Platzhalter für Profilbild

Lenna

Lesejury Star
offline

Lenna ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lenna über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2025

Leider ein etwas langatmiger Anfang

Der Sternenstaubdieb
0

Wer kennt die Geschichten aus 1001 Nacht nicht? Diese Geschichten, die nach Wüstensand und Magie zu schmecken scheinen? Wahrscheinlich hat jeder schon einmal davon gehört und anschließend davon geträumt. ...

Wer kennt die Geschichten aus 1001 Nacht nicht? Diese Geschichten, die nach Wüstensand und Magie zu schmecken scheinen? Wahrscheinlich hat jeder schon einmal davon gehört und anschließend davon geträumt. Die Welt der Dschinn ist eine magische Welt voller Abenteuer und Magie. Genau so eine Welt scheint Chelsea Abdullah bei ihrem ersten Band der Sandsea Chronicles ("Der Sternenstaubdieb") im Sinn gehabt zu haben. Als Leserin begleitet man Lollie al-Nazari, die Mitternachtshändlerin, auf ihrer gefährlichen Reise nach einer verschollenenen Lampe. Und wäre die Wüste nicht schon gefährlich genug, so ist die Magie der Dschinn auch noch verboten und Loulie reist nicht mit irgendwem, nein, ihr Reisegefährte und Freund ist ein Dschinn.
Das Setting der Geschichte spielt wie angedeutet in der Wüste und hat mich an wirklich vielen Stellen an die Geschichten aus 1001 Nacht erinnert. Innerhalb der Story gab es auch immer wieder Figuren aus 1001 Nacht und viele Bezüge. Das hat mir unheimlich gut gefallen.
Leider ist die Handlung darüber hinaus in weiten Teilen etwas langatmig. Es dauert wirklich vergleichweise lange bis richtige Spannung auftritt. Ich hatte immer das Gefühl, dass sich nicht wirklich etwas "tut". Auch mit den Figuren bin ich lange nicht warm geworden. Sie blieben für mich bis zum Ende leider etwas flach und oberflächlich.
Trotz dieser Punkte freue ich mich auf den zweiten Band, da das Ende (im Gegensatz zu weiten Teilen der restlichen Geschichte) wirklich spannend war und ich mich darauf freue die Welt der Dschinn weiterzuerkunden!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

Realistisch

Der Duft des Wals
0

Manche Bücher sind wie Hollywood Komödien - luftig leicht, romantisch, kitschig und in erster Linie wahnsinnig unrealistisch. Daran ist nichts Verwerfliches und wir alle genießen hin und wieder ein solches ...

Manche Bücher sind wie Hollywood Komödien - luftig leicht, romantisch, kitschig und in erster Linie wahnsinnig unrealistisch. Daran ist nichts Verwerfliches und wir alle genießen hin und wieder ein solches Buch. Paul Rubans Roman "Der Duft des Wals" ist auch leicht und gut erzählt, allerdings überhaupt nicht kitschig und ziemlich realistisch. Ohne hier zu viel über das Ende der Erzählung zu verraten - wer eine hollywoodgleiche Geschichte sucht, ist hier an der falschen Adresse. Man erwartet zwar hin und wieder genau so eine unrealistische Wendung - sie tritt aber nie ein. Rückblickend hat gerade das mich überzeugt und nachdenklich gemacht. Das Leben ist einfach keine Hollywood-Geschichte und genau das fängt Paul Ruban in seinem Roman ein. Dabei ist seine Erzählung jedoch nie trocken oder langweilig, ganz im Gegenteil an einigen Stelle musste ich sogar herzhaft lachen, da es urkomisch war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2025

Tief unter Wasser

Die Kammer
0

Der Thriller "Die Kammer" von Will Dean entführt die Leserinnen in die Tiefen des Meeres. Handlungsort ist eine Kammer, in der sich Taucher zum Druckausgleich befinden. Diese Kammer ist gut verriegelt ...

Der Thriller "Die Kammer" von Will Dean entführt die Leserinnen in die Tiefen des Meeres. Handlungsort ist eine Kammer, in der sich Taucher zum Druckausgleich befinden. Diese Kammer ist gut verriegelt - eigentlich zum Schutz der Taucher vor den unterschiedlichen Druckverhältnisse in der Tiefe des Meeres und an der Oberfläche - doch dann kommt es zum ersten Todesfall.
Die Atmosphäre dieses Handlungsortes war wirklich einzigartig beim Lesen des Thrillers. Die Enge, der Druck waren auch für mich als Leserin hautnah zu spüren, sodass es nicht nur spannend war sondern irgendwie auch leicht gruselig. Tatsächlich 'passieren' im Sinne von Action geschieht aber die meiste Zeit tatsächlich nicht. Man erfährt tatsächlich vielmehr über den Alltag dieser Taucher, was ich persönlich ziemlich interessant fand.
Mit den Figuren bin ich aber tatsächlich nicht so warm geworden und besonders das Ende hat mich verwirrt zurückgelassen - aber vielleicht liegt das auch an mir.
Im Allgemeinen war es ein atmosphärischer Thriller an einem sehr ungewöhnlichen Handlungsort.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2025

Eine ungewöhnliche Geschichte

Hase und ich
0

Hasen begegnen jedem von uns schon einmal, meistens nur sehr kurz und oftmals sind diese Begegnungen unheimlich schnell wieder vorbei. Chloe Dalton hingegegen beschreibt in ihrem Buch "Hase und Ich" eine ...

Hasen begegnen jedem von uns schon einmal, meistens nur sehr kurz und oftmals sind diese Begegnungen unheimlich schnell wieder vorbei. Chloe Dalton hingegegen beschreibt in ihrem Buch "Hase und Ich" eine Begegnung von Hase und Mensch, die deutlich länger andauert und dabei außergewöhnlich ist und wird.
Mich hat diese Geschichte auf eine sehr leichte und irgendwie auch leise Art und Weise berührt. Die Protagonistin erzählt darin von ihrem Fund eines Babyhasens, den sie aufzieht und über einige Jahre hinweg begleitet. Dabei ist diese Begegnung geprägt vom gegenseitigen Respekt zwischen ihr und dem Hasen. Wunderschön fand ich auch, dass sie dem Hasen, trotz der Aufzucht im menschlichen Heim, sein Wildsein und seinen Willen lässt. Ihr Miteinander ist einfühlsam erzählt mit einer wunderschönen und zum Teil poetischen Sprache, sodass ich immer wieder einige Passagen doppelt las, weil sie so schön klangen.
Die Geschichte ist, ähnlich wie diese außergewöhnliche Begegnung, behutsam und langsam erzählt und lässt sich immer wieder gut lesen. Ich fand es schön auch immer wieder kleinere Pause während des Lesens zu machen und die Geschichte auf mich wirken zu lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2025

Lektüre zur falschen Zeit

If the Moon Triumphs
0

Es gibt Bücher, die mich einfach nicht richtig in ihren Bann ziehen wollen, obwohl das Ausgangssetting und die Buchidee an sich wirklich spannend und gut durchdacht sind. Das war leider auch bei "If the ...

Es gibt Bücher, die mich einfach nicht richtig in ihren Bann ziehen wollen, obwohl das Ausgangssetting und die Buchidee an sich wirklich spannend und gut durchdacht sind. Das war leider auch bei "If the moon triumphs" bei mir der Fall. Lilith als Hauptfigur ist bestimmt sympathisch anglegt, doch auf mich wirkte sie kindisch und war dauernd ihr Leben am Bemitleiden. Das hat dafür gesorgt, dass ich von Anfang an nicht mit ihr warm werden konnte. Ich bin mir aber sicher, dass dies mein ganz persönlicher Eindruck von ihr ist und dass sie andere Leserinnen sicher von sich überzeugen kann.
Ähnliche wie die fehlende Sympathie zur Hauptfigur erging es mir auch mit den Wendungen innerhalb der Handlung. Viele Geschehnisse passten für mich nicht zusammen oder kamen für mich aus dem Nichts. Deswegen bin ich bis zum Ende leider weder mit der Geschichte noch mit ihren Figuren 'warm geworden'.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere