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Veröffentlicht am 17.10.2025

Ich habe jede einzelne Seite mit Herzblut verschlungen!

Die Kastanienschwestern
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Darum geht es:
Als Cara nach Jahren in ihr Heimatdorf Morcote zurückkehrt, tut sie das nur widerwillig. Eigentlich soll sie die Geschichte des traditionsreichen Weinguts der Familie Casoli aufschreiben. ...

Darum geht es:
Als Cara nach Jahren in ihr Heimatdorf Morcote zurückkehrt, tut sie das nur widerwillig. Eigentlich soll sie die Geschichte des traditionsreichen Weinguts der Familie Casoli aufschreiben. Doch der Ort weckt schmerzhafte Erinnerungen an den Verlust ihrer Schwester. Zudem trifft sie dort auf Casimiro, den Erben des Weinguts und Vater ihrer Tochter, dem sie nie ganz entkommen konnte. Während sie in alten Dokumenten stöbert, entdeckt Cara ein geheimnisvolles Rezeptbuch, das Hinweise auf ein lange verborgenes Familiengeheimnis enthält. Und je tiefer sie in die Vergangenheit eintaucht, desto drängender wird die Frage, ob der Tod ihrer Schwester wirklich ein Unfall war.

Mein Leseeindruck:
Die Romane von Christine Jaeggi sind für mich jedes Mal wie ein Nachhausekommen zwischen den Seiten. Ich habe diese Geschichte intensiv durchlebt. Jede Seite hat mich gefesselt und mitfiebern lassen. Die Autorin ist für mich eine großartige Geschichtenerzählerin. Kraftvoll, spannend und voller Feingefühl. Ich liebe es, wenn Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben werden, und hier gelingt ihr das so meisterhaft, dass am Ende alles zu einem schlüssigen, berührenden Abschluss zusammenläuft. Die Figuren sind so vielschichtig und lebendig, dass ich sie förmlich spüren konnte. Ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen und mit ihnen gelitten, zugleich hatte ich den Wunsch, einige von ihnen zur Rede zu stellen. Am liebsten hätte ich sie gepackt und ordentlich durchgeschüttelt. Genau diese starke emotionale Reaktion zeigt, wie sehr mir die Charaktere unter die Haut gegangen sind. Die Handlung liest sich manchmal wie ein spannender Krimi. So unglaublich fesselnd konstruiert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Und das Tessin! Die Landschaft, die Weinreben, der Wald und die Wärme sind so eindrücklich beschrieben, dass man sie beim Lesen förmlich fühlt. Ein traumhaftes Setting, das die Geschichte noch intensiver macht. Kurzum: Ein Roman, der unter die Haut geht, mit starken Figuren, einem packenden Plot und einem Ende, das die Zeitebenen überzeugend verbindet.

Fazit:
5/5 ⭐️ Absolute Leseempfehlung! Ich habe jede einzelne Seite mit Herzblut verschlungen! ❤️

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Ein fesselnder Psychothriller, der nicht nur mit seinem Nervenkitzel, sondern auch mit seiner Tiefe überzeugt und lange nachhallt.

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Darum geht es:

Vor über zwanzig Jahren hat Svea ihre Heimat an der Schlei hinter sich gelassen. Zu groß war der Schmerz nach dem spurlosen Verschwinden ihrer besten Freundin. Jetzt, Jahrzehnte später, ...

Darum geht es:

Vor über zwanzig Jahren hat Svea ihre Heimat an der Schlei hinter sich gelassen. Zu groß war der Schmerz nach dem spurlosen Verschwinden ihrer besten Freundin. Jetzt, Jahrzehnte später, wird deren Leiche tief im Wald entdeckt. Für Svea ist sofort klar, wer verantwortlich ist! Ihr Schwager, der damals mit der Toten zusammen war und die Gegend wie kein anderer kennt. Während sie entschlossen versucht, ihre Schwester Fenja und deren Kinder vor ihm zu schützen, stößt sie auf Misstrauen. Denn um die Wahrheit zu sagen, müsste Svea ein Geheimnis offenbaren über die Nacht, in der alles begann.



Mein Leseeindruck:

Schon nach wenigen Seiten war ich mitten im Geschehen. Gefangen in einer Atmosphäre, die mich nicht mehr losgelassen hat. Das Setting hat mich fasziniert. Eine abgeschottete Gemeinschaft, die jeden Einfluss von außen ablehnt und mit strikter Überzeugung ihre eigenen Regeln lebt. Dieses Umfeld verleiht der Handlung eine beklemmende, beinahe klaustrophobische Spannung, die sich von Seite zu Seite steigert. Der Schreibstil von Jana Stieler ist ausdrucksstark und eindringlich. Jede Szene wirkt greifbar, jede Emotion authentisch. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin in die psychologischen Abgründe ihrer Figuren eintaucht. Immer wieder wurde ich in die Irre geführt, habe Vermutungen angestellt und mich doch erneut überraschen lassen. Mehr als einmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich beim Lesen die Luft angehalten oder mich am liebsten unter der Decke versteckt hätte. Die Spannung baut sich stetig auf und entlädt sich schließlich in einem Finale, das mich vollkommen zufrieden und zugleich nachdenklich zurückgelassen hat.

Fazit:

5/5 Sterne! Ein fesselnder Psychothriller, der nicht nur mit seinem Nervenkitzel, sondern auch mit seiner Tiefe überzeugt und lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Ein intensives, unvergessliches Leseerlebnis, das unter die Haut geht und die Kraft von Liebe und Familie spürbar macht.

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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Darum geht es:
Der Roman erzählt von den Folgen des Krieges und den Spuren, die er über Generationen hinweg hinterlässt. Im Mittelpunkt steht ein Junge, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ohne Erinnerung ...

Darum geht es:
Der Roman erzählt von den Folgen des Krieges und den Spuren, die er über Generationen hinweg hinterlässt. Im Mittelpunkt steht ein Junge, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ohne Erinnerung an seine Herkunft gefunden wird. Er erhält den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, das von Strenge und Härte geprägt ist. Dort begegnet er der älteren Margret, einer Kriegswaise, die ihm Schutz und Nähe bietet. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung, die ihr weiteres Leben prägt. Trotz ihres Wunsches nach einem normalen Dasein werden sie immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt. Viele Jahre später beginnt ihre Urenkelin Emily, das Schweigen innerhalb der Familie zu brechen, und entdeckt, wie sehr die Erlebnisse ihrer Urgroßelter das Leben der nachfolgenden Generationen beeinflusst haben.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist für mich ein absolutes Jahreshighlight. Die Geschichte ist mir von der ersten Seite an so sehr unter die Haut gegangen, dass ich durchgehend einen Kloß im Hals hatte.
Das Schicksal, das über Generationen eine ganze Familie prägt, hat mich zutiefst sprachlos gemacht. Immer wieder wechselt die Erzählung zwischen Rückblicken in die Vergangenheit und der Gegenwart, wodurch die Entwicklungen und Zusammenhänge der Figuren sehr eindringlich werden. Was Hartmut und Margret erlebt haben, überschreitet jede Grenze des Menschlichen. Gedemütigt, Gewalt und Entwürdigung prägen ihre Kindheit in einem System, das eigentlich Schutz versprechen sollte, stattdessen aber zerstört. Dabei wird sehr deutlich, dass wir uns nicht aussuchen können, in welche Umstände wir hineingeboren werden, und wie prägend diese für unser Leben sein können. Die Autorin beschreibt all dies so authentisch, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Figuren sind mir dabei besonders ans Herz gewachsen. Egal, ob ich Hartmut (Hardy) als kleinen Jungen im Heim begleitet habe oder ihn später als Urgroßvater erlebt habe, seine Entwicklung und seine Verletzlichkeit berühren tief. Auch seine Urenkelin Emily ist eine beeindruckende Figur. Schon als junges Mädchen zeigt sie Stärke und Entschlossenheit, trotz der belastenden Vergangenheit ihrer Mutter, ihrer Großmutter und ihrer Urgroßeltern. Ihre Geschichte verbindet Gegenwart und Vergangenheit auf eindrucksvolle Weise und macht die familiären Verstrickungen sowie die Auswirkungen von Hardy und Margrets Schicksal greifbar und lebendig

Fazit:
5/5 ⭐️ Ein intensives, unvergessliches Leseerlebnis, das unter die Haut geht und die Kraft von Liebe und Familie spürbar macht. Chapeau, liebe Susanne Abel, für diese meisterhaft erzählte Geschichte! ❤️❤️❤️

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Ein wundervoller, bewegender Roman!

Traummomente in der Bergpraxis
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Darum geht es:

Nach vierzehn Jahren kehrt Marie nur widerwillig in ihre Heimat zurück. Zu tief sitzen die Erinnerungen an das Unglück, das damals alles verändert hat. Doch als ihre Großmutter Fanny Hilfe ...

Darum geht es:

Nach vierzehn Jahren kehrt Marie nur widerwillig in ihre Heimat zurück. Zu tief sitzen die Erinnerungen an das Unglück, das damals alles verändert hat. Doch als ihre Großmutter Fanny Hilfe braucht, zögert Marie nicht lange. Für sie ist klar: Familie geht vor. Schon bald findet sie sich in dem kleinen Dorf Waldkirch wieder und in einer neuen Stelle als Arzthelferin. Ihr Chef, der Kinderarzt Simon Thaler, verkörpert alles, was Marie hinter sich lassen wollte. Verbundenheit mit den Bergen, Vertrauen ins Leben und die Fähigkeit, zu fühlen. Mit seiner ruhigen Art und seinem offenen Herzen bringt er sie immer wieder aus dem Gleichgewicht. Doch Marie hat sich geschworen, nie wieder jemanden in Waldkirch ihr Herz zu schenken. Wird sie erneut davonlaufen?

Mein Leseeindruck:

Ich habe den zweiten Band der Bergpraxis-Reihe sogar noch mehr geliebt als den ersten! Jana Lukas versteht es, Emotion, Tiefe und Lebensnähe miteinander zu verbinden und mich als Leserin mitten ins Herz zu treffen. Marie Brunner hat es alles andere als leicht, als sie nach Waldkirch zurückkehrt. Nicht nur die Erinnerungen an die Vergangenheit machen ihr zu schaffen, auch die Vorurteile und das Gerede im Dorf setzen ihr zu. Zu sehen, wie sie mit dieser Ablehnung umgeht, hat mich sehr berührt. Trotz der Kränkungen und Ablehnungen bleibt sie sich irgendwie selbst treu, zeigt Stärke, wo andere längst aufgegeben hätten, und wächst über sich hinaus. Ich habe sie vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen und unheimlich mit ihr mitgelitten. Und können wir bitte über Simon Thaler sprechen? Was für ein toller Mann! Warmherzig, authentisch und mit einer ruhigen Tiefe, die einen sofort beim Lesen erreicht. Durch den Perspektivenwechsel zwischen Marie und Simon konnte ich Gefühle, Ängste und Hoffnungen noch intensiver nachempfinden. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig, bildhaft und voller Gefühl. Man fliegt nur so durch die Seiten, spürt die klare Bergluft, das Kribbeln erster Gefühle und den Schmerz vergangener Wunden.

Fazit:

5/5 Sterne! Ein wundervoller, bewegender Roman über Mut, Vergebung und die Kraft, wieder an das Gute zu glauben. Für mich das bisher schönste Buch der Reihe.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Geht leider nicht so tief, wie ich es mir gewünscht hätte.

Heimat
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Darum geht es:
Jana zieht mit ihrer Familie aufs Land. Das neue Haus, der weite Garten, all der Platz für die Kinder, eigentlich sollte es sich nach Erfüllung anfühlen, doch in ihr wächst eine seltsame ...

Darum geht es:
Jana zieht mit ihrer Familie aufs Land. Das neue Haus, der weite Garten, all der Platz für die Kinder, eigentlich sollte es sich nach Erfüllung anfühlen, doch in ihr wächst eine seltsame Leere. Orientierung findet sie zunächst bei Karolin, einer Nachbarin, die scheinbar mühelos Geborgenheit, Glück und ein Gefühl von Sinn verkörpert. Bald stößt Jana jedoch auf Karolins Instagram-Welt. Zwischen Blumenkränzen und Apfel-Tartes propagiert sie dort ein rückwärtsgewandtes Ideal. Das Leben als demütige Ehefrau und Mutter, verpackt in idyllische Naturbilder und moderne Hashtags. Jana ist irritiert und zugleich seltsam gefesselt. Gegen ihre eigenen Überzeugungen verspürt sie Neid auf die Klarheit, mit der Karolin ihr Weltbild auslebt. Doch je näher sie dieser verführerischen Inszenierung kommt, desto stärker bröckelt die glänzende Oberfläche. Etwas Dunkles lauert, was Jana nicht mehr loslässt.

Mein Leseeindruck:
Selten habe ich mich auf einen Roman so gefreut wie auf diesen. Die Grundidee ist schlicht großartig. Zwei Frauen, zwei Lebensentwürfe und dazwischen die Frage, wie verlockend die Idylle wirkt, wenn man selbst ins Straucheln gerät. Genau dieses Spannungsfeld hat mich sofort gepackt. Und ja, die Autorin versteht es, zu schreiben! Der Schreibstil ist flüssig, leicht und eingängig. Man gleitet mühelos durch die Seiten. Eigentlich die besten Voraussetzungen für ein Lesehighlight. Aber, und das ist mein großes ABER: Die Tiefe hat mir völlig gefehlt.
Ich habe zu keiner der Figuren Zugang gefunden, weder zu Jana noch zu ihrem Mann noch zu Karolin. Alles bleibt seltsam oberflächlich, fast skizzenhaft. Viele Fragen, die sich beim Lesen aufdrängen, bleiben unbeantwortet. Dadurch habe ich mich emotional nie richtig gebunden gefühlt, was bei so einem spannenden Thema einfach schade ist.

Fazit:
3/5 ⭐️ Ein Roman mit einer brillanten Idee und tollem Schreibstil, der leider nicht so tief geht, wie ich es mir gewünscht hätte.

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