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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2022

Schöner Sommerroman

Schallplattensommer
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Ich kenne schon andere Bücher dieser Autorin und war sehr gespannt auf Ihr neues Werk. Es hebt sich durch den Schreibstil etwas von den anderen Werken ab,ist aber dennoch sehr lesenswert.
Im Mittelpunkt ...

Ich kenne schon andere Bücher dieser Autorin und war sehr gespannt auf Ihr neues Werk. Es hebt sich durch den Schreibstil etwas von den anderen Werken ab,ist aber dennoch sehr lesenswert.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die siebzehnjährige Maserati (ein eigenwilliger Name für ein Mädchen), die zusammen mit ihrer Großmutter eine Gaststätte betreibt. In ihrer Familie gibt es ein dunkles Geheimnis, was aber immer unter dem Deckel gehalten wird. Da ihre Großmutter gesundheitlich (geistig) nicht immer auf der Höhe ist, fühlt sich das Mädchen für sie verantwortlich.
Als in dem kleinen Ort eine alte Villa, die lange leer gestanden hat, neue Besitzer findet, wird ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt. Es handelt sich um eine Familie mit zwei Söhnen, die altersmäßig zu Maserati passen. In ihrem Besitz gibt es eine alte Schallplatte,auf deren Cover eine Frau ist, die Maserati wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Dadurch gibt es viele Fragen und so ist Maserati gezwungen, sich den Dämonen ihrer Vergangenheit zu stellen.
Ich habe die Geschichte dieses Sommers voller Spannung verfolgt und mich dabei mit den Protagonisten verbunden gefühlt. Da das Buch über weniger als 200 Seiten verfügt, werden einige Themen nur angerissen, andere bleiben völlig unerwähnt, was ich ein bisschen schade finde. Andererseits bleibt so viel Raum für eigene Spekulationen und ich denke, das ist auch die Absicht der Autorin gewesen.
Mir hat das Buch gut gefallen und ich vergebe eine Leseempfehlung verbunden mit vier Sternen.

Veröffentlicht am 26.05.2022

Eine Mutter kämpft um ihr besonderes Kind

Rosies Wunderkind
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Rosie und Toni sind noch sehr jung, als sie Eltern werden.Almanzo ist ein besonderes Kind ,was sie vor große Anforderungen stellt. Als sie feststellen, dass er sich nicht normal entwickelt, beginnt eine ...

Rosie und Toni sind noch sehr jung, als sie Eltern werden.Almanzo ist ein besonderes Kind ,was sie vor große Anforderungen stellt. Als sie feststellen, dass er sich nicht normal entwickelt, beginnt eine sehr lange Reihe von Untersuchungen bei den verschiedensten Ärzten, bevor sie die Diagnose frühkindlicher Autismus erhalten.Obwohl Rosie (ihr Mann Toni ist ihr keine große Hilfe)sich sehr um ihren Sohn bemüht, Unterstützung von außen ist die Ausnahme, stellt sie nach und nach fest, dass sie der Situation nicht mehr gewachsen ist.

Das Buch wechselt zwischen verschiedenen Zeiten, unter anderem wird von dem Gefängnisaufenthalt von Rosie berichtet, warum es dazu kam, bleibt lange Zeit unklar. Auch gibt es immer wieder Einschübe in ihre Kindheit, die von vielen Entbehrungen und Lieblosigkeit geprägt war.

Der Spagat zwischen unbedingter Mutterliebe und immer größerer Belastung ist sehr emotional geschildert.

Ein Buch ,was zu Herzen geht.

Veröffentlicht am 25.05.2022

Ein Abschied, der schwerfällt

Der Strom des Lebens
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Inhalt übernommen:

Ex-Agent Vikram Sandeep hat die Leitung seines Waisenhauses Dar-as-Salam bei Srinagar in die Hände seines ehemaligen Zöglings Yussuf Sadaq gelegt. Nun genießt er seinen Lebensabend, ...

Inhalt übernommen:

Ex-Agent Vikram Sandeep hat die Leitung seines Waisenhauses Dar-as-Salam bei Srinagar in die Hände seines ehemaligen Zöglings Yussuf Sadaq gelegt. Nun genießt er seinen Lebensabend, zusammen mit seiner Frau Sameera und seinem besten Freund Raja Sharma. Natürlich stehen alle drei ihren Kindern, Enkeln und Freunden auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Das ist in der Unruheprovinz Kashmir öfter der Fall, als ihnen lieb sein kann – und zudem haben sie noch immer Feinde, die ihnen nach dem Leben trachten.

Meine Meinung:

Ich habe die Reihe vom ersten Band an mit großer Begeisterung gelesen und sah diesem abschließenden Buch voller Spannung entgegen. Im Laufe der Jahre wuchsen mir die einzelnen Personen immer mehr ans Herz und es war jedes Mal ein nach Hause kommen zu liebgewonnenen Freunden.Es geht erneut um die beiden Familien Sharma und Sandeep , die sich im Laufe der Jahre immer mehr vergrößert und verzweigt haben.

Liebe, Leid, große Gefühle, aber auch viel Dramatik bestimmen ebenso wie in den vorhergehenden Bänden die Geschichte. Neben dem Alltag des großen Familienclans ,mit großen und kleinen Problemen aber auch viel Freude,geht es auch um die politische und wirtschaftliche Lage von Kashmir. Natürlich wird auch der Landschaftsbeschreibung wieder ein größerer Rahmen eingeräumt. Ich möchte von der Handlung nicht mehr verraten, um den anderen Lesern die Spannung zu erhalten.

Ich nehme mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied von den liebgewordenen Protagonisten und werde sicherlich noch oft an diese großartigen Bücher denken.

Selbstverständlich vergebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 25.05.2022

Eine mutige Frau im fremden Land

Im Schein der Morgenröte
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Elisabeth versucht nach und nach auf Sansibar Fuß zu fassen. Jedoch werden wir von verschiedenen Seiten immer wieder Steine in den Weg gelegt. Sie war aus Deutschland vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflüchtet,mit ...

Elisabeth versucht nach und nach auf Sansibar Fuß zu fassen. Jedoch werden wir von verschiedenen Seiten immer wieder Steine in den Weg gelegt. Sie war aus Deutschland vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflüchtet,mit der finanziellen Unterstützung ihres Bruders. Als Gegenleistung sollte sie ihm Gewürznelken kaufen, was sich ziemlich schwierig anlässt.Sie liebt Jacob,aber es gibt einige Unklarheiten.Als sie sich von ihm enttäuscht fühlt, bemühen sich auch noch der Arzt Doktor Wessels und der Pflanze Christian Gramberg um sie, doch wem kann sie wirklich trauen?

Meine Meinung:

Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, kam ich dank der Zusammenfassung am Beginn, sehr gut in die Geschichte herein. Die Figuren waren lebensnah und präzise beschrieben, ich hatte sofort klare Bilder im Kopf. die Beschreibung der Protagonistin, sowie der Personen in ihrem Umfeld, ist gut gelungen. Mit Spannung habe ich ihre Versuche, sich in der fremden Welt zurechtzufinden und als Geschäftsfrau zu etablieren,verfolgt.Sie hatte viele Kämpfe zu bestehen und musste sich unter drei Männern, die ihr alle Avancen machten, entscheiden.

Was mir besonders gefiel war die bildhafte Beschreibung der Landschaft, der verschiedenen Pflanzen und Tiere. Ich hatte beim Lesen manchmal den Duft von Vanille in der Nase.

Zum Schluss bleibt noch viel Stoff für einen weiteren Band übrig, den ich sehr gerne lesen möchte.

Veröffentlicht am 23.05.2022

Spannend mit viel französischem Flair

Kalte Blüten
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Marie Mercier ist von Paris aufs Land gezogen und hat die Leitung des Kommissariats in Saint-André du -Périgord übernommen. Sie genießt ihr neues Leben und lässt sich gerne von ihrer Großtante Léonie ,die ...

Marie Mercier ist von Paris aufs Land gezogen und hat die Leitung des Kommissariats in Saint-André du -Périgord übernommen. Sie genießt ihr neues Leben und lässt sich gerne von ihrer Großtante Léonie ,die gleich nebenan wohnt,kulinarisch verwöhnen. Mit ihrem Freund Michel führt sie nun eine Fernbeziehung. Gleich zu Beginn hat sie es mit einem neuen Fall zu tun. Auf einem benachbarten Grundstück wird bei Ausgrabungsarbeiten für eine Ölmühle ein menschlicher Schädel gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um den Sohn der Nachbarn handelt, der angeblich vor vielen Jahren nach Australien ausgewandert war.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da Marie die Familie gut kennt und diese außerdem nicht sehr auskunftsfreudig ist. Als es einen weiteren Toten gibt, ausgerechnet den Neffen des Bürgermeisters, macht dieser mächtig Druck, um die Ermittlungen voranzutreiben. Marie und ihr Kollege Martin arbeiten gut zusammen,der einzige Störfaktor ist der Kollege Champion,der selber Hoffnungen auf Maries Posten gehegt hatte und ihr das Leben erschwert.

Auch wenn die Handlung manchmal etwas gemächlich dahingeht, bleibt es trotzdem durchgehend spannend. Neben dem kriminalistischen Teil gibt es auch viel über Land und Leute zu erfahrenen und natürlich über die französische Küche. Bei Maries Großtante Léonie hätte ich auch gerne am Tisch Platz genommen, und mich kulinarisch von ihr verwöhnen lassen.
Außerdem gab es auch über die teilweise etwas skurillen Dorfbewohner manche Geschichten, die mich zum Schmunzeln brachten.
Zum Schluss zog die Spannung noch einmal mächtig an und es gab eine einigermaßen überraschende Auflösung.
Ich bin schon gespannt auf weitere Fälle mit der sympathischen Kommissarin und darauf, wie es in ihrem Privatleben weitergeht.
Ich vergebe fünf Sterne für einen Krimi mit Spannung und viel französischem Flair.

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