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Veröffentlicht am 22.08.2025

Spannender Cold Case

Eisenblume
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Inhalt:

Durch Zufall entdecken zwei Jugendliche in einer alten, verfallenen Klinik eine Leiche. Sie wurde in die Wand des Gebäudes eingemauert. Schon bald stellt sich heraus, dass es sich dabei um eine ...

Inhalt:

Durch Zufall entdecken zwei Jugendliche in einer alten, verfallenen Klinik eine Leiche. Sie wurde in die Wand des Gebäudes eingemauert. Schon bald stellt sich heraus, dass es sich dabei um eine der beiden Jugendlichen handelt, die vor Jahren über Nacht aus der Klinik verschwanden. Gelingt es den Ermittlern nun endlich, diesen Cold Case aufzuklären?

Meine Meinung:

Nachdem mir "Schwarzvogel", der Auftakt zur Reihe um die in ihre Heimstadt zurückkehrende Ermittlerin Fredrika Storm, bereits sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf diesen zweiten Band. Die Handlung schließt sich an die des Vorgängers an, die Kriminalfälle sind aber von einander unabhängig. Trotzdem empfiehlt es sich, die Bücher chronologisch zu lesen, um nicht gespoilert zu werden.

Die Protagonistin Fredrika Storm ist mir sehr sympathisch. Nach einem Fehler während eines Einsatzes, an dem sie noch immer zu knabbern hat, ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt und arbeitet nun bei der hiesigen Polizei. Sie ist eine fähige Ermittlern, die sich in den Fällen verbeißt und nicht locker lässt, aber auch zu riskanten Alleingängen neigt - ganz zum Leidwesen ihres Kollegen Henry, der mir ebenso sympathisch ist wie Fredrika.

Der Plot ist fesselnd und spannend. Vorallem das Setting mit der alten, verfallenen Klinik und deren Geschichte hat mir sehr gefallen. Atmosphärisch und gruselig zugleich. Lange Zeit bleibt völlig im Dunklen, was damals in der Nacht, als die beiden Patienten spurlos verschwanden, tatsächlich geschah. Ebenso wie der Zusammenhang zu den Ereignissen, die der Fund der Leiche nach sich zieht. Es macht Spaß, Fredrika und Henry bei den Ermittlungen zu begleiten und eigene Theorien zu entwickeln. Die schlussendliche Auflösung ist gleichermaßen tragisch und schockierend.

Neben den Ermittlungen spielt auch das Privatleben der beiden Ermittler, insbesondere Fredrikas, eine große Rolle. Die Beziehung zu ihrer Familie ist angespannt und die Suche nach ihrer Mutter, die während Fredrikas Kindheit spurlos verschwand, beschäftigt sie sehr. Mir persönlich gefällt es sehr, dass die Charaktere dadurch mehr Tiefe bekommen.

Fazit:

Spannender Krimi, der vorallem mit einem atmosphärischen Setting und einer tragischen Auflösung überzeugt. Ein gelungener zweiter Band der Reihe, der Lust auf mehr macht.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2025

Überzeugender Reihenauftakt

Blindspiel
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Inhalt:
Hätte Alexander Ewans geahnt, welche Folgen es für ihn haben würde, hätte er wohl kaum das Fenster eines teuren Autos eingeschlagen und die Aktentasche vom Rücksitz gestohlen. Denn in der Tasche ...

Inhalt:
Hätte Alexander Ewans geahnt, welche Folgen es für ihn haben würde, hätte er wohl kaum das Fenster eines teuren Autos eingeschlagen und die Aktentasche vom Rücksitz gestohlen. Denn in der Tasche befinden sich Notizen eines Serienkillers, der kurze Zeit später von Evans Wohnungstür steht. Kurze Zeit später wird Ewans tot in seiner Wohnung gefunden.

Er ist nicht das einzige Opfer. Beinahe zeitgleich wird eine tote Frau gefunden. Sie ist am gesamten Körper weiß bemalt und in ihrem Rachen steckt eine Schachfigur. Die Kripo Helsinki, die die Ermittlungen übernehmen, ist sich sicher, dass es weitere Opfer geben wird, und bitten den Profiler Milo um Unterstützung.

Meine Meinung:
"Blindspiel" ist der Auftakt einer neuen Thrillerreihe des finnischen Autors Max Seeck. Im Zentrum steht Milo, ein intelligenter und sehr fähiger Profiler. Leider hat er aber auch einige private Probleme. Für meinen Geschmack hätte es die in der Form nicht unbedingt gebraucht, ich fand es vorallem zu Beginn eher verwirrend und too much. Und auch wenn ich Milo an und für sich sympathisch fand, konnte ich doch die eine oder andere Reaktion oder Aktion von ihm nicht wirklich nachvollziehen oder gutheißen.

Der Schreibstil des Autors ist gewohnt angenehm zu lesen. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und die schnellen Wechsel sorgen sowohl für Abwechslung als auch für Spannung. Selbstverständlich begleitet der Leser Milo, aber beispielsweise auch Minka von der Kripo Helsinki, die mit Milo zusammenarbeitet, oder aber das eine oder andere Opfer, sodass der Leser den Ermittlern gegenüber teilweise einen Wissensvorsprung hat.

Der Plot des Buches ist spannend und fesselnd. Der Modus Operandi des Täters ist speziell und die Inszenierung der Opfer wirft viele Fragen auf. Der Bezug zum Schach hat mir gut gefallen. Lange Zeit scheint der Täter den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein. Nach und nach zeichnet sich aber auch ab, dass die Morde mit einem Ereignis in der Vergangenheit in Verbindung stehen. Ich fand es sehr spannend, mehr darüber zu erfahren und auch wenn man sich einen Teil mit der Zeit herleiten oder zusammenreimen konnte vermag die schlussendliche Auflösung zu überraschen. Den Ausgang des Falls hätte ich mir zwar anders gewünscht, insgesamt konnte mich das Buch insbesondere in der zweite Hälfte aber überzeugen und ich bin schon gespannt auf den nächsten Band der Reihe.

Fazit:
Thriller mit außergewöhnlichem Plot samt überraschender Auflösung. Ein überzeugender Reihenauftakt, auch wenn ich mir den Ausgang anders gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Faszinierend anders

Notizen zu einer Hinrichtung
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Der wegen Mordes verurteilte Ansel Packer wartet im Todestrackt auf seine Hinrichtung. Ihm bleiben nur noch wenige Stunden. Dies ist seine Geschichte. Und die Geschichte der Frauen, die sein Leben geprägt ...

Der wegen Mordes verurteilte Ansel Packer wartet im Todestrackt auf seine Hinrichtung. Ihm bleiben nur noch wenige Stunden. Dies ist seine Geschichte. Und die Geschichte der Frauen, die sein Leben geprägt haben.

Dieses Buch ist einfach anders. Das zeigt sich nicht nur im Schreibstil der Autorin sondern auch in der Art und Weise, wie dem Leser Ansels Geschichte erzählt wird. In der Gegenwart begleitet der Leser Ansel in seinen letzten Stunden vor der Hinrichtung. Vergangenheit jedoch wird abwechselnd aus Sicht der Frauen erzählt, die darin eine Rolle spielen.

Anfangs brauchte ich ein wenig, um in die Geschichte hineinzufinden, dann aber konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Denn der Plot ist spannend und fessend. Dabei geht es weniger darum, den Täter zu finden, denn dieser ist dem Leser von Beginn an bekannt und bereits verurteilt. Vielmehr geht es darum, das Geschehene zu erfahren. Die Hintergründe zu den Taten. Wer Ansel zum Opfer gefallen ist. Wie sich seine Taten auch auf die Angehörigen der Opfer und die Menschen in seinem Umfeld auswirken. Und wie Ansel schließlich des Mordes überführt werden konnte.

Fazit:

Ein Buch, das sicher noch länger nachhallt. Beklemmend, berührend, faszinierend anders.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Unterhaltsamer Krimi

Salute - Die letzte Fahrt
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Rezension Unterhaltsamer Krimi wurde erstellt.
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Rezension
Unterhaltsamer Krimi
Salute - Die letzte Fahrt -
Salute - Die letzte Fahrt
von Friedrich Kalpenstein

Bewertet mit 4.5 Sternen

Inhalt:
Bei einer morgendlichen Runde am Gardasee entdeckt ein Hundebesitzer einen im Wasser treibenden Mann. Gemeinsam mit Cafébetreiber Paul Zeitler zieht er ihn ans Ufer, doch für den Mann, bei dem es sich um Bootsbauer Vincenzo Morelli handelt, kommt jede Hilfe zu spät. Commissario Lanzas übernimmt die Ermittlungen und ist sich sicher, dass es sich um Mord handelt, denn der Tote hatte zu Lebzeiten so einige Probleme. Zu Lanzas Missfallen mischt sich Paul Zeitler, ehemaliger Kommissar, auch dieses Mal in die Ermittlungen ein.

Meine Meinung:
"Salute - Die letzte Fahrt" ist der zweite Band dieser in Bardolino angesiedelten Krimireihe. Die Kriminalfälle sind in sich abgeschlossen, sodass das Buch problemlos ohne Vorwissen gelesen werden kann. Allerdings entwickeln sich die Beziehungen der Charaktere, insbesondere von Lanza und Zeitler, sodass es sich empfiehlt, die Bücher chronologisch zu lesen.

Das Setting des Buches ist auch dieses Mal wieder Bardolino, wo Zeitler mit viel Liebe und Hingabe ein kleines Café führt. Der kleine Ort am Gardasee bietet eine wunderschöne Kulisse für dieses Buch. Die Beschreibungen sind bildhaft und die zum Großteil liebenswerten Bewohner der kleinen Örtchens tun ihr übriges, dass man sich als Leser direkt wohl fühlt. Auch mit Commissario Lanza werde ich ebenso wie Zeitler langsam warm, er ist ein engagierter Ermittler und gar nicht so grießgrämig,wie es im ersten Band dem Anschein hatte.

Der Plot an sich ist spannend und wendungsreich. Aber auch der Humor kommt nicht zu viel und so gibt es so einige Szenen, die den Leser zum Schmunzeln bringen. So begleitet man Zeitler und Lanza nicht nur gerne bei ihren jeweiligen Nachforschungen, sondern Zeitler auch bei seinem Alltag im Café. Die schlussendliche Auflösung ist ebenso stimmig wie der gesamte Plot.

Fazit:
Unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Charakteren und einer gelungenen Mischung aus Spannung und einem Hauch Urlaubfeeling. Ich freu mich schon auf Band 3!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Charme, Humor und Spannung

Salute - Der letzte Espresso
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Inhalt:

Der ehemalige Münchener Hauptkommissar Paul Zeitler hat sich einen Wunsch erfüllt und führt ein kleines Café in Bardolino am Gardasee. Als einer seiner Gäste tot auf der Toilette aufgefunden wird ...

Inhalt:

Der ehemalige Münchener Hauptkommissar Paul Zeitler hat sich einen Wunsch erfüllt und führt ein kleines Café in Bardolino am Gardasee. Als einer seiner Gäste tot auf der Toilette aufgefunden wird und er unter Verdacht gerät, stellt er kurzerhand eigene Nachforschungen an. Sehr zum Leidwesen Commissario Lanzas, der mit den offiziellen Ermittlungen betraut ist und Zeitler nicht so recht traut.

Meine Meinung:

"Salute - Der letzte Espresso" ist der Auftakt der neuen Krimireihe des bayrischen Autors Friedrich Kalpenstein, in dessen Zentrum der ehemalige Polizist und nunmehr Cafébetreiber Paul Zeitler steht. Zeitler ist ein sympathischer Protagonist. Er hat sich mit dem Café einen Traum erfüllt, gleichwohl scheint in München vor seinem Weggang etwas vorgefallen zu sein. Obwohl er kaum Italienisch spricht, hat er mit seiner humorvollen und charmanten Art bereits einen festen Platz in der Gemeinschaft Bardolinos gefunden. Zu dieser gehören so einige liebenswerte, teils etwas klischeehaftete Charaktere, die mir ebenfalls sehe gefallen haben.

Der Schreibstil des Autors ist sehr humorvoll und nicht zuletzt dadurch unglaublich angenehm zu lesen. Ein Highlight des Buches ist das Setting. Der kleine Ort Bardolino am Gardasee bietet eine perfekte Kulisse. Die Beschreibungen von Bardolino und seiner Bewohner sind sehr authentisch und bildhaft und so kommt trotz der Krimihandlung durchaus ein wenig Urlaubsfeeling auf.

Gleichwohl steht der Mord im Café natürlich im Zentrum des Buches. Der Plot ist spannend, der Autor führt Lanzer und auch den Leser gekonnt auf die eine oder andere falsche Fährte. Die schlussendliche Auflösung kommt vielleicht nicht total überraschend, ist aber stimmig, und der finale Showdown bildet einen gelungenen Abschluss dieses ersten Bandes.

Fazit:

Kurzweiliger Krimi mit viel Charme, Humor und Spannung. Definitiv ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

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