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Veröffentlicht am 14.09.2020

Spannender, atmosphärischer Krimi mit außergewöhnlichem Setting

Die letzte Geliebte
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Inhalt:
Hollywood, 1923: Privatdetektiv Hardy Engel hat einen neuen Auftrag: er soll herausfinden, was Will Hays, der oberste Boss von Hollywood, für schmutzige Geheimnisse hat, und so dabei helfen, ihn ...

Inhalt:
Hollywood, 1923: Privatdetektiv Hardy Engel hat einen neuen Auftrag: er soll herausfinden, was Will Hays, der oberste Boss von Hollywood, für schmutzige Geheimnisse hat, und so dabei helfen, ihn zu Fall zu bringen. Hardy beginnt zu ermitteln - dabei stößt er auf einen regelrechten Sumpf voller Geheimnisse und (politischer) Skandale. Und sehr bald auch auf die erste Leiche...

Meine Meinung:
"Die letzte Geliebte" ist bereits der dritte Teil der Reihe um Privatdetektiv Hardy Engel. Obwohl die Handlung in sich abgeschlossen ist, empfiehlt und lohnt es sich, die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Der Protagonist Hardy Engel, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, ist dem Leser bereits aus den vorherigen Teilen der Reihe bekannt und ans Herz gewachsen. Er ist ein humorvoller und schlagkräftiger Typ, der sich nicht zu fein ist, sich auch mal die Hände schmutzig zu machen.

Der Plot ist spannend und fesselnd. Erneut entführt Christof Weigold den Leser in das Hollywood der 20er Jahre. Eine Zeit voller Glamour, dem Boom der Filmindustrie und erster großer Filmstars. Aber auch eine Zeit voller Skandale, exzessiven Partys und Drogen. Eindrucksvoll, bildhaft und atmosphärisch schildert der Autor das damalige Hollywood. Auf beinahe jeder Seite merkt man, wie akribisch Christof Weigold recherchiert hat. Zudem spürt man regelrecht die Leidenschaft und Begeisterung für die Geschichte der Filmindustrie, was das Buch nicht nur authentisch sondern zu etwas Besonderem macht. Erneut sind reale Begebenheiten perfekt in den Plot mit eingebaut und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zerfließen. Dieses Mal spielt auch die politische Situation, wie beispielsweise der Aufstieg des Ku-Klux-Klan, eine größere Rolle, wodurch der Plot eine Spur ernster aber nicht weniger interessant und spannend ist als bei den beiden Vorgängern.

Fazit:
Genauso spannend, atmosphärisch und außergewöhnlich wie die Vorgänger!

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Wunderschönes Bilderbuch

Einstein
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Inhalt:
Schon seit Tagen fiebert die kleine Maus dem Käsefest entgegen. Doch dann verpasst sie es, da sie sich beim Abreißen der Kalendertage vertan hat, und ist genau einen Tag zu spät dran. Die Maus ...

Inhalt:
Schon seit Tagen fiebert die kleine Maus dem Käsefest entgegen. Doch dann verpasst sie es, da sie sich beim Abreißen der Kalendertage vertan hat, und ist genau einen Tag zu spät dran. Die Maus ist untröstlich. Doch anstatt aufzugeben, sucht sie einen Weg die Zeit zurückzudrehen. Ob sie einen Weg finden wird, doch noch am lang ersehnten Käsefest teilzunehmen?

Meine Meinung:
In "Einstein" erlebt die kleine Maus bereits ihr viertes spannendes Abenteuer. Die Handlung ist sehr süß in einer Mischung aus Text und Bildern erzählt und inhaltlich spannend. Darüber hinaus sind viele interessante Informationen rund um das Thema "Zeit" kindgerecht in der Geschichte verpackt.

Die Charaktere des Buches sind allesamt sehr liebenswert, allen voran natürlich der Protagonist und Held der Geschichte: die kleine Maus. Sie ist schlau und einfallsreich, voller Neugier und Wissensdurst, aber auch tapfer und mutig. Man schließt sie auf Anhieb in sein Herz und es macht einfach Spaß sie auf ihren Abenteuern zu begleiten.

Absolutes Highlight sind die wunderschönen Illustrationen, auf die das grandiose Cover bereits einen Vorgeschmack gibt und die dieses Buch ebenso wie die drei vorherigen Bände zu einem absoluten Hingucker machen. Torben Kuhlmann hat einfach einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil, den man einfach lieben muss! Die Bilder passen perfekt zur Geschichte und sind so detailreich, dass man beim Anschauen jedes Mal noch etwas Neues entdecken kann.

Fazit:
Sehr süße Geschichte mit wunderschönen Illustrationen - ein absolutes Highlight für Groß und Klein und hoffentlich nicht das letzte Abenteuer der kleinen Maus aus Torben Kuhlmann Feder.

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Spannender Reihenauftakt mit packendem Ende

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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Inhalt:

Als in London an verschiedenen Stellen Leichenteile unterschiedlicher Opfer gefunden werden, werden Detective Inspector Anjelica Henley und ihre Kollegen von der Londoner Serial Crimes Unit (SCU) ...

Inhalt:

Als in London an verschiedenen Stellen Leichenteile unterschiedlicher Opfer gefunden werden, werden Detective Inspector Anjelica Henley und ihre Kollegen von der Londoner Serial Crimes Unit (SCU) alarmiert. Schnell wird klar: Der Modus Operandi erinnert stark an den Serienkiller Peter Oliver alias der Jigsaw Man. Doch der sitzt nicht zuletzt dank Henley seit 3 Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis und kann für die aktuellen Morde nicht verantwortlich sein. Haben die Ermittler es mit einem Nachahmungstäter zu tun? Und wieviel weiß Olivier wirklich?

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Wie der Klappentext vermuten lässt, ist das Buch nichts für Zartbesaitete. Schon die ersten Seiten haben es in sich und sind nichts für schwache Nerven! Die Beschreibungen der Leichen(-teile) sind sehr detalliert und insbesondere gegen Ende des Buches wird es zunehmend recht blutig und brutal.

Der Plot ist spannend und hält die eine oder andere überraschende Wendung bereit. Der Kreis der möglichen Täter grenzt sich im Laufe des Buches immer mehr ein. Mir persönlich war die Identität des Täters leider etwas zu naheliegend bzw. zu früh absehbar. Und auch sonst konnte man zumindest in groben Zügen erahnen, auf was die Handlung am Ende hinausläuft. Dennoch hat mich das packende Ende mitfiebern lassen und aufgrund des zum Teil recht offenen Endes neugierig auf eine (hoffentlich baldige) Fortsetzung gemacht.

Sehr gut gefallen haben mir die Einblicke in die (Abgründe der) Psyche eines Serienmörders, die gleichermaßen spannend und faszinierend wie beängstigend und verstörend sind.

Die Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Sie haben Ecken und Kanten sowie private als auch berufliche Sorgen und Probleme, was sie authentisch macht. Dies gilt auch für die Protagonistin Henley, mit der ich mich zu Beginn etwas schwer getan habe. Sie gibt sich nach außen hin stark, kühl und beinahe unnahbar, leidet jedoch an einer Posttraumatischen Belastungsstörung, was sie zu verheimlichen versucht. Sie ist eine wirklich gute Ermittlerin und es macht Spaß mit ihr auf Verbrecherjagd zu gehen, doch mit ihrem Verhalten im Privaten, insbesondere ihrem Mann und ihrem Chef gegenüber, konnte ich mich nicht immer anfreunden. Ihr junger Kollege Ramouter, der Henley (zu ihrem Ärger) bei den Ermittlungen zur Seite gestellt wird, hat mir hingegen sehr gut gefallen und durchaus Potential. Er stellt nicht nur bzgl. des aktuellen Falles sondern auch der Vergangenheit des Teams der SCU Fragen, was seinen Kollegen nicht unbedingt gefällt. Auch hier bin ich gespannt, was bei einer möglichen Fortsetzung noch ans Licht kommen wird...

Fazit:

Spannender Reihenauftakt mit packendem Ende. Nur die Identität des Täters war mir leider etwas zu naheliegend. Bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.09.2020

Bei Skype-Anruf Mord

Wer auf dich wartet
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Inhalt:
Als Aidan sich abends bei Skype einloggt, um mit seiner Freundin Zoe zu skypen, erlebt er eine böse Überraschung: während Zoe noch badet, betritt eine unbekannte Gestalt die Wohnung und schleicht ...

Inhalt:
Als Aidan sich abends bei Skype einloggt, um mit seiner Freundin Zoe zu skypen, erlebt er eine böse Überraschung: während Zoe noch badet, betritt eine unbekannte Gestalt die Wohnung und schleicht sich ins Badezimmer. Kurz darauf hört Aidan einen Kampf, danach herrscht Stille... Und ein Schatten schleicht sich wieder hinaus.

Als DCI Jonah Sheens am nächsten Morgen von dem Notruf eines Unbekannten erfährt, der behauptet via Skype einen Angriff auf seine Freundin mitgehört zu haben, jedoch die Adresse seiner Freundin nicht kennt, wird er stutzig. Als Sheens schließlich Zoes Wohnung betritt, findet er die junge Frau ermordet in ihrem Badezimmer. Sheens und sein Team übernehmen die Ermittlungen. Je tiefer sie graben, umso mehr stoßen sie dabei auf Lügen, Neid und dunkle Geheimnisse. Fast jeder aus Zoes Freundeskreis scheint ein Motiv zu haben... Doch ist einer von ihnen wirklich zum Mörder geworden?

Meine Meinung:
Nachdem mich der erste Teil der Reihe um DCI Jonah Sheens und sein Team von der Kriminalpolizei Southampton - "Bis Ihr sie findet" - absolut begeistern konnte, war ich gespannt auf das Wiedersehen. Und wurde nicht enttäuscht...

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, schon nach wenigen Seiten ist man als Leser mitten drin im Geschehen und gefesselt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was für Abwechslung sorgt und dem Leser einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der verschiedenen Charaktere ermöglicht. Der Leser begleitet einerseits die Ermittler bei ihren Nachforschungen, andererseits erfährt er dank Rückblenden aber auch einiges über Zoes Vorgeschichte (chronologisch von ihrem Kennenlernen mit Aidan bis zu ihrem Tod) und wie es zu dem folgenschweren Abend kommen konnte....

Der Plot ist durchgehend spannend und hält die eine oder andere überraschende Wendung für den Leser bereit. Jeder aus Zoes näherem Umfeld ist mindestens einmal verdächtig und besitzt ein (mal mehr, mal weniger) starkes Motiv für die Tat. Dadurch wird man als Leser genauso wie beim ersten Band der Reihe zum miträtseln animiert. Ich konnte das Buch dadurch kaum aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wer Zoe so etwas antun konnte. Und ob ich mit meinem (zugegeben schwankenden) Verdacht richtig liege...

Das Ermittlerteam hat mir erneut sehr gut gefallen. DCI Sheens, der Leiter des Teams, ist ein fähiger Ermittler und mischt gerne auch fernab des Schreibtisches bei den Ermittlungen mit. Auch das restliche Team gefällt mir sehr, allen voran die sehr engagierte und sympathische Juliette Harris. Insgesamt arbeiten die Ermittler sehr harmonisch zusammen und ergänzen sich gut. Wenngleich auch ihr jeweiliges Privatleben eine Rolle spielt und man sie so noch besser kennenlernt, stehen die Ermittlungen im Vordergrund und es macht Spaß, sie dabei zu begleiten.

Fazit:
(Fast) genauso spannend und fesselnd wie der Vorgänger. Und ein tolles Ermittlerteam! Ich hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen!

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Veröffentlicht am 03.09.2020

Atmosphärischer Krimi mit medizinhistorischem Hintergrund

Die Tinktur des Todes
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Inhalt:
Edinburgh, 1847: der junge aufstrebende Medizinstudent Will Raven findet seine Freundin Evie, die als Prostituierte arbeitet, tot in ihrem Zimmer. Kurz vorher bat sie ihn verzweifelt um Geld, dass ...

Inhalt:
Edinburgh, 1847: der junge aufstrebende Medizinstudent Will Raven findet seine Freundin Evie, die als Prostituierte arbeitet, tot in ihrem Zimmer. Kurz vorher bat sie ihn verzweifelt um Geld, dass Raven sich daraufhin bei dubiosen Männern geliehen hat. Raven ist sich sicher, dass seine Freundin keines natürlichen Todes starb.
Kurz darauf tritt er seine Stelle bei dem renommierten Geburtshelfer Dr. Simpson an. Dort lernt er das wissbegierige Hausmädchen Sarah kennen. Auch sie hat eine Freundin verloren, deren Todesumstände einige Fragen aufwirft. Obwohl Raven und Sarah sich zunächst nicht wohl gesinnt sind, schließen sie sich schließlich zusammen, um der mysteriösen Todesursache der Frauen auf den Grund zu gehen und den skrupellosen Mörder zu stellen.

Meine Meinung:
"Die Tinktur des Todes" ist der Auftakt zu einer neuen Reihe, die im Edinburgh des 19. Jahrhunderts spielt. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und der Zeit, zu der die Geschichte spielt, angemessen. Die Beschreibungen der damaligen Lebensverhältnisse sowie der Stadt sind sehr authentisch und atmosphärisch und versetzen den Leser zurück in das viktorianische Zeitalter: die Kluft zwischen Reich und Arm ist groß. Prostitution floriert. Das Leben der Frauen (insbesondere höherer Schichten) wird beherrscht von der Suche nach einem Ehemann und dem Großziehen der Kinder. Alles in allem eine Zeit, in der ein Mörder Frauen niedrigerer Schichten ermorden kann ohne aufzufallen...

Die Protagonisten Will Raven und das Hausmädchen Sarah haben mir sehr gefallen. Will ist ein engagierter Medizinstudent aus eher armem Hause. Er kämpft hart für seinen beruflichen Erfolg und hofft auf ein besseres Leben. Im Gegensatz zu vielen anderen Medizinstudenten fühlt er sich aber nicht als etwas Besseres, sondern hat ein großes Herz. Gleichzeitig trägt er aber auch ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit mit sich herum... Sarah ist sehr wissbegierig und intelligent. Sie interessiert sich sehr für Medizin und Arzneien, aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Herkunft hat sie aber keine Chance, eine (höhere) Anstellung in diesem Bereich zu finden. Ich fand sie sehr sympathisch, gerade weil sie sich traut, aus den von der Gesellschaft auferlegten Grenzen ihres Standes auszubrechen und über den Tellerrand zu schauen, auch wenn ihr dies oftmals Ärger einbringt.

Der Plot beginnt zunächst etwas schleppend, gewinnt dann aber zunehmend an Spannung. Für mich war die Identität des Täters nicht sehr überraschend, dennoch konnte mich das packende Ende und die Auflösung überzeugen.
Sehr interessant und informativ fand ich den medizinischen Hintergrund. Der damaligeStand der Forschung - insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Anästhetika - spielt eine sehr große Rolle für die Geschichte. Hier merkt man, dass das Ehepaar, dass sich hinter dem Pseudonym Ambrose Perry verbirgt, vom Fach ist.

Fazit:
Spannender, atmosphärischer Krimi mit medizinhistorischem Hintergrund und interessantem Schauplatz.

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