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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2022

Sehr düster

Die Legenden von Andor: Varkurs Erwachen
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Ehrlich gesagt kannte und kenne ich das Spiel 'Die Legende von Andro' nicht und ich hatte auch noch nie davon gehört. Dementsprechend bin ich sehr unvoreingenommen in das Graphic Novel gestartet. Die Zeichnungen ...

Ehrlich gesagt kannte und kenne ich das Spiel 'Die Legende von Andro' nicht und ich hatte auch noch nie davon gehört. Dementsprechend bin ich sehr unvoreingenommen in das Graphic Novel gestartet. Die Zeichnungen sind unfassbar schön und sehr gelungen. Ich konnte mich an ihnen gar nicht satt sehen und habe die Seiten oft sehr lange einfach nur betrachtet. Text gibt es im Buch relativ wenig, sodass das Graphic Novel, wenn man einfach nur liest und wenig betrachtet, ziemlich schnell ausgelesen werden kann. Die Geschichte selbst hat mich dann jedoch traurig gestimmt. Varkur als Hauptfigur hat einen wirklich steinigen Weg in der Story zu gehen. Seine Geschichte ist unheimlich düster und zum Teil grauenvoll, sodass ich mit ihm richtig mitgelitten habe. Ich weiß nicht, ob es eine Altersfreigabe für Kinder gibt, aber jüngeren Lesern würde ich die Geschichte nicht empfehlen.
Für Fans des Spiels ist das Graphic Novel sicherlich eine wunderbare Erfahrung. Zudem stellt es eine Erweiterung des Spiels dar, da in den Außenklappen des Covers Spielerweiterungskarten abgedruckt sind. Für mich persönlich war die Geschichte etwas zu düster, obwohl mich die Gestaltung des Buches sehr beeindruckt hat.

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Veröffentlicht am 14.10.2022

Interessante Einblicke

Miss Kim weiß Bescheid
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Das Buchcover von 'Miss Kim weiß Bescheid' ist einfach und schlicht gestaltet, passt jedoch perfekt zum Inhalt des Buches. Die Kurzgeschichte von Cho Nam-Joo geben interessante und tiergehende Einblicke ...

Das Buchcover von 'Miss Kim weiß Bescheid' ist einfach und schlicht gestaltet, passt jedoch perfekt zum Inhalt des Buches. Die Kurzgeschichte von Cho Nam-Joo geben interessante und tiergehende Einblicke in die Lebensweisen von koreanischen Frauen. Da ich bisher eher wenig Kontakt mit der koreanischen Kultur hatte, fand ich es total spannend und faszinierend einen Blick in den Alltag dieser Frauen werfen zu können.
Die Autorin nimmt dabei sehr unterschiedliche Frauen in den Blick, die sich in Alter und sozialer Herkunft stark unterscheiden. Dadurch wird ein ganzes Spektrum an Lebenswirklichkeiten abgebildet, was mich sehr beeindruckt hat. Natürlich gab es dadurch Geschichte die mir besser gefallen haben als andere, aber gerade die bunte Mischung war es, die den besonderen Reiz dieses Buches ausmacht. 'Spannend' waren die Geschichten dabei im eigentlichen Sinne nicht. Trotzdem konnte ich das Buch nie lange aus der Hand legen, da mich die Geschichte der Frauen in ihren Bann zogen. Durch die Kurzgeschichten eignet sich das Buch gut für kleine Lesepausen im Alltag.

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Veröffentlicht am 10.10.2022

Leider zäh

Vielleicht hatten all die Therapeuten ja recht
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Wahrscheinlich bin ich in Teilen selber Schuld das mir das Buch leider so gar nicht gefallen hat. Meine Erwartungen waren aufgrund des selbstironischen Titels und des interessanten Klappentextes wohl recht ...

Wahrscheinlich bin ich in Teilen selber Schuld das mir das Buch leider so gar nicht gefallen hat. Meine Erwartungen waren aufgrund des selbstironischen Titels und des interessanten Klappentextes wohl recht hoch, sodass das Buch eine schwierige Ausgangslage hatte.
Wie sich bereits andeutet, konnte es meine Erwartungen nicht treffen, viel mehr trat eher das genau Gegenteil davon ein.
Der Schreibstil ist mehr als ungewöhnlich: Es gibt unterschiedliche lange Kapitel, E-Mails, Textschnipsel und Handychats. An sich eine interessante Mischung, doch die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Abschnitten erschließt sich oftmals nicht und es wird zudem zwischen unterschiedlichen Zeitpunkten gesprungen. Die Verwirrungen bei mir zwischen durch waren zum Teil perfekt und die Lektüre zog sich zäh dahin.
Hinzu kam leider auch noch meine fehlende Sympathie gegenüber Jenny, der Hauptfigur. Es passiert mir wirklich selten das ich eine Hauptfigur nicht leiden kann, aber hier traf es leider zu. Mit Jenny wurde ich bis zum Schluss einfach nicht warm...
Gerne hätte ich hier eine Lobeshymne auf das Buch losgelassen, aber das kann ich unter diesen Umständen nicht.

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Authentische Zukunftsvision

Die Markierung
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Frida Isbergs Debut 'Die Markierung' lässt schon durch das Buchover erkennen, dass es sich um ein gesellschaftskritisches Buch handeln könnte. Dabei lässt sich nicht einmal genau benennen, was am Cover ...

Frida Isbergs Debut 'Die Markierung' lässt schon durch das Buchover erkennen, dass es sich um ein gesellschaftskritisches Buch handeln könnte. Dabei lässt sich nicht einmal genau benennen, was am Cover genau diesen Eindruck entstehen lässt.
Das Buch spielt einige Jahre in der Zukunft in Island. Im pyschologischen Bereich wurde ein Empathietest entwickelt, der die Empathiefähigkeit der Menschen messen und diese in markierte (Empathiefähige) und unmarkierte Gruppen einteilen kann. Für die markierten Personen entstehen dann Vorteile, wie extra abgetrennte und 'sichere' Wohngebiete.
Schnell wird während des Lesens klar, welche Konflikte aus diesem Setting entstehen können und als Leserinnen bekommen wir durch verschiedene Figuren Einblicke in beide Lager (Befürworter und Ablehner). Wir werden mitten hineingezogen in die Diskussion über diesen Test. Ich persönlich finde das Gedankenspiel höchst interessant und sehe das 'gesellschaftliche Sprengpotential' hinter dieser Möglichkeit. Ich bin froh, dass ich keine Figur des Buches bin und mich keiner der beiden Seiten anschließen musste. Die Einblicke in das Leben der Figuren sind wirklich tief und erst gegen Ende des Buches werden die Verbindungen zwischen den vielen Einzelpersonen deutlich. Allerdings lässt die Offenheit des Endes mich irgendwie unbefriedigt zurück. Ich frage mich, was ich mit diesem Ende anfangen soll? Ob ein Ziel verfolgt wurde oder ob wir als Leserinnen im Grund einfach 'stehen gelassen wurden'. Bis auf das Ende hat der Roman mich wirklich beeindruckt und mich zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt.

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Veröffentlicht am 21.09.2022

Leider absolut nicht meins

Kochen am offenen Herzen
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Oftmals ist es so, dass man mit hohen Erwartungen an etwas herangeht, wie zum Beispiel die Lektüre eines Buches, und dann leider maßlos enttäuscht wird. So erging es mir leider auch mit 'Kochen am offenen ...

Oftmals ist es so, dass man mit hohen Erwartungen an etwas herangeht, wie zum Beispiel die Lektüre eines Buches, und dann leider maßlos enttäuscht wird. So erging es mir leider auch mit 'Kochen am offenen Herzen' von Max Strohe. Der Titel und vor allem das Buchcover hatten meine Neugierde geweckt und ich war sehr gespannt auf den Inhalt des Buches. Dieser an sich klang viel versprechend: Ein Schulabbrecher, der über steinige Wege, die Koch-Karriere-Leiter erklimmt. Meine Erwartungen an das Buch waren damit schon da - unglücklicherweise entsprach das Buch dann aber keiner meiner Vorstellungen. Die meiste Zeit wurde nur von Alkohol-, Drogen- und Sex-Eskapaden erzählt und das in einer Ausführlichkeit und Derbheit, dass ich am liebsten mit dem Lesen aufgehört hätte. Ich habe das Buch jedoch bis zum Schluss gelesen, in der Hoffnung, dass sich noch etwas ändern würde. Mir waren diese Einblicke etwas zu direkt und ehrlich - am Ende ist das jedoch Geschmacksache. Interessanter fand ich die Buchteile, in denen es tatsächlich um die Ausbildung zum Koch und das Kochen selbst ging. Hiervon hätte ich mir deutlich mehr gewünscht, ebenso wie ein etwas geschlosseneres Ende.
Schlussendlich konnte mich das Buch nicht von sich überzeugen, was jedoch nicht bedeutet, dass es nicht für andere lesenswert sein kann.

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