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Veröffentlicht am 14.02.2025

Solide Unterhaltung mit kleinen Nervigkeiten

Dunkle Asche
1

Die Polizeibeamtinnen Judith und Gudrun werden damit beauftragt, einen 30 Jahre zurückliegenden Mordfall an einer jungen Frau aufzuklären, nachdem es eine neue Zeugenaussage gibt. Alles sieht danach aus, ...

Die Polizeibeamtinnen Judith und Gudrun werden damit beauftragt, einen 30 Jahre zurückliegenden Mordfall an einer jungen Frau aufzuklären, nachdem es eine neue Zeugenaussage gibt. Alles sieht danach aus, als würde der ursprünglich Tatverdächtige nun endlich dingfest gemacht werden können. Doch dann tauchen neue Hinweise auf und Gudrun, die viele Beteiligte von damals kennt, muss gemeinsam mit Judith ein umfangreiches Lügennetz entwirren.

Jona Thomsen liefert mit "Dunkle Asche" einen soliden Cold-Case-Ostsee-Krimi, der durch den angenehmen Schreibstil, die Zeitsprünge und etliche Wendungen bis zum Ende spannend bleibt. Die zwei Hauptfiguren Judith und Gudrun starten als neues Team und müssen sich erst kennenlernen. Besonders Judiths gute Intuition und kritische Haltung bringen die Entwicklung des Falls gut voran. In das gegenwärtige Geschehen werden ab und an Rückblenden in die Tatzeit und die Gedankengänge des Täters - ohne dass dieser benannt wird - eingeflochten, was die Spannung und das eigene Spekulieren nur fördert. Ich persönlich hatte fast bis zum Schluss jemand anderen in Verdacht und war dann überrascht, als der wahre Schuldige sich enttarnte. Trotzdem ich das Buch gerne gelesen habe, besonders wegen den zwei Ermittlerinnen, gibt es einige Punkte, die bei mir zum Abzug von Sternen führen.

Gudrun ist eine taffe lesbische Frau, die ein Verhältnis mit einer deutlich jüngeren Person beginnt. An sich finde ich es ja super, wenn queere Personen als Figuren auftauchen, ist ja glücklicherweise ganz normal heutzutage. Allerdings wirkte es für mich in "Dunkle Asche" zu unnatürlich, zu gekünstelt, zu gewollt. Außerdem wurde gefühlt hundert Mal die Zweifel Gudruns betont, die sie aufgrund des deutlich jüngeren Alters ihrer Auserwählten hat, das war mir too much. Was mich aber noch mehr gestört, ja teilweise sogar genervt hat, war wie verschiedene Personen beschrieben waren. Fast alle waren übergewichtig und das, weil sie so eine große Last im Leben tragen mussten. Auf weitere Äußerlichkeiten wurde kaum eingegangen und ich habe mich gefragt, was uns der Autor mit diesem oft vergebenen Attribut sagen will. Judith hingegen tritt gestylt im Hosenanzug mit acht Zentimeter hohen Stiefeletten, die ihr natürlich beinahe zum Verhängnis werden, auf, was für mich nicht ansatzweise realistisch ist - sie ist eine polizeiliche Ermittlerin und keine Geschäftsfrau! Klarerweise gibt es dann auch eine schlanke Hausfrau, die von dem Geld ihres Gatten lebt und natürlich trotzdem unglücklich ist, sodass sie trinkt. Die hier gezeichneten Frauenbilder empfinde ich doch eher seltsam, klischeehaft, vorurteilsbeladen und altbacken.

Das schlussendliche Mordmotiv hat mich auch nicht überzeugen können, vor allem weil im kompletten Buch nie ein einziger Hinweis darauf war. Gut, man könnte sagen, dass es der Figur gut gelungen ist, dieses Geheimnis zu verbergen, nichtsdestotrotz war es für mich ob der Dramatik des Traumas einfach nicht glaubwürdig.

Mein Fazit: "Dunke Asche" ist ein solider Ostseekrimi, der durchaus spannend und kurzweilig ist. Durch das komische Frauenbild und das mir nicht nachvollziehbare Mordmotiv konnte er mich aber nicht vollends überzeugen.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Islandkrimi fast at its best!

Schmerz
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Islandkrimi fast aAls ein junger Mensch aus dem Nationalpark Þingvellir verschwindet, fällt es der Kriminalpolizistin Dora zu, sich auf die Suche nach ihm zu begeben. Freude bereitet ihr das nicht, denn ...

Islandkrimi fast aAls ein junger Mensch aus dem Nationalpark Þingvellir verschwindet, fällt es der Kriminalpolizistin Dora zu, sich auf die Suche nach ihm zu begeben. Freude bereitet ihr das nicht, denn seit einem schrecklichen Unfall im Dienst, bei dem ihr Gehirn einen Schaden davon getragen hat, wurde sie nur mehr im Innendienst eingesetzt. Schließlich wird ihr der Ermittler Rado zur Seite gestellt, der aufgrund familiärer Verstrickungen aus einer Großrazzia herausgehalten werden soll. Langsam bilden sie ein Team und stoßen bei ihren Recherchen auf vielerlei widrige Umstände. Jón Atli Jónasson gelingt mit "Schmerz" ein fulminanter Auftakt einer neuen isländischen Krimireihe, der mit viel Spannung, ereignisreichen Wendungen und zwei sehr speziellen Ermittler:innen aufwarten kann. Sprachlich schreibt der Autor packend, ab der ersten Seite wird man von der Geschichte und den Charakteren mitgerissen. Dora ist aufgrund ihres Handicaps sehr speziell, hat aber eine besondere Beobachtungs- und Kombinationsgabe. Im ersten Kapitel erfahren die Lesenden die Umstände ihres Unfalls, was zur Folge hat, dass man ihr gar nicht anders als mit Mitgefühl und Verständnis begegnen kann. Ihr Kollege Rado steht ihr erst mit großer Skepsis gegenüber, schnell aber lernt er Dora schätzen und sie werden ein eingespieltes Team, das viele Widrigkeiten durchleben muss. Beide zeichnen sich dadurch aus, dass sie aufgrund verschiedener Umstände Außenseiter sind, etwas unkonventionell und nicht zwangsläufig regelkonform arbeiten und trotz allem hartnäckig bleiben. Die isländische Atmosphäre und Landschaft wird, wie bei vielen Krimiautor:innen der Insel im Nordatlantik, gekonnt in den Kriminalfall eingearbeitet und die Leser:innen fühlen sich vor Ort, gebannt von der kargen und wunderschönen Landschaft und Natur. Auch gesellschaftsrelevante Themen werden eingebracht, so geht es um migrantische Gesellschaften, Geschlechtsidentitäten, Drogensüchte, Skrupellosigkeit, Gewalt und Kindererziehung. Die Spannung steigert und steigert sich und das, trotzdem es einige Zeitsprünge gibt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und las es in eineinhalb Tagen aus. Nichtsdestotrotz muss ich einen Stern abziehen. Die Auflösung des Falles passiert viel zu rasch und wird viel zu rapide und oberflächlich abgehandelt, was dem Ehrgeiz und der Intelligenz des Ermittlerteams diametral gegenübersteht - und vor allem dem dargebotenen Spannungsaufbau und Erzählstil des Autors. Das mag zwar damit zu tun haben, dass es tatsächlich ein offenes Ende gibt und uns ein Cliffhanger vor die lesenden Füße geworfen wird, allerdings hat mich das ziemlich verständnislos hinterlassen... Aber so gut wie der Autor schreibt und es weiß seine Geschichte zu erzählen, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass der Fall im folgenden zweiten Band der Reihe nicht nicht aufgearbeitet wird. Sollte dies wieder erwarten anders sein, werde ich meine Sternevergabe zwangsläufig nach unten korrigieren müssen. "Schmerz" ist ein packender und hervorragend erzählter Islandkrimi mit einem schrägen und sympathischen Ermittler-Duo, der es wagt in einem offenen Ende zu münden. Absolute Leseempfehlung!t its best!

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Die Verbindung zweier Menschen

Lichtungen
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Lev und Kato verbindet ein besonders Band - eine Freundschaft, eine Anziehung und eine Verbundenheit, die bereits seit Kindheitstagen existieren. Während Lev in Rumänien geblieben ist, hat es Kato nach ...

Lev und Kato verbindet ein besonders Band - eine Freundschaft, eine Anziehung und eine Verbundenheit, die bereits seit Kindheitstagen existieren. Während Lev in Rumänien geblieben ist, hat es Kato nach Zürich verschlagen - trotzdem denken sie aneinander. Doch wie hat die Geschichte der beiden begonnen?

Iris Wolff nimmt uns in "Lichtungen" in eine Zeitreise der beiden Protagonist:innen. Das besondere dabei: die Geschichte wird rückwärts erzählt. In neun Kapitel, ausgehend von der Gegenwart, tauchen wir in die Vergangenheit Levs und Katos bis in ihre Kindheitstage. Die Erzählerin folgt dabei Levs Werdegang und seinen Erinnerungen an Kato. Die Sprache der Autorin ist poetisch und das Tempo ist gemäßigt, ruhig, plätschert so dahin. Die einzelnen Kapiteln sind Momente / kurze Ausschnitte des jeweiligen Lebensabschnitts, erst zum Ende - angekommen in der Kindheit Levs - schließen sich so langsam die Kreise und man kann nachvollziehen, weshalb die Autorin die jeweiligen Ereignisse als Erzählung gewählt hat. Besonders schön ist es zu lesen, wie Lev Kato wahrnimmt, mit welcher Liebe, welchen Details und welcher Hingabe. Kato ist speziell und man spürt ihre Warmherzigkeit regelrecht beim Lesen. Die Beschreibungen von Lev selbst hingegen waren für mich eher blass und ich konnte seinen Charaktere über weite Strecken nicht einschätzen. Auch die Beschreibungen Rumäniens, mit den unterschiedlichen Ethnien und der bewegten Geschichte, finden ihren Platz, die Sehnsucht nach Althergebrachten und der freien Welt sind spürbar, bleiben aber für mich trotzdem eher oberflächlich beschrieben.

Für mich war das Buch - vor allem in der ersten Hälfte - ehrlichgesagt eher reizlos. Irgendwie verspürte ich Monotonie, es passierte nicht viel, die uneinschätzbaren Zeitsprünge verwirrten teilweise. Je kindlicher die Kapitel waren, desto mehr konnte ich mit dem Erzählten anfangen. Vielleicht lag es an der kindlichen Naivität, die nachvollziehbarer ist. Vielleicht sollte diese Veränderung zwischen Kindheit und Erwachsensein auch der Kern sein. Komplett einnehmen konnten mich aber leider weder die Figuren oder die Atmosphäre, noch die Geschichte selbst. Ja, die Verbindung zwischen den beiden ist zu spüren, ja, ihre Geschichte erschließt sich rückwärts etwas, aber was die Essenz des Erzählten ist, blieb mir verborgen. Vielleicht hat mir auch die nötige Geduld gefehlt, die die sanft gewählte Sprache einem abverlangt, aber ich konnte den Zauber, den scheinbar viele in "Lichtungen" gefunden haben, nicht erleben.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Die Kunst des Uneindeutigen

Von Norden rollt ein Donner
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Jannes ist 19 und steht in der Tradition seiner Familie - er ist Schäfer in der Lüneburger Heide. Eines Tages entdeckt er Spuren eines Wolfes und schnell wird diese mutmaßliche Bedrohung zum Gesprächsstoff ...

Jannes ist 19 und steht in der Tradition seiner Familie - er ist Schäfer in der Lüneburger Heide. Eines Tages entdeckt er Spuren eines Wolfes und schnell wird diese mutmaßliche Bedrohung zum Gesprächsstoff Nummer 1. Während sein Vater langsam aber sicher einer Demenzerkrankung unterliegt und sich mit Hilfe eines völkischen Nachbarn immer mehr in die Wolfsbedrohung hineinsteigert, hat Jannes immer öfter verstörende Begegnungen mit einer Frau, die scheinbar nur er sehen kann. Und auch sein Großvater besinnt sich ob des Wiederauftauchens des ungewollten Tieres seiner Vergangenheit. Bis sich herausstellt, dass alles mit allem zusammenhängt und eine belastende Dunkelheit über der Familie liegt.

Markus Thielemann schafft mit "Von Norden rollte ein Donner" einen höchst atmosphärischen Roman, dessen Tempo die heutige schnelllebige Zeit vergessen lässt, auch wenn das Setting recht gegenwärtig ist (es spielt im Jahr 2014). Der Autor erzeugt mit seinem ruhigen und ausdrucksstarken Schreibstil eine bildhafte Szenerie, stets nimmt man sich in der Heide wahr, sieht auch jene Sachen, die verborgen zu sein scheinen und ahnt recht früh, welche Düsternis die Vergangenheit der Familie überschattet, auch wenn sie es selbst gar nicht weiß. Die Verschränkung der Themen (Alltag in der) Viehwirtschaft, Generationenkonflikte- und Generationenzusammenhalt, Demenz, psychische Erkrankung, Nazi-Vergangenheit & Rechtsextremismus und Overtourism werden hier so selbstverständlich erzählt, dass kein Zweifel aufkommt - diese Geschichte könnte auch wahr sein. Thielemann beherrscht die einnehmende Erzählkunst wie aus dem Effeff, auch wenn die gedrosselte Geschwindigkeit des Erzählten mitunter seine Längen aufweist. Lediglich Jannes wirkt mit seinen 19 Jahren um ein vielfaches älter: zwar werden ihm Freundschaften zugestanden, nichtsdestotrotz bleibt er in seinem Schäferdasein recht einsam, nur die nicht ausgewählte Familie umgibt ihn stetig. Weder gibt es (den Wunsch nach) Liebschaften, noch scheint der Protagonist das Verlagen nach Abwechslung, Party und Geselligkeit zu verspüren, was doch eher ungewöhnlich wirkt. Vielleicht ist es aber auch seine psychische Situation, die ihn wie einen Älteren scheinen lässt. Nur die volle Anerkennung seines Berufsstands und somit seiner Familie liegt ihm am Herzen.

Lange Zeit fragt man sich beim Lesen, in welche Richtung sich die Geschichte wohl bewegen wird, welche Wendungen da wohl auf eine zukommen. Es gibt zahlreiche Andeutungen und Hinweise, der Autor beherrscht es wirklich, sich nicht in Eindeutigkeiten zu verstricken, lässt vieles unausgesprochen, was aber immer klarer wird und darin ist seine Kunstfertigkeit zu erkennen. Von Norden rollt ein Donner ist ein souveränes, langsames und literarisches Buch, das stellenweise langweilt, aber größtenteils durch seine eindrückliche Atmosphäre, den Hauch der Andeutungen, die Verstrickung gesellschaftsrelevanter Themen und den generationsübergreifenden Geschichtserzählungen besticht.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Psychogramm der Gewalt

Zitronen
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August Drach verbringt seine Kindheit in einem Dorf, umgeben von einem gewalttätigen Vater und einer distanzierten Mutter. Dies ändert sich, als der Vater plötzlich verschwindet - nun wird August von der ...

August Drach verbringt seine Kindheit in einem Dorf, umgeben von einem gewalttätigen Vater und einer distanzierten Mutter. Dies ändert sich, als der Vater plötzlich verschwindet - nun wird August von der Liebe der Mutter nur so überschüttet, so sehr, dass er dauerhaft krank wird. Schließlich kann er sich aus ihren Fängen entreißen und beginnt ein Leben in der Stadt. Langsam und anhand einer scheiternden Beziehung erkennt er seine eigenen Unzulänglichkeiten - oder auch nicht. Irgendwann jedoch kehrt er zurück in das Dorf um sich seiner Vergangenheit zu stellen.

Ich kann kaum ausdrücken, wie großartig ich Valerie Fritsch's "Zitronen" finde. Die nüchterne Sprache schafft eine ganz eigene Atmosphäre, sie stockt einem den Atem und reißt zugleich enorm mit. Der Hals schnürt sich zu wenn man von der Gewalt des Vaters liest, die er seinem Sohn antut. Dem gegenüber steht die Liebe des Familienoberhaupts zu seinen Hunden, die er liebevoll umhegt - August erkennt diesen Zwiespalt emotionslos aber doch voller Sehnsucht. Herzzerreißend lesen sich die stillen Momente, in der August sich nach Berührungen ereifert. Die Tyrannei scheint vorbei zu sein, als sein Vater spurlos verschwindet, wird aber prompt abgelöst von dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom seiner Mutter. Als sie mit dem neuen Lebensgefährten Otto in den Süden auf Urlaub fahren, darf August den schönsten Sommer seines Lebens verbringen, er genießt seine unverhoffte Gesundheit, das Meer und auch die Zugewandtheit Ottos. Nur die Mutter muss Höllenqualen durchstehen, kann sie doch ihren geliebten Jungen nicht mehr umsorgen. Im Schleier verbleibt dann der letzte Rest von Augusts Kindheit. Als Erwachsener schlägt er sich mit Lügen und Betrügen durch, bis er selbst eine Liebe findet, die er erdrückt mit der Gewalt der unvermögenden Liebe. Seine Emotionen wechseln vom Überbordenden über kindlichen Trotz bis hin zur scheinbaren Emotionslosigkeit, es wird klar, dass er sich nie Gelerntes als Erwachsener nur schwer aneignen kann.

Dieses Psychogramm Augusts ist Fritsch so hervorragend gelungen, dass man sich ab und an in der Figur selbst findet, Verständnis hat, wo keines sein sollte und seine Art doch mit Wiederwillen ablehnt. Der Roman ist erzählerisch dicht, er erfordert Aufmerksamkeit, eckt immer wieder an, zieht einen in seinen Strudel. Die Luft ist knapp, der Schleier über der Geschichte kompakt. Unfassbar ist die Kunst, die die Autorin mit ihrer nüchternen Sprachgewalt an den Tag legt. Zitronen ist ein Buch, das nachhaltig in Erinnerung bleibt und trotz aller Grausamkeit durch die hohe Erzählkunst einfach umwerfend ist! Meines Erachtens ein Meisterwerk!

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