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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2022

Interessantes Konzept

Because It's True − Tausend Momente und ein einziges Versprechen
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Because it’s true beinhaltet zwei Kurzromane von Bestseller Autorinnen,u.a. als Einführung in deren jeweilige Buchreihen, die in Zukunft erscheinen.

Dieses Konzept und dass beide Geschichten eine Three ...

Because it’s true beinhaltet zwei Kurzromane von Bestseller Autorinnen,u.a. als Einführung in deren jeweilige Buchreihen, die in Zukunft erscheinen.

Dieses Konzept und dass beide Geschichten eine Three -Things-Challenge in den Plot einbinden, fand ich sehr interessant.
Auch das Cover ist finde ich so schön gestaltet, dass man gar nicht daran vorbeigehen kann.

Der erste Roman, „Tausend Momente“ von Kira Mohn hat es aber dann leider nicht geschafft, mich zu fesseln. Gerne hätte ich mehr über die Bookish Belles erfahren. Denn wer liest als Buchliebhaber nicht gern eine Geschichte, in der drei lesebegeisterten Freundinnen eine Bibliothek überlassen wird? Die Liebesgeschichte, die stattdessen die Handlung bestimmt, konnte mich weder sprachlich noch inhaltlich ganz überzeugen.

Ganz anders der zweite Kurzroman „Ein einziges Versprechen“ von Kelly Moran. Einfühlsam erzählt die Autorin von dem neunzehnjährigen Jack, der unter schwierigen familiären Verhältnissen auch noch fast allein für den familieneigenen Pub zuständig ist. Der einzige Halt ist Vic, seine beste Freundin aus Kindertagen, die immer für ihn da ist. Wenn da nur nicht diese alles andere als freundschaftlichen Gefühle für sie plötzlich aufgetaucht wären. Hier bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht.

Fazit: Ein interessantes Konzept und mindestens eine Geschichte, die große Lust auf eine Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 29.11.2022

Lesenswert

Weltfrieden
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Weltfrieden heißt der ehemalige Kindergarten auf dem Gelände des verlassenen Fermentationswerkes in einem kleinen brandenburgischen Dorf. Zehn Jahre nach der Wende soll das Gebäude verkauft werden, mit ...

Weltfrieden heißt der ehemalige Kindergarten auf dem Gelände des verlassenen Fermentationswerkes in einem kleinen brandenburgischen Dorf. Zehn Jahre nach der Wende soll das Gebäude verkauft werden, mit dem die Bewohner des Dorfes so viele Erinnerungen verbinden. Erika und Hermann Grüning, die wie so viele andere Dorfbewohner nach Schließung des Werks erstmal arbeitslos waren, haben sich mit Putz- und Hausmeistertätigkeiten in Ferienhäusern am See eine neue Existenz aufgebaut. Als sie den Auftrag bekommen, das Grundstück des ehemaligen Kindergartens zu entrümpeln, machen sie zufällig eine Entdeckung, die nahelegt, dass bei der Treuhandabwicklung damals nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Bis jetzt hatte ich noch wenig Berührungspunkte mit den Themen, die im Buch angesprochen werden, und doch konnte ich gleich eintauchen in diese ganz eigene Atmosphäre irgendwo zwischen Resignation, Melancholie und Aufbruch.
Dabei geholfen hat ganz klar die Fähigkeit der Autorin, den durchweg interessanten Charakteren Leben einzuhauchen. Ob es die ordnungsliebende Erika war oder der schweigende Joppe; Erikas Tochter Kikki, deren Hintergrund erst im Laufe des Buches ans Licht kommt oder die aufbrausende Nachbarin Martina - ich habe sie alle beim Lesen lieb gewonnen.
Auch als nicht von der Wende direkt Betroffener, bekommt man einen guten Eindruck davon, wie sie das Leben dieser unterschiedlichen Menschen verändert hat.

Fazit:
Berührend, wunderbar geschrieben, absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.11.2022

Packender Politthriller aus Finnland

Tage voller Zorn
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Das Romandebüt von Tuomas Oskari hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.

Finnland steht Kopf im Jahr 2027. Die Schere zwischen Arm und Reich nimmt immer größere Ausmaße an und in der Bevölkerung brodelt ...

Das Romandebüt von Tuomas Oskari hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.

Finnland steht Kopf im Jahr 2027. Die Schere zwischen Arm und Reich nimmt immer größere Ausmaße an und in der Bevölkerung brodelt es. 
In dieser ohnehin schon brisanten Lage, begeht eine junge Frau Selbstmord , indem sie sich aus Protest selbst anzündet. 
Die Folge ist eine Flut von Ereignissen, denen der junge Ministerpräsident Leo Koski zunächst fast hilflos gegenüber steht. 
Innerhalb von 24 Stunden muss er Entscheidungen treffen, die über das Schicksal Finnlands entscheiden.
Dem Autor ist es gelungen, in mehr als 500 Seiten 24 Stunden spannende Handlung unterzubringen. 
Das Buch startet rasant, fügt dann interessante Hintergrundinformationen hinzu und folgt diesem Mix konsequent. Immer wieder lässt uns Oskari rätseln, wer hinter wem steht und wer zur Gegenpartei gehört. Wem kann der Ministerpräsident wirklich noch vertrauen ? Erst ganz zum Schluss wird der Leser endlich erlöst. 
Was mir besonders gut gefallen hat, war die Darstellung der Überzeugungen der beiden unterschiedlichen Lager, die immer wieder thematisiert wird. Und das ganz ohne Spannung einzubüßen.
Fazit:
Ein absolut empfehlenswerter Thriller für alle, die an gesellschaftspolitischen Themen Interesse haben und bis zum Ende in Atem gehalten werden wollen.

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Veröffentlicht am 15.11.2022

Der krönende Abschluss

Labyrinth der Freiheit
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Nachdem ich die ersten beiden Bände regelrecht verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf den dritten Teil.
Und ich muss sagen, Labyrinth der Freiheit ist ein würdiger, fulminanter Abschluss dieser ...

Nachdem ich die ersten beiden Bände regelrecht verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf den dritten Teil.
Und ich muss sagen, Labyrinth der Freiheit ist ein würdiger, fulminanter Abschluss dieser Trilogie.
Ein so rasantes wie bewegendes Buch, das abgesehen vom Hauptgeschehen viele Themen dieser aufregenden, aber auch aufwühlenden 20 er Jahre anspricht: Umgang mit Homosexualität, Inflation, Frust über die Kriegsniederlage und Prostitution.

Die Protagonisten sind wieder einmal so schön herausgearbeitet, dass man mit jedem einzelnen mitfühlt und mitleidet.

Da ist der starke Artur, König im Nachtleben, der immer da ist, wenn man ihn braucht und immer weiß, was zu tun ist. Isi, die ,kämpferische junge Frau, die bedingungslos für Gerechtigkeit eintritt. Und dann Carl, der sensible und immer loyale Kameramann bei der UFA. Drei Freunde, die füreinander da sind in diesen turbulenten Zeiten nach dem ersten Weltkrieg, wo einerseits Armut den Alltag beherrscht und auf der anderen Seite, der pure Hunger nach Leben, die Nächte Berlins bestimmt.

Um in den kompletten Lesegenuss dieses Buches zu kommen, kann ich jedem nur empfehlen, die ersten beiden Bände vorher zu lesen. Erst dann versteht man diese enge Bindung der drei Freunde, die durch so viele Höhen und Tiefen miteinander gegangen sind.

Fazit

Ein mitreißender Abschluss einer unbedingt zu empfehlenden Trilogie.

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Veröffentlicht am 15.11.2022

Anders als gedacht

Ein Jahr auf dem Land
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Rebecca Winter ist 60 Jahre alt, als sie sich aus finanziellen Gründen dazu entschließt, ihr schickes New Yorker Apartment für ein Jahr zu vermieten und diese Zeit in einem Häuschen auf dem Land zu verbringen. ...

Rebecca Winter ist 60 Jahre alt, als sie sich aus finanziellen Gründen dazu entschließt, ihr schickes New Yorker Apartment für ein Jahr zu vermieten und diese Zeit in einem Häuschen auf dem Land zu verbringen. Früher eine gefeierte und gut verdienende Fotografin, plagen sie jetzt Geldsorgen. Die Aufträge bleiben aus und die Kosten für die Versorgung der Eltern steigen. Nach einem schwierigen Start ins Landleben, findet Rebecca dort aber zu neuer Kreativität und unverhofftem Liebesglück.

Das Cover und der Klappentext hatten mich sehr angesprochen und ich hatte mit einem heiteren Wohlfühlroman gerechnet.

Als ich mich dann eher schwer getan habe, in die Geschichte hinein zu finden, war ich zuerst etwas enttäuscht. Dass statt reinem Wohlfühlambiente auch Themen wie Pflegebedürftigkeit der Eltern und Angst vor finanziellem Abstieg thematisiert werden, fand ich eigentlich gut, nur konnte ich mich nicht so wirklich in die Situation hineinfühlen.

Vielleicht lag es an der Sprache oder an den häufigen Zeitsprüngen und Rückblicken, die auch den Lesefluss etwas gestört haben.
Trotz guter Herausarbeitung der Charaktere, konnte ich irgendwie wenig Bezug zu Rebecca aufbauen.

Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Es ist nicht einfach ein leichter, romantisch-heiterer Roman, aber auch nicht unbedingt zum Nachdenken anregend. Einerseits stimmt es hoffnungsvoll, dass es nie zu spät ist, einen neuen Weg einzuschlagen, andererseits konnte es mich nicht so ganz beeindrucken, wie ich gedacht habe.

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