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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2020

Abgebrochen

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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Da ich bislang nur sehr positive Rezensionen zu "Jenseits der goldenen Brücke", dem ersten Band der "Cassardim"-Reihe, gelesen habe, waren meine Erwartungen an die Geschichte enorm hoch und leider wurde ...

Da ich bislang nur sehr positive Rezensionen zu "Jenseits der goldenen Brücke", dem ersten Band der "Cassardim"-Reihe, gelesen habe, waren meine Erwartungen an die Geschichte enorm hoch und leider wurde ich doch so bitter enttäuscht, dass ich das Buch letztendlich frustriert abgebrochen habe.

Ehrlich gesagt sind mir die sehr guten Rezensionen zum Großteil sehr schleierhaft, denn die Geschichte bietet meiner Meinung nach weder großartig Spannung, noch eine gewisse Tiefe. Vielmehr gibt es hier immer wieder kleinere Kämpfe und zwei Figuren, deren Anziehungskraft ja ach so groß ist, sodass sie oftmals die Welt um sich herum vergessen. Dies kann sicherlich mal nett sein, aber nicht permanent, denn diese gewisse Anziehungskraft zwischen Noár und Amaia wird quasi alle paar Seiten noch einmal so ausführlich themasiert, damit es kein Leser jemals vergessen kann.

Durch diese ständige Schwärmerei rückt die eigentliche Handlung, nämlich, dass Amaia, nach einem Angriff auf ihre Familie gemeinsam mit Noár nach Cassardim reist, um mehr über sich und ihre Familie zu erfahren, immer mehr in den Hintergrund. Neben den unendlichen Schwärmereien gibt es auch hier und da Kampfszenen, bei denen es letztendlich nur darum geht, dass möglichst viele sterben, denn Noár ist nicht nur ein absolutes Sahneschnittchen, sondern auch ein eiskalter Mörder. Wie gesagt, das kann man mögen, aber ich persönlich mochte es nicht.

In "Jenseits der goldenen Brücke" wollte so vieles für mich nicht zusammenpassen. Es gibt keinen wirklichen roten Pfaden, es kommt zu vielen Wiederholungen und teilweise zieht sich das Buch aufgrund der immer wiederkehrenden Schwärmereien so sehr wie Kaugummi, dass ich zunehmends das Interesse an der Geschichte verloren habe. Dies hat letztendlich dazu geführt, dass ich die Geschichte nach knapp 65% abgebrochen habe.

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Veröffentlicht am 07.02.2020

Interessanter Plot, bei dem der Funke nicht ganz übergesprungen ist

Sweet Sorrow
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Die erste große Liebe gibt es nur einmal im Leben - und meistens vergisst man diese auch nicht. So geht auch Charlie Lewis, dem Protagonisten der Geschichte, der kurz vor seiner eigenen Hochzeit steht ...

Die erste große Liebe gibt es nur einmal im Leben - und meistens vergisst man diese auch nicht. So geht auch Charlie Lewis, dem Protagonisten der Geschichte, der kurz vor seiner eigenen Hochzeit steht und plötzlich mit seiner Vergangenheit aus Teenagerzeiten und seiner ersten großen Liebe Fran konfrontiert wird.

An sich klingt dies nach einem tollen Plot. Dies ist es auch letztendlich, allerdings kommt "Sweet Sorrow" von David Nicholls leider auch nicht ohne Schwächen aus, denn leider mangelt es der Geschichte stellenweise an Tiefe und auch die Gegenwart ist meiner Meinung nach deutlich zu kurz gekommen. "Sweet Sorrow" selbst liest sich jedoch durchaus flüssig, emotional und oftmals sehr humorvoll, auch die Figuren sind größtenteils gut und ausreichend ausgearbeitet, sodass man diese gut kennen lernt.

Dennoch hat mir bei "Sweet Sorrow" das gewisse Etwas gefehlt, um vollends begeistert zu sein. Es ist zwar interessant, wie Charlie Lewis seine Jugend in der Theatergruppe verbracht, wie er Fran kennen gelernt und mit ihr die Liebe erlebt hat, aber auch die Scheidung seiner Eltern verkraften musste, allerdings wollte der Funke nicht gänzlich überspringen.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass das Buch schlecht oder gar langweilig ist, denn dies ist es bei weitem nicht. Es ist emotional, es brachte mich zum Schmunzeln und ich konnte mich durchaus in Charlie hineinversetzen. Das Problem ist wohl einfach, dass ich letztendlich so viel mehr erwartet habe. Mehr Gegenwart, mehr Liebe zwischen ihm und seiner Verlobten und mehr Tiefe im Allgemeinen.

Trotzdem würde ich "Sweet Sorrow" aufgrund seiner interessanten Figuren jedem empfehlen, der gerne authentische und melancholische Coming-of-Age-Romane liest.

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Was würdest du tun, wenn du neun Leben hättest?

Neun
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Was würdest du tun, wenn du neun Leben hättest? Diese und andere Fragen thematisiert "Neun" von Zach Hines und bringt dabei nicht nur jede Menge Spannung mit sich, sondern auch einige skurrile Momente, ...

Was würdest du tun, wenn du neun Leben hättest? Diese und andere Fragen thematisiert "Neun" von Zach Hines und bringt dabei nicht nur jede Menge Spannung mit sich, sondern auch einige skurrile Momente, die mich wirklich gut unterhalten haben.

Zunächst war ich ein wenig skeptisch, da ich befürchtet habe, dass die Auflösung hierbei zu schnell passieren könnte und die Geschichte somit stets vorhersehbar ist, allerdings ist dem nicht so. Zach Hines hat eine interessante und spannende Geschichte geschaffen, die sich flüssig und leicht lesen lässt. Die Figuren sind dagegen reine Geschmackssache. Einige fand ich sehr sympathisch und gut ausgearbeitet, andere waren dagegen vom Autor komplett überzeichnet, was ein wenig schade ist, da hier mehr drin gewesen wäre.

In "Neun" geht es nicht nur darum, wie leichtsinnig die Menschen heutzutage mit ihrem Leben umgehen und wie schnelllebig stellenweise alles verläuft, sondern auch die Hinterfragung, was es mit den neun Leben zu tun hat, welchen Sinn diese haben und warum so viele Menschen ihre Chancen auf ein normales, sicheres Leben nicht nutzen. So gibt es besonders bei den Jugendlichen viele sogenannte Auslöschungsparties, bei denen man möglichst spektakulär sterben möchte. Mal ertrinkt man, mal erschießt man sich, mal betrinkt man sich so sehr, dass man an einer Alkoholvergiftung stirbt - je spektakulärer man stirbt, desto höher steigt man bei anderen im Ansehen. Dies ist zwar einerseits sehr makaber und lässt einen immer wieder mit dem Kopf schütteln, andererseits ist es allerdings doch sehr interessant, welche Ideen der Autor hierbei ausgearbeitet hat. Auch die Erklärung des Sinns ist sehr interessant, spannend umgesetzt und bringt eine gewisse Tiefe mit sich, die ich im Vorfeld nicht erwartet habe.

Somit ist "Neun" insgesamt eine spannende und gut ausgearbeitete Geschichte mit einer interessanten Thematik und der Frage nach dem Sinn des Lebens. Zwar sind die Figuren stellenweise sehr anstrengend und besitzen noch deutlich Luft nach oben, allerdings hat mich dies während des Lesens nur selten gestört. Aufgrund dessen kann ich nur eine Empfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 02.02.2020

Survival? Fehlanzeige!

Draussen
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Da mir die "Kluftiger"-Bücher von Volker Klüpfel und Michael Kobr schon häufiger empfohlen wurden, ich diese aber bis heute nicht gelesen habe, wollte ich zumindest ihrem neuesten Thriller "Draussen" eine ...

Da mir die "Kluftiger"-Bücher von Volker Klüpfel und Michael Kobr schon häufiger empfohlen wurden, ich diese aber bis heute nicht gelesen habe, wollte ich zumindest ihrem neuesten Thriller "Draussen" eine Chance geben. Die Erwartungen waren aufgrund einiger sehr positiver Bewertungen enorm hoch, was jedoch ein großer Fehler war, denn leider konnte ich mich mit der Geschichte so gar nicht anfreunden.

Hier habe ich mir zunächst einen spannenden Survival-Thriller voller Spannung und packenden Momenten erhofft, was jedoch nicht eingetreten ist. Aufgrund der Kurzbeschreibung kann zwar hierbei zunächst erahnen, dass es sich um Survival handelt, allerdings entpuppt sich "Draussen" als ein doch sehr trockener Polit-Thriller voller Gewalt, in denen hin und wieder auch ein Fremdenlegionär zu Wort kommt. Das kann sicherlich für den ein oder anderen Leser interessant und eine positive Überraschung sein, für mich entwickelte sich "Draussen" dadurch allerdings immer mehr zum Flop, den ich immer wieder zur Seite legen musste und ich mich regelrecht durch das Buch kämpfen musste.

Dazu kommt, dass mich leider auch der Schreibstil nicht ansprechen konnte. Dieser war mir häufig viel zu trocken und vieles plätscherte nur so vor sich hin, sodass für mich keinerlei Spannung aufkommen wollte. Sicherlich, Themen wie Energie und Lobbyismus können durchaus interessant sein, allerdings nur dann, wenn man die Thematik richtig behandelt. Hier wurde zwar eine Menge seitens der Autoren angesprochen, allerdings ohne dabei in die Tiefe zu gehen, was mich nicht begeistern konnte. Gleiches gilt auch für die Figuren, die mir nicht nur fast allesamt unsympathisch waren, sondern denen es auch deutlich an Tiefe gefehlt hat.

Somit konnte mich "Draussen" leider nicht begeistern. Hätte man mit der Kurzbeschreibung nicht zuvor einen Survival-Thriller versprochen, sondern einen Polit-Thriller, hätte ich mich vielleicht mehr auf die Geschichte einlassen können. So entpuppte sich "Draussen" aufgrund von unsympathischen Figuren und nur oberflächlich behandelten Themen leider zum Flop.

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Veröffentlicht am 23.01.2020

Kitschig und seelenlos

180 Seconds - Und meine Welt ist deine
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Da ich bereits vor einigen Jahren ein Buch von Jessica Park gelesen habe und mich dieses grundsätzlich überzeugen konnte, waren meine Erwartungen an "180 Seconds - Und meine Welt ist deine" relativ hoch ...

Da ich bereits vor einigen Jahren ein Buch von Jessica Park gelesen habe und mich dieses grundsätzlich überzeugen konnte, waren meine Erwartungen an "180 Seconds - Und meine Welt ist deine" relativ hoch und ich musste es direkt am Erscheinungstag kaufen. Leider entpuppte sich das Buch jedoch als sehr seelenlose und kitschige Geschichte, die mich wirklich an meine Grenzen gebracht hat, sodass ich das Buch nach etwas mehr als die Hälfte abgebrochen habe.

Schuld daran ist noch nicht einmal der eigentliche Schreibstil, denn "180 Seconds - Und meine Welt ist deine" liest sich relativ flüssig und zügig und die Autorin besitzt auch eigentlich das nötige Können, um ein richtig gutes Buch zu schreiben. Mein ganz großes Problem sind hierbei eher die Figuren, die ich nicht nur stellenweise sehr unsympathisch und aufgesetzt finde, sondern auch die dringend benötigte Tiefe vermisst habe. Die Figuren sind zu austauschbar, stellenweise sehr oberflächlich und triefen nur so vor Klischees.

Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass viele Leser, besonderes mit Alison als Figur mitfühlen und sich in sie hineinversetzen können, da sie keine leichte Vergangenheit und ihr Leben oftmals nur aus Angst besteht, allerdings haben mir bei sämtlichen Figuren alle nötigen Ecken und Kanten gefehlt, um letztendlich interessant zu sein.

Auch die Liebesgeschichte trieft nur so vor Kitsch und Klischees und ist fast schon vergleichbar mit Groschenromanen. Das muss nicht zwingend schlecht sein und es gibt sicherlich auch einige Perlen in der Sparte, allerdings wirkt "180 Seconds - Und meine Welt ist deine" zu kitschig, oberflächlich und klischeehaft, dass es schon fast weh tut.

Somit habe ich das Buch letztendlich abgebrochen, da ich immer mehr das Interesse an den Figuren und dem Verlauf der Geschichte verloren habe.

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