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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2026

Alte Vorurteile erwachen bei undurchsichtigen Todesfällen

Strandopfer
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Die junge BKA-Ermittlerin Lena Schuldt wird nach Usedom beordert. In der Gemeinde Misdroy an der Grenze stößt Adam Krawczyk, ein polnischer Kommissar, zu ihr um gemeinsam in dem mysteriösen Mordfall des ...

Die junge BKA-Ermittlerin Lena Schuldt wird nach Usedom beordert. In der Gemeinde Misdroy an der Grenze stößt Adam Krawczyk, ein polnischer Kommissar, zu ihr um gemeinsam in dem mysteriösen Mordfall des Deutschen zu ermitteln. Beide geraten schnell in ein rätselhaftes und widersprüchliches Geschehen, denn es stellt sich heraus, dass die 10-jährige Luisas, die ebenfalls zur Reisegruppe gehört, spurlos verschwunden ist. Eine scheinbar endlose, verzweifelte Suche beginnt.

Das Cover finde ich ansprechend, aus der Schwärze eröffnet sich der Blick auf ein friedliches Küstenstädtchen, aber der Inhalt ist kontrovers.
Frank Goldammer schreibt sehr lebendig und detailreich und entsprechend gut und ausgesprochen fesselnd und einfühlsam wird das Hörbuch von Oliver Siebeck gelesen. Allerdings hat mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen können. Sie erschien mir als ein ewiges Hin und Her zwischen alten Vorurteilen, seltsamen Ein- und Ansichten, die Ermittlungen schritten in meinen Augen, sicher auch durch die Verständigungsschwierigkeiten, nur schleppend voran, änderten ständig ihre Richtung und waren die längste Zeit recht erfolglos. Dafür durfte ich mich mit Lenas Misstrauen, ihrem Selbstmitleid und ihren diversen Befindlichkeiten ausreichend auseinandersetzen, wogegen von Adam nur wenig ans Tageslicht kam. Eine Story von Schein und Sein, wie sie womöglich auch vorkommt, aber mit Lena konnte ich absolut nicht warm werden und verstand auch über weite Strecken ihre Impulse nicht. Der Fall selbst war undurchsichtig und verwirrend, genau das hat aber dann die Spannung doch einigermaßen gehalten.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Eine verwegene Klosterschwester auf spannender Spurensuche

Tod am Chiemsee
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Sommer auf Frauenchiemsee, idyllische Tage im Kloster und dann ein gewaltiger Sturm, der ein schauriges Szenario hervorbringt. Denn der See offenbart einen riesigen Überseekoffer, der zwei Skelette beinhaltet. ...

Sommer auf Frauenchiemsee, idyllische Tage im Kloster und dann ein gewaltiger Sturm, der ein schauriges Szenario hervorbringt. Denn der See offenbart einen riesigen Überseekoffer, der zwei Skelette beinhaltet. Zeitgleich schluckt er im Unwetter eine Seglerin…

Das Cover ist, wie immer bei emons:, wunderschön gestaltet und vermittelt einen zauberhaften Eindruck vom Chiemsee. Zwar ist er gefroren und passt nicht exakt zur sommerlichen Hitze des Geschehens, aber die Atmosphäre ist gut vorstellbar.
Ina May nimmt ihre Leserschaft mit in eine malerische Landschaft, das sehr idyllische Setting des Klosters Frauenchiemsee und dessen mystischen Kräutergarten. Und überrascht mit einer Nonne, die spektakulärer nicht sein könnte! Aus Marian Reinhart wird nach einem umtriebigen Leben Schwester Althea, die auf Frauenwörth eigentlich ihre Ruhe sucht.
Die Autorin hat einen ganz eigenen Stil, sie streut Andeutungen, spricht in Rätseln und fesselt mit herrlichem Humor! Denn Althea ist ausgesprochen eigenwillig, sehr warmherzig, unkompliziert und liebenswert, sie blickt auf eine geradezu aberwitzige Vergangenheit zurück, deren Mysterium sich im Zuge er Ermittlungen gleich mit aufklärt. Der Fall aber ist wirklich ziemlich schlimm und erschreckend, man darf also auch mit Gänsehaut rechnen.
Ein witziger Krimi mit reichlich skurrilen Szenen, herrlich kurzweilig und sehr unterhaltsam!

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Genuss mit Wohlfühleffekt, der perfekte Begleiter in ein gesundes Leben

Healthy Food
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Leckeres Essen auf dem Cover und dazu eine strahlende Autorin, da nimmt man das Buch gleich sehr gerne in die Hand. Tatsächlich habe ich schon jede Menge Diäten gestartet, bin stets gescheitert und habe ...

Leckeres Essen auf dem Cover und dazu eine strahlende Autorin, da nimmt man das Buch gleich sehr gerne in die Hand. Tatsächlich habe ich schon jede Menge Diäten gestartet, bin stets gescheitert und habe es wieder versucht.
Dieses wunderbare Buch erscheint mir nun wie der perfekte Begleiter in ein gesundes Leben, und zwar in jeder Hinsicht. Monika Svendsen erzählt aus eigener Erfahrung und hat einen ausgezeichneten Einblick über die Wirkung von Lebensmitteln. Ja, manches weiß man eigentlich, aber ihre Kapitel, konkret ergänzt mit den Nährstoffen zu den Gesundheitsthemen, haben mich schon zum Staunen gebracht. Alles ist logisch und verständlich, Zusammenhänge werden erklärt, und ehrlich, hier finden sich auch die meisten Lösungen für meine Probleme.
Besonders imponiert und auch überzeugt hat mich der Ansatz der Autorin, sich nicht einer strengen Diät zu unterziehen (die bei mir erfahrungsgemäß sowieso nicht klappt), sondern sich mit Geduld in kleinen Schritten selbst zu verwöhnen. Sich aufmerksamer um sich selbst zu kümmern, das klappt! Für mich ein Umdenken in die richtige Richtung und mit dem geballten Wissen und den leckeren Rezepten auch einfach umzusetzen. Bereits nach wenigen Wochen sehe ich erste Ergebnisse und mich und meine Gesundheit mit anderen Augen. Nicht Zwang, sondern Self-Care, kein Verzicht, stattdessen Wohlgefühl! Ich kann sagen, dieses Buch ist mein Highlight!

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Ein mysteriöser Todesfall auf Burg Hohenzollern

Tod auf Hohenzollern
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Das Cover könnte nicht passender sein! Ein wirklich traumhaft schöner Einband zieht den Blick auf sich und wirft die Frage auf, was sich wohl unter den Wolken auf Hohenzollern verbirgt?
Und Wolfgang Kramer, ...

Das Cover könnte nicht passender sein! Ein wirklich traumhaft schöner Einband zieht den Blick auf sich und wirft die Frage auf, was sich wohl unter den Wolken auf Hohenzollern verbirgt?
Und Wolfgang Kramer, Schlossmeister auf der Burg und mit allen Geheimnissen vertraut, steht vor einem Rätsel, als ein toter Wachmann vor der Kapelle liegt. Dieser war etwas verrufen, hatte wohl auch Feinde, aber Wolfgang ist sicher, dass es sich nicht um einen Unfall handelt und kämpft sich mit Tochter Hanna durch ein Dickicht aus Vermutungen und Verdächtigungen.
Die Geschichte ist spannend erzählt, Yvette Eckstein versteht es, sehr anschaulich und mit großem Kopfkino zu fesseln, ihre historischen Details sind top recherchiert und für die Leserschaft sicher ein zusätzlicher Pluspunkt. Schon zu Beginn hatte ich das Gefühl, die Ermittlungen gehen gleich in die Vollen und hätte mir beinahe ein Personenregister gewünscht, um bei der Fülle der Protagonisten den Überblick zu behalten. Aber schnell waren dann die Zusammenhänge erkennbar, der weitere Verlauf abwechslungsreich und kurzweilig.
Yvette Eckstein bleibt ihrem ganz eigenen Stil treu (ich denke an die Luisenburg) und sorgt für spannende Unterhaltung und angenehmes historisches Flair!

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Leben im Ausnahmezustand, ein intensives, sehr bewegendes Szenario

Solange ein Streichholz brennt
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Daniel Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße und ist ein Einzelgänger, der verzweifelt versucht, zu überleben. Alina ist eine junge Journalistin, die ihre Chance ergreift, mit einer bewegenden Dokumentation ...

Daniel Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße und ist ein Einzelgänger, der verzweifelt versucht, zu überleben. Alina ist eine junge Journalistin, die ihre Chance ergreift, mit einer bewegenden Dokumentation über Obdachlose einen großen Erfolg zu landen. Sie treffen aufeinander und stellen nach und nach fest, dass ihr Leben so unterschiedlich gar nicht ist.

Es ist eine traurige, bewegende Geschichte, die zunächst völlig aussichtslos erscheint. Einerseits für Bohm, der sich als unnahbar erweist und sich erst durch die Zuneigung eines kleinen Hundes etwas öffnen kann, andererseits für Alina, die den Herausforderungen des harten, journalistischen Alltags kaum gewachsen ist. Christian Huber erzählt so einfühlsam, so herzerweichend und vor allem deshalb ergreifend, weil man versteht, wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann. Es reicht eine Tragödie, der man nicht gewachsen ist, ein Zufall, ein Ereignis, vor dem keiner gefeit ist. Der Autor bringt einem die Ausweglosigkeit nahe, zeigt, wie hilflos Menschen sein können und streut zugleich einen Hauch von Hoffnung und Liebe. Ich konnte mich in Bohm und Alina, aber auch in Saskia absolut gut hineinversetzen und empfinde das Buch als sehr realistisch und dadurch sehr überzeugen.
Robert Stadlober und Maria Wördemann lesen die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten so warmherzig und einfühlsam, dass man das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch genießen möchte.

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