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Veröffentlicht am 14.09.2022

Mord in der Provence

Madame Beaumarie und der Winter in der Provence
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Inhalt übernommen:

Florence Beaumarie möchte mit ihrem charmanten Freund Charles Florentin entspannte Tage in dessen Landhaus im idyllischen Sainon im Luberon verbringen.Die ehemalige Pariser Kommissarin ...

Inhalt übernommen:

Florence Beaumarie möchte mit ihrem charmanten Freund Charles Florentin entspannte Tage in dessen Landhaus im idyllischen Sainon im Luberon verbringen.Die ehemalige Pariser Kommissarin hofft auf stille Stunden vor dem Kamin, Wanderungen über winterliche Lavendelfelder und die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Charles auszuloten. Doch schon am Tag ihrer Anreise wird eine junge Frau vor dem Polizeikommissariat von Avignon erschossen. So schnell ist es mit der Idylle vorbei. Die resolute Madame Beaumarie nimmt die Ermittlungen auf und stößt auf einige Überraschungen….

Meine Meinung:

Obwohl ich den ersten Band dieser Reihe nicht kenne, fand ich mich ziemlich schnell in der Geschichte zurecht. Florence und Charles sind ein älteres Paar, was noch einmal die Freuden der Liebe genießen will,beide waren mir auf Anhieb sehr sympathisch. Obwohl ihre Pläne anders aussahen,kann die Protagonistin nicht aus ihrer Haut und nimmt nach dem ersten Mord - dem noch weitere folgen sollten - die Ermittlungen auf. Schon bald deutet sich an, dass die Ereignisse mit verschiedenen Unregelmäßigkeiten in der Modebranche zusammenhängen. Ein großes Thema ist hierbei,fair hergestellte Mode,aber auch andere Schwerpunkte,wie ökologische Landwirtschaft,Flüchtligsproblematik,die Arbeit der Frauenhäuser,finden Eingang in die Geschichte.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Beschreibung der wunderschönen Landschaft, in Verbindung mit gutem Essen und Trinken, nimmt einen großen Raum ein. Im Mittelteil plätscherte die Geschichte etwas dahin und ich vermisste die Spannung, welche ich von einem Krimi erwarte.

Das Ende entschädigt dann mit einem Show-down,es wurde alles aufgelöst .

Wer einen gemächlichen Krimi mit viel französischem Flair mag,ist mit diesem Buch gut beraten.

Veröffentlicht am 13.09.2022

Die dunkle Seite von Gran Canaria

Canaria Mortal
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Felix Faber,ein junger zielstrebiger Journalist, hat ein gutes Jobangebot bei einer aufstrebenden Zeitung auf Gran Canaria , was er ohne lange Überlegungen annimmt. Sein Start am neuen Arbeitsplatz verläuft ...

Felix Faber,ein junger zielstrebiger Journalist, hat ein gutes Jobangebot bei einer aufstrebenden Zeitung auf Gran Canaria , was er ohne lange Überlegungen annimmt. Sein Start am neuen Arbeitsplatz verläuft zuerst ziemlich unspektakulär. Das ändert sich jedoch sehr schnell, als auf dem Roque Nublo die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Er stellt eigene Ermittlungen an und kommt dabei in Kontakt mit der jungen Polizistin Ana Montero. Neben den Mordermittlungen geht es auch um diverse andere Delikte,unter anderem Illegalitäten in der Flüchtlingspolitik.

Obwohl die Geschichte durchgehend spannend war, wurde sie in meinen Augen zunehmend unrealistischer,was mir die Freude am Lesen etwas genommen hat. Da es sich um den Beginn einer neuen Reihe zu handeln scheint, hatte ich damit gerechnet, dass es die ein oder andere offene Frage gab, dieses Ende war mir aber etwas zu offen und abrupt.

Veröffentlicht am 12.09.2022

Die 60er Jahre

Zwischen heute und morgen
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Das Buch ist die Fortsetzung von „Und die Welt war jung“. es geht um das Schicksal von drei Familien,die durch Verwandtschaft oder Freundschaft miteinander verbunden sind.Die Schauplätze sind schon wie ...

Das Buch ist die Fortsetzung von „Und die Welt war jung“. es geht um das Schicksal von drei Familien,die durch Verwandtschaft oder Freundschaft miteinander verbunden sind.Die Schauplätze sind schon wie im ersten Buch Hamburg, Köln und San Remo. In wechselnden Episoden begegnet man den Familien Aldenhoven,Borgfeldt und Canna.Zwar ist der Krieg vorbei, aber auf unterschiedliche Weise wirkt er bei den einzelnen Familienmitgliedern immer noch nach. Es ist eine große Themenvielfalt,welche die Autorin hier behandelt,neben Freude und Leichtigkeit,gibt es auch viel leidvolle Erfahrungen,welche die Familien durchleben. Daneben ist es auch die politische Situation im wieder aufstrebenden Nachkriegsdeutschland,welche hier erläutert wird.
Aufgrund sehr vieler Personen, die mehr oder weniger wichtig für die Geschichte sind, ist äußerste Konzentration beim Lesen erforderlich. Hilfreich sind das vorangegangene Namensregister und die Stammbäume der einzelnen Familien.
Ich habe diese Zeit schon erlebt und wurde durch das Buch an viele Ereignisse erinnert, welche zum Teil schon aus dem Gedächtnis verschwunden waren. Für jüngere Leute ist es ein lesenswertes Stück Zeitgeschichte, in einem sehr unterhaltsamen Schreibstil.
Ich spreche eine Leseempfehlung aus verbunden mit vier Sternen.

Veröffentlicht am 12.09.2022

Kleine Insel - große Liebe

Prickelnd verliebt
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Die Schriftstellerin Brielle Morgan versucht gerade die Trauer über das Zerbrechen ihrer Beziehung zu verarbeiten ,was ihr sehr schwer fällt,da erreicht sie ein Anruf ihrer besten Freundin Anne.Sie bittet ...

Die Schriftstellerin Brielle Morgan versucht gerade die Trauer über das Zerbrechen ihrer Beziehung zu verarbeiten ,was ihr sehr schwer fällt,da erreicht sie ein Anruf ihrer besten Freundin Anne.Sie bittet sie, New York für eine Weile den Rücken zu drehen und sie auf der kleinen schottischen Insel Iona zu besuchen. Nach kurzer Überlegung willigt Brielle ein und macht sich auf den Weg nach Schottland. Endlich Ruhe und wunderschöne Natur genießen, hoffentlich die Inspiration für ihren neuen Roman finden und sich auf jeden Fall von den Männern fernhalten. Das ist der Plan, aber wie so oft, hat das Schicksal eigene Pläne. Als Brielle mitten in einem fürchterlichen Sturm im Hafen ankommt,macht sie die Bekanntschaft des gutaussehenden Schotten Kian,ein für beide Seiten nicht sehr erfreulicher Start. Da er auf der kleinen Insel auch noch der direkte Nachbar ihrer Freundin ist,laufen sie sich mehr oder weniger zufällig,immer wieder über den Weg.Auch Kian,der in Kürze zu einer Weltumseglung aufbrechen will,ist nicht an einer festen Beziehung interessiert,wird das funktionieren,wo auf beiden Seiten die Schmetterlinge fliegen?

Wie immer ist es der Autorin hervorragend gelungen, eine wunderschöne Liebesgeschichte in der Landschaft Schottlands zu präsentieren ,die keine Wünsche offenlässt.Man merkt dem Buch die Liebe der Autorin zu diesem tollen Land ,sehr deutlich an.Die Begegnung mit der Natur (Delfine und Wale), das gute Essen im Pub,die Begegnung und die Gespräche mit der einheimischen Bevölkerung,ein sehr direkter und herzlicher Menschenschlag und vieles mehr runden die Geschichte auf angenehme Weise ab.Ein besonderes Highlight war das Lichterfest, dass einmal jährlich von der Bevölkerung veranstaltet wird.

Ich habe das Buch in ziemlich kurzer Zeit gelesen und es mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht zur Seite gelegt. Jetzt warte ich mit Spannung auf das neue Werk der Autorin.Natürlich gibt es eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 09.09.2022

Zwei Zeitstränge,die zusammengeführt werden

Wo die Winterrose blüht
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Mitte in den Wirren des zweiten Weltkrieges machen sich Roland und Grace auf,um jüdische Kinder vor den Nazis in Sicherheit zu bringen. Ein sehr schwieriges Unterfangen, was sowohl den Protagonisten, als ...

Mitte in den Wirren des zweiten Weltkrieges machen sich Roland und Grace auf,um jüdische Kinder vor den Nazis in Sicherheit zu bringen. Ein sehr schwieriges Unterfangen, was sowohl den Protagonisten, als auch den Kindern das Äußerste abverlangt.

Im zweiten Zeitstrang macht sich Addie auf,um Verwandte ihres Ziehvaters zu finden,da dieser dringend eine Knochenmarkspender benötigt,um überleben zu können.

In hin und her wechselnden Zeiten wird nun die Familiengeschichte in der Vergangenheit und Gegenwart erzählt, was sehr emotional und aufwühlend ist. Auch über die titelgebende Winterrose wird berichtet. Der sehr emotionale Schreibstil machte es mir leicht in die Geschichte einzutauchen und das Leben der Protagonisten zu begleiten. obwohl mir bewusst war, dass der Glaube eine wichtige Rolle in diesem Buch spielt, waren mir die Bibelsprüche an einigen Stellen deutlich zu viel.

Trotz dieses kleinen Kritikpunktes ich das Buch sehr empfehlen.