Dies ist schon der dritte Band um den kleinen Strickladen in den Highlands. Da die Protagonisten weitgehend die gleichen wie beim vorherigen Band sind, habe ich mich schnell wieder heimisch in Callwell ...
Dies ist schon der dritte Band um den kleinen Strickladen in den Highlands. Da die Protagonisten weitgehend die gleichen wie beim vorherigen Band sind, habe ich mich schnell wieder heimisch in Callwell gefühlt. Diesmal hat Maighread die tolle Idee, ein Handarbeitsfestival am Ufer des Loch Lomond zu organisieren. Die Handlung dreht sich zum großen Teil um die Vorbereitungen für dieses Festival und ist durchgängig eher ruhig, immer ergänzt durch Beschreibungen von Wolle oder Strickanleitungen. So gesehen ist es ein gemütliches Buch, gerade richtig für kalte Wintertage, und vor allem Handarbeitsfans werden auf ihre Kosten kommen, da es im Anhang wieder einige Anleitungen für schöne Strickwerke gibt. Wer gerne strickt, wird daher gleich doppelt profitieren, einmal durch die angenehme Lektüre und dann noch weiterhin durch die Anleitungen. Die Charaktere kommen, wie gewohnt, wieder sehr sympathisch rüber, und man spürt die Harmonie und den tollen Zusammenhalt zwischen den Freunden sehr deutlich.
Dann jedoch kommt das Wetter den Protagonisten in die Quere, und es ergeben sich einige schwierige Situationen, so dass man Bedenken hat, ob das Festival überhaupt stattfinden kann. Was jedoch dann Joshua passiert, in welche Gefahr er gerät und vor allem die Zeitspanne, in der sich die Dinge bedenklich entwickeln, das fand ich alles nicht so ganz realistisch, und auch die Reaktionen der Freunde konnte ich nicht immer so ganz nachvollziehen. Ich möchte nicht spoilern, darum nur so viel: eine Person hat im einen Moment einen Nervenzusammenbruch, geht aber am nächsten Tag wieder ganz gewohnt zur Tagesordnung über. Vieles rund um den Unfall empfand ich als etwas weit hergeholt.
Trotzdem hat mir der Roman insgesamt gut gefallen; er ist eine entspannte Lektüre, besonders eben für alle, die Wolle und Schafe lieben und gerne stricken.
Laura arbeitet auf Sylt und hat eine Affäre mit ihrem Chef. Auch wenn sie es lange nicht wahrhaben wollte, so muss sie sich nach einem Jahr eingestehen, dass er sich wohl nie von seiner Frau trennen wird ...
Laura arbeitet auf Sylt und hat eine Affäre mit ihrem Chef. Auch wenn sie es lange nicht wahrhaben wollte, so muss sie sich nach einem Jahr eingestehen, dass er sich wohl nie von seiner Frau trennen wird und sie immer nur die zweite Geige spielen würde. Als ihr das bewusst wird, bewirbt sie sich in ihrem Heimatort auf eine neue Stelle. Ihre erste Aufgabe soll sein, dem Weihnachtsmarkt von Eckernförde ein neues, frisches Image zu verpassen.
Sie zieht bei ihren Eltern ein und hat ein Date mit einer Tinder-Bekanntschaft. Sie versteht sich auf Anhieb gut mit Ben, bis sie ihn wenig später auf beruflicher Ebene erneut trifft, und diese Begegnung wird fast zu einer Katastrophe.
Es handelt sich hier um Band 3 der Fördeliebe-Reihe, wobei man jeden der Bände anscheinend für sich lesen kann. Die Protagonisten aus den vorherigen Büchern tauchen auch hier wieder auf, und ich kannte die beiden ersten Bände nicht, habe mich aber schnell in Eckernförde und mit den Personen zurechtgefunden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mit keinem der Charaktere richtig warm geworden bin. Lauras Eltern sind seltsam und benehmen sich teilweise ziemlich chaotisch. So nennt ihr Vater den Freund von Lauras Schwester ständig „Klappspaten“, was ich nicht gerade sympathisch sondern eher ärgerlich fand. Aber auch Laura und Ben, die Hauptpersonen, haben sich teilweise ziemlich merkwürdig benommen, vor allem Ben. Die ganze Handlung wirkte auf mich an den Haaren herbei gezogen. Zwar ist der Roman leicht geschrieben und lässt sich schnell lesen, und wenn man dann mal damit angefangen hat, möchte man ja auch wissen, wie die Sache ausgeht. Aber bis dahin habe ich nicht nur einmal den Kopf geschüttelt, so fadenscheinig fand ich vor allem Bens Reaktionen und Beweggründe.
Weihnachtliche Stimmung kam leider so gar nicht auf, und nach einem größeren Fiasko mit der Gans am vorherigen Weihnachten finden sich doch wahrhaftig Fischbrötchen und Zimtsterne zusammen auf der Tafel am Heiligabend wieder. Leider trifft der Roman nicht unbedingt meinen Humor. Da er aber kurzweilig geschrieben ist, habe ich ihn gerade noch so mit drei Sternen bewertet. Mehr als ein netter Lückenfüller war es für mich nicht. Das Buch kann man lesen, aber man versäumt auch nichts, wenn man es bleiben lässt.
Das war er nun, der letzte Band der Trilogie um den notorischen aber liebenswerten Klugscheißer Timo Seidel. Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende Auge ist, weil mir auch ...
Das war er nun, der letzte Band der Trilogie um den notorischen aber liebenswerten Klugscheißer Timo Seidel. Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende Auge ist, weil mir auch dieser dritte Band wieder sehr gefallen hat, das weinende Auge findet es schade, dass Timos Geschichte nun zu Ende erzählt ist.
Timo Seidel hat inzwischen sein Lehramtsstudium beendet, und wir begleiten ihn durch die schwierige Referendariatszeit. Obwohl er, durch seine Aushilfstätigkeit an der Abendschule, quasi schon Berufserfahrung hat, macht ihm das die Sache nicht leichter, denn er muss gewisse Erwartungen erfüllen, was ihn in so manche heikle Lage bringt. Aber es wäre nicht Timo, wenn er sich unterkriegen lassen würde, und so findet er auch diesmal einen Weg, sich den Respekt und die Zuneigung seiner neuen Klasse zu erwerben, und es ist sehr vergnüglich zu lesen, wie seine Klugscheißerei letztendlich auf einige Schüler abfärbt. Neben dem beruflichen Stress muss er auch noch sein Privatleben neu ordnen, denn auch da läuft so manches aus dem Ruder. Es hat mir wieder großen Spaß gemacht, Timo bei all seinen Aktionen zu begleiten. Er ist ein toller, facettenreicher und realistischer Charakter, und er ist lernfähig und übt auch schon mal Selbstkritik. Letztendlich finde ich, so einen Lehrer kann sich jede Klasse nur wünschen. Seine Erlebnisse und Begegnungen mit den Schülern, dem Kollegium und auch privat habe ich mit Spannung verfolgt, denn da gibt es wieder einige interessante Charaktere zu beobachten. Und natürlich durfte auch diesmal das ganz spezielle Klugscheißer-Wörterbuch nicht fehlen, das mir die Lektüre zusätzlich versüßt hat, denn da tauchen sehr interessante und amüsante Wortschöpfungen auf. Wer beispielsweise wissen möchte, was man unter einem „Bücherversum“, einer „Shituation“ oder einem „Beziehungsräumungskommando“ versteht, der sollte diesen Roman lesen.
Tschüß Timo Seidel, es war schön, dich kennenzulernen. Für deine Zukunft als Lehrer wünsche ich dir alles Gute, und ich kann deinen Werdegang ja noch ein wenig in Gedanken weiterspinnen. Auf jeden Fall bin ich gespannt, was sich dein Autor in der Zukunft noch so alles einfallen lässt.
Die fünf Bände der Fotografinnensaga um Mimi Reventlow sind alle zwischen März 2020 und Mai 2021 erschienen. Das fand ich gut, denn so waren die Wartezeiten zwischen den einzelnen Bänden nicht zu lang. ...
Die fünf Bände der Fotografinnensaga um Mimi Reventlow sind alle zwischen März 2020 und Mai 2021 erschienen. Das fand ich gut, denn so waren die Wartezeiten zwischen den einzelnen Bänden nicht zu lang. Zwar kann man jedes der Bücher für sich lesen, aber wer mit Band 1 begonnen hat, wird auf jeden Fall wissen wollen, wie es weitergeht, und so denke ich, dass diejenigen, die sich einen einzelnen Band herauspicken und nur den lesen, vermutlich in der Minderzahl sind.
Band 5 beginnt im April 1919. Der erste Weltkrieg ist zu Ende, und die Menschen finden nach und nach in ihren Alltag zurück. Aber der Krieg hat tiefe Wunden hinterlassen, sowohl körperliche als auch seelische.
Mimi und ihr Geschäftspartner Anton haben endlich zueinander gefunden und sich ihre Liebe gestanden, und schon ist Mimi wieder im Aufbruch begriffen. Sie hat einen Auftrag aus Hollywood erhalten und soll dort die berühmte Stummfilmdiva Chrystal Kahla fotografieren. Dass sich hinter diesem Künstlernamen keine andere als Christel Merkle aus Laichingen verbirgt, erfährt sie erst später. Ohne Rücksicht auf ihr privates Glück nimmt sie diese Herausforderung an. Anton bleibt traurig und enttäuscht zurück. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kriegsverletzten mit künstlichen Prothesen zu helfen. Hier entsteht ein Interessenkonflikt zwischen den Liebenden, denn Anton ist mit seinem ganzen Tun und Denken auf den Prothesenbau und immer weitere Verbesserungen dieser Hilfen ausgerichtet, und hat kaum noch Augen und Ohren und schon gar kein Verständnis für die lebenshungrige, abenteuerlustige Mimi. Als diese nach Amerika aufbricht, fragt man sich unwillkürlich, ob diese neu aufkeimende Liebe die lange Trennung überhaupt überstehen kann.
Der größte Teil dieses fünften Buches dreht sich um Mimis Aufenthalt in Amerika und die Erlebnisse und Begegnungen, die sie dort hat. Das Treffen der Fotografin mit Chrystal Kahla ist einerseits interessant, weil man viel über die Zeit des Stummfilms und die Produktionsumstände erfährt. Aber ich muss gestehen, dass ich gefühlsmäßig nicht so richtig in Chrystals Welt angekommen bin. Ein Großteil der Charaktere war mir einfach zu oberflächlich, nicht dadurch wie sie beschrieben waren, sondern von ihrem Wesen her. Chrystal erzählt Mimi von ihren Erlebnissen nach ihrer Ankunft in Amerika, und auch von einer freundschaftlichen Verbindung zu zwei Frauen, aber wie nahe Chrystal deren Schicksal geht, ist schwer zu sagen, denn letztendlich siegt bei der Diva immer wieder ihr Egoismus und ihre Eigenliebe.
Ein weiterer großer Abschnitt führt uns zu Alexander, der zwar immer noch malt, aber seine Berühmtheit gut zu verbergen weiß. Er will seine Vergangenheit als „Paon“ hinter sich lassen und geht seinen ganz eigenen Weg. Ihn habe ich gerne begleitet und mich gefreut, wie er nach und nach sein persönliches Glück findet und auch festzuhalten vermag. Auch Antons Weg kann man zwischendurch beobachten, aber ich hatte das Gefühl, er ist während des ganzen fünften Teils ein wenig aus dem Fokus geraten.
Zwar muss ich sagen, dass mir die vorherigen vier Bände besser gefallen haben, aber der fünfte Band gehört unweigerlich dazu, und ohne ihn wäre die Reihe eben nicht zu Ende erzählt. Es sind auch eher Nuancen, die für mein Urteil entscheidend waren. Ich muss gestehen, dass ich stellenweise mit Mimi ein wenig „gefremdelt“ habe und ihre Handlungen, Gedanken und Reaktionen nicht immer nachvollziehen konnte. Vieles, was sie tut, hat unweigerlich Auswirkungen, die man eigentlich vorhersehen kann, über die sie dann aber wiederum erstaunt und traurig ist.
Das Ende der Geschichte ist rund geraten, wenn es mir auch teilweise etwas zu flott ging, wie sich alles zusammengefügt hat. Aber insgesamt kann ich sagen, dass es für mich ein stimmiger Abschluss der Geschichte ist.
Schon seit vielen Jahren kenne und liebe ich die Weihnachtsromane von Petra Schier, bei denen es immer auch einen vierbeinigen, bellenden Protagonisten gibt. Schaut man auf die Website der Autorin, so ...
Schon seit vielen Jahren kenne und liebe ich die Weihnachtsromane von Petra Schier, bei denen es immer auch einen vierbeinigen, bellenden Protagonisten gibt. Schaut man auf die Website der Autorin, so entdeckt man, dass es diese romantischen Romane aus der Santa-Claus-Reihe schon seit 2007 gibt.
Alle Bände haben gemeinsam, dass sie auch als literarischer Adventskalender funktionieren, denn sie haben 25 Kapitel, so dass man während der 24 Adventstage jeweils ein Kapitel lesen und das Finale quasi am 1. Weihnachtsfeiertag genießen kann. So ist es auch heuer wieder in dem schönen Roman „Plätzchen gesucht, Liebe gefunden“. Ich muss allerdings gestehen, dass ich es bisher noch nie geschafft habe, mich von Kapitel zu Kapitel zu gedulden, denn habe ich erst einmal ‚reingelesen, kann ich nicht wieder aufhören.
Im aktuellen Band geht es vorrangig um Ricarda Sternbach, die als Zwölfjährige, zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Patrick, vom Ehepaar Sternbach adoptiert wurde. Das ist fast zwanzig Jahre her. Nun erfährt Ricarda, dass der beste Freund der Zwillinge, Frank Hellberger, nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder im Lande ist. Als sich die beiden begegnen, ist einerseits die Freude groß, nur sind sie nicht sicher, ob sie wieder zu dem vertrauten Umgang der Jugendzeit zurückfinden können, denn was beide voneinander nicht wissen, ist, dass ihre gegenseitigen Gefühle über Freundschaft weit hinaus gehen. Frank wird nun in seiner Heimatstadt bleiben und künftig die Kanzlei seiner Eltern übernehmen. Außerdem kümmert er sich um das kleine Pudelmädchen Naila, das seinem Großvater gehört hat, und wie sich die Dinge entwickeln, braucht er dabei öfter Ricardas Hilfe.
Auch diesmal sind wieder Santa Claus und seine Frau mit ihren Rentieren und Weihnachtselfen dabei. Die Kapitel, die uns zu Santa in seine Weihnachtswerkstatt entführen, geben der Geschichte etwas Märchenhaftes, Verzaubertes. Mit dem Fall von Ricarda und Frank hat dieses eingespielte Team diesmal die schwierige Aufgabe, einen Weihnachtswunsch zu erfüllen. Santa muss außerdem versuchen, ein früheres Versehen auszubügeln. In Naila finden er und seine fleißigen Weihnachtselfen eine gute Verbündete.
Es gibt so vieles, was ich an der Santa-Claus-Reihe liebe und was mich auch diesmal wieder erfreut hat. Neben den Abschnitten aus der Weihnachtswerkstatt lernt man nämlich auch wieder Nailas Sicht der Dinge kennen, und ihre Gedanken sind kursiv gedruckt in die Szenen eingebunden.
Beim Namen der süßen Pudeldame habe ich erst etwas gestutzt und musste schmunzeln, denn mir war bisher nur eine kleine Stadt in unserem Landkreis bekannt, die so heißt. Dass es sich hierbei auch um einen weiblichen Vornamen handelt, war mir gar nicht bewusst. Er wurde aber vermutlich mit Absicht gewählt, denn „Naila“ kommt aus dem Arabischen und heißt so viel wie „Die besonders Schöne“ oder „Die mit den großen Augen“, und ich denke, beides trifft auf die süße Hundedame zu.
Neben den drei Hauptfiguren trifft man auch in diesem Jahr die ganze Familie Sternbach wieder, und man nimmt in Gedanken am alljährlichen Backsamstag teil, der immer am Tag vor dem 1. Advent stattfindet. Dieses Vertraute, immer Wiederkehrende fühlt sich an wie „Nach Hause kommen“. In gewisser Weise hängen die Charaktere aller vorherigen Bände zusammen, und einige werden auch diesmal wieder erwähnt, was fast so wirkt, als würde man etwas über jemanden aus dem eigenen Freundeskreis erfahren.
Auch eine Fahrt auf dem nostalgischen Karussell am Weihnachtsmarkt der kleinen Stadt ist schon Tradition.
Ohne diese Weihnachtsromane von Petra Schier kann ich mir die Adventszeit gar nicht mehr vorstellen. Sie vermitteln eine romantische, vertraute Stimmung mit Kuschelfaktor, und es gibt doch nichts Schöneres, als gemütlich im Lieblingssessel zu sitzen und diese bezaubernde Wohfühlgeschichte zu lesen, ausgestattet mit einem aromatischen Tee oder Punsch, und Plätzchen dürfen bei diesem Buch auf keinen Fall fehlen! Damit man sich auch mit der richtigen Verpflegung zur Lektüre versorgen kann, findet man im Anhang einige sehr interessante Rezeptideen für Cookies, Punsch und Pizzabrötchen. Das klingt alles sehr lecker, und ich werde sicher das eine oder andere Rezept ausprobieren. Das Cover passt meiner Meinung nach perfekt zu diesem rundum gelungenen Weihnachtsroman.