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Veröffentlicht am 07.05.2024

Leider viel zu unbekannter Fantasy-Roman

Das Mädchen, das Geschichten fängt
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Scheinbar habe ich diesen Monat einen echt guten Griff ins Bücherregal gemacht, denn mit diesem hier habe ich nun schon mein zweites Buch in Folge gelesen, welches mich mit einer spannenden Geschichte, ...

Scheinbar habe ich diesen Monat einen echt guten Griff ins Bücherregal gemacht, denn mit diesem hier habe ich nun schon mein zweites Buch in Folge gelesen, welches mich mit einer spannenden Geschichte, tollen Charakteren und einem flüssigen, fesselnden Schreibstil absolut mitreißen konnte.

Dabei ist bereits die Idee hinter diesem Roman einfach großartig, sehr kreativ und zeigt eine große Fantasie der Autorin, wobei sie das Thema Tod auch noch richtig spannend, actionreich und teilweise sogar sehr emotional, umgesetzt hat. Gerade der Zweig der Geschichte, der sich um Macs Familienschicksal und den Verlust eines geliebten Menschen dreht, hat mich wirklich sehr berührt, weil man daran sieht, wie unterschiedlich Menschen damit umgehen und wie es eine Familie und das Familienleben beeinflusst. Ebenfalls fand ich die Rückblicke mit Mac und ihrem Großvater, der ihr sozusagen das Wächteramt vererbt hat, super schön und dadurch erfährt man auch, wie Mac zu einer so jungen Wächterin geworden ist und ebenso, wie alles rund um das Archiv funktioniert. Zudem gibt es noch eine kleine, sehr dezente Liebesgeschichte, die sich so selbstverständlich und ruhig entwickelt, dass sie sehr realistisch auf mich gewirkt hat und irgendwie organisch. Es gibt aber auch einen spannenden Mordfall, welchen Mac entdeckt und unbedingt auflösen will, was sich als gar nicht so einfach herausstellt. Obendrein muss ich sagen, dass ich das doch recht begrenzte Setting richtig gut fand, mysteriös und auch ein bisschen düster, denn die Geschichte spielt komplett in Macs neuem Zuhause, einem alten, zu Wohnungen umgebauten Hotel, dem Coronado, welches auch das Archiv einschließt, welches man sich wie eine Art andere Dimension vorstellen kann.

Sehr gut geschrieben waren für mich auch die einzelnen Charaktere. Mac zum Beispiel fand ich sehr sympathisch und liebenswert. Sie hat für ihr Alter eine riesige Verantwortung, gleichzeitig ist sie aber auch eine typische Teenagerin, welche zudem auch noch um ihren kleinen Bruder trauert. Das führt zu einigen unbedachten Handlungen und Fehlern, die ich aber absolut nachvollziehen konnte und die sie sehr realistisch machen. Auch den geheimnisvollen und selbstbewussten Wes mochte ich wirklich sehr, denn er ist auf eine sehr sympathische Art anders und nicht auf den Mund gefallen. Dazu kommen noch Macs Eltern, einige andere Bewohner des Coronados und auch Mitarbeiter des Archivs, die allesamt einzigartig sind, mal streng, mal kurios, mal geheimnisvoll, manchmal auch irgendwas dazwischen.

Alles in allem finde ich, hat man bisher viel zu wenig von diesem packenden und einfach wundervollen Roman gehört, obwohl er doch schon etwas älter ist. Deshalb bin ich froh, dass ich ihn entdeckt habe und kann ihn auch nur weiterempfehlen, wenn man kreative, leicht düstere Urban Fantasy Geschichten mag.

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Veröffentlicht am 05.05.2024

Alaska, Action und ein bisschen Liebe

Dear Logan
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Mit diesem Buch habe ich endlich mal wieder eines gelesen, das mich von Anfang bis Ende packen konnte und mich auch nicht mehr losgelassen hat, weil sie nicht einfach nur das Young Adult Genre bedient, ...

Mit diesem Buch habe ich endlich mal wieder eines gelesen, das mich von Anfang bis Ende packen konnte und mich auch nicht mehr losgelassen hat, weil sie nicht einfach nur das Young Adult Genre bedient, sondern auch noch richtig spannend ist. Es gab viel Action, Humor und eine dezente Liebesgeschichte, die sich für mich aber gar nicht so besonders in den Vordergrund gedrängt hat. Eigentlich hat sie nur das letzte bisschen Würze dazu gegeben, um den Roman perfekt zu machen, denn mir kommt es persönlich gar nicht darauf an, dass alles zu einhundert Prozent logisch ist und einen Sinn ergibt und auch, dass die Charaktere hier teilweise etwas überirdisch wirken, hat mich so gar nicht gestört, denn im Endeffekt fand ich sowohl Maddy als auch Logan einfach nur großartig geschrieben.

Maddy hat mich mit ihrer abgehärteten Art, ihrer Stärke, ihrem Mut und ihrer Intelligenz absolut begeistert. Sie hatte wirklich für jede noch so ausweglose Situation einen halbwegs vernünftigen Plan, war dabei aber trotzdem noch ein typisches Mädchen. Vor allem ihre Schlagfertigkeit aber habe ich einfach geliebt, weil sie trotz der steten Anspannung immer wieder für witzige Schlagabtausche gesorgt haben. Aber auch Logan hat mich nicht enttäuscht. Zwar ist er etwas zurückhaltender als Maddy und nicht ganz so mutig wie sie, aber trotzdem war er ein typischer Teenager, mit losem Mundwerk und einem großen Beschützerinstinkt. Beide zusammen waren für mich, obwohl sie auch ihre Probleme miteinander hatten, ein super Team.

Dazu kam dann noch das wunderbare, eisige Setting Alaskas, welches mich ebenfalls begeistert hat, denn die Autorin hat es einfach perfekt und bildhaft beschrieben. Überhaupt fand ich ihren eigentlich recht schlichten und einfachen Schreibstil toll, weil er packend und flüssig gleichzeitig war.

Alles in allem habe ich mich bei diesem Buch absolut überraschen lassen und obwohl es New Adult ist, womit ich mich eigentlich nicht mehr sonderlich identifizieren kann, konnte es mich vollends von sich überzeugen. So war es auch kein Wunder, dass ich es in wenigen Tagen zu Ende gelesen habe.

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Veröffentlicht am 03.05.2024

Das Spiel geht weiter ...

Legendary
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Wie der Klappentext schon vermuten lässt, geht es in diesem Roman um Donatella Dragna, wobei ihre Schwester Scarlett nur noch eine Nebenrolle spielt. Ich fand diesen Band dabei schon etwas besser als den ...

Wie der Klappentext schon vermuten lässt, geht es in diesem Roman um Donatella Dragna, wobei ihre Schwester Scarlett nur noch eine Nebenrolle spielt. Ich fand diesen Band dabei schon etwas besser als den ersten Band, denn ungefähr zur Mitte der Geschichte konnte ich mich dann doch noch etwas hineinfühlen.

Die Welt konnte ich mir ebenfalls schon etwas besser vorstellen, aber so richtig hat sie mich dennoch nicht packen können. Außerdem fand ich die Geschichte zwar unterhaltsam, aber nicht wahnsinnig spannend, obwohl man endlich auch den Hintergrund von Tellas und Scarletts Mutter erfährt und einiges mehr. Die Liebesgeschichte fand ich allerdings ganz gut und am Ende wurde es sogar noch richtig emotional. Zudem fand ich diese toxische Beziehung zwischen Tella und Jacks sehr interessant und auch die Sache mit den in Spielkarten gesperrten Schicksalsmächten fand ich wirklich kreativ.

Donatella fand ich im ersten Band hingegen besser geschrieben und auch Scarlett war mir nicht mehr sympathisch. Ebenfalls mochte ich Jacks so gar nicht, dafür aber Dante umso mehr. Allerdings kann es auch daran liegen, dass die Sprecherin des Hörbuchs, die hier eine andere ist, als im ersten Band, sie ganz komisch gesprochen hat. Ansonsten war sie aber okay.

Insgesamt fand ich, wie bereits erwähnt, diesen Band schon etwas besser als den Ersten und die Autorin hat eine wirklich kreative Welt geschaffen, die nur leider nicht besonders leicht zu verstehen ist. Schade ist aber, dass die Geschichte mich insgesamt nicht packen konnte.

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Veröffentlicht am 01.05.2024

Ein Deal um Leben und Tod

Legends of Mictlan 1. Chosen by Death
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Angespornt von einigen guten Stimmen über dieses Buch, habe ich es mir nun auch gleich zu Gemüte geführt und muss sagen, es war schon etwas Besonderes, denn die bunte, mexikanische Folklore und die Traditionen ...

Angespornt von einigen guten Stimmen über dieses Buch, habe ich es mir nun auch gleich zu Gemüte geführt und muss sagen, es war schon etwas Besonderes, denn die bunte, mexikanische Folklore und die Traditionen rund um den Dia de los Muertos, sowie die aztekische Götterwelt fand ich super interessant. Überhaupt war das Setting, nämlich eine mexikanische Insel und auch das Totenreich mal etwas komplett Neues für mich. Ebenfalls gab es einige toll geschriebene Kreaturen, wie zum Beispiel den Mondhasen Luna und Neca, eine fliegende Schlange. Nur mit der Aussprache einiger Begriffe hatte ich meine Probleme, damit man sie aber zumindest versteht, gibt es hinten einen Glossar, der tatsächlich sehr praktisch ist.

Auch die Idee hinter diesem Buch fand ich super, ebenso wie die Umsetzung, denn bis auf ein paar Längen in der Mitte war die Geschichte sehr abwechslungsreich und gegen Ende hin gab es sogar noch richtig viele, spannende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Zudem spielt die Story mit vielen verschiedene Emotionen. So gab es einiges an Witz, aber auch Tiefsinn, etwas Action und viel Liebe in verschiedenen Formen, wobei sich die Liebesgeschichte zwischen Elena und Nan relativ langsam entwickelt, denn am Anfang können sich die beiden so gar nicht ausstehen und geben sich nur miteinander ab, weil sie es müssen, um sich gegenseitig zu helfen. Ansonsten fand ich die mütterliche Beziehung zwischen Elena und der Dorfältesten Marisol einfach nur herzerwärmend, wobei man auch da nicht auf einen gewissen Wortwitz verzichten muss, denn die beiden gehen schon recht derb miteinander um, zeigen aber gleichzeitig auch, wie tief verbunden sie sind.

Damit wäre ich auch schon bei den großartig geschriebenen Charakteren, die einen großen Teil dieses Buches ausmachen. Nicht nur ist die Totengräberin Elena eine liebenswerte Protagonistin mit großem Herzen, sondern auch noch eine Künstlerin, die den Toten ein Gesicht gibt. Vor allem aber hat es mir Marisol angetan, denn sie ist einfach einzigartig. Obwohl sie eine ältere Dame, die Dorfälteste, ist, von der man denken könnte, dass sie an alten Traditionen hängt, hat sie mich mit ihrer ironischen, offenen Art immer wieder überrascht. Marisol ist nämlich jung geblieben und modern, liebt Horrorfilme und lässt sich nichts vormachen. Nan hingegen ist ziemlich geheimnisvoll und auch ein bisschen düster. Ihn habe ich bis fast zum Ende des Buches nicht so richtig durchschaut. Ansonsten gibt es noch Li, den Mondgott, der eine recht interessante Geschichte zu bieten hat, die kleine Isa und einige andere Charaktere, die teilweise auch zu überraschen wissen.

Alles in allem hat die Autorin hier mit einem recht guten Schreibstil einen magischen, fantasiereichen Roman geschaffen, der vor allem durch sein interessantes Setting und die tollen Charaktere besticht. Mich hat er jedenfalls gut unterhalten, mich zum Schmunzeln gebracht und einmal sogar fast zum Weinen.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Nicht ganz mein Buch

Caraval
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Bei dieser Reihe wusste ich nie so recht, ob ich sie mir kaufen soll oder nicht. Umso leichter hat es mir das Hörbuch gemacht, welches wirklich gut vertont wurde. Dennoch hatte ich ein paar Schwierigkeiten, ...

Bei dieser Reihe wusste ich nie so recht, ob ich sie mir kaufen soll oder nicht. Umso leichter hat es mir das Hörbuch gemacht, welches wirklich gut vertont wurde. Dennoch hatte ich ein paar Schwierigkeiten, mich in die Geschichte fallen zu lassen, denn die bunte, fantasiereiche Welt hat sich einfach nicht in mein Gehirn gebrannt und ich hatte beim Hören nur selten Bilder vor meinem inneren Auge, was wirklich schade war. Wenn ich die Welt jedoch beschreiben sollte, habe ich mir Caraval als ein Dorf oder eine Stadt mit bunten, märchenhaften Häusern und kuriosen Geschäften vorgestellt. Ebenso war das Spiel selbst sehr verwirrend für mich, wenn auch unterhaltsam, die Liebesgeschichte war dafür aber wirklich süß.

Scarlett und Tella konnte ich mir als Charaktere richtig gut vorstellen und gerade Tellas aufgeweckte und risikofreudige Art hat mir echt gut gefallen. Wobei auch gerade diese Charakterzüge für einiges an Schwung gesorgt haben, weil ich mich ständig gefragt habe, was sie wohl jetzt wieder vorhat. Scarlett hingegen ist eher vorsichtig und bedacht, traut sich aber auch manchmal zu wenig.

Was die sämtlichen Männer im Spiel angeht, so war ich auch hier etwas verwirrt, denn für mich waren sie, bis auf Julian, allesamt nichts Besonderes und da sich die Schauspieler auch immer wieder für etwas ausgeben, was sie nicht sind, kam ich recht schnell durcheinander. Nur Dante ist mir neben Julian irgendwie im Kopf geblieben, weil ich mir ihn bildlich vorstellen konnte.

Alles in allem war dieses Buch recht verwirrend für mich. Dennoch fand ich die Idee dahinter richtig gut und auch die Welt, wenn ich sie mir auch nicht in ihrer Komplexität vorstellen konnte, hat etwas für sich. Packen konnte mich die Geschichte jedoch leider nicht so richtig. Trotzdem werde ich auch Band zwei hören und hoffe, dass ich damit besser klarkomme.

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