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Veröffentlicht am 18.01.2023

Das sollten Verantwortliche in Politik und Gesundheitswesen lesen!

Unser Essen - Killer und Heiler
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Dr. Matthias Riedl ist vermutlich den meisten bekannt, denn er gehört zum festen Team der Ernährungsdocs. Er ist einer der Mediziner, die sich für gesunde Ernährung einsetzen und den Zusammenhang zwischen ...

Dr. Matthias Riedl ist vermutlich den meisten bekannt, denn er gehört zum festen Team der Ernährungsdocs. Er ist einer der Mediziner, die sich für gesunde Ernährung einsetzen und den Zusammenhang zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aufzeigen. In diesem Buch, das inhaltlich kurz und knackig ist, geht Dr. Riedl mit der Ernährungsindustrie, mit der Politik und auch mit unserem Gesundheitssystem ins Gericht. Wie er schreibt, ist es Menschen, die mit wenig Geld auskommen müssen, nur sehr schwer möglich, sich gesund zu ernähren. Damit hat er leider recht. Erst heute habe ich erfahren, dass unser Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft für seinen Plan, die Mehrwertsteuer für gesunde Lebensmittel aufzuheben, keine Mehrheit im Bundestag bekommen hat. Das wäre doch mal ein guter Ansatz gewesen! Da sieht man, dass es den meisten Politikern völlig egal ist, wie es den Menschen geht, die nicht gerade mit Reichtum gesegnet sind, sondern genau überlegen müssen, wie sie ihr Geld einteilen.

Dr. Matthias Riedl und die anderen Ernährungsdocs zeigen in ihren Sendungen und Büchern sehr deutlich, was alles durch Ernährungsumstellung möglich ist. Jede(r ) sollte die Möglichkeit haben, sich dies auch finanziell ermöglichen zu können.

Dr. Riedl plädiert für eine „artgerechte“ Ernährung, und davon ist das, was uns täglich im Supermarkt in Hülle und Fülle angeboten wird, leider weit entfernt. Man merkt sehr schnell, dass manche Lebensmittelhersteller, die ungesunde Sachen verkaufen, eine große Lobby haben. Dass der Nutri-Score nicht unbedingt für Klarheit sorgt, sondern quasi ein verzerrtes Bild zeigt, wird auch schnell klar.

Dies ist ein wichtiges Buch, das die Probleme sehr deutlich aufzeigt, auch was in unserem Gesundheitssystem schief läuft.

Ein kleiner Rezeptteil schließt sich an, so dass man mit seinen guten Vorsätzen nicht in der Luft hängt, sonder das eine oder andere gleich praktisch umsetzen kann.

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Veröffentlicht am 16.01.2023

Zu Hause ist, wo Wolle ist - Die Geschichte eines trauhaften Neubeginns

Neubeginn im kleinen Strickladen in den Highlands
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In dieser neuen Folge um den kleinen Strickladen in den Highlands geht es um Amely. Wir haben sie bereits im letzten Band kennengelernt, denn sie war mit einem Stand auf dem ersten Wollfestival vertreten, ...

In dieser neuen Folge um den kleinen Strickladen in den Highlands geht es um Amely. Wir haben sie bereits im letzten Band kennengelernt, denn sie war mit einem Stand auf dem ersten Wollfestival vertreten, das Maighread organisiert hatte. Nun haben ihre Freunde sie zurückgeholt in den kleinen Ort Callwell am Loch Lomond. Hier soll sie Kraft schöpfen und zur Ruhe kommen. Die Trauer um ihre kürzlich verstorbene Mutter hat die junge Frau seelisch in ein tiefes Loch gezogen, aus dem sie aus eigener Kraft nicht wieder herauskommt. Aber in Edinburgh wartet ihr Haus und der Alltag auf sie, und sie müsste ihr Leben neu ordnen, und genau davor und vor der Einsamkeit, die sie dort erwartet, hat sie Angst. Dass sich der sympathische Peter, der Inhaber der Whisky-Destillerie in Callwell, in sie verliebt hat, macht ihr die Entscheidung nicht leichter, und doch beschließt sie, nach Edinburgh in ihr altes Umfeld zurückzukehren, denn schließlich muss sie auch von etwas leben.
Doch dann hat Peter einen Reitunfall, und auch wenn dieses Ereignis erst einmal negativ ist, so macht Amely dabei eine Entdeckung, die ihr wie ein Zeichen erscheint und ihr Leben auf den Kopf stellen könnte, und sie fragt sich, ob sie ihrem Traum folgen soll…
Nicht nur Amely, auch alle anderen wichtigen Charaktere aus Callwell sind mir schon von den vorherigen Büchern bekannt. Das fühlt sich beim Lesen gut und vertraut an. Dies ist schon der vierte Band um den kleinen Strickladen in den Highlands, und ich muss sagen, er hat mir bisher am besten gefallen. Es geht einerseits um ernste Themen wie Trauerbewältigung und Neuanfang, aber die Tendenz ist stets hoffnungsvoll, und im Grunde ist es ein richtiger Wohlfühlroman, vor allem für Strickbegeisterte. Die werden nicht nur bei der Geschichte auf ihre Kosten kommen, wo es auch immer wieder um schöne Garne und neue Strickideen geht, sondern sie werden hinten im Buch, wie schon von den vorherigen Büchern gewohnt, einige Strickanleitungen finden, die stark zum Nacharbeiten verlocken, denn sie haben immer einen Bezug zur Geschichte. Die Handlung ist stimmig und das Setting wieder wunderschön. Besonders gut gefällt mir der Zusammenhalt in Callwell, denn die Bewohner sind füreinander da, egal was geschieht. Schade, dass die Menschen, die Örtlichkeiten und die Handlung fiktiv sind, denn zu Maighread und ihren Freunden würde ich auch gerne einmal reisen und in der wohltuenden Atmosphäre so richtig abschalten, mich von Eilidh auf Callwell Castle mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen, in dem kleinen Strickladen mit den liebenswerten Protagonisten Tee trinken und ausgedehnte Spaziergänge in den Highlands machen. Das stelle ich mir traumhaft vor.
Aber zumindest in Gedanken kann ich mich in diese fiktive Welt hinein träumen, die fast heil ist, durch die Probleme, die zwischendurch auftauchen, jedoch besonders glaubwürdig und authentisch wirkt.

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Veröffentlicht am 11.01.2023

Von der Gegenwart ins Mittelalter - Eine fesselnde Zeitreisegeschichte

Troubadour
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Am Tag als seine Jugendliebe einen anderen heiratet, macht sich Niki Wolff mit einer Flasche Wein auf den Weg zum höchsten Punkt der Ruine Dürnstein, denn dort hat damals seine Liebe zu Tina begonnen. ...

Am Tag als seine Jugendliebe einen anderen heiratet, macht sich Niki Wolff mit einer Flasche Wein auf den Weg zum höchsten Punkt der Ruine Dürnstein, denn dort hat damals seine Liebe zu Tina begonnen. Es ist Winter, die Mauer der Burgruine ist glatt, Niki stürzt ab und kommt am Fuße des Burgbergs wieder zu sich. Er kann sich an nichts mehr erinnern, was vorher geschah, und die ersten Menschen, die ihm jetzt begegnen, sind die Geschwister Bertram und Engeltrud, die Kinder des kürzlich verstorbenen Henkers, wie Niki erfährt. Zu seinem Erstaunen stellt er fest, dass er sich im Jahr 1193 befindet, und es ist genau die Zeit, als auf Burg Dürnstein der englische König Richard Löwenherz gefangen gehalten wird. Niki ist verwirrt, denn nach und nach blitzen immer wieder Erinnerungen an sein Leben in der Gegenwart auf. Vieles was er sagt und tut, ist für die Menschen im 12. Jahrhundert, bei denen er gelandet ist, unverständlich. Die Orte, die er besucht, kennt er aus seiner Zeit, aber hier findet er sie stark verändert vor. Er möchte nichts lieber als zurück in die Gegenwart, aber das ist nicht so einfach, und so muss er sich mit den mittelalterlichen Gegebenheiten arrangieren, und dann verliebt er sich auch noch. Je stärker sich Niki erinnern kann, umso mehr muss er sich vor unbedachten Äußerungen und Handlungen in Acht nehmen. Seine Gedanken kann man immer wieder kursiv gedruckt lesen, und so manche seiner Aussprüche führen zu einer gewissen Situationskomik. Auch wenn es einige dramatische Wendungen gibt, so ist die Stimmung in der Geschichte doch weitgehend heiter und amüsant. So richtig lustig wird es, wenn Niki auf der Laute, zur Unterhaltung der Rittersleute, „Es lebe der Zentralfriedhof“ von Wolfgang Ambros zum Besten gibt und seine Darbietung bei Richard Löwenherz Gefallen findet. Der Humor in der Geschichte ist manchmal ziemlich derb und deftig, und an pikanten Szenen wird nicht gespart, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Autor den Ton des Mittelalters damit recht gut trifft.

Mit seinem Debütroman legt der Autor eine interessante Mischung aus historischen Roman, Zeitreise- und Abenteuergeschichte vor. Er erzählt sehr kurzweilig und rasant, und ein fesselndes Ereignis jagt das andere. Es ist eine faszinierende Mischung der unterschiedlichsten Charaktere, denen man hier begegnet, und alle sind so lebendig und genau beschrieben, dass man sie beim lesen direkt vor sich sieht. Überhaupt hat es der Autor geschafft, ein großartiges Kopfkino bei mir zu entfachen. Während man Niki im Geiste bei seinen Erlebnissen begleitet, erfährt man einiges über die historischen Hintergründe, die recht authentisch dargestellt sind, auch wenn der Autor einige Daten aus dramaturgischen Gründen ein wenig verschoben bzw. verändert hat. Niki gewinnt Freunde, aber er begegnet auch einigen sehr unangenehmen damaligen Zeitgenossen. Die Ereignisse spielen sich alle in der Gegend um Burg Dürnstein ab, und obwohl ich noch nie dort war, konnte ich mich gut in die Szenerie hineinversetzen. Auch muss ich gestehen, dass ich mir die Ruine auf Bildern genauer angesehen habe, denn ich konnte nicht widerstehen, zu dieser turbulenten Geschichte noch ein wenig über die Gegend und die Hintergründe zu recherchieren.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen, denn er ist spannend, humorvoll und äußerst unterhaltsam. Der Epilog rundet die Geschichte wunderbar ab und ist doch so ausgerichtet, dass man neugierig auf weitere Abenteuer von Niki wird. Ich habe mich dann auch gleich auf Teil 2 gestürzt, der glücklicherweise schon bereit stand.

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Veröffentlicht am 04.01.2023

Erinnerungen an die Jugend - sympathisch gelesen von der Autorin selbst

Früher war ich auch mal jung
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Schon ihr Buch „Unter Tränen gelacht“, wo Bettina Tietjen über die letzten Jahre mit ihrem demenzkranken Vater erzählt, hat mich sehr beeindruckt und auch berührt. In ihrem neuesten Buch nun ist sie selbst ...

Schon ihr Buch „Unter Tränen gelacht“, wo Bettina Tietjen über die letzten Jahre mit ihrem demenzkranken Vater erzählt, hat mich sehr beeindruckt und auch berührt. In ihrem neuesten Buch nun ist sie selbst die Hauptperson. Die Autorin hat ihre alten Tagebücher wieder gefunden und verarbeitet in diesem Buch ihre Erinnerungen. Neugierig blickt sie auf ihr jüngeres Ich und staunt so manches Mal, wie ernsthaft und politisch interessiert sie damals war. Ich denke, so eine Zeitreise zum jüngeren Ich ist eine spannende Sache. In vielen Dingen, die Bettina Tietjen über sich erzählt, was sie damals gedacht und gefühlt hat, erkenne ich mich selbst wieder. Ihre Generation ist auch meine, und so bleibt es nicht aus, dass ich vieles in ihren Erinnerungen gefunden habe, was ich damals in ähnlicher Weise empfunden oder erlebt habe. Sie gibt den damaligen Zeitgeist wunderbar wieder und findet in ihren Erzählungen immer die richtige Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Frohsinn. Ihrem eigenen, jüngeren Ich schaut sie heute mit einer guten Portion Humor über die Schulter, aber sie ist auch beeindruckt von vielem, was sie damals erreicht hat oder über ihre eigene Sicht der Dinge. Ihre Tagebucheinträge, die sie kommentiert, ziehen sich über einen Zeitraum von ungefähr 15 Jahren, denn sie hat mit 14 begonnen zu schreiben und die Tagebücher bis zu ihrer Heirat geführt. Ihre Ausführungen sind zum Teil sehr persönlich, und man lernt eine liebenswerte, nachdenkliche Frau kennen, die viel erlebt hat, sich an das Es gefällt mir sehr, dass sie ihr Hörbuch selbst spricht, denn ich finde, Bettina Tietjen hat eine sympathische Stimme, und ich höre ihr sehr gerne zu.

Ihre Autobiografie hat mich beeindruckt und berührt, hat sie mir doch meine eigene Jugend wieder näher gebracht und vermeintlich längst vergessene Erinnerungen geweckt.

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Veröffentlicht am 29.12.2022

Beeindruckender dritter Teil

Der Clan der Highlanderin
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Der dritte Band dieser großartigen Reihe schließt sich sehr eng an den Vorgänger an. Er spielt im Jahr 1314. Enja hat sich von den Folgen ihrer Verletzungen nach der Schlacht um Bannockburn weitgehend ...

Der dritte Band dieser großartigen Reihe schließt sich sehr eng an den Vorgänger an. Er spielt im Jahr 1314. Enja hat sich von den Folgen ihrer Verletzungen nach der Schlacht um Bannockburn weitgehend erholt und ist schon wieder dabei, sich für die Rechte der Schwächsten einzusetzen und Unrecht an Frauen zu rächen. Als ihr Ehemann eines Tages eine schwangere Dame mit nach Caerlaverock bringt, zieht sie allerdings ihre eigenen Schlüsse, mit weitreichenden Folgen...
Wenig später bricht sie zu einer Reise nach Irland auf, um nach ihrem alten Freund und Kampfgefährten Cathal zu suchen. In Irland erwartet sie und ihre Gefährtinnen Winnie und Kalay eine lange, abenteuerliche Reise. Enja gerät immer wieder in Gewissenskonflikte zwischen ihren Eigenschaften als Heilerin und als Kriegerin. Beides lässt sich nicht immer so einfach vereinbaren. Von ihren Kameradinnen muss sie sich sehr bald trennen, denn sie fühlt sich verpflichtet, den Menschen zu helfen, die in einem Dorf erkrankt sind. Kalay und Winnie setzen inzwischen die Reise fort. Ein weiteres Mal wird Enjas Heilwissen gebraucht, als sie einen schwer verletzten Söldner findet. Ragnar ist ein Gallowglass, und Enja spürt eine eigenartige Verbundenheit zu dem rauen Mann. Durch ihn wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Auch dieser dritte Teil um Enja hat mich wieder fasziniert. Er hat jede Menge Abenteuer und fesselnde Situationen zu bieten. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr und auch die Art und Weise, wie sie historische Gegebenheiten in ihren fiktiven Plot sehr gekonnt einfügt. Die politischen Wirren rund im Robert Bruce, der seinen Bruder Edward in Irland als Hochkönig einsetzen möchte, bekommt man quasi spielerisch durch Dialoge der Protagonisten vermittelt. In diesem dritten Band stehen zwei von Enjas Gefährtinnen stärker im Mittelpunkt. Winnie und Kalay sind zwei interessante Frauen, die schier Unmögliches vollbringen aber durchaus auch ihre schwachen Seiten haben. Vor allem Winnie muss einiges aushalten.
Wie schon bei den ersten beiden Bänden, so hatte mich die Handlung auch hier sofort gepackt und nicht mehr losgelassen. Eva Fellner schreibt genau die Art historische Abenteuergeschichten, wie ich sie liebe, mit starken, mutigen Frauen und einem authentischen historischen Hintergrund. Auch der dritte Band ist großartig, keine Frage! Und doch muss ich gestehen, dass mich der Schluss etwas verwirrt hat, denn da habe ich Enja von einer ganz anderen Seite kennengelernt, mit der ich mich nicht so ganz anfreunden konnte. So ist und bleibt der zweite Teil mein unangefochtener Liebling aus diesem Romanzyklus. Allerdings gibt es auch einen kleinen Cliffhanger, der vielleicht auf einen vierten Band hoffen lassen könnte, worüber ich sicher nicht böse wäre.

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