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Veröffentlicht am 17.10.2019

Das Leben der Édith Sitwell

Die Dame hinter dem Vorhang
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Inhalt übernommen:

Welch ein Abenteuer! An einem Maimorgen im Jahr 1927 verlässt Jane Banister, Enkelin des Gärtners auf Renishaw, den Landsitz der Sitwells.Sie geht nach London, um in den Dienst von ...

Inhalt übernommen:

Welch ein Abenteuer! An einem Maimorgen im Jahr 1927 verlässt Jane Banister, Enkelin des Gärtners auf Renishaw, den Landsitz der Sitwells.Sie geht nach London, um in den Dienst von Edith Sitwell zu treten. JAnne hat schon einiges über die exzentrische Dichterin und deren einflussreichen Freundeskreis gehört. Edith gibt in der Hauptstadt Soireen,liebt große Auftritte und hat sogar Kontakte ins Königshaus. Doch als Ediths Vertraute lernt Jane auch die Dame hinter dem Vorhang kennen und den Preis, den das unangepasste Leben fordert.

Meine Meinung:

In dem vorliegenden Buch lernt man die Protagonistin durch die Augen ihre Bediensteten kennen, das fand ich eine interessante Herangehensweise.

in dem vorliegenden Buch lernt man die Protagonistin durch die Augen ihrer Bediensteten kennen, das fand ich eine interessante Herangehensweise.

Die Familie von Jane ist schon in dritter Generation mit der Familie Sitwell und dem Gut Renishaw verbunden. Auch wenn es nicht einfach ist, mit der exzentrischen Edith auszukommen, ermöglicht ihr diese den Zugang zu höheren Kreisen, welcher ihr sonst mit Sicherheit verwehrt geblieben wäre.

Édith ist durch eine schwere Kindheit sehr geprägt worden und hat darunter ihr ganzes Leben zu leiden. Auch wenn sie sich mit ihrem Schicksal größtenteils ausgesöhnt hat, unterliegt sie großen Stimmungsschwankungen, unter denen ihr Umfeld sehr zu leiden hat.

Die Darstellung zwischen exzentrischer und glamouröser Künstlerin und einer sehr verletzlichen Seele, ist der Autorin ganz hervorragend gelungen.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, es wird noch eine Weile nachwirken. Von mir eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 16.10.2019

Starke kämpferische Frauen

Hamburgs starke Frauen
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Im vorliegenden Buch hat die Autorin 30 Frauen aus mehreren Jahrhunderten, bis in die Gegenwart dargestellt.

Bei den bereits verstorbenen Personen geschah dies in tabellarischer Form, mit Geburts und ...

Im vorliegenden Buch hat die Autorin 30 Frauen aus mehreren Jahrhunderten, bis in die Gegenwart dargestellt.

Bei den bereits verstorbenen Personen geschah dies in tabellarischer Form, mit Geburts und Sterbedatum, Aufenthaltsorten und kurzem Lebenslauf. In der Vergangenheit waren es fast ausschließlich Frauen aus gut situierten Elternhäusern, denen dadurch auch möglich gemacht wurde, einen gewissen Bildungsgrad zu erlangen, was in den unteren Schichten damals kaum möglich war.

Bei den Frauen in der heutigen Zeit, wurden in Form von Interviews, Einblicke in ihr Leben gegeben.Das fand ich besonders interessant, weil man sich in die Situationen besser herein denken kann.

Die Unterschiede wurden dadurch sehr deutlich. Speziell was das Familienleben, Anzahl der Kinder, Beteiligung der Väter an deren Erziehung und vieles mehr betrifft.

Auch wenn es zur völligen Gleichberechtigung (gleiche Berufschancen, Aufstiegsmöglichkeiten, gleiche Bezahlung usw.) noch ein weiter Weg ist, wird einem doch bewusst, wie viel Vorarbeit die vorangegangenen Generationen geleistet haben.

Fazit:

Ein Buch was sehr nachdenklich macht.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Neuanfang im fremden Land

Der Zwilling von Siam
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Inhalt übernommen:

Bangkok, 1892: Die junge Hamburger Lehrerin Emilie Kolbe reist mit ihrem Vater nach Siam, um an der königlichen Schule zu unterrichten. Sie freut sich auf ein Wiedersehen mit ihrer ...

Inhalt übernommen:

Bangkok, 1892: Die junge Hamburger Lehrerin Emilie Kolbe reist mit ihrem Vater nach Siam, um an der königlichen Schule zu unterrichten. Sie freut sich auf ein Wiedersehen mit ihrer Zwillingsschwester Marie. Bei Ankunft ereilt Emilie jedoch die Nachricht dass Marie tödlich verunglückt sei. Für sie bricht eine Welt zusammen, doch schon bald beginnt sie mithilfe des ihr zugeneigten Botanikers Johannes die mysteriösen Umstände des Todes ihrer Schwester zu hinterfragen. Dabei gerät sie in ein gefährliches Netz aus Missgunst und Intrigen. War Marie eine Spionin, die es den Deutschen ermöglichte, die Engländer beim Eisenbahnbau auszubooten?

Je tiefer Emilie gräbt,desto mehr Fragen drängen sich auf, vor allem eine: Wer war ihre Schwester wirklich?

Meine Meinung:

Der emotionale und schöne Schreibstil ermöglichte es mir, sofort in die Geschichte einzutauchen. Durch die gute Beschreibung der Protagonisten, hatte ich sofort klare Bilder im Kopf und kam ihnen sehr nahe. Mit großem Interesse habe ich Emilie bei ihren Versuchen begleitet Licht in das Dunkel um den Tod ihrer Schwester Zwillingsschwester zu bringen.

Neben einer spannenden Familiengeschichte mit vielen Geheimnissen, erfährt man auch einiges über ein fremdes Land und das Leben der Bewohner, zur damaligen Zeit.

Fazit:

Das Buch hat mir einige Stunden spannende Unterhaltung beschert. Von mir daher eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.





Veröffentlicht am 13.10.2019

Starke Frauen in schweren Zeiten

Die Stunde unserer Mütter
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Die Geschichte spielt während der Jahre 1940-1945.Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Vivienne und Maria, zwei Schwägerinnen, die sich nie sonderlich sympathisch waren. Als Vivienne, die mit Mann und ...

Die Geschichte spielt während der Jahre 1940-1945.Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Vivienne und Maria, zwei Schwägerinnen, die sich nie sonderlich sympathisch waren. Als Vivienne, die mit Mann und Tochter bisher in München lebte, von ihrem Mann aufs Land zu Maria geschickt wird, um einer möglichen Verfolgung zu entgehen, da ihre Mutter Engländerin ist, haben die beiden ungleichen Frauen einem ziemlich holprigen Start. Auch die Töchter brauchen einige Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen.
Als die politische Lage sich zuspitzt und die Gefährdungen und Einschränkungen immer mehr zunehmen, packen Sie unerschrocken an, auch wenn sie sich selber dabei manchmal in Gefahr bringen. Während die Gräuel des Krieges zunehmend auch die Landbevölkerung betreffen, erwächst aus der einstigen Schicksalsgemeinschaft eine tiefe Freundschaft der beiden ungleichen Frauen.
Neben den Ereignissen des Krieges, geht es in der Geschichte auch um mehrere Familiengeheimnisse, die lange Jahre im Untergrund geschlummert haben.
Es war für mich das erste Buch dieser Autorin, die mich mit ihrem schönen Schreibstil,sofort gefangengenommen hat.
Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit und mit großer Begeisterung gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung,in welcher, die mittlerweile erwachsenen Töchter, im Vordergrund stehen werden.

Fazit:
Von mir eine absolute Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 12.10.2019

Etwas spröde erzählt

Töchter einer neuen Zeit
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Inhalt übernommen:
Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland
Einer neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung ...

Inhalt übernommen:
Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland
Einer neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben.
Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel von der Welt jenseits der Beletage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben. Die vier Frauen teilen Höhen und Tiefen miteinander, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik, vor allem der Aufstieg der Nationalsozialisten und der drohende Zweite Weltkrieg, erschüttern immer wieder die Suche nach dem kleinen Glück.
«Töchter einer neuen Zeit» ist der Auftakt einer Trilogie, die diese vier Frauen, ihre Kinder und Enkelkinder durch das 20. Jahrhundert begleitet

Meine Meinung:

Die Protagonistinnen dieses Romans, waren mir auf unterschiedliche Weise sympathisch. Die Themen, welche behandelt wurden,interessieren mich sehr, ich habe schon viele Bücher dazu gelesen, in denen es um ähnliche Schicksale geht.
Jedoch machte es mir der etwas distanzierte Schreibstil schwer, wirklich in die Geschichte einzutauchen.
Trotzdem würde ich dem kommenden Band erneut eine Chance geben.
Fazit:
Ein Buch, durch das ich mich teilweise etwas durch quälen musste, daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung und drei Sterne.