Schicksal?
In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehenIzzy Astor hat panische Flugangst und trotzdem überwindet sie diese und steigt 2011 in ein Flugzeug. Neben ihr, auf ihrem eigentlichen Platz, Nate Phelan. Die beiden kommen schnell ins Gespräch und sprechen ...
Izzy Astor hat panische Flugangst und trotzdem überwindet sie diese und steigt 2011 in ein Flugzeug. Neben ihr, auf ihrem eigentlichen Platz, Nate Phelan. Die beiden kommen schnell ins Gespräch und sprechen auch über ihre Angst. Ich fand ihren Dialog total schön und schon da hat man gemerkt, dass die beiden eine Verbindung haben. Doch kurz nach Start kommt das Drama. Sie stürzen ab. Nate rettet sie und viele andere, muss aber direkt weiter. Denn er war eigentlich auf dem Weg zum Militär. Die ganze Szene war richtig spannend, aber auch gleichzeitig ziemlich süß.
Nach 10 Jahren treffen sie sich erneut in einem Kriegsgebiet in Afghanistan. Nate hat sein damaliges Ziel erreicht und ist in der Spezialeinheit. Nun muss er Izzy als Personenschützer begleiten. Für ihn schwierig, hängt sein Herz doch immer noch an ihr. Dennoch scheint viel vorgefallen zu sein. Die beiden sind sich nämlich im Laufe der Jahre immer wieder begegnet. Damals schien es noch in eine Richtung zu gehen, die ein Happy End verspricht, heute aber steht sie mit einem Verlobungsring eines anderen vor ihm. Entsprechend explosiv sind die Gespräche. Trotz allem will Nate nur, dass sie in Sicherheit ist und das bedeutet nicht in dem Kriegsgebiet, weswegen er alles dafür tut, um sie da wieder rauszukriegen, richtig süß. Sobald sie aufeinandertrafen, prickelte es ohne Ende und man merkte, dass ihre Gefühle nicht weg sind. Umso gespannter war ich natürlich, was vorgefallen ist, dass sie nun in der Situation sind. Izzy scheint nämlich nicht wirklich glücklich zu sein und auch Nate hängt noch sehr an ihr. Das Ganze aber in dem Kriegsgebiet, wo Izzy sich für ihre Schwester wissentlich in Gefahr bringt, bringt eine extra Portion Spannung mit. Als wäre das alles nicht schon emotional genug, hat Nate über die Zeit alles in sich reingefressen. Er hat das Thema der Einsätze vermieden und entsprechend damit zu kämpfen.
Ich fand es ebenso spannend, dass wir immer wieder Rückblicke hatten, in denen wir erfahren haben, wie es über die Jahre bei denen gelaufen ist. Denn nach dem Flugzeug Absturz haben sie sich durch Zufall noch einmal getroffen und dann daran festgehalten. Trotzdem war es nie der richtige Zeitpunkt. Sie hatten immer nur eine Woche im Jahr zusammen, weil Nate ständig auf Einsätzen war und Izzy ihre Karriere verfolgt hat. Aber beide haben für diese Woche gelebt, das fand ich richtig authentisch. Obwohl Nate immer wieder sagte, sie soll leben und nicht auf ihn warten. Ich habe mich schon gefragt, warum Nate immer weiter im Militär war, wo doch alles, was er wollte, Izzy war. Dennoch blieb er da. Es ist erstaunlich, dass in der kurzen Zeit, die sie sich immer gesehen haben, so viel passiert ist und so viele Gefühle entstanden sind. Aber ich konnte es fühlen. Denn natürlich blieben sie, nachdem sie sich gefunden haben, in Kontakt.
Fazit:
Wenn das Schicksal einen immer wieder zusammenführt, muss es doch was bedeuten? Das scheint bei Izzy und Nate definitiv der Fall zu sein. Die Verbindung der beiden spürt man vom ersten Moment an. Und doch führen ihre Wege sie immer wieder auseinander. Ich fand es richtig schön, wie sie sich kennenlernten und wie sie über die Jahre immer für diese paar Tage richtig gelebt haben. Es prickelte gewaltig, damals und heute. Nur ist sie heute mit einem anderen verlobt und im Kriegsgebiet, wo er sie beschützen muss. Ihre Dynamik ist explosiv und gleichzeitig wahnsinnig authentisch. Ich fand die Emotionen kamen richtig gut rüber, sowohl die Sehnsucht als auch die Liebe, die sie füreinander empfinden. Dazu noch die Spannung, die im Kriegsgebiet einhergeht. Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Klare Leseempfehlung.
5/5 Sterne