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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2025

Unglaubwürdiger Thriller

Skala des Bösen
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Die erfolgreiche Anwältin Lena lebt in dem Glauben ihr Leben im Griff zu haben. Sie ist verheiratet mit dem Künstler Mark, der aber immer noch auf seinen Durchbruch wartet. Währenddessen verdient sie das ...

Die erfolgreiche Anwältin Lena lebt in dem Glauben ihr Leben im Griff zu haben. Sie ist verheiratet mit dem Künstler Mark, der aber immer noch auf seinen Durchbruch wartet. Währenddessen verdient sie das Geld und ihr Mann kümmert sich um den kleinen Sohn Luca.Der Beginn entspricht nicht einem Thriller,es geht vielmehr um die Alltagsproblematik eines berufstätigen Ehepaares,allerdings etwas abseits des normalen Rollenbildes.

Dann nimmt die Story langsam Fahrt auf, ihr Mann und ihr Sohn werden entführt und kurz darauf ist ihr Mann tot, der kleine Sohn bleibt erst mal verschwunden.Ab hier entwickelt sich eine ,in meinen Augen haarsträubend unrealistische Geschichte,in der keiner der beteiligten Personen realitätsnah agiert.Die als völlig unfähig dargestellte Polizei ,zieht einen Täter nach dem anderen quasi aus dem Hut und ermittelt völlig planlos.Lena versucht selbst zu ermitteln,verliert aber mehr und mehr den Überblick.Es wird krampfhaft versucht,eine Person als schuldig darzustellen,obwohl ziemlich schnell klar ist,so kann es nicht sein.Auch das Ende konnte mich in keiner Weise überzeugen.

Fazit:

Auch wenn viel Blut geflossen ist es mehr als einen Toten gab,war es kein Thriller.Was mich außerdem gestört hat ,war der Gossenjargon,dem sich die Anwältin immer wieder bediente.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Erster Teil der Norrland-Saga

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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Im Jahre 1938 träumt die 17-jährige Siv davon, eines Tages als Lehrerin zu arbeiten. Doch ihre Familie braucht das Geld, dass sie mit ihrer Arbeit verdienen würde, und so wird sie in die tief verschneiten ...

Im Jahre 1938 träumt die 17-jährige Siv davon, eines Tages als Lehrerin zu arbeiten. Doch ihre Familie braucht das Geld, dass sie mit ihrer Arbeit verdienen würde, und so wird sie in die tief verschneiten Wälder geschickt, um bei einer Gruppe Waldarbeiter als Köchin zu arbeiten.Es Ist ein sehr einfaches Leben ohne jeglichen Komfort und zu Anfang fällt es ihr sehr schwer,doch mit der Zeit gewöhnt sie sich daran.Als sie den jungen Samí Nila kennen lernt,verliebt sie sich ihn und wird schwanger.Da Samí mit seiner Familie schon nicht mehr vor Ort war,heiratet sie den etwas älteren John,der schon immer ein Auge auf sie geworfen hatte,um der „ Schande“ einer unehelichen Geburt zu entgehen.

Im Jahre 2022 kehrt Eva,PR Beraterin,geschiedene Mutter eines 15 jährigen Sohnes,an den Ort ihrer Kindheit zurück.Sie soll zwischen den Konflikten der Umweltschützer und den Interessen ihrer Firma vermitteln,welche ein großes Gebiet roden will.Auch ihr Sohn ist auf der Seite der Klimaschützer,wodurch familiäre Konflikte entstehen.Als sie ihrer Jugendliebe Wiederbegegnung und ein lange im Dunklen liegendes Familiengeheimnis zutage tritt, nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Angelehnt an die Geschichte ihrer Großmutter, hat die Autorin eine großartige Familien und Liebesgeschichte geschrieben, die mich sehr berührt hat.Außerdem ist es ihr sehr gut gelungen, die besondere Atmosphäre der Natur zu transportieren, ich hatte beim Lesen förmlich den Geruch des Waldes in der Nase und das Bild der Moltebeeren vor Augen.
Durch den ständigen Zeitwechsel bleibt eine große Spannung durchgehend erhalten. Ich fand dabei die Thematik in der Vergangenheit deutlich interessanter, in der Gegenwart nimmt die Geschichte erst zum Schluss etwas Fahrt auf.
Das Thema des Volksstammes, der Samen und die Ungerechtigkeit, welche Ihnen widerfahren ist, wurde leider nur kurz gestreift, hier hätte ich gerne mehr erfahren.
Da einige Fragen offen geblieben sind, bin ich sehr gespannt auf die folgenden Bände.Die

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Jeder kann mutig sein

Gönn dir einen Mutausbruch!
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Ich kenne und liebe die Bücher der beiden Autorinnen schon lange.und freu mich über jede Neuerscheinung.

Dieses Mal stand das Thema Mut im Fokus.Sie haben viele Gespräche mit unterschiedlichen Menschen ...

Ich kenne und liebe die Bücher der beiden Autorinnen schon lange.und freu mich über jede Neuerscheinung.

Dieses Mal stand das Thema Mut im Fokus.Sie haben viele Gespräche mit unterschiedlichen Menschen geführt, aber auch tief in sich hineingehorcht und die eigenen „mutigen“ Momente ihres Lebens beleuchtet.Dabei kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es nicht die großen Dinge (Sprung von der Klippe,Extremklettern etc.)sein müssen,welche Mut voraussetzen..Manche scheinbar einfache Dinge und Situationen erfordern bei den verschiedenen Menschen unterschiedlich viel Mut,führen aber nach der Bewältigung zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl.

Mir gefällt die Art ,wie hier leichte und schwerere Themen,mit Ernsthaftigkeit, einer Prise Ironie und viel Humor präsentiert werden.Besonders gut fand ich, dass sie das Thema nicht nur auf Deutschland beschränkten, sondern auch andere Länder und Kulturen in ihre Recherche einbezogen.

Erneut war der Unterhaltungswert sehr hoch und den ein oder anderen Tipp habe ich für meinen Alltag mitgenommen.

Nicht vergessen möchte ich das wiederum geniale Cover. Es ist erneut die Kirsche auf der Torte.

Ich empfehle das Buch gerne weiter und vergebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Vergangenheit und Gegenwart auf emotionale Weise verbunden

Die Verlorene
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Der Tod der 93 jährigen Änne läßt Tochter Ellen und Enkelin Laura mit vielen offenen Fragen zurück. Bei ihren Unterlagen findet Laura einige Dokumente, die auf die Vergangenheit ihrer Oma in Schlesien ...

Der Tod der 93 jährigen Änne läßt Tochter Ellen und Enkelin Laura mit vielen offenen Fragen zurück. Bei ihren Unterlagen findet Laura einige Dokumente, die auf die Vergangenheit ihrer Oma in Schlesien hindeuten,eine Zeit ,über die Änne kaum gesprochen hat.Laura und ihr Lebensgefährte Jonathan haben gerade selbst erfahren, dass sie demnächst Eltern werden, und so ist es Laura ein starkes Bedürfnis, mehr über ihre Wurzeln zu erfahren.Kurz entschlossen macht sie sich auf den Weg ins heutige Polen, um den Spuren der Vergangenheit zu folgen und Antwort auf viele Fragen zu finden.

Die Geschichte wird nun abwechselnd in der Vergangenheit (zwischen 1943 und 1947) und der Gegenwart in Frankfurt im Jahre 2019 erzählt.Einem Puzzle gleich setzt sich eine außergewöhnliche, dramatische und sehr emotionale Familiengeschichte zusammen,wobei der in der Vergangenheit, angesiedelte Teil, eindeutig der interessantere ist. Die Autorin hat es sehr geschickt verstanden, die fiktiven Personen in die realen damaligen Ereignisse einzuflechten.Die Schreckensherrschaft von Adolf Hitler, das dramatische Kriegsgeschehen, Hunger, Kälte, Vergewaltigung,Flucht,wurden so eindringlich vermittelt ,dass es mir beim Lesen eiskalt den Rücken herunterlief.
Durch die stetigen Perspektiv und Zeitwechsel, blieb eine durchgehende Spannung erhalten, welche es mir schwer machte, die Geschichte zu unterbrechen. Zum Schluss fügen sich Vergangenheit und Gegenwart zusammen, verbunden mit einigen Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte.
Die Geschichte hat mich tief bewegt und wird noch einige Zeit nachwirken.
Ich habe mir das Hörbuch von Tanja Formaro vorlesen lassen,ihre angenehme Stimme und die Art des Vortrags ,machten es zu einem besonderen Genuss.
Von mir sehr verdiente fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Konnte mich leider nicht überzeugen

Meine Mutter
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Für eine Lesung zum Buch „ Meine Schwester“ kehrt die Autorin nach Celle zurück,für sie eine Reise in die Vergangenheit.Sie besucht den Friedhof,auf dem ihre Mutter ,nach ihrem Suizid vor fast vierzig ...

Für eine Lesung zum Buch „ Meine Schwester“ kehrt die Autorin nach Celle zurück,für sie eine Reise in die Vergangenheit.Sie besucht den Friedhof,auf dem ihre Mutter ,nach ihrem Suizid vor fast vierzig Jahren beerdigt wurde und auf dem sich auch viele Gräber von anderen Familienangehörigen befinden.
Sie beschließt sich auf Spurensuche zu begeben,um die Geheimnisse ihrer Familie zu ergründen, in der es sehr viele Selbstmorde gegeben hat.Dabei besucht sie auch Wölfesgrund,im heutigen Polen gelegen ,wo ihre Vorfahren ein Sanatorium geleitet haben.Aus Briefen,Fotos und alten Dokumenten ergibt sich nach und nach eine ungewöhnliche Geschichte.

Ich lese sehr gerne Bücher ,die sich mit der Vergangenheit beschäftigen,speziell die Zeit vor,während und nach dem zweiten Weltkrieg steht dabei besonders im Fokus. Das schöne Cover und die Kurzbeschreibung weckten sofort mein Interesse, eine Familiengeschichte der besonderen Art, dachte ich zumindest.
Leider konnte mich diese Geschichte überhaupt nicht abholen. Das lag zum einen an der Unzahl der Personen (ein Verzeichnis wäre hier äußerst hilfreich gewesen),zum anderen an den übergangslos wechselnden Zeiten,welche bei mir keinen Lesefluss aufkommen ließen.
Durch die ,nach meinem Dafürhalten ziemlich unstrukturierte Geschichte,konnte ich keine Beziehung zu den einzelnen Personen aufbauen,was ich sehr schade fand.
Insofern ließ mich das Buch mit vielen Fragezeichen und Unzufriedenheit zurück. Von mir keine Leseempfehlung und drei Sterne

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