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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2020

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Kräuter bei Erkältung
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"Kräuter bei Erkältung: Die kleine Kräuterreihe" von Katharina Hinze und Dr. Anja Schemionek sticht natürlich direkt mit seinem wunderschönen Cover ins Auge, das wirklich gelungen ist und einige Kräuter ...

"Kräuter bei Erkältung: Die kleine Kräuterreihe" von Katharina Hinze und Dr. Anja Schemionek sticht natürlich direkt mit seinem wunderschönen Cover ins Auge, das wirklich gelungen ist und einige Kräuter aufzeigt.

Da es in der heutigen Zeit bei Medikamenten für Erkältungen und Grippe vor lauter Chemie nur so wimmelt und mich die Nebenwirkungen immer ein wenig abschrecken, war ich schon sehr gespannt auf den kleinen Ratgeber, der nicht nur sehr liebevoll zusammengestellt ist, sondern vor allem wertvolle Tipps enthält.

Hierbei lernt man nicht nur einiges über die jeweiligen Kräuter, sondern vor allem, in welchem Bereichen sie angewendet werden. Schön ist dabei besonders der sehr angenehme, flüssige und vor allem leichte Schreibstil. Hier hat man auf die größten medizinischen Begriffe verzichtet und erklärt sehr simpel, wie man welche Kräuter bei welchen Symptomen anwendet.

Somit konnte mich "Kräuter bei Erkältung: Die kleine Kräuterreihe" sehr von sich überzeugen und ich habe den ein oder anderen nützlichen Tipp erhalten, den ich zukünftig auch berücksichtigen werde.

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Veröffentlicht am 22.07.2020

Sparks kann es besser

Wenn du zurückkehrst
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Bücher von Nicholas Sparks sind für mich seit vielen Jahren ein absolutes Muss, da ich von dem Autor bislang nur sehr selten enttäuscht wurde. Es ist demnach kein Wunder, dass ich mich sehr auf sein neuestes ...

Bücher von Nicholas Sparks sind für mich seit vielen Jahren ein absolutes Muss, da ich von dem Autor bislang nur sehr selten enttäuscht wurde. Es ist demnach kein Wunder, dass ich mich sehr auf sein neuestes Werk „Wenn du zurückkehrst“ gefreut und hohe Erwartungen hatte. Diese waren vielleicht am Ende zu hoch, denn ich fand die Geschichte leider nur mittelmäßig und stellenweise relativ belanglos, sodass bei mir das typische Sparks-Gefühl nur selten aufkam.

Dies liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich zu hohe Erwartungen hatte. Nicholas Sparks muss wahrlich nicht mehr beweisen, dass er schreiben kann, denn dies hat er einfach zu häufig schon unter Beweis gestellt. Dennoch empfinde ich die Geschichte leider stellenweise als sehr flach, oberflächlich und unrund, sodass ich auch nicht mit den meisten Figuren warm wurde, was doch sehr schade ist, da diese eigentlich gut ausgearbeitet sind.

So gerne ich dieses Buch wirklich gemocht hätte, leider war dies nicht die gesamte Lesezeit über möglich. Die Figuren sind zwar gut ausgearbeitet, allerdings wirkt mir hier vieles zu sprunghaft, was so gar nicht zu den bisherigen Bücher von Nicholas Sparks passen wollte. Normalerweise ist es ja nicht schlecht, wenn man neue Themen ausprobiert und Bücher anders angeht, allerdings erschien mir dies bei „Wenn du zurückkehrst“ als zu gewollt, sodass mir oftmals der berühmte roten Faden gefehlt hat.

In "Wenn du zurückkehrst" geht es um den 32-jährigen Trevor, der noch nicht seinen Platz in der Welt gefunden hat und somit sehr orientierungslos daherkommt. Dies ändert sich jedoch, als er von seinem verstorbenen Großvater ein Cottage erbt. Da das Cottage nicht gerade gut erhalten ist, möchte er sein Erbe nicht nur wieder instand setzen, sondern sich auch um die Bienenstöcke und den großen Garten kümmern. Für ihn kehrt somit zunehmends wieder Ruhe im Leben ein, was sich jedoch rasant wieder ändert, als er nicht nur auf die Polizistin Natalie trifft, die sein Herz im Sturm erobert, sondern auch auf Callie. Callie ist noch sehr jung und schlägt sich ohne Eltern durchs Leben, was sich schnell bemerkbar macht, da sie mit etlichen Problemen zu kämpfen hat.

An sich klingt dies sehr interessant. Das Problem ist jedoch, dass man zu wenig erfährt. Auf der einen Seite wird immer wieder gesagt, dass Callie große Probleme hat, allerdings ist das Mädchen so still und in sich gekehrt, dass es sehr lange dauert, bis man überhaupt mehr über sie erfährt. Auch Natalie ist so ein kleines Problem, denn sie ist einfach zu sprunghaft. Auf der einen Seite möchte sie nur so wenig wie möglich mit Trevor zu tun haben, während sie nur wenige Seiten später darüber spricht, wie tief und bedingungslos ihre Liebe zu ihm doch ist. Dieses Sprünge sind mir teilweise zu rasant und somit nicht glaubwürdig.

Kurz gesagt: So gerne ich Nicholas Sparks als Autor auch lese, aber „Wenn du zurückkehrst“ hat mich leider nicht so überzeugen können, wie ich es mir im Vorfeld gewünscht habe. Die Geschichte besitzt keinen roten Faden und wirkt häufig unrund und zu sprunghaft, sodass auf langer Strecke nicht das typische Sparks-Gefühl aufkam. Dann doch lieber zu älteren Werken des Autors greifen.

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Veröffentlicht am 12.07.2020

Toller Lernspaß

Guck mal unter die Erde
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Wer schon immer mal wissen wollte, welche Tiere sich hauptsächlich oder zwischendurch unter der Erde befinden und dort leben oder übernachten, ist bei "Guck mal unter der Erde" von Regina Schwarz und Lisa ...

Wer schon immer mal wissen wollte, welche Tiere sich hauptsächlich oder zwischendurch unter der Erde befinden und dort leben oder übernachten, ist bei "Guck mal unter der Erde" von Regina Schwarz und Lisa Apfelbacher bestens aufgehoben.

Hierbei ist nicht nur die Aufmachung des Buches mit seinen ganzen Lochstanzungen sehr gut und spielerisch, sondern auch die vielen bunten Zeichnungen mehr als gelungen. Dazu sind die Erklärungen, wie Röhrenspinne, Schnecke, Regenwurm, Ameise, Hummel, Waldmaus, Maulwurf, Wildkaninchen, Fuchs und Dachs unter der Erde leben, sehr interessant und kindgerecht erklärt, sodass man hier einen interessanten Lesespaß für jung und alt geschaffen hat, bei dem man auch noch etwas dazu lernen kann.

Veröffentlicht am 08.07.2020

Abgebrochen

Memory Game - Erinnern ist tödlich
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„Memory Game – Erinnern ist tödlich“ von Felicia Yap gehört zu den Büchern, die ich unbedingt mögen wollte, da die Geschichte einfach im Vorfeld sehr, sehr gut klang. Vielleicht habe ich es hierbei schon ...

„Memory Game – Erinnern ist tödlich“ von Felicia Yap gehört zu den Büchern, die ich unbedingt mögen wollte, da die Geschichte einfach im Vorfeld sehr, sehr gut klang. Vielleicht habe ich es hierbei schon fast zu sehr gewollt, denn dadurch wurde ich umso enttäuschter, als ich feststellen musste, dass das Buch und ich letztendlich gar nicht zusammenpassen wollten.

Dabei war der Anfang an sich noch vielversprechend und ich habe die ersten Seiten mit großem Interesse verfolgt. Je mehr ich jedoch gelesen habe, umso mehr verlor ich immer mehr den Faden, sodass ich am Ende immer weniger Bezug zur Handlung und zu den Figuren hatte. Da ich das Buch zunächst nur pausiert habe, hatte ich die Hoffnung, dass mich die Geschichte möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt wieder packen könnte, doch auch dies ist leider nicht eingetroffen, sodass ich das Buch letztendlich nach 137 Seiten abgebrochen habe.

Dies ist an sich sehr schade, denn die Idee, dass es nur zwei Arten von Menschen gibt und sich Menschen immer nur an die letzten knapp vierundzwanzig Stunden erinnern können, bringt jede Menge Potenzial mit sich, sodass man hier eine spannende und interessante Ideen geschaffen hat. Leider habe ich dann letztendlich doch den Faden verloren, sodass ich Claires Geschichte rund um eine Frauenleiche und ihrem Ehemann Mark leider nicht mehr packen konnte und ich immer mehr quergelesen habe, ohne mich auf die Geschichte konzentrieren zu können.

Vielleicht werde ich der Geschichte in einigen Monaten oder sogar Jahren noch einmal eine Chance geben und vielleicht auch dann offener für die Geschichte sein, aber bis dahin wird „Memory Game – Erinnern ist tödlich“ wieder zurück ins Regal gestellt. Schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.

Veröffentlicht am 08.07.2020

Berührende Geschichte

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
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„Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ ist mir schon lange vor seinem Erscheinungstag aufgefallen und ich bin sehr froh, dass ich das Buch bereits vorab lesen durfte. Schon allein das Cover hat ...

„Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ ist mir schon lange vor seinem Erscheinungstag aufgefallen und ich bin sehr froh, dass ich das Buch bereits vorab lesen durfte. Schon allein das Cover hat mich sehr angesprochen, sodass ich mir hier eine wunderbare und melancholische Geschichte erhofft habe, die ich am Ende auch tatsächlich erhalte habe.

Was mich allerdings wieder einmal bei einem Buch gestört hat, sind die vielen Vergleiche, denn dieses Buch wird direkt mit den Büchern von Jojo Moyes und John Green verglichen, was bei mir nur für ein genervtes Augenverdrehen gesorgt hat. Hier hätte man das Buch vielleicht etwas bescheidener anpreisen sollen, denn dadurch können Leser schnell in die Irre geführt werden.

Ansonsten kann man das Buch hier aber nur loben, denn es besticht nicht nur mit einer wunderbaren Geschichte, die mich oftmals zum Nachdenken angeregt hat, sondern auch mit vielen Illustrationen und Skizzen, die sehr gut zur Geschichte gepasst haben. Dazu besitzt Nicola Yoon einen wunderbaren Schreibstil, der mich sehr schnell begeistern und auch berühren konnte. Obwohl in der Geschichte aufgrund von Madelines Erkrankung oftmals eine melancholische Stimmung herrscht, hat die Autorin der Geschichte eine gute Prise Humor verpasst, was mir sehr gut gefallen hat und mich unterhalten konnte.

Die achtzehnjährige Madeline leidet von Geburt an an einem schweren Immundefekt, hat die Wohnung noch nie in ihrem Leben verlassen und wird ständig von einer Krankenschwester überwacht, die sie pflegt und auf sie aufpasst, wenn ihre Mutter und gleichzeitig auch ihre Ärztin, nicht zuhause ist. Obwohl man für Madeline hier auf den ersten Blick sicherlich erst einmal nur Mitleid empfindet, war sie mir sehr schnell sympathisch, denn sie geht mit ihrer Krankheit erschreckend gut um, liest sich durch jedes Buch, das sie in die Finger bekommt und verliert nie ihren Humor, sprich: Man kann sie einfach nur mögen. Obwohl sie ein doch recht einsames Leben führt, scheint sie dennoch nie allein zu sein, denn ihre Bücher sind ihre Freunde und auch die neue Familie, die direkt nebenan eingezogen ist, scheint alles andere als verkehrt zu sein. Besonders die beiden Nachbarskinder, vor allem Olly, haben es ihr angetan, aber kann eine Freundschaft, bzw. eine Liebe trotz ihrer unfreiwilligen Isolation funktionieren?

Die Thematik wurde von der Autorin sehr gut und vor allem authentisch umgesetzt, sodass man sich bei der Geschichte trotz der eher drückenden Thematik direkt wohlfühlen kann. Man kann Madeline dabei auf einen interessanten Weg begleiten, der erst sehr wohlbehütet beginnt und sie dann allerdings immer mehr in ihrer Isolation rebelliert und für sich überlegt, wie viel sie für ihr eigenes Glück riskieren kann und und vor allem darf.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und hat mir mit seinen Farben und den vielen kleinen Details sehr gut gefallen. Je länger man sich das Cover anschaut, desto mehr kann man entdecken und das ist einfach toll. Auch die Kurzbeschreibung hat mir gut gefallen, allerdings hätte man auf die Vergleiche mit John Green und Jojo Moyes verzichten sollen.

Insgesamt hat mir „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ mit seinen einzigartigen Figuren und einer interessanten Thematik gut gefallen, sodass ich zukünftig sicherlich noch mehr von der Autorin lesen möchte. Ich kann das Buch demnach nur empfehlen.

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