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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Kurz vor der Hälfte das Handtuch geworfen

The Wrong Bride
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Ich bin mit großen Erwartungen an The Wrong Bride herangegangen: Das Cover ist traumhaft, der Farbschnitt perfekt und der Klappentext klingt nach einer dramatischen, romantischen Geschichte voller Herzklopfen ...

Ich bin mit großen Erwartungen an The Wrong Bride herangegangen: Das Cover ist traumhaft, der Farbschnitt perfekt und der Klappentext klingt nach einer dramatischen, romantischen Geschichte voller Herzklopfen und Tränen. Ich liebe ja alles ums Thema Hochzeit, also auch arranged marriage oder marriage oo convenience reizt! Die Grundidee – die „falsche Braut“ inmitten von High-Society-Romanzen – hat definitiv Potenzial. Leider konnte mich die Umsetzung überhaupt nicht überzeugen.

Der Schreibstil wirkt für mich sehr jung und erinnert stark an Fanfiction. Die Figuren bleiben eindimensional: Raven ist durchgehend die aufopferungsvolle, „zu gute“ Protagonistin, während Schwester und Mutter fast karikaturhaft egoistisch oder übertrieben streng dargestellt werden. Subtilität, emotionale Tiefe oder Grautöne sucht man hier vergeblich.

Was mir am meisten zu schaffen machte, waren die endlosen Wiederholungen und die zentrale Misscommunication. Trotz Dual POV – man bekommt die Gedanken beider Hauptfiguren – drehen sich die inneren Monologe über hunderte Seiten um exakt dasselbe Problem: Beide lieben sich, beide denken, der andere empfindet nicht dasselbe, und niemand redet miteinander. Ein einziges klärendes Gespräch hätte die Geschichte vermutlich auf 30 Seiten verkürzt. Gerade bei erwachsenen Figuren wirkte das auf mich zunehmend unrealistisch und frustrierend.

Auch Ares’ Verhalten fand ich irgendwann unglaubwürdig. Einerseits der pflichtbewusste, loyale Mann, der alles für seine Frau tun würde – und dann plötzlich die Kontrollfreak-Seite, die Raven sofort mit Misstrauen und Eifersucht begegnet. Bei Raven fand ich das selbe Problem. Sie wird gezeichnet als Mary Sue. Die perfekte und so wahnsinnig hübsche Frau die ein erfolgreiches Modelabel hat - achja und natürlich in verschiedenen Magazinen als die schönste Frau der Welt betitelt wird. Aber obwohl sie sehr erfolgreich ein Business betreibt, ist sie im Umgang mit ihrem eigenen Mann so unbeholfen und naiv, dass ich mich echt gefragt habe, ob sie eine gespaltene Persönlichkeit besitzt. Hier hätte ein klarerer Figurenaufbau Wunder gewirkt.

Die Trope selbst ist definitiv reizvoll, aber die Umsetzung macht sie kaum genießbar. Für sehr junge Leser:innen sind die Szenen teilweise zu explizit, für erwachsene Leser:innen bleibt die Handlung kindlich und repetitiv. Nach 47 % habe ich das Buch abgebrochen – und war ehrlich gesagt eher erleichtert als enttäuscht.

Kurz gesagt: Idee gut, Ausführung leider enttäuschend. Wer auf seichte, vorhersehbare Romance ohne echte Entwicklung steht, mag hier vielleicht seinen Spaß haben. Für mich war es aber ein klarer DNF – und ein gutes Beispiel dafür, dass Potenzial allein noch lange keine überzeugende Geschichte macht.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn Bachelor, Topmodel und Hunger Games ein perfektes Buchbaby hätten

Chosen – Träume aus Gold
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Wären Bücher Tennisspieler, dann wäre Chosen – Träume aus Gold definitiv Jannik Sinner: schnell, elegant, punktgenau – und unansehnlich ich es auch nicht 😇

Iris ist eine Protagonistin, die man sofort ...

Wären Bücher Tennisspieler, dann wäre Chosen – Träume aus Gold definitiv Jannik Sinner: schnell, elegant, punktgenau – und unansehnlich ich es auch nicht 😇

Iris ist eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt: witzig, sympathisch, schlagfertig und unglaublich nahbar. Durch die Ich-Perspektive erlebt man ihre Gedanken, Gefühle und kleinen Alltagsmomente hautnah. Ich habe mit ihr gelacht, mitgefiebert und sogar ein bisschen mitgezittert.

Die Royal Games sind clever konstruiert: Zwar erinnert die Grundidee an Selection, doch hier sorgen echte Gefahren, mögliche Verletzungen oder sogar Todesfälle für deutlich höhere Stakes. Die Mischung aus Hofintrigen, Machtspielen und strategischen Moves hält konstant auf Trab. Man ahnt zwar einige Wendungen, wird aber trotzdem immer wieder überrascht. Besonders die Szenen im geheimen Zimmer beim Ball haben mich völlig aus den Socken gehauen. Das war der Moment wo ich wusste: Dieses Buch lässt mich nicht mehr los.

Die Liebesgeschichte mit Cylus ist ein Traum: Überraschend, emotional und richtig knisternd. Anfangs hätte ich nie gedacht, dass es um ihn gehen könnte (ich lese zu selten Klappentexte, weil ich nicht gespoilert werden will) und genau das macht die Annäherung so spannend. Slow Burn trifft auf “wir lassen nichts anbrennen” – Forbidden Love as its finest. Neuer Bookboyfriend? Ganz eindeutig ja. 💛

Auch das Worldbuilding überzeugt: Fantasy-Elemente fügen sich nahtlos in die reale Welt des Königshofs ein, die Mischung fühlt sich frisch und stimmig an. Der Plottwist am Ende war völlig unerwartet und rundet das Leseerlebnis perfekt ab.

Ich habe das Buch zwar aus der Bibliothek ausgeliehen, trotzdem weiß ich jetzt schon: Ich werde es mir kaufen, weil ich es immer wieder lesen will. Iris ist so lebendig und liebenswert, dass man sie nicht mehr vergisst. Zum Glück gibt es Band 2 – ich kann es kaum erwarten, wieder in diese Welt einzutauchen.

Für mich eindeutig ein Highlight!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn Heidi ihr Topmodel bei Game of Thrones suchen würde – käme Chosen raus 🤣

Chosen – Haus aus Asche
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⚠️ Spoilerwarnung Band 1: Wenn ihr den ersten Teil noch nicht kennt, enthält diese Rezi Hinweise auf die Lovestory und die Enthüllungen um Cillian und Cylus.

Chosen – Haus aus Asche hat mich von der ersten ...

⚠️ Spoilerwarnung Band 1: Wenn ihr den ersten Teil noch nicht kennt, enthält diese Rezi Hinweise auf die Lovestory und die Enthüllungen um Cillian und Cylus.

Chosen – Haus aus Asche hat mich von der ersten Seite wieder komplett eingesogen. Ich war direkt drin, ohne Umwege, und ehe ich mich versah, war ich mittendrin in den lebensgefährlichen Royal Games, die in diesem Band deutlich düsterer und blutiger sind als zuvor. Band 1 hat für mich noch etwas mehr Herzklopfen in der Lovestory geliefert, doch hier liegt der Fokus clever auf Spannung, Taktik und überlebenswichtigen Entscheidungen – inklusive richtig fieser Plottwists, die mich komplett gefesselt haben.

Iris bleibt eine Heldin, die ich liebe. Auch wenn ihre patzigen Kommentare ein kleines bisschen kürzer treten, passt es perfekt zur Geschichte: Sie muss tough und berechnend bleiben, um die Spiele zu überleben. Cylus ist innerlich zerrissen, kämpft mit seiner neuen Rolle als Thronfolger und muss Vertrauen zurückgewinnen – sein Misstrauen wirkt nachvollziehbar und macht die Lovestory gleichzeitig intensiver, weil alles weniger „rosarot“ ist.

Die Games selbst sind abwechslungsreich, spannend und voller Überraschungen – blutig, gefährlich und clever konstruiert. Das Machtspiel am Königshof ist glaubwürdig, emotional wütend machend (ich habe den König so gehasst!) und offenbart spannende Geheimnisse, die einen noch lange nachdenken lassen.

Das Ende ist stimmig, spannend bis zur letzten Seite, bittersüß und absolut befriedigend – und ja, ich würde das Buch sofort noch einmal zum ersten Mal lesen, wenn ich könnte.

Für alle, die auf eine Mischung aus Liebe, Spice, düsteren Spielen, starkem Worldbuilding, starken Charakteren und tollen Character Arcs stehen, ist die Chosen-Dielogie ein absolutes Muss. Eine Reihe, die man lieben, hassen und mitfiebern will – kurz: YA/NA in Höchstform.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Achterbahn der Gefühle mit kleinen Bremsmanövern

Faircoast: Hateful Ride | Aufwendig gestaltete Ausgabe mit Farbschnitt
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Mit „Faircoast – Hateful Ride“ entführt uns die Autorin in eine bunte Welt voller Zuckerwatte und Adrenalin. Da ich Settings in Freizeitparks liebe, war ich unglaublich gespannt auf Jades und Kits Geschichte.

Jade ...

Mit „Faircoast – Hateful Ride“ entführt uns die Autorin in eine bunte Welt voller Zuckerwatte und Adrenalin. Da ich Settings in Freizeitparks liebe, war ich unglaublich gespannt auf Jades und Kits Geschichte.

Jade hat mich sofort für sich gewonnen. Sie ist kein typisches Mauerblümchen, sondern ein starker, individueller Charakter – und mal ehrlich: Eine Schlange als Haustier ist einfach ein genialer Schachzug! Das gibt ihr sofort eine besondere Note. Kit hingegen ist der klassische „Good Guy“ mit Geheimnissen. Besonders der Twist, dass Kit eigentlich Sam ist, hat mir richtig gut gefallen. Er war emotional greifbar, logisch hergeleitet und hat der Geschichte die nötige Tiefe verliehen.

Der Freizeitpark als Kulisse ist liebevoll gewählt, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Atmosphäre mich noch ein bisschen mehr „einsaugt“. Manchmal ging das magische Park-Feeling zwischen den Dialogen etwas verloren.

Was das „Enemies-to-Lovers“-Thema angeht: Wer hier auf heftige Wortgefechte und langes Anschmachten hofft, wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Die Annäherung der beiden verlief für meinen Geschmack etwas zu harmonisch und schnell. Es war süß, ja, aber die Funken hätten ruhig noch ein bisschen gefährlicher sprühen dürfen.

Ein paar Stolpersteine gab es für mich bei der Logik. Dass Kit aus dem Nichts über beachtliche Hacker-Skills verfügt (und wie er sich überall reinhackt) und sein vorbelasteter Name im direkten Umfeld scheinbar niemanden triggert, war für mich etwas schwer zu schlucken. Hier hätte die Geschichte durch eine straffere Erzählweise und etwas mehr Realismus gewonnen.

Fazit: Ein charmanter New-Adult-Roman für zwischendurch! Wer Lust auf ein besonderes Setting und eine herzerwärmende Lovestory hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Für Fans von tiefgründigeren Enemies-to-Lovers-Geschichten ist es eher eine „Light-Variante“, aber dennoch absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wer ist hier das Opfer und wer der Täter?

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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„Der Boss“ hat mich von der ersten Seite an neugierig gemacht, doch was mich dann in der Villa von Geoffrey Rosenberg erwartete, war weit mehr als ein einfacher Rache-Plot. Natalie als Protagonistin ist ...

„Der Boss“ hat mich von der ersten Seite an neugierig gemacht, doch was mich dann in der Villa von Geoffrey Rosenberg erwartete, war weit mehr als ein einfacher Rache-Plot. Natalie als Protagonistin ist mutig, doch die eigentliche Würze brachten für mich die Nebencharaktere wie Rosalie und Julien hinein. Die Atmosphäre im Haus war so geschickt konstruiert, dass ich mir lange unsicher war, wem man überhaupt trauen kann und wer welches Spiel spielt.

Schreibtechnisch hat Iliana Xander mich fast durchgehend abgeholt. Zwar gab es im Mittelteil eine kurze Phase, in der ich dachte „Ja, ganz nett“, aber dieser Eindruck wurde durch das fulminante Finale komplett weggewischt. Während sich die Auflösung des Haupttäters irgendwann abzeichnete, kam der Twist um Julien für mich völlig unerwartet und war das absolute Highlight. Am Ende saß ich begeistert vor dem Buch. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne in menschliche Abgründe blicken

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