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Veröffentlicht am 24.05.2025

Enthüllungen

Die Stunde des Widerstands
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Während sich für Wilhelmine die Ereignisse in München überschlagen und sie die Folgen ihres Handelns tragen muss, macht Ferdinand auf Gut Falkenbach eine schreckliche Entdeckung.

„Die Stunde des Widerstands“ ...

Während sich für Wilhelmine die Ereignisse in München überschlagen und sie die Folgen ihres Handelns tragen muss, macht Ferdinand auf Gut Falkenbach eine schreckliche Entdeckung.

„Die Stunde des Widerstands“ ist Band 12 von 16 der „Die Falkenbach-Saga“ von Ellin Carsta.
Ich habe die vergangenen Bände zügig hintereinander gelesen, da ich die Saga erst recht spät für mich entdeckt habe. Auf diesen habe ich nun warten müssen. Dadurch war aber das Leseerlebnis für mich viel spannender. Sicher musste ich mich wieder in die Geschichte reinfinden, aber das ging recht schnell. Dennoch habe ich das Buch dadurch als viel spannender empfunden.
Die Charaktere haben sich im Laufe der Zeit ungemein verändert. Gerade in diesem Buch merkt man das an Wilhelmine, aber auch an ihrem Vater Paul-Friedrich. Während Paul-Friedrich langsam wie ein gebrochener Mann wirkt, stärkt ihm Wilhelm den Rücken.
Käthe und Else stärken sich ebenfalls gegenseitig den Rücken und gerade an Käthe merkt man, dass die Ereignisse im Hause Lehmann nicht spurlos an ihr vorbeigehen. Gerade nach dem Verlauf dieses Buches bin ich gespannt, wie sie die nächste Zeit verleben wird.
Alles in allem ist momentan alles schwer abschätzbar. Jeder Charakter hat seine Geheimnisse, kaum einer redet noch mit dem anderen die Wahrheit und die Zwietracht ist gesät, aber auch die Abschiede scheinen näher zu kommen. Es wirkt also als ob sich die Saga langsam ihrem Höhepunkt nähert. Es bleibt die Ungeduld, aufgrund der ungewissen Zukunft beider Familien.

Fazit: Für mich eines der spannendsten Bücher der Reihe, das viele Fragen hinterlässt.
Damit wieder eine Empfehlung für alle Falkenbach-Fans!

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Kinder und ihre Schicksale

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Annegret und Charlotte arbeiten beim Kindersuchdienst des Roten Kreuzes. Beide Frauen haben eine bewegte Geschichte, die sie dorthin führt. Während Annegret sich als alleinerziehende Mutter durchs Leben ...

Annegret und Charlotte arbeiten beim Kindersuchdienst des Roten Kreuzes. Beide Frauen haben eine bewegte Geschichte, die sie dorthin führt. Während Annegret sich als alleinerziehende Mutter durchs Leben kämpft und ihren Sohn bei der Arbeit verschweigt, trennt sich Charlotte von ihrem Leben in Saus und Braus und versucht sich mit der Stelle beim Kindersuchdienst über Wasser zu halten. Während Annegret skeptisch gegenüber Charlotte ist, geht diese mit offenen Armen auf Annegret zu. Gemeinsam versuchen sie die Zukunft des Kindersuchdienstes zu retten.

„Der Kindersuchdienst - Für immer in deinem Herzen“ von Antonia Blum ist ein wunderschönes Buch über eine sehr wichtige und ernste Thematik.
Der Kindersuchdienst steht hier stellvertretend für eine Organisation, die bis heute tätig ist - Der DRK-Suchdienst. Eine Hilfestellung, die auch heute noch, 80 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges häufig genutzt wird und die in der Gesellschaft kaum beleuchtet wird. 
Antonia Blum stellt hier die Zeit 10 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges dar. Im Jahr 1955 kämpft der Kindersuchdienst in der Hansestadt Hamburg ums Überleben. Viele Schicksale sind weiterhin ungeklärt und jede der Mitarbeiterinnen agiert hier mit Herzblut. Genau diese Eigenschaft hat die Autorin eindrucksvoll rübergebracht. Die Begeisterung für den Job, aber auch die Hintergründe der dramatischen Schicksale werden hier zum Teil beleuchtet. Ebenso der Zusammenhalt zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kindersuchdienst. Aber auch die Ecken und Kanten, wie Intrigen, Machtspiele und Vorurteile lernt der Leser kennen.
Mit Charlotte und Annegret hat Antonia Blum zwei Frauen aus unterschiedlichen Welten gewählt. Sie stellt ihre Sorgen und Nöte dar und zeigt, dass es manchmal darauf ankommt, für was man arbeitet, um Vorurteile überwinden zu können.
Auch die Beispiele der Kinderschicksale finde ich beeindruckend. Wie Eltern kämpften und mit welchen Mitteln weitere Personen kämpften, ist schon interessant gewesen.
Gefallen hat mir der Abstecher mit Konrad Adenauer, auch wenn das vielleicht zu viel Zufall war, aber irgendwie hat die Situation, wie die Autorin ihn dargestellt hat, die Geschichte etwas geerdet. Gerade die Szene zum Abschluss konnte ich mir wirklich lebhaft vorstellen.

Alles in allem ein wirklich gelungener historischer Roman, der Lust auf den zweiten Teil macht, den ich mir auf jeden Fall gönnen werde. Wer eben solche geschichtlichen Romane mag, ist hier absolut richtig!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Neubeginn

Weil wir an Wunder glauben
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Vincent zieht mit seiner Frau Romy in ein kleines Moseldorf, um ihr die Möglichkeit zu geben, dort in einem betreuten Wohnen zu leben. Romy ist nach einem Unfall geistig eingeschränkt und nicht mehr in ...

Vincent zieht mit seiner Frau Romy in ein kleines Moseldorf, um ihr die Möglichkeit zu geben, dort in einem betreuten Wohnen zu leben. Romy ist nach einem Unfall geistig eingeschränkt und nicht mehr in der Lage in ihr altes Leben zurückzukehren. Sie soll in dieser Wohngruppe ein angenehmeres Leben führen, gefordert und gefördert werden.
Als Romy während eines Spaziergangs wegläuft, landet sie bei Valerie, die gerade mit einem Kapitel ihres Lebens abschließen will. Als Vincent Romy bei ihr findet, ist dies eine glückliche Fügung für Vincent.

„Weil wir an Wunder glauben“ von Josefine Weiss ist ein sehr berührendes Buch. Es wird aus den Perspektiven von Valerie und Vincent erzählt. Im Hörbuch spricht Funda Vanroy Valerie und Sebastian Fischer Vincent.
Die Geschichte, die in diesem Roman erzählt wird, ist eine sehr ernste und emotionale, weshalb es mir sehr schwerfällt, diese zu bewerten.
Während mir Valerie von der ersten Sekunde an sympathisch war, hatte ich mit Vincent lange meine Schwierigkeiten. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich mit Sebastian Fischer als Sprecher nicht warmgeworden bin. Seine Leseweise wirkte auf mich sehr hart, was wiederum gut zu Vincents Mauer passt, die er um sich gebaut hat. Aber dennoch fehlte mir ein bisschen Empathie in der Stimme. Auch der Protagonist Vincent ist, wie schon gesagt, sehr hart. Man merkt lange die aufgebaute Mauer und die Verzweiflung, aber dabei wirkt es manchmal auf mich auch wie Selbstgeißelung.
Zwischen dem Prolog und der Geschichte liegen fünf Jahre und für mich war es daher schwierig zu verstehen, warum Vincent so lange gemauert hat, nachdem ich im weiteren Verlauf die Familienmitglieder von Romy und ihm kennengelernt habe. Das war für mich ein gewisser Widerspruch.
Valerie ist ein wunderbarer Charakter, der über sich hinauswächst, absolut menschlich und herzlich ist. Sie steht für sich ein und das macht sie in herausragender Art und Weise, speziell weil sie versucht, ihre eigene Vergangenheit zu bekämpfen.
Auch die Nebencharaktere fand ich wirklich passend. Arndt ist der belehrende Charakter, aber gleichzeitig ein liebevoller Freund. 
Ähnliches gilt für Charlotte und ihre Tante Fanny, das Dorfurgestein. Wobei mir die Weise, wie die Sprecherin die Tante gelesen hat, nicht gefallen hat.
Ich fand den Zusammenhalt im Dorf auch gut dargestellt. Das merkt man auch in dem Moment, indem Vincent beim Vorstellungsgespräch ist. So stelle ich mir ein kleines und uriges (Mosel-)Dorf vor.
Die Geschichte selber ist einfach traurig, steht aber dennoch als ein Vorbild für den Umgang mit so einer Situation und kann auch vielen Menschen in ähnlicher Lebensposition Mut machen.

Alles in allem eine tolle Geschichte, mit einem manchmal etwas holprigen Protagonisten. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt, Mut macht und Wege aufzeigt, mit einer solchen Situation umzugehen und sich dabei nicht selbst aufzugeben. Gleichzeitig eine Geschichte, die besagt, dass es viel wert ist, sich mit seiner Vergangenheit auszusöhnen!
Wer emotionale Geschichten mag, ist hier absolut richtig.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Absolut spannend

Der dunkle Sommer
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Tilda flüchtet vor ihrem Leben in ein verlassenes Dorf in Italien, ohne zu ahnen, dass sie sich damit in die Vergangenheit des Dorfes als auch in ihre eigene Vergangenheit begibt.

„Der dunkle Sommer“ ...

Tilda flüchtet vor ihrem Leben in ein verlassenes Dorf in Italien, ohne zu ahnen, dass sie sich damit in die Vergangenheit des Dorfes als auch in ihre eigene Vergangenheit begibt.

„Der dunkle Sommer“ von Vera Buck war für mich das erste Buch der Autorin und ich bin absolut begeistert.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dies sind die der Protagonisten Tilda, Franca und Enzo. Wobei man gerade bei Enzo das Gefühl hatte, das er eher eine Nebenrolle spielt. 
Drei Perspektiven fand ich am Anfang erst einmal ungewöhnlich und ein bisschen überfordernd, da gerade auch bei Franca viele Nebencharaktere mitspielen. Man findet sich aber schnell in die Eckdaten hinein. Was mir richtig gut gefällt, ist das Rüberbringen der italienischen Lebensweise und die Vorgeschichte. Es wird alles genauestens erklärt, ohne sich dabei in Details zu verlieren oder langweilig zu werden.
Alle drei Protagonisten sind sehr charakterstark. Besonders Franca hat mir sehr imponiert!
Bei der Geschichte Tildas bin ich am Anfang nicht ganz mitgekommen, weil ich die Ereignisse anders interpretiert hatte und deswegen an einer bestimmten Stelle irritiert war. Aber als die Autorin es dann im Verlauf auflöste, war alles wieder nachvollziehbar. 
Es gab aber oft Wendungen, die meine Vermutungen wieder in eine andere Richtung trieben, sodass es für mich wirklich spannend war. Erst kurz vor Ende konnte ich erahnen, wie die Geschichte stattgefunden haben musste. 
Bei der Beschreibung des kleinen Dorfes Botigalli musste ich immer an den Film Silent Hill denken, mit der Serpentinenstraße und den Mythen, die sich auftaten.
Was ich auch gut fand, war die Tatsache, dass man in diesem Buch nicht von zu vielen italienischen Sprachfetzen erschlagen wurde, wie es in anderen Büchern oft vorkommt.
Die Grundgeschichte war sehr spannend, aber auch das Verschwinden Ninos brachte nochmal ein bisschen mehr Schwung in die Geschichte!
Die Erklärungen im Nachwort waren nochmal richtig interessant. Mir was das so gar nicht bekannt, dass es eine solche „Industrie“ in Italien gab.


Alles in allem bin ich absolut begeistert von dieser Geschichte und kann sie nur jedem empfehlen, der Spannung liebt und der auch Geschichten mag, die vor italienischer Kulisse spielen.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Poolgeschichten

Sommerglück im Strandcafé
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Florence flüchtet nach Krankheit und Trennung in ihre Heimat St. Aidan. Hier hat sie eine kleine Strandhütte erworben, in der sie leben möchte. Was Florence nicht weiß, sie muss dort ein Gewerbe betreiben, ...

Florence flüchtet nach Krankheit und Trennung in ihre Heimat St. Aidan. Hier hat sie eine kleine Strandhütte erworben, in der sie leben möchte. Was Florence nicht weiß, sie muss dort ein Gewerbe betreiben, um dort leben zu dürfen. 
Als dann auch noch der Hotelbesitzer von nebenan ihre Hütte kaufen will, ist ihr Ehrgeiz gegen den Kommerz geweckt. Ein neues Projekt für St. Aidan scheint sich aufzutun.

„Sommerglück im Strandcafe“ von Jane Linfoot gehört zu den bekannten St. Aidan-Romanen der Autorin.
So ist es nicht verwunderlich, dass das Cover an die bekannten Vorgängerromane erinnert. Natürlich kommt es dabei auch zu einem Wiedersehen mit den Meerjungfrauen, schließlich ist Florence die Schwester von Sophie.
Dieser Roman ist wieder im Jane Linfoot-typischen Format aufgebaut, so weiß man zu jederzeit, wo man ist, zu welcher Zeit und was der grobe Inhalt des jeweiligen Kapitels ist.
Die Geschichte ist ganz schön und enthält auch mit Florence’ Vergangenheit eine äußerst ernste Thematik. Auch die Teenagerallüren um Sophies Tochter und die Familienbeziehungen der Mays sind interessant, aber dennoch plätschert die Geschichte ein bisschen vor sich hin.
Schön finde ich dabei dennoch den Club der Meerjungfrauen. Auch wenn diese immer sehr überzogen dargestellt sind, bilden sie die Basis der Romane und damit auch den Wohlfühlfaktor in den Geschichten.
Klar ist auch, wie die Entwicklung der Geschichte verlaufen wird. Wobei ein Handlungsstrang doch für eine kleine Überraschung bei mir sorgte.

Alles in allem ein entspannter Roman, in dem man vielen bekannten Figuren begegnet und wieder in die St. Aidan-Familie integriert wird. Auch die metaphorische Schreibweise lädt zum Entspannen und Verweilen ein, sodass man beim Lesen abschalten kann.
Für alle Fans von Liebesromanen und von Jane Linfoot eine Empfehlung. Wer jedoch tiefgreifendere Geschichten mag, ist hier falsch. Meinerseits gibt es dafür 3,5 Sterne.

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