelpack. Dieses Mal scheinen Morde in der Gegenwart und Vergangenheit eine Verbindung zu haben, denn ein altes Wiegenlied und ein Brandzeichen in Form eines Teufelssymbols spielen in beiden Fällen eine Rolle. Sowohl Oliver Bergmann als auch Bastian Mühlenberg sind wieder gefordert, Licht ins Dunkel zu bringen.

Ich war auch bei diesem Thriller bereits nach wenigen Sätzen wieder seinem Bann verfallen. Mir gefällt diese Reihe sehr, denn Catherine Shepherd versteht es immer wieder, beide Handlungsstränge so geschickt miteinander zu verbinden, dass der Spannungsbogen auf hohem Niveau bleibt und der Lesefluss auch durch die Zeitsprünge nie unterbrochen wird. Ganz im Gegenteil, die Neugier auf den Fortgang der Geschehnisse steigt unaufhaltsam an.

Und wie so oft hat mich das Ende wieder überrascht.

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Veröffentlicht am 01.04.2023

Macht Lust auf eine Fortsetzung

Die Hausboot-Detektei – Tödlicher Grund
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„Die Hausboot-Detektei – Tödlicher Genuss“ ist der Titel einer neuen Reihe der Autorin Amy Achterop. Es ist schon eine ganz besondere Gruppe, die Arie, ein ehemaliger Polizist, hier auf seinem Hausboot ...

„Die Hausboot-Detektei – Tödlicher Genuss“ ist der Titel einer neuen Reihe der Autorin Amy Achterop. Es ist schon eine ganz besondere Gruppe, die Arie, ein ehemaliger Polizist, hier auf seinem Hausboot Lakshmi zusammengewürfelt hat. Jede/r der sympathischen Charaktere besticht durch eine Eigenart und alle zusammen ergänzen sich hervorragend.
Der Krimianteil rutscht aufgrund der umfangreichen Vorstellung der Protagonist*innen dabei leicht in den Hintergrund, was mich aber nicht wirklich gestört hat. Die Amateurdetektive haben mich die ganze Zeit über bestens unterhalten. Zunächst einmal waren alle vollauf damit beschäftigt, ihren Platz in der Gruppe zu finden, was teilweise zu sehr amüsanten Wortgefechten geführt hat. Auch die Hausbootregeln sprechen da für sich. Und die Haustiere „Hund“ und vor allem „Frau Gunilla“, ein zahmes Eichhörnchen, haben ein bisschen Leben in den doch zunächst eher zu entspannt dahindümpelnden Detekteialltag gebracht.
Ermitteln darf die schräge Truppe dann in der Welt der Sterne-Küche. Es braucht ein bisschen, bis sich Spannung aufbaut, aber die liebenswerten Spürnasen machen das aufgrund ihrer manchmal doch sehr fragwürdigen Methoden mehr als wett.
Ein gelungener Auftakt, der Lust auf eine Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 13.03.2023

Das Leben ist Veränderung

Fine und die Zeit der Veränderung
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Im 4. und leider letzten Teil über die Künstlerfamilie Dehmel steht Fine, Heinrich und Ullas Tochter, im Mittelpunkt des Geschehens. Das Leben der Familie spielt sich wieder im Berlin im Zeitraum 1926 ...

Im 4. und leider letzten Teil über die Künstlerfamilie Dehmel steht Fine, Heinrich und Ullas Tochter, im Mittelpunkt des Geschehens. Das Leben der Familie spielt sich wieder im Berlin im Zeitraum 1926 – 1935 ab und ist zwischenzeitlich um zwei weitere kleine Mädchen angewachsen.
Im ersten Drittel geht es noch vorrangig um Ulla, die verbissen versucht, Haushalt, Kinder und ihren Beruf irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Heinrich ist ihr dabei keine große Hilfe, denn er schreibt an seiner Doktorarbeit und forscht nebenher in den eigenen vier Wänden. Beide sind sehr verbissen, wenn es die Verwirklichung der eigenen Wünsche und Träume angeht. In der Ehe kriselt es zunehmends und es kommt zur Trennung. Wie bei vielen anderen Familien auch wird das Geld knapp, und die Kinder gehen oft hungrig durch den Tag. Fine muss sich als „die Große“ schon in jungen Jahren um ihre kleinen Geschwister kümmern und zeigt dabei schon eine erstaunliche Reife und Stärke. Ulla beginnt, sich politisch zu engagieren und so wird Fine schon recht früh mit politischen Themen konfrontiert.
Als die Wirtschaftskrise sich zuspitzt werden die 3 Schwestern auf Druck der Familie bei einer befreundeten Familie in Thüringen untergebracht.
Weder Ulla noch die Kinder sind zunächst von der Situation angetan, aber es gibt keine andere Alternative. Fine erkennt, wenn auch zunächst widerstrebend, dass das neue Leben trotz Regeln auch durchaus seine Vorzüge hat, denn hier kann auch sie einmal die Verantwortung für ihre Schwestern abgeben und selbst Kind sein.
Es war wieder schön, am Leben der Familie Dehmel teilzuhaben – trotz aller Höhe und Tiefen. Ulrike Renk hat ein Händchen dafür, reale Vorkommnisse mit Fiktion zu einem fesselnden Roman zu verknüpfen und dabei die Charaktere so lebensecht wirken zu lassen.
Auch wenn ich Fine sehr gerne noch ein Stück ihres weiteren Lebensweges begleitet hätte, kann ich die Entscheidung der Autorin verstehen, das Ende offen zu lassen.

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Veröffentlicht am 12.03.2023

Kleine Auszeit am Meer

Das Meer und ich
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Die Bücher von Tessa Randau sind immer eine Augenweide. Die Farbgestaltung des Covers passt perfekt zum Titel „Das Meer und ich“, die Goldschrift sieht sehr edel aus, und die liebevollen Illustrationen ...

Die Bücher von Tessa Randau sind immer eine Augenweide. Die Farbgestaltung des Covers passt perfekt zum Titel „Das Meer und ich“, die Goldschrift sieht sehr edel aus, und die liebevollen Illustrationen finden sich auch im Innenteil wieder.
Im Mittelpunkt steht eine Mittvierzigerin, die mit sich und ihren Lebensumständen hadert und tief in der eigenen Unzufriedenheit feststeckt. Die mit einer Freundin geplante Auszeit am Meer verbringt sie allein mit sich selbst.
Die Geschichte ist nicht neu, denn die dort geschilderten kleinen oder auch größeren Probleme im Lauf eines Lebens werden sicher viele Frauen so oder ähnlich auch schon erlebt haben. Auch ich gehöre dazu und wenn ich auch nicht immer einer Meinung mit der Protagonistin war, so habe ich doch einige Denkanstöße mitnehmen können. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und manchmal braucht es einfach nur einen Schubs von außerhalb, um die eigene Komfortzone zu verlassen, um eine andere Sicht auf die Dinge zulassen zu können. Die 6 Wegweiser am Ende des Buches sind dabei auch sehr hilfreich.
Eine gelungene kleine Auszeit für die Seele.

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