Profilbild von Kristja

Kristja

Lesejury Star
offline

Kristja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kristja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2022

Ein Wohlfühlbuch auf einer Ranch

Golden Hill Touches
0

In diesem Buch entführt Nicole uns in ein süßes Städtchen namens Boulder Creek in der die wunderschöne Golden Hill Ranch liegt. Hier will Parker eine Pferdetherapiestätte aufbauen. Leichter gesagt als ...

In diesem Buch entführt Nicole uns in ein süßes Städtchen namens Boulder Creek in der die wunderschöne Golden Hill Ranch liegt. Hier will Parker eine Pferdetherapiestätte aufbauen. Leichter gesagt als getan..

Vor 11 Jahren war Parker schonmal auf der Golden Hill. Damals gehörte die Ranch noch seinen Großeltern und er war ein rebellischer Teenager durch und durch. Seine impulsive Art hat ordentlich was angerichtet, sodass die Bewohner heute eher skeptisch ihm gegenüber sind. Und das ist noch freundlich ausgedrückt. Das Buch wechselt immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Diese Rückblicke zeigen wie sehr Parker aber auch die Gegend sich verändert hat. Und sie helfen einem die Charaktere und ihre Verhaltensweisen nachzuvollziehen.

Auch Clay ist nämlich noch skeptisch gegenüber Parker. Clay selbst finde ich bisher ebenfalls sehr sympathisch. Sie hat ordentlich Mumm und liebt Golden Hill. Generell mag ich es, dass sie eher frech und tough ist! Die erste Begegnung zwischen Clay und Parker wird mir auf jeden Fall länger im Gedächtnis bleiben.

Doch auch nach 11 Jahren sind noch Gefühle der beiden vorhanden. Das Tempo der Liebesgeschichte fand ich authentisch. Die zwei haben immer mal was unternommen und fordern sich heraus. Mit den Einblicken der Vergangenheit ist das wirklich schön gemacht. Dennoch bleibt Clay eher vorsichtig, denn Parkers impulsive Art ist nach wie vor vorhanden. Was mich leider etwas gestört hat, war ein Sprung in der Liebesgeschichte, der für mich einfach nicht so richtig Sinn gemacht und zu den Gedanken der Charaktere gepasst hat.

Neben der Liebesgeschichte nimmt natürlich Parkers Vorhaben und damit auch Pferde viel Platz in der Story ein. Bei dem Aufbau stößt Parker nicht nur auf Widerstand bei den Bewohnern, sondern hat auch noch ziemlich viel Pech beim Bau. Ständig geht was schief, ist ja auch normal bei einem so großen Vorhaben. Ob er es wirklich durchziehen kann? Oder macht seine impulsive Art ihm doch einen Strich durch die Rechnung? Ich fand es auf jeden Fall schön zu sehen, wie sich Golden Hill so nach und nach wieder verändert hat.

Die Stimmung war eigentlich permanent recht positiv. Besonders die Rückblicke waren einfach nur zum wohlfühlen und genießen. Dazu gab es lustige, aber auch emotionale Dialoge. Alles in allem einfach ein Wohlfühlbuch <3

Besonders toll fand ich, wie einige wichtige Themen hier wie selbstverständlich aufgenommen wurden. Wie die Resozialisierung von Kriminellen, aber auch das Thema fehlender Abschluss bei guter Arbeit.

Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls gut ausgearbeitet. Parkers Schwester Sadie ist so herzlich und offen, sie kann man ja nur lieb haben. Und auch Ryan konnte ich sehr schnell in’s Herz schließen. Die Sprüche von ihm haben mich besonders oft zum Schmunzeln gebracht.

Fazit:

Ein absolutes Wohlfühlbuch (besonders für Pferde-Liebhaber). Ich werde auf jeden Fall mit den anderen Büchern nach Boulder Creek zurückkommen! Denn ich will mehr davon. Der einzige größere Kritikpunkt in diesem Buch war der kleine Sprung in der Liebesgeschichte, der leider etwas unrund war. Ansonsten hat es mir wirklich gut gefallen mit tollen Charakteren und wichtigen Themen! 😊



4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2022

Hohe Erwartungen, die noch übertroffen wurden

Midnight Chronicles - Seelenband
0

Es ist nun schon der vierte Band der Midnight Chronicles Reihe und ich liebe sie weiterhin so sehr! In diesem Buch stehen die Soul Hunter und insbesondere Ella im Vordergrund. Das bedeutet wiederum, dass ...

Es ist nun schon der vierte Band der Midnight Chronicles Reihe und ich liebe sie weiterhin so sehr! In diesem Buch stehen die Soul Hunter und insbesondere Ella im Vordergrund. Das bedeutet wiederum, dass der Tod, der Umgang damit und Geister eine große Rolle spielen. Das Thema finde ich gut umgesetzt und war wirklich emotional!

Nachdem im letzten Band der Tag des Blutbades stattfand, lecken sich nun viele Hunter die Wunden. Ella ist aufgrund des Todes von zwei geliebten Menschen aus Edinburgh abgehauen und versucht mit ihrer Trauer umzugehen. Das klappt aufgrund großer Schuldgefühle allerdings nicht ganz so gut und sie beschließt das Geisterreich aufzusuchen. Auch Wayne hat nach dem großen Kampf stark mit sich selbst zu kämpfen, denn er wurde so verletzt, dass er nicht mehr so kämpfen kann wie vorher. Das macht einem Blood-Hunter wie ihm natürlich besonders schwer zu schaffen. Er fühlt sich nutzlos und lässt sich stark gehen. Die Gefühle der beiden erzeugen zu Anfang des Buches eine ziemlich drückende Stimmung. Aufgelockert wird diese Stimmung durch wiederholte Einblicke in die Vergangenheit der beiden. Die Vergangenheit ist nämlich im Gegensatz zur Gegenwart erfüllt von humorvollen Dialogen und Schmetterlingen im Bauch.

Besonders schön fand ich im Buch die Entwicklung der beiden Charaktere. Man hat richtig gespürt wie Ella und Wayne sich gegenseitig aufgebaut haben und sie langsam aber sicher wieder in’s Leben zurückfinden. Das Thema Trauerbewältigung und der Umgang mit Schicksalsschlägen finde ich sehr gut umgesetzt. Es braucht Zeit und es läuft nicht immer ohne Hindernisse und Rückschläge. Auch ist es normal sauer auf die Menschen um einen herum zu sein. Es ist okay, nicht immer im Reinen mit sich selbst zu sein. Dieses Thema hat mich emotional total mitgenommen, einfach super!

Doch nicht nur geht es um diese Themen. Die zwei sind immerhin noch Hunter und das bedeutet es gibt eine Menge Action. Wie bereits erwähnt stehen hier im Speziellen die Geister und das Geisterreich im Vordergrund. Die Kämpfe und die Missionen sind spannend aufgebaut und konnten mich sehr stark fesseln. Während der Missionen gab es auch einige Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen, aber sehr gelungen finde. Dazu verrate ich natürlich nichts ;)

Fazit:

Authentische Charaktere, wichtige Themen (Trauerbewältigung, Schicksalsschläge), eine Liebesgeschichte und Spannung. Es ist so gut! Emotional hat es mich komplett abgeholt. Von einer drückenden zu einer hoffnungsvollen Stimmung, konnte es mich jede Sekunde abholen. Auch die Spannung war genau richtig proportioniert. Es lief nie zu gut, es gab Verluste und doch auch Erfolg. Ich habe mich in dem Buch zwischen den Zeilen verloren. Wow!



5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2022

Jeder Kampf zählt..

Gladiator's Love. Vom Feuer gezeichnet
0

​"Gladiator'​s Love. Vom Feuer gezeichnet" - Asuka Lionera

Ein Buch mit Gladiatoren, Action und einer wahnsinnig starken Protagonistin? Dann seid ihr mit diesem Buch perfekt bedient.

Aeryn ist wortwörtlich ...

​"Gladiator'​s Love. Vom Feuer gezeichnet" - Asuka Lionera

Ein Buch mit Gladiatoren, Action und einer wahnsinnig starken Protagonistin? Dann seid ihr mit diesem Buch perfekt bedient.

Aeryn ist wortwörtlich eine Kämpferin. Das kommt nicht nur von ihrer Herkunft der Vantyr, die ein sehr starkes Volk ist und Frauen an der Macht sieht. Stattdessen beweist sie sich ständig in der Arena als Gladiatorin. Sie hat in der kurzen Zeit ihres Lebens schon eine Menge durchgemacht, um überhaupt in dieser Situation zu landen. Daher ist ihre Art auch sehr direkt und provozierend. Sie weiß, was sie kann und was sie will und nimmt es sich. Denn in jedem Kampf kann sie um's Leben kommen. Und doch, steckt unter der harten Schale ein sehr weicher Kern. Meistens sind das genau die Eigenschaften des Protagonisten. In diesem Fall ist es genau umgekehrt. Der Protagonist, Cato, ist ein schüchterner Typ, der aber vor Kämpfen nicht zurückschreckt. Denn er kann auch anders ;)

Sowohl Aeryn als auch ihre Leidensgenossin Kallidora mochte ich sehr gerne. Ihre starke Art hat einen einfach mitgerissen. Und ich habe wirklich gehofft, sie entkommen ihrem Schicksal. Tatsächlich passiert in der ganzen Zeit des Buches gar nicht so wahnsinnig viel. Der Fokus liegt eher bei Aeryn, ihrem Alltag als Gladiatoren, das Leben als Sklavin und der Liebesgeschichte. Dadurch stehen auch das Training und die Kämpfe im Vordergrund, die einiges an Action bieten, aber auch eine gewisse Portion Brutalität. Ich fand es spannend, die Welt dort zu erkunden, zu verstehen, warum Aeryn so ist, wie sie nun mal ist und einfach besonders die zwei Charaktere näher kennenzulernen. Denn neben dem brutalen Alltag kann auch Platz für Gefühle sein. Und damit meine ich nicht nur die negativen aussichtslosen Gedanken, die Aeryn ständig quälen, weil sie endlich nach Hause will. Sondern auch Schmetterlinge im Bauch. Auch wenn Catos Beweggründe etwas .. naja komisch und vielleicht übertrieben sind, fand ich doch, dass sich die Beziehung der beiden doch sehr authentisch abgespielt hat. Besonders spannend fand ich dann die persönliche Entwicklung von Aeryn und zu entdecken, was noch alles in Cato steckt. Das hat mich mehr als einmal überrascht und auch hin und wieder schmunzeln lassen.

Es gab für mich nur einige Kleinigkeiten, die ich mir anders gewünscht hätte. Dazu zählt die anfängliche Obession von Cato, an einer Stelle etwas mehr Dramatik und einfach etwas ausführlicher und hin und wieder fand ich eine Sache nicht ganz logisch. In einem Moment haut sie den Anführer der Gladiatoren mit drei Schlägen um (wohlbemerkt, ohne dass er sich scheinbar auch nur zu wehren versucht) und im nächsten Moment hat sie große Schwierigkeiten in einem Gladiatorenkampf. Ich denke, das Eine sollte ihre Stärke zeigen und der Kampf dann etwas Spannung aufbringen. Das ist finde ich nicht ganz so gut gelungen in diesen zwei Szenen.

Ansonsten möchte ich das Ende nochmal positiv hervorheben. Das hatte nochmal einiges an Spannung und Wendungen zu bieten, die ich so überhaupt nicht erwartet habe. Daher war ich besonders zum Ende hin sehr gefesselt von der Story. Das Ende selbst ist mir persönlich etwas zu glücklich ausgefallen, aber da es ein Einzelband ist, ist es für mich okay.

Fazit:

Ein spannendes Romantasy Buch, das einen Hauch vom alten Griechenland hat. Das inkludiert Gladiatorenkämpfe, das Leben als Sklavin und auch eine schöne Liebesgeschichte. Wer neben Liebe also eine Portion Action gut gebrauchen kann, ist hier genau richtig. Es gibt spannende Kämpfe und die Welt selbst ist auch interessant. Die zwei Hauptprotagonisten handeln in sich schlüssig und sind beide sympathisch und authentisch. Auch die Liebesgeschichte konnte mich abholen.



4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2022

Solider Auftakt mit Luft nach oben

Dunbridge Academy - Anywhere
0

Mal wieder ein Internats-Roman. Ich bin ja großer Fan davon, weil die Schüler dann einfach wie eine kleine Familie sind. Und auch an der schottischen Dunbridge Academy ist das der Fall, was ich wirklich ...

Mal wieder ein Internats-Roman. Ich bin ja großer Fan davon, weil die Schüler dann einfach wie eine kleine Familie sind. Und auch an der schottischen Dunbridge Academy ist das der Fall, was ich wirklich sehr genossen habe. Das gibt direkt eine sehr gemütliche und wohlfühlende Atmosphäre. Generell mochte ich die Beschreibungen der DA.

Emma kommt eigentlich aus Deutschland, will aber ihren Vater finden, der sie damals verlassen hat. Angeblich ist er in Schottland, daher will sie an die DA wechseln, wo auch schon ihre Eltern waren. Dabei lernt sie schon auf dem Weg zum Internat Henry kennen, der genau wie Emma viel zu spät dran ist. Diese ersten Szenen waren amüsant und haben einen zum Weiterlesen verleitet. Schon auf dem Flug ist Emma fasziniert von Henry und das lässt auch nachher nicht nach, trotz dessen, dass er eine Freundin, Grace, hat. Ist ja auch völlig okay. Was ich allerdings nicht okay fand war, dass Emma sich nicht von Henry fernhalten konnte. Und statt an Grace Gefühle zu denken, die sie damit verletzt, denkt sie nur an sich selbst. Das Schlimmste war daran, wie unglaublich sympathisch und nett Grace gegenüber Emma die ganze Zeit war. Sie hat mir einfach nur leidgetan. Ja, es war authentisch, dass Henry und Emma sich näherkamen. Die zwei waren füreinander da und helfen sich gegenseitig (wobei es am Ende auch da etwas zu viel Hin und Her war). Aber dennoch hat das mit Grace einen bitteren Beigeschmack.

Die anderen Charaktere an der DA fand ich sehr sympathisch. Besonders auf Toris und Sinclairs Geschichte bin ich sehr gespannt. Nach und nach lernen wir im Buch den Internatsalltag kennen, sehr spannend! Natürlich gibt es auch heimliche Partys und Geheimnisse am Internat. Auch Emma ist ja ihrem Vater auf der Spur und man merkt, dass mehr dahintersteckt. Leider war mir die Auflösung, dafür dass das die Motivation von Emma war, am Ende viel zu einfach und schnell gelöst. Dabei habe ich so etwas Spektakuläres erwartet. Stattdessen haben andere Aspekte einen großen Raum im Buch eingenommen, die meiner Meinung nach etwas zu sehr ins Detail gingen bzw. einfach mit Gedanken und Heilungsprozessen langgezogen wurden. Es ging plötzlich in eine völlig andere Richtung. Nicht mehr die DA oder die Suche nach Emmas Vater stand im Vordergrund, sondern etwas völlig anderes. Das fand ich schade.

Auch noch eine kleine Sache die mir negativ aufgefallen ist, wie unglaublich wenig Schwierigkeiten Emma mit Englisch und den Muttersprachlern dort hatte. Sie kann ja gut sein, aber wenn man dort ist, stolpert man ja doch mal über die ein oder anderen Worte, aber sie hatte überhaupt keine Probleme, was ich unrealistisch fand.

Fazit:

Die Story hat Potential und hat mir im Großen und Ganzen recht gut gefallen. Die DA bietet einiges an Erzählstoff und es war spannend das Internatsleben und die Charaktere kennenzulernen. Auch die Annäherung von Henry und Emma hat mir gefallen, bis auf die Sache mit Grace natürlich. Leider wurde mir ab einem bestimmten Punkt der Fokus falsch gesetzt und die Auflösung war zu einfach. Da habe ich mir einfach mehr gewünscht, da dieses Geheimnis das ganze Buch aufrecht gehalten wurde. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung mit Tori und Sinclair und hoffe die zwei können mich mehr überzeugen.

3/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2022

Bin etwas enttäuscht vom zweiten Band

Mister Knightsbridge
0

Dexter ist ein ehrgeiziger Juwelier und tritt an einem Designwettbewerb für das norwegische Königshaus an. Damit will er nicht nur das Vermächtnis seiner Eltern weiterführen und ehren, sondern auch besser ...

Dexter ist ein ehrgeiziger Juwelier und tritt an einem Designwettbewerb für das norwegische Königshaus an. Damit will er nicht nur das Vermächtnis seiner Eltern weiterführen und ehren, sondern auch besser als seine Konkurrenten Sparkle sein. Gegen Sparkle hegt er eine persönliche Abneigung, da sein Bruder nach dem Tod seiner Eltern das Unternehmen an sie verkauft hat, was auch zu einem Bruch zwischen den beiden Brüdern geführt hat.

Auf einer Veranstaltung des Wettbewerbs trifft er auf Hollie Lumen, die ein Praktikum bei Sparkle macht. Die zwei kommen allerdings aus völlig verschiedenen Welten. Während es Dexter nie an etwas gemangelt hat, wuchs Hollie in einem Trailerpark auf und versucht ihre Familie über Wasser zu halten. Ihre Eltern verlassen sich auf sie und Autumn, ihre Schwester, möchte sie ein besseres Leben ermöglichen. Daher ist auch sie ehrgeizig und fleißig.

Beim Kennenlernen wirkte Dexter plötzlich sehr verändert. Das war öfter so, wenn die zusammen waren, denn er wurde eher sehr schmalzig. Das hat mir nicht so gefallen. Was mir aber dafür gefallen hat, war dass Hollie ihn zwar attraktiv findet, aber nicht sofort auf ihn angesprungen ist. Trotz der Möglichkeit ihn anzurufen, hat sie es nicht getan. Aber Dexter wäre nicht Dexter, wenn er so schnell aufgeben würde. Ziemlich schnell kommen sie sich dann doch näher.

An ihrer Beziehung hat mir zunächst gefallen, dass beide sehr ehrlich miteinander umgehen. Zumindest zu Beginn. Nach und nach hat sich Hollie aber eher ins Negative verändert. Bei Geschenken von Dexter reagiert sie zum Beispiel über. Ich verstehe, dass ihre Großzügigkeit betont werden sollte. Aber ich finde das wurde auch so mehr als deutlich. Sie wurde nämlich oft genug auf ein Podest gestellt. Auch sonst ist es eher immer Dexter, der will, dass die beiden ehrlich miteinander sind, wenn es Probleme gibt.

Tatsächlich fand ich die Story dieses Buches eher lahm. Es war vorhersehbar und Hollie hat es mir nicht gerade einfacher gemacht. Es gab süße Szenen, ich muss aber sagen, die Kitschigen haben hier überwogen.

Auch das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Nicht nur, dass Hollie sofort aufgibt, auch war das Ende nicht wirklich passend. Hat sich Hollie am Anfang so gegen Hilfe gewehrt und wollte selbst alles schaffen? Tja, davon ist nichts mehr übrig. Auch die Probleme haben sich in Luft aufgelöst.

Auch wenn die Story mir nicht so gut gefallen hat, fand ich Dexter sehr sympathisch. Ich konnte ihn verstehen (bis auf die Faszination von Hollie) und habe richtig mit ihm mitgefiebert. Er macht im Buch eine ordentliche Entwicklung durch, die mir sehr gefällt. Auch seine Freunde sind sehr sympathisch und haben mich doch hin und wieder zum schmunzeln gebracht.



Fazit:

Nach dem super ersten Band, war ich sehr gespannt auf die Folgebände. Und muss sagen, ich bin etwas enttäsucht. Die Story fand ich nicht ganz so fesselnd. Dafür war mir Dexter sehr sympathisch und auch seine Entwicklung habe ich gern mitverfolgt. Die Beziehung war mal erfrischend anders, als in anderen Büchern: Ehrlich und mit Kommunikation. Hollie ist zwar ehrgeizig, aber leider mit einer negativen Entwicklung behaftet. Ebenso wurde sie mir zu sehr auf ein Podest gehoben. Das Ende fand ich zu gut und zu einfach.



2,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere