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LaraJWinter

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Abschiedsschmerz in den Rocky Mountains – Ein würdiger, aber ruhiger Abschluss

New Wishes
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Nach Green Valley zurückzukehren fühlt sich jedes Mal an, als würde man sich in eine weiche Kuscheldecke hüllen – und „New Wishes“ bildet da keine Ausnahme. Rebecca und Leo sind ein tolles Paar, bei dem ...

Nach Green Valley zurückzukehren fühlt sich jedes Mal an, als würde man sich in eine weiche Kuscheldecke hüllen – und „New Wishes“ bildet da keine Ausnahme. Rebecca und Leo sind ein tolles Paar, bei dem das Tempo der Annäherung absolut stimmig war. Es war kein klassisches „Enemies-to-Lovers“-Feuerwerk, sondern eher eine sanfte, authentische Entwicklung von „du bist anstrengend“ zu „ich will dich nicht mehr missen“.

Warum keine 5 Sterne? Wenn man die Reihe liebt, vergleicht man zwangsläufig mit Highlights wie Band 1, 3 oder 5. Im Vergleich dazu fehlte mir hier bei Rebecca und Leo ein wenig die charakterliche Tiefe; ihre Konflikte wurden oft durch äußere Faktoren gelöst, statt durch einen eigenen Reifeprozess. Zudem muss ich gestehen: Mein Namensgedächtnis hat mich im Stich gelassen! Bei all den Cameos der früheren Pärchen saß ich manchmal da und grübelte, wer das jetzt nochmal genau war (außer bei den Klassikern wie Lena & Ryan oder Leonie und Sam).

Alles in allem ist es aber ein sehr gelungener Abschluss, der mich mit einem wohligen Gefühl zurücklässt. Wer die Reihe bisher mochte, wird auch diesen Band lieben, selbst wenn er vielleicht nicht der absolute Spitzenreiter der Serie ist. Ein leiser, schöner Abschied von einem meiner liebsten Buch-Orte.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Vorspeise zäh, Hauptgang mörderisch gut!

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Eigentlich hatte ich nach den ersten Kapiteln von „Das Dinner“ schon die Befürchtung, direkt in den nächsten Reading Slump zu rutschen. Der Einstieg war leider ziemlich zäh und es dauerte eine gefühlte ...

Eigentlich hatte ich nach den ersten Kapiteln von „Das Dinner“ schon die Befürchtung, direkt in den nächsten Reading Slump zu rutschen. Der Einstieg war leider ziemlich zäh und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die Geschichte endlich serviert wurde. Wer hier aber dranbleibt, wird mit einem Thriller belohnt, der atmosphärisch absolut abliefert!

Das Setting ist ein Traum: Emily Rudolph beschreibt das luxuriöse Restaurant so bildgewaltig, dass ich am liebsten sofort selbst ein Krimi-Dinner veranstaltet hätte (vielleicht mit etwas weniger echten Leichen im Keller). Die Atmosphäre ist greifbar und das Spiel mit den verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen gibt der Story eine tolle Dynamik. Ja, am Anfang ist das Ganze mit den vielen Charakteren und Sprüngen etwas verwirrend – aber das kennt man ja von der Autorin. Diesmal fand ich es aber deutlich gelungener und flüssiger umgesetzt als noch in „Die Auszeit“.

Zu den Charakteren: Sympathieträger sucht man hier vergeblich. Man hat das Gefühl, die gesamte Truppe besteht aus drogensüchtigen Narzissten, die primär damit beschäftigt sind, wer gerade mit wem im Bett landet. Privat würde ich mit keinem von ihnen auch nur eine Vorspeise teilen wollen, aber als Verdächtige in diesem perfiden Spiel sind sie einfach großartig! Jeder hätte ein Alibi oder ein Motiv gehabt, die damals verschwundene Freundin loswerden zu wollen.

Besonders cool: Zur Mitte des Buches hatte ich einen handfesten Verdacht, wie alles zusammenhängt – und ich lag sogar richtig! Aber Emily Rudolph wäre nicht Emily Rudolph, wenn sie nicht noch ein Ass im Ärmel hätte. Der finale Plot-Twist hat mich völlig unvorbereitet getroffen und war das absolute Sahnehäubchen.

Fazit: Hätte man das Buch um ca. 50-70 Seiten gekürzt und den Anfang gestrafft, wären es glatte 5 Sterne geworden. So ist es eine sehr starke 4-Sterne-Leseempfehlung für alle, die Lust auf ein edles Setting und unvorhersehbare Abgründe haben!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Potenzial verschenkt in Harvard: Zwischen „Nerve“-Vibe und extremem Cringe-Faktor

WHISPERS. Die Wahrheit wird dich zerstören
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Ich bin mit wirklich guten Vorsätzen an „Whispers“ herangegangen. Das Dark-Academia-Setting an der Harvard University und die riskanten Challenges via App haben mich sofort an den Film „Nerve“ erinnert ...

Ich bin mit wirklich guten Vorsätzen an „Whispers“ herangegangen. Das Dark-Academia-Setting an der Harvard University und die riskanten Challenges via App haben mich sofort an den Film „Nerve“ erinnert – eine Grundidee, die eigentlich ein Garant für Pageturner-Spannung sein sollte.

Tatsächlich fing das Buch für mich auch extrem stark an. Zum ersten Mal bei einem Buch von Ayla Dade hatte ich die Hoffnung: „Wow, diesmal klappt es! Keine überzeichneten, nervigen Charaktere, keine hölzernen Dialoge.“ Aber dieser Eindruck hielt leider nicht lange. Was dann kam, war eine geballte Ladung von allem, was mich an der Schreibweise der Autorin stört.

Ab der Mitte wurde die Geschichte so hanebüchen und die Dialoge so unsinnig, dass ich wirklich kurz mit dem Gedanken gespielt habe, das Buch abzubrechen. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich einige Passagen nur noch überflogen habe, weil viele Szenen offensichtlich nur dazu dienten, das Buch künstlich aufzublähen. Die Handlungen der vier Protagonisten waren teilweise so unlogisch, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob das Skript jemals ein Lektorat von innen gesehen hat. Bei einem großen Publikumsverlag erwarte ich einfach, dass solche groben Logikfehler ausgemerzt werden.

Ein riesiger Kritikpunkt ist für mich zudem der „Spice“. Anstatt für Knistern zu sorgen, waren die Szenen oft so deplatziert und „cringe“, dass es mich komplett aus der eigentlich düsteren Atmosphäre gerissen hat. Das war nicht sexy, das war einfach nur unpassend.

Warum dann trotzdem 3 Sterne? Weil die Grundidee mit der mysteriösen „Noktura“ und den vier Perspektiven (Willow, Benedict, Deepika und Jacob) grundsätzlich funktioniert hat. Es gab ein paar Twists, die wirklich ganz nett konstruiert waren und mich zumindest so weit bei der Stange gehalten haben, dass ich wissen wollte, wie das Ganze endet.

Fazit: Ein Buch, das viel mehr hätte sein können. Wer über schlechte Dialoge und logische Schlaglöcher hinwegsehen kann, findet hier nette Unterhaltung für zwischendurch. Für mich war es jedoch aufgrund der anstrengenden Umsetzung wohl das letzte Buch der Autorin.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn das Hörbuch zum Suchtfaktor wird – Absolute Empfehlung!

Quicksilver
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Ehrlich gesagt war ich anfangs extrem skeptisch. Ich hatte zwar schon wahnsinnig viel Gutes über die Story gehört, aber das Originalcover der Print-Ausgabe mit Kingfisher darauf hat mich leider so gar ...

Ehrlich gesagt war ich anfangs extrem skeptisch. Ich hatte zwar schon wahnsinnig viel Gutes über die Story gehört, aber das Originalcover der Print-Ausgabe mit Kingfisher darauf hat mich leider so gar nicht angesprochen, sondern im Gegenteil, es hat mich richtiggehend abgeschreckt. Aber die Neugier auf die Geschichte war zum Glück größer! Mein Kompromiss war dann: Okay, wenn ich mir das Buch nicht ins Regal stellen mag, dann höre ich es eben als Hörbuch bei Audible. Und was soll ich sagen? Das war die beste Entscheidung überhaupt!

Regine Lange ist für mich die perfekte Sprecherin für dieses Werk. Ihre Stimme hat Saeris so lebendig gemacht und sogar dem „Quicksilver“ eine ganz eigene, total sympathische Note verliehen. Ich habe die vollen 24 Stunden fast wie in Trance gehört. Auch wenn man bei dieser krassen Länge mal nicht zu 100 % aufmerksam war, hat das dem Hörerlebnis keinen Abbruch getan. Ich wurde sofort wieder in den Sog der Ereignisse gezogen.

Obwohl man direkt in eine neue Welt hineingeworfen wird, ist der Schreibstil von Callie Hart so intuitiv, dass man sich nie verloren fühlt. Das Magiesystem und die Alchemie erklären sich fast wie von selbst, während man Saeris aus ihren grausamen Lebensumständen im 3. Bezirk in ein episches Abenteuer folgt. Besonders beeindruckt hat mich, wie zum Schluss alle Puzzleteile zusammenlaufen und am Ende ergibt einfach alles so viel Sinn!

Der Romance-Anteil war für mich genau richtig dosiert. Der Spice ist zwar explizit, aber so elegant und „schön“ beschrieben, dass ich es gar nicht eklig fand, sondern sehr passend zur Story. Für mich als Fantasy-Anfängerin war es der perfekte Einstieg, weil ich trotz des komplexen Weltenbaus immer mitkam. Ich werde mir die Reihe jetzt definitiv noch als physische Bücher zulegen (vielleicht finde ich ja eine Ausgabe mit einem hübscheren Cover 😉), denn dieses Werk ist für mich ein echtes Meisterwerk. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung „Brimstone“!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Spannende Ansätze auf hoher See, aber der Funke wollte nicht überspringen

Woman in Cabin 10
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Ruth Ware liefert mit „Woman in Cabin 10“ einen klassischen Thriller ab, der für mich leider nur im soliden Mittelfeld landet. Das Setting auf der luxuriösen „Aurora Borealis“ ist zwar gut eingefangen ...

Ruth Ware liefert mit „Woman in Cabin 10“ einen klassischen Thriller ab, der für mich leider nur im soliden Mittelfeld landet. Das Setting auf der luxuriösen „Aurora Borealis“ ist zwar gut eingefangen und die Isolation auf dem offenen Meer bietet eigentlich die perfekte Vorlage für Gänsehaut, aber bei mir kam das beklemmende Gefühl leider nie richtig an.

Ein großer Kritikpunkt war für mich die Protagonistin Lo. Es war gar nicht mal ihr problematischer Lebensstil, der mich gestört hat, sondern die Tatsache, dass sie mir anfangs einfach unfassbar unsympathisch war. Es fiel mir dadurch wahnsinnig schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen oder wirklich mit ihr mitzufiebern. Wenn man die Hauptfigur eher anstrengend findet, leidet leider auch der Spannungsbogen.

Was das Buch für mich jedoch deutlich aufgewertet hat, waren die genialen Einschübe zwischen den Kapiteln. Die E-Mails von Judah oder die Polizeiberichte waren atmosphärisch top und haben eine spannende Vorahnung erzeugt, dass Lo das Schiff vielleicht nicht lebend verlassen wird. Das hat mich definitiv bei der Stange gehalten!

Die Auflösung hingegen war für mich eher „meh“. Der Twist war nur semi-gut und vor allem die Wandlung der Komplizin zur Retterin ging mir am Ende viel zu schnell und wirkte fast schon überhastet. Da hätten ein paar Seiten mehr zur Entwicklung der Dynamik gutgetan.

Fazit: Ein handwerklich solider Thriller, der durch seine interessanten Erzählformate (E-Mails/Berichte) punktet, dem es aber an wirklich hohen Stakes und einer sympathischen Identifikationsfigur fehlt. Kann man gut zwischendurch lesen, ist aber kein absolutes Muss.

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