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Veröffentlicht am 07.07.2025

Agenten meet ländliche Idylle

Das Geheimnis der Silvesternacht
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Inhalt:

Kurz nach Weihnachten in einem Herrenhaus im beschaulichen Südwesten Englands: Professor Alfred Wragby und seine Familie wollen dort ein paar entspannte Tage verbringen. Doch dann kommt alles ...

Inhalt:

Kurz nach Weihnachten in einem Herrenhaus im beschaulichen Südwesten Englands: Professor Alfred Wragby und seine Familie wollen dort ein paar entspannte Tage verbringen. Doch dann kommt alles ganz anders: Lucy, die 8-jährige Tochter des Professors, wird von russischen Agenten entführt, um ihn zu erpressen, seine gerade gemachte wissenschaftliche Entdeckung zu verraten. Privatdetektiv Nigel Strangeways, der sich auf Geheiß der britischen Regierung ebenfalls vor Ort befindet, macht sich auf die Suche nach der vermissten Lucy. Kann er das Mädchen finden bevor der Professor seine geheime Forschung offenbart?

Meine Meinung:

Das Cover des Buches ist wunderschön und hat mich auf Anhieb angesprochen. Aber auch inhaltlich konnte das Buch mit unterhalten. Es lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Die Charaktere sind wie es sich für einen britischen Krimi gehört zum Teil etwas skurril und eigenwillig, aber vielschichtig und authentisch dargestellt. Besonders Lucy mochte ich sehr, auch wenn sie mir für eine Achtjährige fast schon zu weit entwickelt war.

Das atmosphärische Setting des Buches hat mir gut gefallen. Ländliche Idylle im südwestlichen England, alles ist verschneit und der Nachhall der Weihnachtstage ist noch zu spüren. Im absoluten Kontrast dazu schlagen plötzlich russische Agenten zu und entführen ein kleines Mädchen. Für es sich für einen Agententhriller gehört, wird es insbesondere zum Ende hin auch durchaus turbulent. Aber auch die für einen britischen Krimi üblichen logischen Schlussfolgerungen und Überlegungen kommen nicht zu kurz. Eine interessante und gelungene Mischung.

Fazit:

Britischer Krimi mit teils skurrilen Charakteren, beschaulichem Setting und einem spannenden Kriminalfall.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Genialer Thriller

Aschesommer
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Inhalt:

Eine Todesanzeige führt Ermittler Jakob Krogh und Mila Weiss der Sonderermittlungsgruppe 4 zu einer unterirdischen Eiskammer, in der sie zwei erfrorene Menschen finden. An der Wand wurde eine ...

Inhalt:

Eine Todesanzeige führt Ermittler Jakob Krogh und Mila Weiss der Sonderermittlungsgruppe 4 zu einer unterirdischen Eiskammer, in der sie zwei erfrorene Menschen finden. An der Wand wurde eine mit Asche geschriebene Botschaft hinterlassen: Das Sterben hat begonnen. Schnell zeigt sich, dass die Gruppe 4 es erneut mit einem skrupellosen Serienkiller zu tun hat. Und dass die Spuren zu einem kaltblütigen Mörder führen, der bereits seit Jahren in einer Psychiatrischen Abteilung einsetzt. Was weiß er über die Taten oder hat er sogar seine Hände mit im Spiel?

Meine Meinung:

Nachdem mir bereits "Krähentage" sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf den zweiten Band der Reihe. Die Handlung setzt nur kurze Zeit nach Ende des ersten Bandes ein, entsprechend viele Querweise gibt es auch auf den vorherigen Fall, ohne den Leser zu spoilern.

Die Charaktere, allen voran das Ermittlerteam um Jakob Krogh und Mila Weiss, haben mir auch dieses Mal sehr gut gefallen. Die Ermittler der Gruppe 4 sind ein bunt zusammengewürfeltes Team, wobei jeder seine Stärken und auch Schwächen hat und in die Ermittlungen einbringt. Jakob als auch Mila haben beide privat ein Päckchen zu tragen und ich fand es spannend, insbesondere über Mila mehr zu erfahren, ohne dass es dem eigentlichen Kriminalfall die Show stiehlt.

Dies ist auch ehrlich gesagt fast unmöglich, denn der Plot hat es in sich! Ein skrupelloser Mörder und ein Psychopath, der weggesperrt und doch brandgefährlich ist. Der Modus Operandi ist speziell aber ich fand das Vorgehen sehr originell und gleichzeitig auch interessant dadurch mehr über die Geschichte der Erde zu erfahren. Es gibt insbesondere in der zweiten Hälfte des Buches so einige ungeahnte Wendungen, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann und die schlussendliche Auflösung überrascht. Der Showdown ist packend und bildet einen gelungenen Abschluss des Buches. Gleichzeitig macht das Ende aber auch neugierig auf das was kommt und ich hoffe sehr auf eine baldige Fortsetzung!

Fazit:

Genialer Thriller mit tollem Ermittlerteam, raffiniertem Plot und einem bösen Mastermind. Ein echtes Highlight, absolute Leseempfehlung für alle Thrillerfans!

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Eine Jagd mit blutigem Ausgang

Der Wolf im dunklen Wald
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Inhalt:
Während einer Jagd wird einer der Teilnehmer tot aufgefunden. Er wurde augenscheinlich mit sieben Stichen ermordet. Carla Seidel, ehemalige Hamburger Mordermittlerin und nun bei der Polizei Dannenberg ...

Inhalt:
Während einer Jagd wird einer der Teilnehmer tot aufgefunden. Er wurde augenscheinlich mit sieben Stichen ermordet. Carla Seidel, ehemalige Hamburger Mordermittlerin und nun bei der Polizei Dannenberg im Wendland, und ihre Kollegen übernehmen die Ermittlungen und finden schnell heraus, dass der Tote nicht überall beliebt war..

Auch Carlas Tochter Lana ist indirekt in den Fall involviert. Denn der Junge, mit dem sie aktuell anbandelt, ist der Sohn des Organisators der Jagd. Und Lana und er waren in der Nacht vor der Jagd gemeinsam im Wald. Seit dem verhält sich Fabian irgendwie seltsam... Weiß er vielleicht mehr über den Mord?

Meine Meinung:
"Der Wolf im dunklen Wald" ist der zweite Teil um Polizistin Carla Seidel und ihre hochsensible Tochter Lana. Da mich der erste Band bereits begeistern konnte, habe ich mich sehr über diese Fortsetzung gefreut.
Der Schreibstil ist wie schon beim Vorgänger sehr angenehm zu lesen und so taucht man als Leser schnell in die Geschichte ein. Das Setting der Reihe gefällt mir ebenfalls gut, denn das Wendland ist mir bislang eher fremd.

Die Handlung des Buches wird hauptsächlich aus Sicht der Ermittlerin Carla Seidel erzählt. Carla ist einerseits eine taffe und intelligente Ermittlerin, weshalb es Spaß macht sie bei ihren Nachforschungen zu begleiten. Privat hat sie aber einige Päckchen zu tragen, ist aus privaten Gründen von Hamburg in die Provinz gewechselt und hat nach wie vor einen starken Hang zum Alkohol.
Auch Carlas hochsensible Tochter Lana kommt zu Wort. Sie ist tut sich manchmal schwer mit sozialen Interaktionen und das Verhältnis zu ihrer Mutter ist teils sehr angespannt. Entsprechend spielt auch die private Situation der beides eine große Rolle im Buch. Ich mag beide sehr, weswegen ich - insbesondere in den eher brenzligen Situationen - mit ihnen mitgefühlt und -gebangt habe, allerdings fand ich für meinen Geschmack den Anteil privater Verwicklungen dieses Mal sehr hoch bzw an der Grenze zu "zu viel".

Der Krimiplot an sich ist spannend und wendungsreich und konnte mich dadurch von Anfang bis Ende fesseln. Im Laufe der Ermittlungen bringen Clara immer mehr über den Toten in Erfahrung, beinahe jede ihrer Spuren scheint aber mal schneller mal langsamer in einer Sackgasse zu enden. Nicht nur die Ermittler sondern auch der Leser tappen entsprechend lange im Dunkeln. Die schlussendliche Auflösung samt Show-Down haben mir sehr gut gefallen und bilden einen gelungenen Abschluss des Buches.

Fazit:
Spannender und wendungsreicher Krimi mit sympathischem Mutter-Tochter-Gespann, auf deren Privatleben ein starker Fokus liegt.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Die tragische Geschichte der Familie von Laar

Der Gott des Waldes
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Inhalt:

Die Familie von Laar besitzt und betreibt seit Jahrzehnten ein Naturreservat in den Adirondack Montains. Wie in jedem Sommer findet dort auch 1975 ein Sommercamp für Jugendliche statt. Dieses ...

Inhalt:

Die Familie von Laar besitzt und betreibt seit Jahrzehnten ein Naturreservat in den Adirondack Montains. Wie in jedem Sommer findet dort auch 1975 ein Sommercamp für Jugendliche statt. Dieses Mal will auch Barbara, die Tochter der von Laars daran teilnehmen. Eines Morgens liegt sie beim Wachappell nicht in ihrem Bett. Eine riesige Suchaktion beginnt, die Polizei wird alarmiert, doch von Barbara fehlt jede Spur. Wie vor 14 Jahren bei ihrem Bruder Bear, der nie gefunden wurde.

Meine Meinung:

Nachdem mich "Long Bright River" der Autorin schon total begeistern konnte, war ich gespannt auf ihr neues Werk. Dieses ist zu Recht als Roman deklariert, auch wenn es eine ganze Reihe von Krimimerkmalen aufweist.

Die zahlreichen Charaktere des Buches, teils mehr, teils weniger sympathisch, sind allesamt facettenreich und gut gezeichnet. Ich mochte vorallem Barbara, die mit ihrer unangepassten Art ihren Eltern das Leben schwer macht, sowie Tracy, die im Camp endlich mal aus sich herauskommt. Aufgrund der vielen verschiedenen Charaktere sowie der sehr regelmäßigen Zeitsprünge (neben den heutigen Ereignissen spielt auch die Vergangenheit der van Laars eine große Rolle ebenso wie das Verschwinden von Bear) ist es stellenweise schwer den Überblick zu behalten. Hier helfen die Jahreszahlen zu Beginn der Kapitel sehr.

Der Plot ist spannend und fesselnd. Obwohl es zum Teil unaufgeregtere Abschnitte im Buch gibt, schafft es die Autorin, den Leser in ihren Bann zu ziehen und nicht zuletzt aufgrund vieler ungeahnter, überraschender Wendungen bei der Stange zu halten. Schluss samt Auflösung sind stimmig und haben mir sehr gut gefallen.

Fazit:

Stellenweise unaufgeregter, aber nichtsdestotrotz spannender und wendungsreicher Roman.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Silvesterfeier des Grauens

Die Yacht
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Inhalt:

Hannah ist von ihrer inzwischen wohlhabenden Freundin Libby und deren Mann zu einer Silvesterparty auf einer im Hafen liegenden Luxusyacht eingeladen. Sie schaut dem Abend mit gemischten Gefühlen ...

Inhalt:

Hannah ist von ihrer inzwischen wohlhabenden Freundin Libby und deren Mann zu einer Silvesterparty auf einer im Hafen liegenden Luxusyacht eingeladen. Sie schaut dem Abend mit gemischten Gefühlen entgegen, verbinden tut sie mit Libby und Maggie, ihren besten Freunden aus dem Studium, vorallen die Erinnerungen an damals. Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren feiern sie dieses Jahr im kleinen Kreis zu sechst und die Stimmung ist alles andere als entspannt. Als Hannah am Morgen nach der Party erwacht, muss sie feststellen, dass die Yacht über Nacht vom Hafen abgetrieben und im offenen Meer treibt. Der Tank ist leer, das Funkgerät kaputt, kein Mobilfunknetz und zusätzlich auch noch kaum Vorräte sind an Bord. Auch die Stimmung kippt schnell. Und schon bald wird der erste der sechs Passagiere vermisst...

Meine Meinung:

"Die Yacht" ist ein Stand-Alone-Thriller der englischen Autorin Sarah Goodwin. Ihr Schreibstil ist wie bereits in den vorherigen Büchern der Autorin sehr angenehm zu lesen und so findet man als Leser schnell in die Handlung hinein.

Protagonistin Hannah war mir sympathisch, auch wenn ich sie mehrfach gerne geschüttelt hätte. Sie ist stellenweise sehr naiv und verschließt die Augen vor der Wahrheit. Denn ihre ehemaligen Freundinnen sind inzwischen alles andere als Freundinnen. Die restlichen Personen an Bord fand ich zum größten Teil entsprechend unsympathisch und so hat mich ihr Verhalten oftmals zur Weißglut gebracht.

Plot und Setting des Buches haben mir sehr gut gefallen. 6 Personen auf einer Yacht, die hilf- und antriebslos auf dem offenen Meer treibt, schon allein das ist eine Situation, in die man lieber nicht geraten möchte. Hinzu kommen jedoch die zwischen ihnen bestehenden Konflikte, die teils zu offenen Anfeindungen oder körperlichen Auseinandersetzung führen und die Situation weiter verschärfen. Ich konnte das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen, trotz oder vielleicht auch gerade weil ich einige der Charaktere absolut unausstehlich bis hin zu abgrundtief durchtrieben und böse empfand. Nicht nur Hannah, sondern auch der Leser weiß bald nicht mehr, wem an Bord des Schiffes überhaupt noch zu trauen ist...! Die schlussendliche Auflösung ist zu teilen überraschend, aber insgesamt stimmig, auch wenn es gerade gegen Ende des Buches ein paar Ereignisse bzw Geschehnisse gibt, die mir nicht so wirklich realistisch erschienen, und zudem einige Fragen unbeantwortet bleiben. Nichtsdestotrotz konnte mir das Buch spannende Lesestunden bescheren.

Fazit:

Spannendes Setting, absolut fesselnder Plot, wenn auch an manchen Stellen nicht so ganz realistisch. Trotzdem definitiv lesenswert!

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