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Veröffentlicht am 27.06.2023

Ein zauberhafter Wohlfühlroman

Die Liebe will Meer
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„Die Liebe will Meer“ von der lieben Nele Blohm ist am 28. März 2023 im Kampenwand Verlag erschienen. Es ist der Auftakt einer neuen Reihe, rund um die Nordfriesische Insel Föhr, ein sehr altes Kapitänshaus ...

„Die Liebe will Meer“ von der lieben Nele Blohm ist am 28. März 2023 im Kampenwand Verlag erschienen. Es ist der Auftakt einer neuen Reihe, rund um die Nordfriesische Insel Föhr, ein sehr altes Kapitänshaus und etlichen Schmetterlingen, die vor Liebe Loopings fliegen! NEUGIERIG? Und für alle, die den 1. Teil ebenfalls so lieben wie ich, der 2. Teil ist bereits am 20. Juni 2023 mit dem Titel „Alles auf Sommer“ erschienen.

Darum geht es:
Meikes Leben in München steht von einem Tag auf den anderen Tag auf dem Kopf. Sie flüchtet auf die Nordseeinsel ihrer Kindheit, nach Föhr. Bei ihrem Großvater, im alten Kapitänshaus, versucht die junge Frau, Abstand zu den vergangenen Tagen in München zu gewinnen. Ihr Verlobter Kai, ist kurz vor der Hochzeit, in eine Honigfalle getappt. Nach allem, was passiert ist, herrscht nicht nur bei Meike ein wirres Gedankenchaos, auch ihre Mutter stürzt dadurch tief. Die Hochzeit, ihrer einzigen Tochter, ist für sie zur Lebensaufgabe geworden.
Die anfängliche Ruhe und Sortierung der Gedanken bei Meike, wird sehr schnell gestört, gestört durch die erste große Liebe von Meike. Nach knapp fünfzehn Jahren treffen erstmals Henning und Meike wieder aufeinander.

Mein Leseeindruck:
Ich habe die Geschichte von Meike unheimlich gerne gelesen. Die Autorin Nele Blohm hat einen wunderbaren, leichten und humorvollen Schreibstil. Man taucht bereits nach wenigen Seiten ab und ist dann mitten im Geschehen, mitten im Nordsee Flair. Die Protagonisten sind lebensecht und sehr greifbar. Ich fand sie allesamt großartig skizziert. Mit Ecken und Kanten hat jeder seinen eigenen Charme. Eine wundervolle Story über Liebe und Familie, sowie Vertrauensbruch und Enttäuschung.
Wart ihr schon einmal auf der überwiegend grünen und flachen, sehr zauberhaften Nordfriesischen Insel Föhr? Die Insel ist der beste Zufluchts- und Entschleunigungsort. Nele Blohm punktet mit ihren atmosphärischen Beschreibungen der Insel. Ich bin beim Lesen angekommen und wollte nicht mehr abreisen. Mich konnte die Geschichte direkt in ihren Bann ziehen, und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Fazit:
Von Herzen empfehle ich diesen Roman.
5/5 Ein zauberhafter Wohlfühlroman!

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Veröffentlicht am 18.04.2023

Ein Sog der süchtig macht!

Blankenese - Zwei Familien
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Darum geht es:
Hamburg, 1919: Zwei junge Menschen, Leni Hansen und John Casparius treffen am Elbufer zufällig aufeinander. Familie Hansen und Familie Casparius, zwei gesellschaftliche so extrem unterschiedliche ...

Darum geht es:
Hamburg, 1919: Zwei junge Menschen, Leni Hansen und John Casparius treffen am Elbufer zufällig aufeinander. Familie Hansen und Familie Casparius, zwei gesellschaftliche so extrem unterschiedliche Familien. Leni stammt aus einer einfachen Familie. Ihr toter Vater war Kapitän. Ihre Mutter Irma betreibt im Treppenviertel ein kleines Lokal. John ist Sohn und Erbe der Reederei Casparius. Er glaubt nicht mehr an das Gute im Menschen. Der Krieg hat ihn geprägt und hat Spuren hinterlassen. Durch Sanktionen der Siegermächte ist die Reederei stark angeschlagen. Ist es schicksalshafte Fügung, dass die jungen Leute sich begegnen?

Mein Leseeindruck:
Die Autorin Michaela Grünig punktet mit ihrer lebendigen und vor allem atmosphärischen Schreibweise. Einmal begonnen macht die Story süchtig. Der Roman spielt in der Zeit von 1919 bis 1939. Mich hat die Geschichte ab der ersten Seite in den Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Die Autorin hat ihre Charaktere so realistisch und authentisch beschrieben. Sie haben Ecken und Kanten. Die Darstellung der unterschiedlichen Lebensbereiche von „ARM" und „REICH" sind hervorragend gelungen. Ich musste an manchen Stellen schwer schlucken und tief durchatmen, weil mich die Handlung sehr berührt und mitgenommen hat. Leni, John aber auch Irma haben mein Herz im Sturm erobert.
Michaela Grünig hat sehr gründlich recherchiert und historische Fakten, sehr gekonnt in ihre Handlung integriert. Blankenese gehört zu meinen Lieblingsorten. Frau Grünig lässt ihre Schauplätze lebendig werden. Einfühlsam und mit enormer Wucht wird man mit der Schuld, dem Verlust und der Menschlichkeit mitgenommen. Ich hatte spannende und sehr schöne intensive Lesestunden.
Fazit: 5/5 ⭐️Absolute Leseempfehlung! Ein Sog der süchtig macht! ❤️

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Veröffentlicht am 18.04.2023

Highlight!

Die Sehnsucht nach Licht
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Darum geht es:
Familie Steiner war schon immer sehr eng mit dem Bergbau im Schlematal im Erzgebirge verbunden. Seit Generationen sind sie tief mit dem sächsischen Bergbau verwurzelt. Die junge Luisa Steiner ...

Darum geht es:
Familie Steiner war schon immer sehr eng mit dem Bergbau im Schlematal im Erzgebirge verbunden. Seit Generationen sind sie tief mit dem sächsischen Bergbau verwurzelt. Die junge Luisa Steiner arbeitet ehrenamtlich gegenwärtig, als Besucherführerin im stilgelegten Bergwerk. Ihr Großonkel Rudolph verschwand 1951 spurlos, von einem Tag auf den anderen Tag war er einfach verschwunden. Das damalige Verschwinden lässt Luisa nicht mehr los. Sie fängt an Nachforschungen, über ihren vor Jahrzehnten verschollenen Großonkel, anzustellen. Dabei kommt so manches zutage, was tief geschlummert hat.

Mein Leseeindruck:
Was für eine grandiose Geschichte. Mir hat an diesem großartigen Roman alles gefallen. Die Autorin Kati Naumann erzählt in einer flüssigen und spannenden Sprache eine ganz wunderbare, besondere Familiengeschichte über mehrere Generationen und sämtlichen Epochen der „Deutschen Geschichte". Abwechselt war ich in der Gegenwart mit Luisa unterwegs und habe ihre Recherche verfolgt. In der Vergangenheit lernen wir Wilhelm Steiner, Luisas Urgroßvater im Jahr 1908 kennen.
Ich durfte Wilhelm Steiner in seiner Kindheit, seiner Jugend, seiner Ehe und bis zu seinem Tod begleiten. Kati Naumann haucht ihren Protagonisten echtes Leben ein.
Sie wurden mir, von Seite zu Seite, immer vertrauter und konnten mich restlos erreichen. Hervorragend schildert die Autorin die damalige politische Situation und die Machtansprüche der Sowjetunion in der Besatzerzone. Sie greift interessante Themen auf und verwebt diese gekonnt in ihre Geschichte. Das Gelesene der Bergleute hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Man bekommt einen wunderbaren Einblick, in die Bräuche und Traditionen der Bergmannsfamilien. Die Geschichte hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.
Fazit:
5/5+ ⭐️ Highlight! Absolute Leseempfehlung meinerseits. Spannend, authentisch, emotional und informativ!

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Veröffentlicht am 17.04.2023

Grandioser Auftakt!

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Darum geht es:
An der Berliner Siegessäule wirbeln dicke Schneeflocken umher. Im morgendlichen Schneegestöber steht dort ein verlassener Kleinlaster. Die Polizei macht einen grausamen Fund. Auf der Ladefläche ...

Darum geht es:
An der Berliner Siegessäule wirbeln dicke Schneeflocken umher. Im morgendlichen Schneegestöber steht dort ein verlassener Kleinlaster. Die Polizei macht einen grausamen Fund. Auf der Ladefläche liegt eine tote Frau, nackt und blutleer. Quer über ihren Körper ist mit Blut eine Adresse geschrieben. Es ist nicht irgendeine Adresse, sondern die Privatadresse des Bundeskanzlers. Die unerfahrene, aber ehrgeizige Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski trifft am Tatort ausgerechnet auf den berüchtigten Ermittler Artur Mayer. Tatsächlich ist dies kein Zufall, was die beiden Ermittler noch nicht wissen.

Mein Leseeindruck:
Ich habe angefangen zu lesen und konnte es dann nur noch schwer aus der Hand legen. Der Autor Marc Raabe baut gekonnt zwei Handlungsstränge, die im Wechsel gekonnt durch den kompletten Thriller führen, auf. Ich fand sowohl den Strang in der Vergangenheit als auch die Abschnitte in der Gegenwart großartig. Ständig war ich damit beschäftigt, meine eigenen Theorien aufzustellen. Die Nachforschungen vom Ermittlerpaar Artur Mayer und Nele Tschaikowski ziehen und reichen bis in die höchsten Kreise der Politik. Die Spannung war durchgängig da und ich war neugierig, wie es sich entwickelt. Das sympathische Ermittler-Duo hat Ecken und Kanten, genauso wie ich es mag. Ein packender Schreibstil, mit einer rasanten und wendungsreichen Handlung. Die Vergangenheit ergibt am Ende den Hinweis auf das Gesamtbild. Der Thriller konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen!

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Düster, konnte mich aber nicht komplett überzeugen

Wolfskinder
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Darum geht es:
Vor 10 Jahren ist Smillas beste Freundin beim Wildcampen am Faunfelsen spurlos verschwunden. Seither gibt es keine Hinweise darauf, was damals geschehen ist.
Smilla leidet noch immer sehr ...

Darum geht es:
Vor 10 Jahren ist Smillas beste Freundin beim Wildcampen am Faunfelsen spurlos verschwunden. Seither gibt es keine Hinweise darauf, was damals geschehen ist.
Smilla leidet noch immer sehr unter dem Verlust. Die junge Frau ist angehende Journalistin und entdeckt auffallende Parallelen, bei Frauen, die ebenfalls verschwunden sind
Hoch oben, ganz versteckt in den Bergen, befindet sich eine kleine Siedlung einer alten Täufergemeinschaft. Hier gibt es weder Strom noch Annehmlichkeiten aus der Zivilisation. Die Kinder aus der Jakobsleiter Siedlung lernen von Anfang an, dass alles „Böse" unten in der Stadt lebt. Alle aus der Siedlung lieben die Abgeschiedenheit und Stille. Nur die 16-jährige Rebekka fühlt sich nicht mehr wohl und ist neugierig auf das Leben in der Stadt. Und ganz plötzlich verschwindet das Mädchen spurlos.

Mein Leseeindruck:
Das geisterhafte Cover von „Wolfskinder" hat mich sehr angesprochen und auch der Klappentext hat einen spannenden Thriller versprochen. Der Beginn ist düster und hat eine großartige Gänsehaut-Atmosphäre. Das hat mir richtig gut gefallen und zieht sich auch komplett durch die gesamte Story. Vera Buck erzählt ihre Geschichte abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven. Obwohl dies meine liebste Erzählweise ist, denn hier kann ich die Gedankengänge, Beweggründe und Gefühle der Charaktere am besten nachvollziehen, blieben mir die Akteure fremd und unnahbar. Das Setting ist wunderbar gewählt. Durch die bildhaften Beschreibungen der Bergregionen und insbesondere auch Jakobsleiter, konnte ich mir alles genau vorstellen. Obwohl der Thriller allgegenwärtig diese düstere Stimmung hat, gab es für mich kaum Spannung. Dadurch habe ich das Buch als etwas zu langatmig und schleppend empfunden. Der Einstieg war interessant und die Auflösung am Ende hat mir gefallen. Das Dazwischen war mir einfach zu langweilig.
Fazit: 3/5 ⭐️ Insgesamt eine durchwachsende Geschichte.

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