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Veröffentlicht am 15.12.2023

Kurzweiliger Liebesroman in schönem Setting

Das kleine Bücherdorf: Herbstleuchten
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Dies ist bereits der dritte Band, der in dem kleinen Bücherdorf in den schottischen Highlands spielt. Es war schön, die vertrauten und lieb gewonnenen Charaktere aus den vorherigen Bänden wieder zu "treffen", ...

Dies ist bereits der dritte Band, der in dem kleinen Bücherdorf in den schottischen Highlands spielt. Es war schön, die vertrauten und lieb gewonnenen Charaktere aus den vorherigen Bänden wieder zu "treffen", und mit Betty kam nun eine neue Persönlichkeit dazu. So ganz bin ich aus Betty nicht schlau geworden, denn ihr Verhalten passt so gar nicht zu einer Hollywoodschauspielerin, die ja normalerweise im Rampenlicht steht. Dass Betty ausgerechnet bei Oma Nanette ein Zimmer bezieht, war schon ein ziemlicher Zufall, denn sehr schnell merkt Betty, dass sie einen stärkeren persönlichen Bezug zu einigen Menschen und dem kleinen Ort hat als gedacht. Eliyah, Nanettes Enkel, verliebt sich in die junge Frau und unterstützt sie bei ihren Recherchen. Sie ist auf der Suche nach dem geheimnisvollen Künstler E. Smith, denn seine Bilder wären ideal für ihr neues Kinderbuch, für das sie einen guten Illustrator sucht. Ich habe mich auch diesmal wieder sehr wohl in Swonton-on-Sea gefühlt und die Leichtigkeit des Romans genossen. Das ist die ideale Lektüre zum Abschalten und sich mal aus der Realität wegträumen. Dass vieles an der Geschichte vorhersehbar ist und dass sich die Handlungsverläufe der Bände auch etwas ähneln, finde ich darum gar nicht so schlimm. Mir ging es in erster Linie um die schöne Atmosphäre, die der Roman verbreitet, denn dieses Bücherdorf würde man nur zu gerne einmal wirklich besuchen. Nur gut, dass es ein reales Vorbild dafür gibt, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob dies den gleichen Charme hat wie Swinton.

Die Handlung führt zum Teil zurück in die Vergangenheit, und in gewissem Sinn schließt sich der Kreis. Zwar klärt sich einiges, was schon vom ersten Band an Fragen aufwarf, aber es wird auf jeden Fall einen vierten Band geben, darauf wies auch schon ein Spoiler in diesem Buch hin. Also dürfen wir auf eine weitere kurzweilige Geschichte hoffen und auf jeden Fall eine weitere Gedankenreise in den kleinen schottischen Ort antreten.

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Veröffentlicht am 12.12.2023

Eine wundervolle Geschichte - im wahrsten Sinn des Wortes

Eisweihnacht
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Dies ist ein eher schmales Büchlein, aber es hat sehr viel zu bieten. Elise ist eine wunderbare junge Frau, die kurz vor Weihnachten im Jahr 1844 in schwere Gewissensnöte gerät. Dass es um das Geschäft ...

Dies ist ein eher schmales Büchlein, aber es hat sehr viel zu bieten. Elise ist eine wunderbare junge Frau, die kurz vor Weihnachten im Jahr 1844 in schwere Gewissensnöte gerät. Dass es um das Geschäft ihres Vaters so schlecht steht, erfährt sie erst jetzt und kann nun auch verstehen, wieso ihr Vater sie unbedingt verheiraten will. Der Bräutigam in spe, ein älterer Pfarrer mit fünf Kindern, für die er eine neue Mutter sucht, entspricht nur so gar nicht dem, was sich Elise für ihre Zukunft wünscht. Als sie mehr über die Hintergründe im Zusammenhang mit der Verschlechterung der Geschäfte erfährt, ist sie enttäuscht und niedergeschlagen, aber dann beschließt sie, selbst zu handeln und nicht andere über ihren Kopf hinweg entscheiden zu lassen. Als sie dem kleinen Josua begegnet, der ganz allein auf der Welt und halb erfroren ist, hilft sie ihm und nimmt ihn bei sich auf, gegen den Widerstand ihres Vaters.

Die gewählte Sprache passt sehr gut in die damalige Zeit, und Elises Situation war im 19. Jahrhundert sicher kein Einzelfall. Wie sich dann die Dinge fügen und die Ereignisse überschlagen, das grenzt wirklich an ein Wunder. Es ist faszinierend, den Fortgang der Geschichte zu verfolgen.Trotz der Eiseskälte, die in diesem Winter 1844 in Frankfurt herrscht und die man beim Lesen fast zu spüren meint, ist es eine Geschichte, die Wärme vermittelt - Wärme durch Nächstenliebe und Verständnis. Auch wenn sich manches fast zu nahtlos fügt, so habe ich das Büchlein doch sehr gerne gelesen, denn wann sonst sollten Wunder geschehen, wenn nicht vor Weihnachten?

Wer noch eine stimmungsvolle Lektüre für die kommenden Feiertage sucht, dem kann ich dieses kleine Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Von mir eine Herzens-Empfehlung

Deine Küche kann nachhaltig!
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Das Thema Nachhaltigkeit im Haushalt beschäftigt mich schon eine ganze Weile, und ich arbeite ständig daran, mein eigenes Verhalten diesbezüglich zu optimieren. Einiges, was die Autorin dieses interessanten ...

Das Thema Nachhaltigkeit im Haushalt beschäftigt mich schon eine ganze Weile, und ich arbeite ständig daran, mein eigenes Verhalten diesbezüglich zu optimieren. Einiges, was die Autorin dieses interessanten und sehr nützlichen Buches empfiehlt, setze ich auch schon länger so um. Aber das Buch enthält so viele wertvolle Ratschläge, Tipps und auch Rezepte, dass jede Menge Neues auch für mich dabei war.
Zu Beginn erzählt die Autorin ihre eigene Geschichte, wie sie sich vom Bauernhofkind, das nichts von der Landwirtschaft wissen wollte, zur Jurastudentin entwickelt hat und letztendlich doch wieder quasi zu den Wurzeln zurückgekehrt ist und sich mittlerweile als Biobloggerin engagiert.
In ihrem Buch werden alle Themen angesprochen, die mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Das beginnt schon bei einem gut überlegten Einkauf und bei der idealen Lagerung. Für mich konnte ich gute Tipps mitnehmen, wenn es darum geht, nicht mehr ganz frisches Gemüse oder Obst wieder zu "beleben" und haltbar zu machen. Die Autorin gibt gute und bestens durchdachte Empfehlungen, wie man Lebensmittelreste verwenden kann und liefert auch gleich die passenden Rezepte dazu. So kann man beispielsweise Kekse zu leckerem Schichtdessert, Cake Pops oder Tiramisu verarbeiten. Was mir sehr gut gefällt, ist auch die Austauschliste, wo man genau sieht, welche Lebensmittel man durch andere ersetzen kann. Die angegebenen Rezepte sind alle vegetarisch, die meisten sogar vegan, und es ist immer eine pflanzliche Alternative angegeben. Die Rezepte sind absolut alltagstauglich, denn hier muss man nicht endlos Dinge von einer langen Einkaufsliste besorgen, sondern ganz im Gegenteil. Man verwendet, was man zuhause hat, was weg muss. Pfannkuchen aus nur zwei Zutaten, das ist einfach genial! Ich hätte nie gedacht, dass das so einfach ist. Statt "Chili con Carne" oder "Chili sin Carne" gibt es hier "Chili con Kartoffel", eine tolle Variante, die super lecker schmeckt und ganz unkompliziert umzusetzen ist. Hier kommt man also nicht nur ohne Fleisch aus, sondern muss auch keine Ersatzprodukte kaufen. Wem ist es nicht schon einmal passiert, man backt einen Kuchen, und er missglückt. Hierzu hat die Autorin eine geniale, nachhaltige und super leckere Idee: Ein Kuchen-Rescue-Crumble.
Auch einen "alten Bekannten" habe ich in dem Buch gefunden und musste schmunzeln, als ich das Zero-Waste-Dressing entdeckt habe. Gurkensud oder Einlegeöl von Oliven etc. nutze ich schon immer gerne für meine Dressings, denn diese aromatischen Flüssigkeiten sind doch viel zu schade zum Wegwerfen. Die Mayonnaise aus Gurkensud kannte ich jedoch bisher noch nicht. Hier wird nichts verschwendet, und beim Beherzigen der vielen Tipps spart man auch noch Geld, denn es verdirbt nichts (bzw. nicht so viel), es wird nichts verschwendet, und man muss auch nicht mehr so viel einkaufen. Das Buch bietet so unendlich viele Möglichkeiten und Rezeptideen, dass ich es sehr häufig zur Hand nehme. Es ist für mich mittlerweile unverzichtbar geworden, denn all die tollen Ratschläge kann man sich gar nicht beim ersten Lesen merken, und so schlage ich immer wieder gerne nach.

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Veröffentlicht am 04.12.2023

Faszinierende Autobiografie einer beeindruckenden Frau

Was ein gutes Leben ausmacht
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Sieht man sich das Bild der Autorin auf dem Cover an, denkt man nicht, dass man es mit einer Frau zu tun hat, die 102 Jahre alt ist und über siebzig Jahre als Ärztin praktiziert hat. Sie wirkt auf mich ...

Sieht man sich das Bild der Autorin auf dem Cover an, denkt man nicht, dass man es mit einer Frau zu tun hat, die 102 Jahre alt ist und über siebzig Jahre als Ärztin praktiziert hat. Sie wirkt auf mich zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre jünger. Der Untertitel „Eine 102-jährige Ärztin offenbart die sechs Geheimnisse für Gesundheit und Glück in jedem Alter“ lässt darauf schließen, dass man es hier mit einem Ratgeber für Lebenshilfe und medizinische Fragen zu tun hat. Beim Lesen erschließt sich jedoch, dass dem nicht so ist, dass es sich vielmehr um eine Autobiographie handelt.
Dr. Gladys McGarey erzählt über ihr Leben, ihre Erfahrungen und Erinnerungen. Sie berichtet von ihrer Kindheit in Indien und schildert faszinierende Erlebnisse und eindrucksvolle Begegnungen. Sie, eine Frau, die in ihrer Kindheit Mahatma Gandhi persönlich begegnet ist, betrachtet das Leben ganzheitlich und bringt viele spirituelle Elemente ins Gespräch. Manchmal mutet es ein wenig irritierend an, wenn sie vom Lebenssaft eines Menschen spricht, damit aber nicht das Blut in seinen Adern meint. Sie bringt viele Fallbeispiele aus ihrer Praxis ein, wo sie Menschen bei speziellen Problemen helfen konnte. Meist war auch die Psyche im Spiel, und sobald man das erkannt hatte, konnte dem betroffenen Menschen geholfen werden. Diese Einstellung, dass die Psyche bei Krankheiten eine nicht unwesentliche Rolle spielt, kann ich sehr gut nachvollziehen. Dr. McGareys Lebensrat bezieht sich meist entweder auf diese Fallbeispiele aus ihrer Praxis oder auf sich selbst. Hier muss ich noch einmal auf ihr Foto zurückkommen. Die Frau, die einem vom Cover entgegenblickt, strahlt Optimismus und Freundlichkeit aus. Man hat den Eindruck, hier eine Persönlichkeit zu sehen, die in sich ruht. Das ist vermutlich auch mittlerweile so, allerdings trügt das Bild, wenn man daraus schließt, das Leben der Autorin wäre einfach gewesen. Dem ist ganz und gar nicht so. Dr. Gladys McGarey hatte in ihrem Lebens-Jahrhundert oft Kummer und mit großen Problemen zu kämpfen, konnte diese aber überwinden und veränderte Situationen letztendlich für sich annehmen. Heute schöpft sie ihre unendliche Lebensweisheit aus den Erlebnissen in der Vergangenheit.
Auch wenn ich eigentlich etwas anderes erwartet hatte, so habe ich das Buch doch mit großer Faszination und Bewunderung gelesen. Auch heute noch achtet die Autorin, die mittlerweile Ururgroßmutter ist, auf sich und ihre Gesundheit und nimmt nach wie vor rege am Leben teil, ja sie arbeitet noch und führt in Arizona eine Praxis für Lebensberatung. Sie hat meine volle Hochachtung.

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Veröffentlicht am 27.11.2023

Historisch gut recherchiert und ausgeführt, von der Handlung her nicht immer schlüssig

Das Herz der Alraune
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Dies ist der zweite Band einer Dilogie um die Hebamme und Heilerin Luzia Gassner. Das erste Buch habe ich nicht gelesen, aber man erfährt in kurzen Rückblicken doch einiges darüber, was damals geschah. ...

Dies ist der zweite Band einer Dilogie um die Hebamme und Heilerin Luzia Gassner. Das erste Buch habe ich nicht gelesen, aber man erfährt in kurzen Rückblicken doch einiges darüber, was damals geschah. Demnach ist Luzia nur knapp dem Feuertod auf dem Scheiterhaufen entkommen. Am Beginn dieses zweiten Bandes studiert Luzia, als Mann verkleidet, Medizin an der Universität von Montpellier. Frauen war es ja damals nicht gestattet, zu studieren, und Luzia lebt in der ständigen Angst, entdeckt zu werden. Am Ende ihrer Studienzeit erlebt sie Schlimmes und flieht überstürzt. Mitten im Winter macht sie sich auf den Weg zurück in ihre Heimat am Bodensee.
Martin von der Wehr, mit dem sie anscheinend in der Vorgeschichte verlobt war, ist inzwischen Stadtmedicus von Überlingen. Aber die Möglichkeiten eines Arztes waren begrenzt, und Johannes muss sich hier ständig mit dem Bader herumärgern, der ihm in die Quere kommt und völlig andere Behandlungsmethoden im Sinn hat. Über Luzias Rückkehr freut sich Johannes sehr und möchte gerne mit ihr zusammenarbeiten, da er ihr medizinisches Wissen und Können sehr schätzt. Auch menschlich kommen sich die beiden wieder näher. Aber wieder werden der jungen Frau nicht wenige Steine in den Weg gelegt. Wird sie hier in Überlingen endlich ihre Bestimmung finden und zur Ruhe kommen?
Dass Luzia in Montpellier ein Einzelgänger-Dasein führt, ist nur allzu verständlich, denn ständig läuft sie Gefahr, entdeckt zu werden. Ihre Zurückhaltung macht sie sowieso schon verdächtig, beispielsweise wenn sie bei Männer-Geselligkeiten nicht mit von der Partie ist. Auch ihr Wissen und medizinisches Können neiden ihr manche, und einer entwickelt sogar regelrecht eine Feindschaft gegen sie.
Wieder zurück am Bodensee sind ihr auch hier einige feindlich gesonnen, allerdings aus anderen Gründen. Was Luzia so alles im Lauf der Geschichte erlebt, ist heftig, allerdings war hier für mein Empfinden doch etwas dick aufgetragen. Nach allem was Luzia bereits erlebt hat, handelt sie nun oft verhältnismäßig blauäugig und sorglos. So manche Situation hätte verhindert werden können, hätte sie nicht ständig an den falschen Stellen geschwiegen. Ich musste sehr oft über sie den Kopf schütteln. Insgesamt gab es einige Szenen, die ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen konnte, weil sie mir von der Logik her nicht ins Gesamtbild passten. Was das genau ist, kann ich hier nicht näher erläutern, um nicht zu spoilern, aber bei der Handlung hatte ich öfter das Gefühl, dass hier manches künstlich gepusht worden ist, um der Geschichte mehr Spannung zu verleihen. Für mich hat das leider nicht so ganz geklappt.

Über den Wissensstand der Medizin wird man hier sehr gut ins Bild gesetzt, und die Erklärungen der Behandlungsmethoden haben mir sehr gefallen.
Auch der Hexenwahn hatte im 15. Jahrhundert wohl auch die Gegend am Bodensee erreicht und die Menschen im Griff. Historisch hat das Buch einiges zu bieten, aber mit Luzias Schicksal hatte ich so meine Probleme, und vor allem das Ende war für mich nicht schlüssig und viel zu stark gerafft. Plötzlich landet man im Epilog, und alles ist anders...

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