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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

Beeindruckende Geschichten des echten Lebens

Fearless
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Die Frauen und Männer in diesem Buch zeigen, was möglich ist, wenn wir im Glauben handeln. Sie laden dich ein, selbst aktiv zu werden und dich für Gottes Schöpfung einzusetzen. Lass dich inspirieren, einen ...

Die Frauen und Männer in diesem Buch zeigen, was möglich ist, wenn wir im Glauben handeln. Sie laden dich ein, selbst aktiv zu werden und dich für Gottes Schöpfung einzusetzen. Lass dich inspirieren, einen Unterschied zu machen: für die Erde, die uns geschenkt ist, und die Menschen, die sie mit uns teilen!
Mit Kurzbiografien von Sarah Vecera, Real Life Guys, Naomi Bosch, Carsten und Samuel Waldeck, Nathalie Schaller, Franziskus von Assisi, Charlotte Cremer, Fynn Campbell, Natascha Heinrich und Luisa Leinweber, Marco Michalzik, Joana Karlguth, Niels Petersen, Tabea Oppliger, Lukas Augustin, Elisa Arnold, Tony Rinaudo, Ruth Werwai, Lukas Dilling, Annika Schlingheider, Matthias Graf, Hildegard von Bingen, Gerrit Wiezoreck, Larissa McMahon, Jens Bergmann.

Mirja und Björn Wagner erzählen in „Fearless - Für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. 24 Menschen, die im Glauben losgegangen sind“ von 24 Menschen, die mutig losgegangen sind, um etwas zu bewirken.
Die Geschichten wurden wundervoll von Erik Pabst illustriert und haben die perfekte Länge, um mal eben schnell eine Geschichte zu lesen.
Mir hat es gut gefallen, dass die einzelnen Storys so kurzweilig sind. Sie erzählen genau das, was bei diesen Menschen wichtig und interessant ist. So kann man sie lesen und wirken lassen, auch wenn man vielleicht nicht viel Zeit hat.
Oder man bindet sie in die Stille Zeit oder die Bibelzeit mit den Kindern ein.
Die Geschichten eignen sich auch schon für etwas jüngere Kinder, wenn sie von den Eltern begleitet werden. Für Teenager sind sie schon richtig klasse und auch für Erwachsene toll.
Spannend war für mich, dass es sich um Menschen handelt, die bereits nicht mehr leben aber uns dennoch weiter beeinflussen und um Menschen die aktuell die Welt beeinflussen.
Ich war immer wieder beeindruckt und fasziniert, was sich diese Menschen getraut haben und was sie auf Gottes Wegen bewirken konnten.
Ein tolles Buch um zu staunen und sich inspirieren zu lassen.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Hilf mir. Danke. Wow. Amen.

Hilf mir. Danke. Wow.
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Um drei Gebete kommt kein Mensch drum herum: Wir rufen "Hilf mir" und schicken ein Stoßgebet Richtung Himmel, wenn wir nicht mehr weiterwissen; wir sagen "Danke", wenn uns bewusst wird, wie gut es uns ...

Um drei Gebete kommt kein Mensch drum herum: Wir rufen "Hilf mir" und schicken ein Stoßgebet Richtung Himmel, wenn wir nicht mehr weiterwissen; wir sagen "Danke", wenn uns bewusst wird, wie gut es uns geht, und wir seufzen ehrfurchtsvoll "Wow", wenn sich unsere Augen für die Schönheit und Gnade um uns herum öffnen.
Anne Lamott schreibt einfühlsam, humorvoll und vor allem sehr authentisch darüber, was ihr diese drei Gebete bedeuten und wie sich unsere täglichen Erlebnisse in Gebt verwandeln lassen. Nach Jahrzehnten des Ausprobierens und Stolperns hat sie alles, was sie übers Beten weiß, scharfsinnig in diesem Buch zusammengetragen. Sie ermutigt dazu, das Beten einfach, aber nicht weniger kraftvoll, vor allem aber relevant zu halten. Denn Ängste und Sorgen begleiten zwar stets unser tägliches Leben, doch eine tiefere Verbindung ist in allem spürbar.

Anne Lamott hat in ihrem Buch „Hilf mir. Danke. Wow. Drei unverzichtbare Gebete“ ein schönes kleines Büchlein geschrieben.
Das Buch kommt als Hardcover und etwas kleiner als Din A5 schön hochwertig her und eignet sich so auch gut als Geschenk.
Untergliedert wird in vier Kapitel und eine Einleitung.
Anne Lamott erzählt in den Kapiteln „Hilf mir“, „Danke“, „Wow“ und „Amen“ jeweils von ihren Erfahrungen mit diesen Gebeten und erzählt auch, was diese ihr bedeuten.
Sie bringt das Alltägliche super rüber und erzählt auch schwere Dinge mit einer leichten Prise Humor. Ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.
Ob mich das Buch mehr zum Beten anregt oder anregen würde, weiß ich nicht, aber es hat mich in meiner Art zu beten bestätigt und mir ein paar Alltagssituationen bewusster gemacht.
Ein schönes Buch über die alltäglichsten Möglichkeiten zu beten, mit Humor und Leichtigkeit erzählt.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Spannend aber nicht ganz überzeugend

Der Vertraute
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Klappentext:
Spanien zu Beginn des Goldenen Zeitalters: In einem heruntergekommenen Haus in Madrid nutzt die junge Luzia Cotado einen Hauch von Magie, um die endlose Schufterei als Küchenmädchen zu überstehen. ...

Klappentext:
Spanien zu Beginn des Goldenen Zeitalters: In einem heruntergekommenen Haus in Madrid nutzt die junge Luzia Cotado einen Hauch von Magie, um die endlose Schufterei als Küchenmädchen zu überstehen. Doch als ihre intrigante Herrin entdeckt, dass ihre Dienerin ein Talent für kleine Wunder besitzt, verlangt sie, dass Luzia diese Gabe einsetzt, um die gesellschaftliche Stellung der Familie zu verbessern. Dieses Unterfangen nimmt eine gefährliche Wendung, als Antonio Pérez, der in Ungnade gefallene Sekretär des Königs, auf Luzia aufmerksam wird. Pérez schreckt vor nichts zurück, um die Gunst des Hofes zurückzuerlangen. Und der spanische Herrscher ist noch immer von der Niederlage seiner Armada erschüttert und sucht verzweifelt nach einem Vorteil im Krieg gegen Englands ketzerische Königin. Luzia ist fest entschlossen, diese eine Chance auf ein besseres Leben zu ergreifen, und taucht ein in die Welt von Sehern, Alchemisten, Heiligen und Gaunern, in der die Grenzen zwischen Magie, Wissenschaft und Betrug schon bald verschwimmen. Um zu überleben, muss sie alles wagen – auch wenn das bedeutet, dass sie die Hilfe von Guillén Santangel in Anspruch nehmen muss, ihrem unsterblichen Vertrauten, dessen eigene Geheimnisse sich für beide als tödlich erweisen könnten.

Leigh Bardugo hat mit „Der Vetraute“ einen Stand-Alone-Roman geschrieben, der das Historische, mit Fantasy und einer Lovestory verbindet.
Der Schreibstil ist typisch für Leigh Bardugo und führt den Leser schnell in die Geschichte ein. Man fühlt sich direkt, als wäre man in Madrid und würde mit Luzia unter der strengen Hausherrin leiden und erlebt alles was geschieht mit ihr.
Die Autorin verknüpft gekonnt den historischen Teil mit dem fantasievollen.
Einerseits geht es um die spanische Inquisition, die verschiedenen Klassenunterschiede und die damalige Politik aber gleichzeitig auch um Magie und Wunder.
Luzia ist eine gute Hauptfigur. Sie ist nicht wunderschön, nicht super schlau, beliebt, reich oder stark. Sie ist eigentlich relativ normal, außer dass sie durch ihre Gabe kleine zauberhafte Wunder wirken kann. Sie ist ziemlich naiv, wodurch sie oft in Schwierigkeiten gerät, macht aber eine plausible Entwicklung durch.
Die anderen Figuren sind ebenfalls interessant und vielschichtig. Kein Charakter ist mir wirklich sympathisch aber über fast alle wollte ich mehr erfahren.
Luzias Weg, von dem Küchenmädchen, zur Magierin im Wettstreit ist zeitweise sehr spannend. Leider zieht sich die Geschichte zwischendurch und kleinere Nebenhandlungen verwässern das, was eigentlich richtig hätte knallen können.
Denn an Luzias Seite ist irgendwann Santangel und er und seine Hintergrundstory sind ebenfalls unheimlich interessant. Aber auch hier fehlt irgendwie das gewisse Etwas.
Alles in allem hat Leigh Bardugo einen soliden historischen fantasy Roman geschrieben, der den Leser durchaus mitnimmt und Spannung erzeugt aber doch auch seine Längen hat.
Es hat einfach manchmal etwas an Schwung gefehlt. Dennoch durchaus lesenswert!

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Dein Land der Ruhe

Dein Land der Ruhe
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Mach dich auf die Reise durch dein Land der Ruhe – das Gott dir in seinem Sohn Jesus längst geschenkt hat. Entdecke, was dir gehört, und nimm in Besitz, was dein Erbe ist. Lerne zu ruhen, selbst wenn deine ...

Mach dich auf die Reise durch dein Land der Ruhe – das Gott dir in seinem Sohn Jesus längst geschenkt hat. Entdecke, was dir gehört, und nimm in Besitz, was dein Erbe ist. Lerne zu ruhen, selbst wenn deine Umstände dich herausfordern. Finde einen Schlüssel, damit Krisen nicht mehr im Gefühlschaos enden. Lass dich ermutigen von tiefen geistlichen Wahrheiten aus der Bibel und Zeugnissen von anderen. Gott hat dir ein Land vorbereitet, in dem du sicher leben kannst. Tritt ein.

Cornelia Schmid, Theologin, Existenzgründungsberaterin und Veränderungscoach, hat mit „Dein Land der Ruhe“ einen Ratgeber geschrieben, der uns die Punkte aufzeigt, die uns von Gottes Ruhe entfernen und uns Wege weist, die zu dieser Ruhe hinführen.
Das Buch ist in mehrere Kapitel gegliedert, die ebenfalls in einzelne Abschnitte aufgeteilt sind. Dadurch konnte man ohne Probleme pausieren und das eben gelesene sacken lassen.
In den Kapiteln geht die Autorin auf die biblische Grundlage ein, auf unser Erbe in Christus, auf unsere Gedankenmuster und die verschiedenen Arten von Menschen und das Jesus all diese Arten in sich auf die bestmögliche Art vereint und wir daher von ihm lernen können.
Spannend fand ich auch die Unterscheidung von Geist und Seele.
Die Autorin gibt viel Input zum Nachdenken, Reflektieren und sich selbst hinterfragen.
Manchmal kam ich jedoch mit ihren Erklärungen nicht ganz weiter, vielleicht weil manches ein wenig abstrakt war oder ich das Gefühl hatte, es wird etwas vorausgesetzt, was ich nicht habe oder lebe. Der Autorin ist z.B. das Sprachengebet sehr wichtig, womit ich keine Berührungspunkte habe.
Insgesamt ist das Buch auf jeden Fall lesenswert und wird jedem Leser den ein oder anderen Denkanstoß geben.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Eine bewegende Fortsetzung

Für immer, dein August (Mühlbach-Saga 2)
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»Der Krieg ist aus!« 1919 darf der 21-jährige August Schönborn endlich das britische Internierungslager verlassen und nach Deutschland heimkehren. Als er seine Kindheitsfreundin Lotte wiedersieht, deren ...

»Der Krieg ist aus!« 1919 darf der 21-jährige August Schönborn endlich das britische Internierungslager verlassen und nach Deutschland heimkehren. Als er seine Kindheitsfreundin Lotte wiedersieht, deren Briefe ihm durch die Kriegszeit geholfen haben, ist beiden klar: Aus Freundschaft ist längst Liebe geworden.
Doch Lotte wohnt in Bremen, und August muss zurück nach Mühlbach, in das Pfälzer Dorf, in dem seine Eltern leben. Mühlbach, aus dem einst Lottes Mutter Lina mit ihrem unehelichen Kind auf dem Arm fliehen musste. Das Dorf, dessen Bewohner August nie verzeihen werden, dass er den Krieg überlebt hat, in dem so viele junge Mühlbacher versehrt wurden oder starben. Es scheint, als könnte ihre Liebe keine Zukunft haben – bis das Schicksal für sie entscheidet.

Band 1 noch nicht gelesen? Dann aber schnell! „In Liebe, deine Lina“ ist ebenso schön wie „Für immer, dein August“ und dazu bauen die Bücher aufeinander auf. Man sollte den ersten Band also nicht verpassen.
Das Buch beginnt kurz nachdem das erste geendet hat und damit befinden wir uns am Beginn einer Geschichte, die wir am liebsten vergessen würden, aber nicht vergessen dürfen.
Der erste Weltkrieg ist endlich vorbei. Lina und Karl leben glücklich in Bremen, doch auch sie bleiben wachsam, denn die politische Lage bleibt angespannt.
Charlotte ist zu einer jungen Frau herangewachsen und als August endlich aus dem Internierungslager entlassen wird, ist sein erster Stopp Bremen und damit seine Charlotte. Schnell merken die Zwei, dass es schon lange kein rein freundschaftliches Gefühl mehr zwischen den beiden ist. Doch August muss zurück nach Mühlbach und sich um seine Mutter und die Geschwister kümmern. Charlotte steht vor dem gleichen Gefühlsdilemma wie ihre Mutter, doch das Schicksal entscheidet für sie.
Die Macht der NSDAP wird zeitgleich immer größer, die jüdischen Freunde von Lina und Karl werden angegriffen und bedroht und auch in Mühlbach weht plötzlich ein anderer Wind. Die einen ziehen mit, die anderen müssen vorsichtig sein und standhalten.
Was dann kommt, wissen wir Leser leider nur zu genau.
Barbara Leciejewski nimmt uns wieder mit, auf eine gefühlvolle Reise durch die Zeit.
Es ist wunderbar, Karl und Lina wiederzusehen und auch all die anderen liebgewonnenen Figuren.
Die Geschichte von August und Charlotte wäre schon allein erzählenswert, doch vor dem Hintergrund der aufsteigenden Hitlermacht, muss sie einfach erzählt werden. Besonders, weil sie auf der wahren Geschichte der Großeltern der Autorin beruht.
Wir begleiten Charlotte und August auf ihrem Weg von Freunden zu Liebenden und erleben den Wandel der Welt aus den Augen vieler verschiedener Menschen.
August und Charlotte, die versuchen dazuzugehören, ohne ihre Prinzipien zu verraten. Lina und Karl, die ihren Freunden helfen wollen und doch nichts tun können. Die jüdischen Freunde unserer Figuren, die sich plötzlich Hass, Gewalt, Ausgrenzung und der Deportation gegenübersehen. Dazu die Dorfbewohner und Geschäftspartner, die sich von der Ideologie anstecken und von der Hetze mitreißen lassen. Und die vielen Familien, die für das Vaterland ihre Angehörigen hergeben mussten.
Besonders bewegt hat mich, dass die Autorin vieles genau so langsam und wenig offensichtlich einfließen lässt, wie es für viele Menschen damals war. Sie erzählt den Glauben an eine reine Umsiedelung, die schlagartige Erkenntnis der Menschen in den Wagons, das langsame Realisieren der anderen und den Unglauben, als die Fotos und Berichte bekannt werden.
Sie erzählt von der langsamen Entwicklung in den Familien. Von einer Hoffnung auf eine Verbesserung, entstanden aus Armut und Not. Von einem plötzlichen gemeinsamen Feind, dessen wahre Schuld niemand benennen kann.
Vom Hinsehen und dennoch verschließen der Augen. Von Schmerz und Stolz und Verzweiflung.
Die Autorin macht es nicht offensichtlich und sie verurteilt nicht. Die Verurteilung übernimmt die Geschichte für sich. Und neben all dem, läuft das Leben irgendwie weiter. Menschen haben ihre normalen Alltags- und Familiensorgen, sie streiten, versöhnen, lieben und trauern.
Barbara Leciejewski hat die Geschichte ihrer Großeltern weitererzählt und dabei nicht nur eine Familiengeschichte niedergeschrieben, sondern auch in Worte gefasst, was damals in der Gesellschaft geschehen ist und mir ins Gedächtnis gerufen, dass wir keinen Rückschaufehler begehen dürfen. Für uns ist alles klar, aber wir waren auch nicht dabei. Wir können nur darauf achten, dass es nicht wieder passiert.
Ich habe Charlotte, August, Lina, Karl und all die anderen wieder mit Spannung und Freude begleitet, aber mir zerriss es auch das Herz.
Die Geschichte ist gut recherchiert, spannend, emotional, vielschichtig und absolut lesenswert.
Und zum Schluss bleibt nur Margot Friedländers Zitat: „Seid Menschen!“

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