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Veröffentlicht am 07.07.2023

Spannender Reihenauftakt

Im Feuer
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Die erfolgreiche Ermittlerin Lilly Hed hat sich aus privaten Gründen von Stockholm nach Nynäshamn an der Schärenküste versetzen lassen. Hier möchte sie neu anfangen und wieder zu sich selbst finden. Doch ...

Die erfolgreiche Ermittlerin Lilly Hed hat sich aus privaten Gründen von Stockholm nach Nynäshamn an der Schärenküste versetzen lassen. Hier möchte sie neu anfangen und wieder zu sich selbst finden. Doch an einen geruhsamen Start ist nicht zu denken, da auch in Nynäshamn hohe Temperaturen herrschen. Der lang ersehnte Regen bleibt aus und die Brandgefahr ist allgegenwärtig. Tatsächlich kommt es innerhalb kürzester Zeit zu mehreren Bränden, die nicht nur materielle Schäden anrichten, sondern Todesopfer fordern. Zunächst gehen die Behörden von Unglücksfällen aus, doch dann versorgt ein aufmerksamer Feuerwehrmann Lilly mit Details, die ihr Misstrauen wecken. Könnte es sein, dass die Toten Opfer eines Rachefeldzugs sind?

"Im Feuer" ist der Auftakt zu einer neuen Reihe, in der Lilly Hed ermittelt. Gemeinsam mit Lilly lernt man die neue Umgebung und die Kollegen kennen. Lilly wirkt sehr sympathisch, auch wenn man gleich ahnt, dass sie in Stockholm etwas erlebt haben muss, dass sie zu dem Schritt getrieben hat, ein neues Leben zu beginnen. Die Neugier wird dadurch definitiv geweckt. 

Die Autorin versteht es hervorragend, Handlungsorte und Charaktere so lebendig zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Die Hitze des Rekordsommers wirkt authentisch und man kann die Gefahr förmlich spüren, dass nur ein einziger Funke oder eine kleine Unachtsamkeit ausreicht, um ein Flammeninferno auszulösen. Die Szenen, in denen es tatsächlich dazu kommt, werden intensiv geschildert. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Gelegentlich schaut man dem Feuerteufel über die Schulter. Dadurch weiß man zwar etwas mehr als Lilly, aber dennoch wird nicht zu viel verraten, wodurch man früh dazu angeregt wird, eigene Überlegungen anzustellen. Lilly ist äußerst hartnäckig und geht jeder noch so kleinen Spur nach. Die Ermittlungen sind stellenweise zwar etwas ausufernd, aber gerade das lässt sie so authentisch wirken. Man versucht die einzelnen Puzzleteilchen zusammenzusetzen, doch zunächst ergibt sich kein stimmiges Bild. Beinahe bis zum Schuss tappt man im Dunkeln. Das Ganze gipfelt in einem hochspannenden Finale, bei dem man mitfiebern kann. 

Ein spannender Auftakt, der die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe weckt. 

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Veröffentlicht am 05.07.2023

Lesenswerter Finalband

#London Whisper – Als Zofe küsst man selten den Traumprinz (oder doch?)
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"Als Zofe küsst man selten den Traumprinz (oder doch?)" ist der Finalband der London-Whisper-Reihe, in der Zoe sich plötzlich durch einen Mondscheinzauber im London im Jahr 1816 befindet. Da die Handlung ...

"Als Zofe küsst man selten den Traumprinz (oder doch?)" ist der Finalband der London-Whisper-Reihe, in der Zoe sich plötzlich durch einen Mondscheinzauber im London im Jahr 1816 befindet. Da die Handlung sich von Band zu Band weiterentwickelt, sollte man die Reihenfolge einhalten. 

Dieser Finalband knüpft nahtlos an den zweiten Teil an, der mit einem fiesen Cliffhanger endete. Deshalb ist man sofort wieder mitten im Geschehen und fiebert mit der sympathischen Zoe mit. Auch in dieser Fortsetzung ist sie wieder äußerst quirlig, sehr charmant und nicht auf den Mund gefallen. Man kann sich über ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren freuen und hofft, dass es Zoe, Hayden und der geheimnisvollen Marquise gelingen wird, die Verborgene Gesellschaft auszutricksen, um in die eigene Zeit zurückzukehren. Doch das ist eine große Herausforderung, wodurch man sich auf ein spannendes Katz- und Mausspiel freuen darf. 

Der Schreibstil ist locker und zuweilen sehr humorvoll. Da Zoe noch immer Schwierigkeiten hat, sich an die damaligen Gepflogenheiten anzupassen, kommt es zu kuriosen Szenen. Dieses Mal nimmt der Liebesanteil einen großen Stellenwert ein. Man freut sich zwar, dass Zoe und Hayden endlich ein Paar sind, doch Zoes Gedanken kreisen viel zu oft darum und stellenweise hat man das Gefühl, dass das zu viel ist, denn die eigentliche abenteuerliche Geschichte gerät dadurch etwas in den Hintergrund. 

Dennoch ist auch dieser Finalband lesenswert und für Zoe-Fans ein Muss!

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Veröffentlicht am 03.07.2023

Einfühlsam und mitreißend erzählt

Der Laden der unerfüllten Träume
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Die Old Depot Grocery ist seit vielen Jahren der Lebensmittelpunkt von Glory Ann. Ihre beiden Töchter wuchsen dort auf und auch Enkelin Sarah half schon früh im Laden. Doch nun wirft der Lebensmittelladen ...

Die Old Depot Grocery ist seit vielen Jahren der Lebensmittelpunkt von Glory Ann. Ihre beiden Töchter wuchsen dort auf und auch Enkelin Sarah half schon früh im Laden. Doch nun wirft der Lebensmittelladen kaum noch Gewinn ab. Glory Ann will ihn aber dennoch erhalten. Ihr Enkelin Sarah unterstützt das Vorhaben, da sie selbst an einem Wendepunkt ihres Lebens steht. Doch Glory Anns Tochter Rosemary ist strikt dagegen, noch weiter in den Laden zu investieren...

"Der Laden der unerfüllten Träume" ist ein Generationenroman, in dem Glory Ann, Rosemary und Sarah im Zentrum der Ereignisse stehen. Drei Frauen, die ihre Geheimnisse hüten, nicht ganz ehrlich zueinander sind, sich aber dennoch lieben, auch wenn sie es nicht immer zeigen können.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und trägt sich außerdem in der Gegenwart und in der Vergangenheit zu. Da die Wechsel gut gekennzeichnet sind, fällt die Orientierung leicht. Zunächst betrachtet man das Geschehen etwas distanziert, doch sobald man die Frauen näher kennenlernt, gerät man in den Sog der Ereignisse.

Man verfolgt gespannt ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihre Hoffnungen und Träume. Obwohl man sich nicht immer mit ihren Handlungen identifizieren kann, versteht man doch, warum es so viele Geheimnisse und unausgesprochene Dinge gibt und leidet, hofft und bangt mit ihnen. Dadurch liest sich das Buch quasi von selbst. Die Geschichte wird einfühlsam erzählt und regt außerdem zum Nachdenken an.

Ein einfühlsam und mitreißend erzählter Generationenroman.

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Veröffentlicht am 03.07.2023

Spannender Auftakt!

How to Love A Villain (Chicago Love 1)
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Devon ist die Tochter des Chicagoer Bürgermeisters, studiert Kriminologie, tanzt Ballett und ist mit Ian verlobt, der Leiter des Gefängnisses ist. Für ihre Abschlussarbeit interviewt Devon dort eine Strafgefangene, ...


Devon ist die Tochter des Chicagoer Bürgermeisters, studiert Kriminologie, tanzt Ballett und ist mit Ian verlobt, der Leiter des Gefängnisses ist. Für ihre Abschlussarbeit interviewt Devon dort eine Strafgefangene, obwohl Ian das überhaupt nicht gerne sieht. Als ihre Interviewpartnerin kurzfristig ausfällt, braucht Devon Ersatz. Ausgerechnet der berüchtigte Tyler Fox, der Sohn eines gefürchteten Gangbosses, erklärt sich dazu bereit. Mit jedem Gespräch kommen sich die beiden näher. Devon ahnt, dass sie vorsichtig sein muss, damit Ian nichts davon erfährt.... 

Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Devon geschildert. Dadurch kann man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben. Devon wirkt sofort sympathisch, wobei man sich zunächst die Frage stellt, warum sie sich ihrem Verlobten Ian gegenüber so distanziert verhält. Das Interesse an der Story wird dadurch allerdings sofort geweckt. 

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und gerät deshalb früh in den Sog der Ereignisse. Die Lovestory entwickelt sich rasant. Devon und Tyler haben einige Hürden zu überwinden, die es wirklich in sich haben. Dadurch kommt es zu einigen spannenden Szenen. Das Ganze gipfelt in einem hochspannenden Finale, das mit einem fiesen Cliffhanger endet, wodurch die Neugier auf den zweiten Band der Reihe definitiv geweckt wird. 

Spannender Auftakt, der die Neugier auf die Fortsetzung weckt. 

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Veröffentlicht am 01.07.2023

Faszinierende Fortsetzung

Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
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"Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war" ist der zweite Band der magischen Vergissmeinnicht-Trilogie von Kerstin Gier. Man sollte unbedingt der ersten Teil "Was man bei Licht nicht sehen kann" lesen, ...

"Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war" ist der zweite Band der magischen Vergissmeinnicht-Trilogie von Kerstin Gier. Man sollte unbedingt der ersten Teil "Was man bei Licht nicht sehen kann" lesen, da die Fortsetzung nahtlos an die Ereignisse des Auftaktbandes anknüpft und man ohne Vorkenntnisse Schwierigkeiten haben dürfte, dem Ganzen mühelos zu folgen.

Die Handlung wird auch in diesem Teil wieder in der Ich-Form, abwechselnd aus der Sicht von Matilda und Quinn, geschildert. Dadurch bekommt man einen hautnahen Einblick in die Gedanken und Gefühle der beiden Hauptcharaktere und kann genau beobachten, wie die magischen Ereignisse auf beide wirken.

Es gelingt Kerstin Gier wieder hervorragend, die magische Welt, die sie hier erschaffen hat, faszinierend zu beschreiben. Wenn man schon Bücher aus der Feder der Autorin gelesen hat, dann weiß man ihren einzigartigen Humor zu schätzen und der kommt auch in diesem Buch nicht zu kurz. Denn es gibt sympathische und weniger sympathische Protagonisten, die teilweise in skurrile Situationen stolpern und herrlich schräge Dialoge führen. Dadurch liest sich diese Fortsetzung quasi von selbst.

Quinn und Matilda gewinnen zwar neue Erkenntnisse, doch die faszinierende magische Welt überrascht immer wieder durch weitere Geheimnisse. Doch auch in der realen Welt müssen sie sich einigen Herausforderungen stellen. Dadurch bleibt die Handlung abwechslungsreich und spannend. Auch dieser Teil endet mit einem fiesen Cliffhanger, wodurch man gespannt dem großen Finale entgegenfiebert.

Eine faszinierende Fortsetzung, die durch den humorvollen Schreibstil, wunderbare Charaktere und eine spannende Story überzeugt.

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