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Veröffentlicht am 13.05.2025

Toller Start im Alten Land

Sommertage im Alten Land
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Eigentlich hatte Svenja andere Pläne, sie wollte studieren und einen Beruf ergreifen. Doch der plötzliche Tod ihrer Eltern wirft alles über den Haufen und so muss sie die Vormundschaft für ihren jüngeren ...

Eigentlich hatte Svenja andere Pläne, sie wollte studieren und einen Beruf ergreifen. Doch der plötzliche Tod ihrer Eltern wirft alles über den Haufen und so muss sie die Vormundschaft für ihren jüngeren Bruder übernehmen.Joris wird in der Schule gemobbt und wehrt sich mit Fäusten,was ihm eine befristete Suspendierung vom Schulunterricht einbringt,Svenjas Gespräch mit dem Rektor kann das leider nicht abwenden,außerdem steht der Besuch des Jugendamtes an.Als wäre das nicht genug,ist der elterliche Hof in eine finanzielle Schieflage geraten. Eine große Hotelkette macht ein lukratives Angebot, doch ist das die Lösung für alle Probleme?

Als Marc Wallner unangemeldet auf dem Hof auftaucht ,wird er für den Mitarbeiter des Jugendamtes gehalten. Er interessiert sich für alle Belange und Joris fasst sofort Vertrauen zu ihm und zeigt ihm voller Begeisterung alles ,was der Hof zu bieten hat.Auch Svenja und Marc nähern sich immer mehr an und es knistert gewaltig zwischen den Beiden.Doch dann ist plötzlich alles anders…..

Ich kenne die Autorin bereits von anderen Romanen, und so war ich sofort wieder in der Geschichte gefangen. Svenja, Joris und ihre sympathische Patentante Antje nebst Tochter Femke,waren mir auf Anhieb sympathisch.Erneut waren die Beschreibungen so bildhaft, dass ich sowohl die kleine Dorfgemeinschaft, den Laden als auch die Landschaft (die ich von einem Urlaub kenne) sofort vor Augen hatte.Es wurde deutlich gemacht ,dass die Nachbarschaftshilfe auf dem Land, noch sehr aktiv ist, und so fand die Protagonistin von allen Seiten Unterstützung. Auch wenn man gegen Ende des Buches einiges erahnen konnte,gelang es die Spannung weitgehend aufrechtzuerhalten.

Ich freue mich auf den zweiten Teil der Reihe,in welchem man den Winter im Alten Land erleben kann.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Eine Geschichte, die sich nie wiederholen darf

Zypressensommer
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Im Jahre 1998 reist die junge Goldschmiedin Julia Matthiesen in die Toskana und zwar in den Ort, in welchem ihr geliebter Nonno ,der vor kurzem verstorben ist ,früher gelebt hat.Julia ahnt, dass er viele ...

Im Jahre 1998 reist die junge Goldschmiedin Julia Matthiesen in die Toskana und zwar in den Ort, in welchem ihr geliebter Nonno ,der vor kurzem verstorben ist ,früher gelebt hat.Julia ahnt, dass er viele Geheimnisse mit ins Grab genommen hat, und so beschließt sie,seinen Spuren zu folgen.Als Anhaltspunkt dient ihr lediglich ein Zettel, auf dem ihr Großvater Gianni einige Notizen niedergeschrieben hat,besonders das Wort „ Verrat“ macht sie neugierig.Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den charismatischen Matteo Conti kennen und stößt gleich auf die Namensgleichheit, denn Conti ist sowohl der Mädchenname ihrer Mutter,als der ihres Großvaters. Er nimmt sie mit auf den Olivenhof seiner Familie und geht mit ihr gemeinsam auf Spurensuche. Zuerst scheint es so, dass keiner von einem Gianni gehört hat,doch dann taucht ein Testament auf und gemeinsam mit anderen Spurenfragmenten ,bringt es Licht ins Dunkel .



Erneut hat es Teresa Simon( ein Pseudonym der Autorin Brigitte Riebe)verstanden, eine schöne fiktive Liebesgeschichte, inklusive viel italienischem Flair,mit realistischen Fakten aus der Vergangenheit,sowohl in Italien,als auch in Deutschland zu verknüpfen.

In der Gegenwart wuchsen mir nicht nur die sympathischen Protagonisten Julia und Matteo,sondern auch die Familien ,sehr ans Herz.Gerne habe ich sie begleitet und das toskanische Ambiente,die schöne Landschaft,inklusive leckerem Essen und Trinken genossen. Ich war einmal in der Toskana und konnte ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.

In der Vergangenheit wurde mein geschichtliches Wissen erneut sehr erweitert.Obwohl ich aus verschiedenen historischen Romanen schon vieles über die Zeit des zweiten Weltkrieges erfahren habe,war mir über diese Zeit in Italien relativ wenig bekannt.Zum Beispiel hatte ich noch nie von den IMI( Italienische Militärinternierte) gehört.

Ebenso interessant fand ich die Geschichte des Olivenöls.Heute ist es aus der guten Küche, nicht nur Italiens, kaum wegzudenken, wogegen es damals das Überleben der italienischen Bevölkerung sehr stark unterstützt hat.

Mich hat der Roman,welcher noch lange nachhallen wird ,erneut sehr begeistert.Natürlich vergebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Überwiegend zu abgedreht

Horror-Date
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Klappentext übernommen:
„The Walking Date“ ist keine normale Dating Plattform: hier können sich Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, ein letztes Mal verlieben. Deshalb hat sich auch der unheilbar ...

Klappentext übernommen:
„The Walking Date“ ist keine normale Dating Plattform: hier können sich Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, ein letztes Mal verlieben. Deshalb hat sich auch der unheilbar kranke Raphael bei DWD angemeldet und tatsächlich funkt es zwischen ihm und der ebenfalls erkrankten Nala. Vor allem ihre Liebe zur Literatur verbindet die beiden, die sich bislang nur über Nicknames kennen.. Am Tag ihres ersten Blind Dates hat sich Raphaels Zustand dramatisch verschlechtert. So überredet er seinen besten Freund, für ihn zu dem Treffen zu gehen: Julus, sportbegeistert, kerngesund und auch sonst das komplette Gegenteil von Raphael (er hat bislang nur die Biografie von Arnold Schwarzenegger gelesen und auch die nur zur Hälfte). Raphael zuliebe spielt Julius, der in wenigen Tagen heiraten und eigentlich seinen Junggesellenabschied feiern wollte, widerwillig den Schwerkranken – und das schlimmste Horror – Date aller Zeiten nimmt seinen Lauf…..

Ich kenne und liebe die Thriller von Sebastian Fitzek sehr, dieses andere Genre war für mich bisher Neuland. Obwohl ich anfangs die skurillen Entwicklungen sehr lustig fand und manchmal laut gelacht habe, wurde es mir irgendwann aber zu abstrus und abgedreht.Es gab zwar immer wieder Situationen, in welchem mir der schwarze Humor gut gefiel, aber zunehmend nervte mich die Geschichte,sodass ich in Zukunft lieber wieder auf seine Thriller zurückgreifen werde.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Belastetes Erbe

Wo wir uns treffen
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Die Geschwister Frannie ,Milo und Isa kommen auf dem Familienanwesen zusammen um die Vorbereitungen für die Beerdigung ihres Vaters zu treffen. Die Witwe trauert nicht um ihren Mann ,der sie seit Jahren ...

Die Geschwister Frannie ,Milo und Isa kommen auf dem Familienanwesen zusammen um die Vorbereitungen für die Beerdigung ihres Vaters zu treffen. Die Witwe trauert nicht um ihren Mann ,der sie seit Jahren betrogen Hat und sie viele Jahre mit drei Kindern alleine ließ. Sie möchte aus dem großen Herrenhaus ausziehen und den Rest ihrer Jahre in einem kleinen Cottage verbringen. Ihre Tochter Frannie ,welche den riesigen Landsitz erbt,möchte die Flächen renaturieren,ihr Bruder hat jedoch andere Pläne. Gemeinsam mit einem Freund möchte er den Landsitz geschäftlich nutzen. So sind Konflikte vorprogrammiert, die noch verstärkt werden, als plötzlich Clara, die Tochter der langjährigen Geliebten ihres Vaters auftaucht.Sie hat Recherchen über die Familie durchgeführt und konfrontiert die Geschwister bei der Trauerfeier mit den Ergebnissen.

Meine Meinung:

Nach einem spannenden Beginn, hatte die Geschichte etliche Längen, und ich spielte mit dem Gedanken, sie abzubrechen. Gut, dass ich es nicht getan habe, ich hätte ansonsten einen ungewöhnlichen und sehr facettenreichen Familienroman verpasst.Die Autorin schildert sowohl das Leben der Geschwister,als auch der Witwe Grace,die alle auf unterschiedliche Weise mit vielen Problemen belastet sind,sehr eindrucksvoll. Das Setting, das englische Flair, die Beschreibungen der wunderschönen Landschaft, haben mir die Geschichte richtig ans Herz wachsen lassen.
Ich vergebe vier Sterne und eine Leseempfehlung.Die

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Zuwenig Spannung

Was am Ufer lauert
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Ich kenne die Grauner Reihe dieses Autors,welche ich gerne gelesen habe und war auf die neue Reihe sehr gespannt.Im Mittelpunkt steht die Journalistin Gianna Pitti,welche auf die Bitte ihres Vaters, der ...

Ich kenne die Grauner Reihe dieses Autors,welche ich gerne gelesen habe und war auf die neue Reihe sehr gespannt.Im Mittelpunkt steht die Journalistin Gianna Pitti,welche auf die Bitte ihres Vaters, der nach längerer Abwesenheit wieder am Gardasee zurück ist, einen Informanten treffen. es findet sich am vereinbarten Treffpunkt niemand ein, stattdessen trifft sie auf eine Frauenleiche im Wasser, welche kurz darauf wieder verschwunden ist. Eine CD Rom Hülle, welche bei der Leiche gefunden wird, trägt die Aufschrift: „Churchills Geheimnis“.
In die nun folgenden Ermittlungen ist die gesamte Familie eingebunden. Das sind neben ihrem Vater, ihr Onkel der Marchese Francesco und ihre Chefin,die Chefredakteurin Elvira Sondrini.
Was eigentlich ein spannendes Thema hätte sein können, erweist sich leider als das Gegenteil,die Geschichte tröpfelt vor sich hin ,es gibt ständig wechselnde Nebenschauplätze,wodurch der Spannungsbogen leidet.
Die Familie, mit diversen Querelen, nimmt einen großen Teil der Geschichte ein, wobei Marchese Francesco mir als witzige und angenehme Persönlichkeit auffiel.

Fazit:

Viel Familiendrama,wenig Krimi.

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