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Veröffentlicht am 23.11.2025

Miss Marple läßt grüßen

Juwelenraub im Schneepalast
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Der Krimiklub um die rüstige Rentnerin Libby Andersch hat eine Einladung ins mondäne Gstaad,wo im Rahmen der „ Britischen Wochen“ eine Schmuckkollektion des englischen Königshauses ausgestellt werden ...

Der Krimiklub um die rüstige Rentnerin Libby Andersch hat eine Einladung ins mondäne Gstaad,wo im Rahmen der „ Britischen Wochen“ eine Schmuckkollektion des englischen Königshauses ausgestellt werden soll.Zu diesem Anlass wird auch der britische Premierminister mit Familie erwartet.

Bei den Ermittlungen des Krimiklubs steht der ungeklärte Mord an Nina Kandinsky,der Witwe des berühmten Malers ,im Mittelpunkt.Was als unterhaltsames Detektiv - Spiel geplant war,entwickelt sich bald ins Gegenteil,weil Libby völlig zufällig ein Gespräch belauscht, indem es um den Raub des Victoria Colliers geht. Als ihr Hinweis bei der Polizei nicht ernst genommen wird, ist ihr Ehrgeiz geweckt und sie nimmt sich selbst der Sache an….

Ich kenne schon mehrere Bücher der Autorin, diese Reihe ist bis jetzt an mir vorbeigegangen, was sich als Fehler herausstellt.

Mit der Protagonistin ,die starke Ähnlichkeit mit Miss Marple hat,ist ihr ein guter Wurf gelungen.Scheinbar zufällig taucht sie überall auf,wo etwas wichtiges passiert, lässt die Stricknadeln klappern und erfährt dabei relevante Neuigkeiten, die sich nach und nach zu einem Puzzle zusammensetzen.Durch den pfiffigen Noah,jüngstes Mitglied im Krimiklub,erhält sie die passenden Informationen,wenn es um moderne Technik geht.

Ob und wie sich alles aufklärt und was mit dem Coldcase passiert,erfährt man ,wenn man das Buch liest. Ich kann versprechen,es lohnt sich.Vier Sterne für gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Deutschlands dunkelste Zeit

Sturmtage
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Wir schreiben das Jahr 1932. Johanna von Fehrsburg wächst wohlbehütet auf einem Gut auf.Sie ist schüchtern ,träumt davon Architektur zu studieren,ein für die damalige Zeit ziemlich aussichtsloses Unterfangen.Als ...

Wir schreiben das Jahr 1932. Johanna von Fehrsburg wächst wohlbehütet auf einem Gut auf.Sie ist schüchtern ,träumt davon Architektur zu studieren,ein für die damalige Zeit ziemlich aussichtsloses Unterfangen.Als Sie ihren älteren Bruder Karl Georg in Berlin besucht, der dort als SPD Mitglied in der Widerstandsbewegung gegen Hitler ist, lernt sie ein völlig neues Leben kennen. sie taucht in den Strudel der pulsierenden Hauptstadt ein und ist bald auch von den Ideen ihres Bruders überzeugt und engagiert sich ebenfalls im Widerstand. Als sie einen Freund ihres Bruders, den charismatischen Norweger Sven kennenlernt, verliebt sie sich auf Anhieb in ihn. Er ist es, der sie und ihrem Bruder, als es brenzlig wird, zur Flucht nach Norwegen verhilft, wie wird es dort weitergehen?

Auf sehr eindrückliche Weise und ziemlich ungeschönt,hat die Autorin das dunkle Kapitel deutscher Geschichte aufbereitet und es in aller Ausführlichkeit beleuchtet.Dabei geriet die Liebesgeschichte über weite Strecken in den Hintergrund.Das führte auch dazu ,dass die einzelnen Personen ziemlich blass blieben und ich mich nicht richtig in sie hineindenken konnte.Erst als es in Norwegen eine neue Entwicklung im Leben der Protagonistin gab,nahm der private Teil Fahrt auf,jedoch konnte ich die Entscheidungen der Protagonistin nicht in allen Teil nachvollziehen.

Ein Buch ,in welchem die Realität gut in Szene gesetzt wurde,dem aber ein wenig die Emotionen fehlten.

Von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Zuwenig Spannung

Mit kalter Hand
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Die Gerichtsmedizinerin Dr.Sabine Yao muß mit ihrem Wissen die Sonderkommission Pferderipper von Lübars unter Leitung von Profiler Milan Hasanović,unterstützen,ein für sie relativ neues Terrain.
Gleichzeitig ...

Die Gerichtsmedizinerin Dr.Sabine Yao muß mit ihrem Wissen die Sonderkommission Pferderipper von Lübars unter Leitung von Profiler Milan Hasanović,unterstützen,ein für sie relativ neues Terrain.
Gleichzeitig werden an verschiedenen Stellen in Berlin menschliche Leichenteile gefunden.Außerdem agiert in einer schäbigen Wohnung in Pankow ein onlinesüchtiger Mann,der seine krankhaften Fantasien auslebt.Gibt es Zusammenhänge zwischen den Taten?

Das Buch beleuchtet über weite Strecken die Arbeit der Rechtsmedizin in allen Einzelheiten. Es ist zwar nicht uninteressant, diese Seite der Polizeiarbeit zu beobachten, ich mag diesen Teil der Ermittlungsarbeit eigentlich sehr.Hier jedoch kam mir das Buch wie ein Lehrbuch der Rechtsmedizin vor, was deutlich zu Lasten der Spannung ging und eher wie ein Lehrbuch der Forensik anmutete.
Zwar gab es am Ende einen regelrechten Showdown,das reichte aber nicht für einen Thriller.Von mir daher nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Eine facettenreiche Familie

Wenn die Sonne untergeht
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Im Jahr 1933 spielt es richtig politische Lage in Deutschland zu. Auch die privilegierte Familie Mann ist betroffen und muss, entgegen ihren einstigen Plänen das Land verlassen. Auf unterschiedliche Weise ...

Im Jahr 1933 spielt es richtig politische Lage in Deutschland zu. Auch die privilegierte Familie Mann ist betroffen und muss, entgegen ihren einstigen Plänen das Land verlassen. Auf unterschiedliche Weise landen sie irgendwann in Sanary ,einer französischen Hafenstadt.Während die Familie ,für die Verhältnisse relativ unbeschwert ihre Tage verbringt,hadert der Nobelpreisträger Mann mit seinem Schicksal und wünscht sich sehnlichst in die Villa in München zurück.Neben den Konflikten in der Familie, die reichlich vorhanden sind, pflegen Thomas und Katia Umgang mit vielen prominenten Persönlichkeiten.So begegnen wir unter anderem Lion Feuchtwanger,Eva Herrmann,Arnold Zweig .

Die facettenreiche Persönlichkeit des Nobelpreisträgers hat der Autor gut eingefangen. Als. Grundlage dienten ihm dabei Briefe, Tagebucheinträge und verschiedenes anderes Material.
Thomas hat nach außen hin das Sagen in der Familie,während seine äußerst sympathische Frau Katia im Hintergrund die Fäden zieht.Was seine Kinder betrifft,so macht er große Unterschiede zwischen ihnen, seine Zuneigung betreffend,was wiederum zu viel Verdruß führt.
Vor dem Hintergrund, dass ein großer Teil der Bevölkerung damals Hunger, Kälte, Verfolgung und andere Grausamkeiten erleiden musste, hat mich das Jammern auf hohem Niveau ,der Protagonisten ziemlich wütend gemacht.
Obwohl die Geschichte streckenweise sehr langatmig war,Kleinigkeiten wurden bis ins Detail ausgewalzt,hat mir das Buch gefallen,ich vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Durch viele Wendungen teilweise verwirrend

Eisnebel
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Theo Scott unternimmt mit ihrem Verlobten Connor Dalton eine Reise ins winterliche Idlewood.Hier im abgelegenen, luxuriösen Winterdomizil, soll sie der Familie vorgestellt werden.Connor und Theo kommen ...

Theo Scott unternimmt mit ihrem Verlobten Connor Dalton eine Reise ins winterliche Idlewood.Hier im abgelegenen, luxuriösen Winterdomizil, soll sie der Familie vorgestellt werden.Connor und Theo kommen aus verschiedenen Welten.Während Theo bei Adoptiveltern aufgewachsen ist, wurde Connor quasi mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund geboren. Bei ihrer Ankunft schlägt ihr pure Ablehnung seitens der Familie entgegen und sie bekommt Drohnachrichten,die ihr raten ,sich von Connor fernzuhalten,doch wer steckt dahinter?Nach und nach schleicht sich bei Theo der Verdacht ein, schon einmal an diesem Ort gewesen zu sein und durch Albträume und Flashbacks, wird der Verdacht bestärkt.Welches Geheimnis birgt Idlewood und was hat Theo damit zu tun?

Die Autorin erschafft schon auf den ersten Seiten eine düstere Atmosphäre,die so gar nicht zu der wunderschönen Winterlandschaft zu passen scheint.
Selten habe ich eine Familie erlebt, in der jeder ein Geheimnis hat und in welcher gelogen wird, dass sich die Balken biegen.Theos Erinnerungen werden Stück für Stück geweckt, und was sie erfährt, lässt sie erschaudern. Geschickt legt die Autorin ständig falsche Fährten,die zum Schluss immer verwirrender werden ,bis es zu einer Auflösung kommt.
Bis auf das deutlich überzogene Ende hat mich der spannende Thriller,der ohne allzuviel Blutvergießen auskam,begeistert.Von mir vier Sterne.

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