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Veröffentlicht am 12.02.2025

Großartiger Roman über die walisische Fürstentochter Guenllian und ihre Zeit

Die Tochter der Drachenkrone
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Dies ist die Geschichte von Gwenllian Ferch Rhys, der Tochter von Rhys ap Gruffydd, dem Fürsten von Südwales. Der Roman umfasst eine Zeitspanne zwischen 1196 und 1219. Die Autorin nimmt uns mit auf eine ...

Dies ist die Geschichte von Gwenllian Ferch Rhys, der Tochter von Rhys ap Gruffydd, dem Fürsten von Südwales. Der Roman umfasst eine Zeitspanne zwischen 1196 und 1219. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Zeitreise in das Land, das sich gegen die Eroberung der Frainc (=Normannen) durchsetzen muss. Nach dem Tod ihres Vaters muss Gwenllian erleben, dass zwischen ihren Brüdern ein Erbfolgestreit entbrennt, der sich auch in die nächste Generation ziehen wird. Es ist eine wilde Zeit der wechselnden Bündnisse, und auch der englische König Johann (Ohneland) unternimmt zwei Feldzüge, um Wales unter seine Herrschaft zu bringen. Gwenllians Leben ist bewegt, und nicht nur einmal fühlt sie sich wie ein Spielball auf dem Feld der Politik. Sie soll Verlöbnisse eingehen, um die Macht und günstige Verbindungen für ihre Brüder zu stärken, aber sie hat ihren eigenen Kopf und setzt sich durch. Letztendlich sucht sie sich ihren Ehemann selbst aus, nach ihrer Vorstellung, wie es das Beste für ihr Land ist. Sie heiratet Ednyfed, den Seneschal ihres Cousins Llewelyn, dem Fürsten von Nordwales. Aus der anfänglichen Zweckverbindung entwickelt sich nach und nach Liebe, aber es ist dem Paar nicht viel gemeinsame Zeit vergönnt, und dann kommt der Tag, an dem Gwenllian ihren Mann zu verlieren droht...
Ich habe diesen Roman als Hörbuch gehört und parallel dazu das Buch gelesen. Gerade bei so umfassenden historischen Romanen mag ich diese Art, eine Geschichte zu erfahren, sehr gerne. Da die walisischen Namen nicht so einfach zu merken sind, war ich froh, im Buch eine Personenliste zu haben. Schon aus diesem Grund ist es mir wichtig, auch das Buch nebenher zu lesen. Die Eindrücke sind beim Lesen manchmal ganz anders als beim Hören, und beides ergänzt sich wunderbar. Gwenllian ist ein starker Charakter, eine Frau, die weiß was sie will und nicht so leicht klein bei gibt und die stets nach ihrem eigenen Gewissen und Gefühl handelt. Aber auch die anderen Personen sind sehr lebendig und ihrer Zeit gemäß dargestellt. Auf über 600 Seiten entführt Sabrina Qunaj ihre Leserschaft in eine mittelalterliche Welt der Kämpfe, Unruhen und Rivalitäten aber auch der Minne. Die Autorin schreibt so kurzweilig und lebendig, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, auch nur ein Satz wäre zu viel. Wie gesagt, schon die vielen walisischen Namen sind schwierig zu merken, und die walisische Geschichte der damaligen Zeit ist sehr vielschichtig und turbulent. Schon in früheren Romanen der Autorin hat man die Vorfahren von Gwenllian kennengelernt, denn auch in den ersten beiden Bänden der Geraldine-Reihe geht es um die Eroberung von Wales und um das Haus Dinefwr. Zu den verschiedenen Familien sind Stammbäume im Buch enthalten, so dass man sich hier ein plastisches Bild machen kann. Die komplexen historischen Vorgänge zu beleuchten und so wunderbar lebendige Romane aus diesem Stoff zu machen, erfordert eine sehr aufwendige Recherche, wie ich mir vorstellen kann. Dafür hat die Autorin meine volle Hochachtung. Die Art, wie sie die Menschen und das Land beschreibt, gibt mir das Gefühl, mitten dabei zu sein.
Ich kann hier eine absolute Lese- und Hörempfehlung aussprechen, und für mich wird dieser Roman ganz sicher in die Jahres-Highlights eingehen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.02.2025

Großartiger Roman über die mittelalterliche Geschichte von Wales

Die Tochter der Drachenkrone
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Dies ist die Geschichte von Gwenllian Ferch Rhys, der Tochter von Rhys ap Gruffydd, dem Fürsten von Südwales. Der Roman umfasst eine Zeitspanne zwischen 1196 und 1219. Die Autorin nimmt uns mit auf eine ...

Dies ist die Geschichte von Gwenllian Ferch Rhys, der Tochter von Rhys ap Gruffydd, dem Fürsten von Südwales. Der Roman umfasst eine Zeitspanne zwischen 1196 und 1219. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Zeitreise in das Land, das sich gegen die Eroberung der Frainc (=Normannen) durchsetzen muss. Nach dem Tod ihres Vaters muss Gwenllian erleben, dass zwischen ihren Brüdern ein Erbfolgestreit entbrennt, der sich auch in die nächste Generation ziehen wird. Es ist eine wilde Zeit der wechselnden Bündnisse, und auch der englische König Johann (Ohneland) unternimmt zwei Feldzüge, um Wales unter seine Herrschaft zu bringen. Gwenllians Leben ist bewegt, und nicht nur einmal fühlt sie sich wie ein Spielball auf dem Feld der Politik. Sie soll Verlöbnisse eingehen, um die Macht und günstige Verbindungen für ihre Brüder zu stärken, aber sie hat ihren eigenen Kopf und setzt sich durch. Letztendlich sucht sie sich ihren Ehemann selbst aus, nach ihrer Vorstellung, wie es das Beste für ihr Land ist. Sie heiratet Ednyfed, den Seneschal ihres Cousins Llewelyn, dem Fürsten von Nordwales. Aus der anfänglichen Zweckverbindung entwickelt sich nach und nach Liebe, aber es ist dem Paar nicht viel gemeinsame Zeit vergönnt, und dann kommt der Tag, an dem Gwenllian ihren Mann zu verlieren droht...
Ich habe diesen Roman als Hörbuch gehört und parallel dazu das Buch gelesen. Gerade bei so umfassenden historischen Romanen mag ich diese Art, eine Geschichte zu erfahren, sehr gerne. Da die walisischen Namen nicht so einfach zu merken sind, war ich froh, im Buch eine Personenliste zu haben. Schon aus diesem Grund ist es mir wichtig, auch das Buch nebenher zu lesen. Die Eindrücke sind beim Lesen manchmal ganz anders als beim Hören, und beides ergänzt sich wunderbar. Gwenllian ist ein starker Charakter, eine Frau, die weiß was sie will und nicht so leicht klein bei gibt und die stets nach ihrem eigenen Gewissen und Gefühl handelt. Aber auch die anderen Personen sind sehr lebendig und ihrer Zeit gemäß dargestellt. Auf über 600 Seiten entführt Sabrina Qunaj ihre Leserschaft in eine mittelalterliche Welt der Kämpfe, Unruhen und Rivalitäten aber auch der Minne. Die Autorin schreibt so kurzweilig und lebendig, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, auch nur ein Satz wäre zu viel. Wie gesagt, schon die vielen walisischen Namen sind schwierig zu merken, und die walisische Geschichte der damaligen Zeit ist sehr vielschichtig und turbulent. Schon in früheren Romanen der Autorin hat man die Vorfahren von Gwenllian kennengelernt, denn auch in den ersten beiden Bänden der Geraldine-Reihe geht es um die Eroberung von Wales und um das Haus Dinefwr. Zu den verschiedenen Familien sind Stammbäume im Buch enthalten, so dass man sich hier ein plastisches Bild machen kann. Die komplexen historischen Vorgänge zu beleuchten und so wunderbar lebendige Romane aus diesem Stoff zu machen, erfordert eine sehr aufwendige Recherche, wie ich mir vorstellen kann. Dafür hat die Autorin meine volle Hochachtung. Die Art, wie sie die Menschen und das Land beschreibt, gibt mir das Gefühl, mitten dabei zu sein.
Das ungekürzte Hörbuch wird von Heike Warmuth sehr ausdrucksstark und gefühlvoll gelesen, so dass es richtig Freude macht, zuzuhören. Ich kann hier eine absolute Lese- und Hörempfehlung aussprechen, und für mich wird dieser Roman ganz sicher in die Jahres-Highlights eingehen.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Von der Entstehung der berühmten Schokoladenmanufaktur Lindt & Sprüngli

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 1)
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Schon das Cover des ersten Teils der Lindt & Sprüngli Familiensaga ist aufwendig und schön gestaltet. Es zeigt auf rotem Grund eine Frau und einen kleinen Jungen in der Rückansicht und außerdem, in einem ...

Schon das Cover des ersten Teils der Lindt & Sprüngli Familiensaga ist aufwendig und schön gestaltet. Es zeigt auf rotem Grund eine Frau und einen kleinen Jungen in der Rückansicht und außerdem, in einem kleinen Oval, den Hauptsitz der Confiserie Sprüngli am Paradeplatz in Zürich. Das Interessante jedoch ist, dass das Cover wirkt, als wäre es eine Tafel Schokolade, von der oben das Papier abgerissen wurde. Da möchte man am liebsten gleich mal 'reinbeißen.

Die Geschichte beginnt 1926 in der Züricher Marktgasse, wo die Confiserie Vogel ansässig ist. Dort lebt der Konditor-Geselle David Sprüngli mit seiner Familie. Sein Sohn Rudolf geht gerne in die Elephantenapotheke gegenüber, denn der Apotheker Flückiger ist wie ein väterlicher Freund zu ihm. Als Rudolfs Mama schwer erkrankt, bringt er ihr Schokolade aus der Apotheke ans Krankenbett. Frau Sprüngli wird wieder gesund, und der kleine Rudolf fasst den Entschluss, selbst Schokolade herzustellen, wenn er erwachsen ist. Man erlebt in diesem Roman mit, wie aus der Confiserie Vogel später die Confiserie Sprüngli & Sohn wird. Wir begleiten den jungen Rudolf, nach Abschluss seiner Konditorlehre, auf Wanderschaft und Jahre später bei seiner Heimkehr. Zurück in Zürich setzt Rudolf eine rasante Entwicklung in Gang. Er setzt alles daran, das Geschäft, das sein Vater mittlerweile von der Witwe Vogel gekauft hat, zu vergrößern und erfolgreich zu machen. Sein Vater ist skeptisch, sieht er doch den Sinn seines Lebens einzig in harter Arbeit. Was dem Sohn vorschwebt, tut er anfangs als Flausen ab. Aber Rudolf beweist ihm das Gegenteil. Es ist interessant, die Planung und Umsetzung seiner Vision zu verfolgen und mitzuerleben, wie aus der kleinen Confiserie nach und nach ein Schokoladen-Imperium wird. Wir verfolgen die Familie Sprüngli über drei Generationen, angefangen von David und seiner Frau über Rudolf, der nicht nur beruflich ein klares Ziel vor Augen hat sondern auch, was seine künftige Partnerin angeht. Die dritte Generation sind die Kinder von Rudolf und seiner Frau, die von Anfang an, wie selbstverständlich, in das Unternehmen hineinwachsen.

Der Fortgang der Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven der Charaktere geschildert. Da sind hauptsächlich Rudolf und Katharina, aber auch Davids Sicht kommt zur Sprache, als er seinem Sohn von seiner eigenen Kindheit erzählt und dabei klar wird, wie er zu dem Mann geworden ist, der sich in Zürich niedergelassen hat und für den das Leben hauptsächlich aus Arbeit besteht. Dazwischen gibt es auch Kapitel aus der Sicht von Annarösli Burger, einer Angestellten in der Konditorei Sprüngli, Roli Stutz, einem elternlosen Jungen, der als "Verdingkind" auf einem Bauernhof schuften musste, ausgerissen ist und nach Zürich kam. Rudolf Sprüngli nimmt sich seiner an und bietet ihm eine Zukunft. Auch Apotheker Flückiger kommt zu Wort, denn er erfüllt im Lauf der Geschichte noch eine besondere Aufgabe.

Die Charaktere sind alle sehr fein und lebendig gezeichnet, allen voran Katharina und Rudolf. Mein persönlicher Liebling im Roman war jedoch Roli, dem das Leben so übel mitgespielt hatte, der aber den Mut aufbracht, die ihm dargebotene Chance zu ergreifen, allen Unkenrufen zum Trotz.

Der Roman endet 1863, und es ist spannend, die Entwicklung über die Jahre mitzuerleben. Ich weiß nicht, was von der Handlung der Wahrheit entspricht und was daran Fiktion ist, denn leider gibt es kein erklärendes Nachwort der Autorin. Klar und real ist, dass alles in der Marktgasse begann und sich am Paradeplatz fortsetzte. Auch Johannes Baur, Rudolfs Freund und Hotelier in Zürich, ist eine reale Persönlichkeit. Ob es Annarösli und Roli wirklich gegeben hat, ist mir nicht bekannt.

Neben der Familiengeschichte erfährt man auch viel über die politischen Verhältnisse und die schwierige, ärmliche Situation der einfachen Leute in der damaligen Zeit. Dabei werden u.a. auch der Putsch im Jahr 1839 und die Cholera-Epidemie 1867 in Zürich erwähnt.

Das alles liest sich sehr kurzweilig und interessant und hat mir wirklich gut gefallen. Bei manchen Szenen hat sich mir jedoch nicht so ganz erschlossen, aus welchem Grund sie relativ ausführlich erzählt werden. Andererseits gab es einige Zeitsprünge, die mich ein wenig irritiert haben, denn über die ausgelassene Zeit hätte ich oft gerne noch mehr erfahren. Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall, aber ich muss auch eine Warnung aussprechen, denn bei der Lektüre hat mich immer wieder eine starke Lust auf Schokolade gepackt, der ich natürlich unbedingt nachkommen musste. Ich kann also nur empfehlen, auf jeden Fall eine Tafel leckere Schokolade bereit zu legen, wenn man sich in das Buch vertieft. Und nun heißt es, auf Band 2 warten, wo man sicher erfahren wird, wie das "Lindt" in den Firmennamen kam. Ich bin schon gespannt darauf.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Vergnügliche Cozy Fantasy

Spellshop
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Man findet sich hier in einem fiktiven Reich wieder, in dessen Hauptstadt Alyssium eine Revolition ausbricht. Der Kaiser wird gestürzt, und auch die Bibliothek steht in Flammen. Die Bibliothekarin Kiela ...

Man findet sich hier in einem fiktiven Reich wieder, in dessen Hauptstadt Alyssium eine Revolition ausbricht. Der Kaiser wird gestürzt, und auch die Bibliothek steht in Flammen. Die Bibliothekarin Kiela versucht, so viele Bücher wie möglich zu retten. Zusammen mit ihrem Gehilfen Caz, einem sprechenden und denkenden Spinnenkraut, ergreift sie die Flucht. Ihr Ziel ist die kleine, entlegene Insel Caltrey, wo sie früher mit ihren Eltern gelebt hat. Dort angekommen sucht sie das alte Cottage, das ihre Eltern damals zurückgelassen hatten. Zusammen mit Caz und mit Hilfe einiger Zauberbücher, die sie in ihren Kisten dabei hat, versucht sie, sich eine neue Existenz aufzubauen. Vieles auf der Insel wird bzw. wurde nämlich durch Magie reguliert, allerdings ist das Zaubern nur zugelassenen Magiern erlaubt. Der erste Inselbewohner, dem sie nach ihrer Ankunft begegnet, ist der Seepferdzüchter Larran. Aber Kiela ist eine Einzelgängerin und meidet den Kontakt zu anderen, so gut sie kann. Schon nach kurzer Zeit merkt sie jedoch, dass sie alleine nicht so gut zurecht kommt und immer wieder Hilfe braucht. Diese anzunehmen, fällt ihr nicht leicht. Außerdem gibt es auf der Insel massive Probleme, die das Leben erschweren. Sie muss über ihren Schatten springen und sich mit ihren Nachbarn und den Gegebenheiten arrangieren.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich in die Geschichte hineingefunden hatte. Da ich eher selten Fantasy lese, war ich im ersten Moment mit den vielen phantastischen Wesen auf der Insel etwas überfordert. Auch an Kiela musste ich mich erst gewöhnen, denn wie sie anfangs jegliche Hilfe ablehnt, ist schon fast unhöflich zu nennen. Aber ihr Nachbar gibt nicht auf, und schnell lernt Kiela, dass es in vielerlei Hinsicht gut ist, mit anderen zusammen zu arbeiten. Nachdem ich mich ein wenig auf Caltrey eingewöhnt hatte, fing die Geschichte an, mir Spaß zu machen. Die verschiedenen Charaktere, angefangen bei Larran, entwickeln sich äußerst sympathisch und verhalten sich Kiela gegenüber sehr freundlich und hilfsbereit. Schnell ergibt sich mit der Bäckerin der Insel eine Übereinkunft zu künftiger Zusammenarbeit, denn Kiela soll die Marmelade für das Gebäck liefern.
Im Nachwort schreibt die Autorin, sie hat ihre Geschichte mit allem gefüllt, was ihr Spaß macht, und dazu gehören Dinge wie Bücher oder Blätterteigteilchen mit Himbeermarmelade. Aber auch der Ritt auf einem Seepferd hört sich gut an, wobei man sich hier keine Seepferdchen vorstellen darf, wie wir sie kennen, sondern Fabelwesen, halb Pferd und halb Fisch. Man begegnet einigen interessanten Wesen auf der Insel. Einige Bewohner haben ein Fell und Geweih, es gibt eine Zentaurin und einen Jungen mit Ziegenhörnern. Neben Kielas Freund Caz, dem Spinnenkraut, erscheint bald noch ein hüpfender und miepender Kaktus auf der Bildfläche. Die Handlung ist nicht tiefgreifend, sondern liest sich leicht, locker und vergnüglich. Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt, und auch eine kleine Romanze bahnt sich an. Hier wird das Genre "Cozy-Fantasy" bestens bedient.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Wunderbarer Auftakt einer neuen Reihe von Patricia Koelle

Flaschenpost vom Leben
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Mit diesem Roman beginnt eine neue Reihe von Patricia Koelle. Was mir besonders an ihren Romanen gefällt, ist unter anderem, dass man immer wieder Menschen aus früheren Reihen begegnet, so auch diesmal. ...

Mit diesem Roman beginnt eine neue Reihe von Patricia Koelle. Was mir besonders an ihren Romanen gefällt, ist unter anderem, dass man immer wieder Menschen aus früheren Reihen begegnet, so auch diesmal. Auch die Hauptperson dieser Geschichte kennen wir bereits vom Hörensagen, denn Liam, der vor allem im vierten Band der Sehnsuchtswald-Reihe eine größere Rolle spielte, ist ihr selbst gewählter Patenonkel. Als er nun, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Anna-Lisa, zu Pixie Kontakt aufnimmt, um ihr eine Idee zu unterbreiten, ist sie gleich neugierig. Als Fantasy-Schriftstellerin kommt sie gerade gar nicht mit ihrem neuen Buch voran, und so bietet sich mit diesem Auftrag, der ihr angeboten wird, eine interessante Abwechslung. Es geht um den bereits verstorbenen Kapitän Flömer, der allen, die Patricia Koelles Romane regelmäßig verfolgen, auch bereits ein Begriff ist. Er hat ein Flaschenschiff hinterlassen, dessen Geschichte Pixie nun erforschen soll. Ihre Recherchen führen sie an die Nordseeküste. In Ostfriesland hat Flömer Spuren hinterlassen, denen sie nun nachgehen möchte. Dabei eröffnen sich auch für sie selbst und ihre Zukunft ganz neue Möglichkeiten.
Auf dem historischen Gulfhof, wo Pixie sich einmietet und eine tiefe Freundschaft mit den Inhabern schließt, fühlt sich nicht nur die junge Frau sehr wohl, auch ich wäre nur allzu gerne gleich aufgebrochen, um diesen wunderbaren, ja magischen Ort zu besuchen. Die Charaktere in diesem Roman sind alle ganz wunderbare Menschen, mit außergewöhnlichen Interessen und einem tiefen Verständnis für die Natur und ihre Phänomene. Zusammen mit Feeke vom Gulfhof lernt Pixie den Zauber der "Luchtwieven" kennen, die ihr den Weg weisen. Außerdem lernt man hier, wie allgemein aus den Büchern der Autorin, viel Neues, einmal über die Tier- und Pflanzenwelt aber auch über die Besonderheit der Schauplätze und über alte Traditionen und Handwerke. Pixie konnte einiges in Erfahrung bringen, und das Ende dieses Romans fühlt sich rund und gut an. Zugleich gibt es aber auch Hinweise darauf, wie es im nächsten Band weitergehen könnte. Ich freue mich schon darauf.
Dieser Roman fühlt sich an wie ein Rückzugsort zum Wohlfühlen, wie eine warme Decke, in die man sich einhüllen kann, so wunderbar und einfühlsam schreibt die Autorin. Wer Romane ohne Dramen oder Nervenkitzel sucht, sondern in eine Geschichte eintauchen und die Seele baumeln lassen möchte, ist hier genau richtig. Aber Vorsicht, Patricia Koelles Geschichten machen süchtig und lassen das Bedürfnis in einem wachsen, auch ihre anderen Romane zu lesen und die tollen Charaktere darin kennenzulernen.

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