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Veröffentlicht am 01.06.2025

Eine feinfühlige, moderne Teenie-Romance mit queerer Repräsentation

Maybe Meant To Be
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Inhalt:
Seit frühester Kindheit sind Sage und Charlie unzertrennlich – so sehr, dass alle in ihrem Umfeld überzeugt sind, sie seien das perfekte Paar. Doch während Charlie sich von Beziehung zu Beziehung ...

Inhalt:
Seit frühester Kindheit sind Sage und Charlie unzertrennlich – so sehr, dass alle in ihrem Umfeld überzeugt sind, sie seien das perfekte Paar. Doch während Charlie sich von Beziehung zu Beziehung hangelt und nicht den Mut findet, seine wahren Gefühle für den charismatischen Luke zu zeigen, beginnt Sage heimlich, sich in Charlies Zwillingsbruder Nick zu verlieben, obwohl sie sich genau davor fürchtet. Inmitten von Missverständnissen, unausgesprochenen Wahrheiten und einer Nacht voller Fragen lernen alle vier Jugendlichen, wie kompliziert, aufregend und ehrlich die erste große Liebe sein kann.

Meinung:
Ich habe mich beim Lesen dieses Romans oft gefühlt wie auf einer emotionalen Klassenfahrt: viele bekannte Muster, ein vertrautes Setting, aber doch genug Spannung, um mich dran zu halten. Das Besondere an diesem Roman war der Perspektivwechsel zwischen Sage und Charlie – zwei Figuren, die sich mit ihrem Platz in der Welt, ihren Gefühlen und ihrer Angst vor Veränderung auseinandersetzen müssen. Besonders Charlies innerer Kampf mit seiner Sexualität hat mich berührt. Sein Zögern, seine Selbstzweifel, aber auch die kleinen Momente der Hoffnung und Verbindung mit Luke waren glaubwürdig und eindringlich geschildert. Sage hingegen ist das emotionale Rückgrat der Geschichte. Ihre Unsicherheit über Beziehungen, geprägt durch die Scheidung ihrer Eltern, hat sie für mich sehr greifbar gemacht. Ich fand es schön und gleichzeitig schmerzhaft mitanzusehen, wie sie aus Loyalität gegenüber Charlie ihre eigene Liebe zu Nick unterdrückt. Es war eine stille, aber starke Entwicklung, die ihr Charakter im Verlauf durchläuft. Nicht jede Nebenfigur war für mich ein Volltreffer, denn besonders Nick hätte an manchen Stellen mehr Tiefe vertragen. Dafür punktete das Buch mit seinem Humor, den charmanten Mottopartys, kreativen Dialogen und einer Atmosphäre, die einen in ein wohliges Internatsgefühl einlullt. Auch die Repräsentation queerer Identitäten wird ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Herz umgesetzt. Ja, manches bleibt vorhersehbar und die Handlung verläuft eher ruhig, aber die Geschichte punktet mit Authentizität statt Drama-Overload.

Fazit:
„Maybe Meant To Be“ von K. L. Walther ist eine feinfühlige, moderne Teenie-Romance mit queerer Repräsentation, die neben Herzklopfen auch leise Töne anschlägt. Mit emotionaler Tiefe, charmantem Internats-Setting und einer doppelten Liebesgeschichte gelingt es Walther, Nähe und Verunsicherung gleichermaßen einzufangen. Eine schöne Geschichte über Mut, Selbstfindung und Freundschaft für das Lesealter ab 14 Jahren, die von mir 4 von 5 Sternchen erhält.

Veröffentlicht am 16.05.2025

Ein stimmungsvoller und spannender Auftakt

Luzie Alvenstein – Erbin der Duftapotheke (1). Ein Geheimnis zieht durch die Zeit
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Inhalt:
In einem alten, geheimnisvollen Haus mit einer verborgenen magischen Duftapotheke wird Luzie zur Wächterin über mächtige und gefährliche Düfte, die keinesfalls in falsche Hände geraten dürfen. ...

Inhalt:
In einem alten, geheimnisvollen Haus mit einer verborgenen magischen Duftapotheke wird Luzie zur Wächterin über mächtige und gefährliche Düfte, die keinesfalls in falsche Hände geraten dürfen. Als ein unbekannter Flakon auftaucht und sich jemand unbemerkt an der Destille zu schaffen macht, beginnt ein rätselhaftes Abenteuer. Luzie und ihre Freunde stoßen auf Spuren, die sie ins Rom des Jahres 1871 führen – und auf eine riskante Zeitreise, bei der nicht sicher ist, ob der Weg zurück überhaupt offenbleibt…

Meinung:
Dieses Buch war für mich wie das Wiedersehen mit alten Freunden. Obwohl ich mit der ursprünglichen „Duftapotheke“-Reihe vertraut bin, fühlte sich dieses Spin-off nicht wie ein bloßer Aufguss an, sondern wie eine eigenständige, lebendige Erweiterung der Welt – mit frischem Schwung, aber der vertrauten Magie. Die Ich-Perspektive, aus der Luzie erzählt, schafft eine besonders enge Bindung zur Hauptfigur. Man taucht so tief in Luzies Gedankenwelt ein, dass man sich fast wie ein Teil ihres Abenteuers fühlt. Luzie ist dabei keine überzogene Heldin, sondern eine glaubhafte, vielschichtige Jugendliche mit Mut, Zweifeln und Verantwortungsbewusstsein. Besonders begeistert hat mich das Konzept der Zeitreise. Rom 1871 ist ein ungewöhnlicher, spannender Schauplatz, der detailreich beschrieben wird, ohne sich in historischen Fakten zu verlieren – genau richtig für die Zielgruppe ab 10 Jahren. Die magischen Düfte sind fantasievoll benannt und mit einer Logik versehen, die innerhalb der Geschichte wunderbar funktioniert. Es ist ein Kunststück, eine Magie zu erschaffen, die sich gleichzeitig wundersam und gefährlich anfühlt, ohne zu düster zu werden – und das gelingt Anna Ruhe erneut meisterhaft. Auch die Dynamik zwischen den Figuren, insbesondere zwischen Luzie, Mats und Elodie, ist feinfühlig gezeichnet. Ihre Freundschaft wirkt ehrlich und stärkend, ohne je kitschig zu werden. Der Humor blitzt an passenden Stellen durch, und auch die Spannung bleibt konstant hoch. Kleine Momente der Nachdenklichkeit – etwa zur Verantwortung über Macht oder den Wunsch nach Unsterblichkeit – verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe, ohne belehrend zu wirken. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass einige Wendungen doch recht vorhersehbar waren, vor allem für Lesende, die schon viele Abenteuerbücher kennen. Auch die neuen Charaktere hätten teilweise noch etwas mehr Raum verdient – da schlummert Potenzial für die nächsten Bände.

Fazit:
Mit „Luzie Alvenstein – Erbin der Duftapotheke: Ein Geheimnis zieht durch die Zeit“ ist Anna Ruhe ein stimmungsvoller und spannender Auftakt gelungen, der sowohl alte Fans als auch neue Lesende begeistert. Die Geschichte verbindet Magie, Freundschaft und Zeitreiseabenteuer auf eine kluge und fantasievolle Weise. Die Figuren wachsen einem schnell ans Herz, und das Setting der Duftapotheke entfaltet erneut seinen ganz besonderen Zauber. Ein rundum gelungenes Kinderbuch mit viel Atmosphäre und einem starken Erzählstil.

Veröffentlicht am 16.05.2025

Für Fans ein absolutes Muss – mitreißend, inspirierend und voller Stolz

FC Bayern München: 125 Jahre Mia San Mia
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Inhalt:
Dieses eindrucksvolle Buch feiert die 125-jährige Geschichte eines der erfolgreichsten Fußballvereine der Welt – von den bescheidenen Anfängen 1900 bis zur modernen Glanzzeit. Es beleuchtet ikonische ...

Inhalt:
Dieses eindrucksvolle Buch feiert die 125-jährige Geschichte eines der erfolgreichsten Fußballvereine der Welt – von den bescheidenen Anfängen 1900 bis zur modernen Glanzzeit. Es beleuchtet ikonische Spiele, prägende Persönlichkeiten und große Siege ebenso wie schwierige Phasen, Rückschläge und Erneuerungen. Mit spektakulären Fotos, vielen historischen Details und emotionalen Momenten wird nicht nur der sportliche, sondern auch der kulturelle Einfluss des Vereins dokumentiert – ein echter Schatz für alle, die sich dem „Mia san mia“-Gefühl verbunden fühlen.

Meinung:
Als jemand, die seit ihrem fünften Lebensjahr selbst Fußball spielt und den Sport mit echter Leidenschaft lebt, war dieses Buch für mich weit mehr als nur ein Bildband – es war eine emotionale Reise durch die Geschichte eines Vereins, der mich seit Jahren begeistert. Spieler wie Thomas Müller oder Jamal Musiala haben mich geprägt, aber mit großem Respekt blicke ich auch auf Legenden wie Franz Beckenbauer oder Gerd Müller, deren Bedeutung man auf jeder Seite dieses Buches spürt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie der FC Bayern über Jahrzehnte hinweg nicht nur sportlich Maßstäbe gesetzt hat, sondern auch ein Symbol für Durchhaltevermögen, Wandel und Identität geworden ist. Die Fotos – viele davon bislang unveröffentlicht – sind nicht nur hochwertig, sondern fangen die Seele des Vereins ein: das Brennen auf dem Platz, der Zusammenhalt, die Euphorie der Fans. Ich habe gelacht, gestaunt und an einigen Stellen sogar geschluckt – etwa beim Blick zurück auf tragische Momente oder schwierige Epochen, die der Verein überstanden hat. Dieses Buch ist kein schnelles „Durchblättern“, sondern ein Erlebnis. Es vereint das Herz eines Fans mit der Akribie eines Chronisten. Gerade für Fußballerinnen und Fußballer – egal ob auf dem Bolzplatz oder im Verein – ist es inspirierend, zu sehen, wie viel Kraft, Wille und Leidenschaft in einem Club wie diesem steckt. Und ganz ehrlich: Wer jemals selbst gegen den Ball getreten hat, wird beim Anblick der historischen Bilder sofort verstehen, warum der FC Bayern für so viele Menschen mehr ist als nur ein Fußballverein.

Fazit:
„FC Bayern München: 125 Years Mia san Mia“ von Christian Eichler ist eine emotionale, bildgewaltige Hommage an einen der größten Fußballclubs der Welt. Der offizielle Bildband besticht durch Tiefe, Details und die besondere Atmosphäre, die nur echte Fußballkultur transportieren kann. Für Fans ein absolutes Muss – mitreißend, inspirierend und voller Stolz.

Veröffentlicht am 16.05.2025

Die fünf vorgestellten Schritte bieten vor allem Neulingen im Themenfeld Hashimoto eine verständliche Einführung

Neustart für die Schilddrüse
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Inhalt:
Viele Menschen kämpfen mit Symptomen wie chronischer Müdigkeit, Gewichtszunahme, Schlafstörungen oder unerfülltem Kinderwunsch – oft, ohne zu wissen, dass eine aus dem Gleichgewicht geratene Schilddrüse ...

Inhalt:
Viele Menschen kämpfen mit Symptomen wie chronischer Müdigkeit, Gewichtszunahme, Schlafstörungen oder unerfülltem Kinderwunsch – oft, ohne zu wissen, dass eine aus dem Gleichgewicht geratene Schilddrüse die Ursache sein könnte. In diesem Buch zeigt eine erfahrene Ärztin in fünf Schritten, wie man die Schilddrüse ganzheitlich unterstützen kann. Im Fokus stehen eine gezielte Ernährung, der Aufbau eines gesunden Darms, Stressreduktion, die richtige Nährstoffversorgung sowie langfristige Strategien zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens. Ziel ist es, durch dieses strukturierte Programm Entzündungen zu lindern und dem Körper seine natürliche Energie zurückzugeben.

Meinung:
Das Tückische an Hashimoto-Thyreoiditis ist leider, dass viele Betroffene gar nichts von ihrer Erkrankung wissen – dabei ist diese Autoimmunkrankheit gar nicht mal so selten, denn etwa fünf bis zehn Prozent der Deutschen sind betroffen. Wie soll man denn auch wissen, dass man unter Hashimoto-Thyreoiditis leidet, wenn selbst viele Ärzte die Symptome falsch deuten?!? Oft ist es ein langer, leidvoller Weg bis zur Diagnose. Dass es eine genetische Veranlagung gibt, ist mittlerweile nachgewiesen. Bei weiblichen Nachkommen liegt die Wahrscheinlichkeit an Hashimoto zu erkranken bei 80%. Für mich und meine Schwester ein guter Grund, die Weichen sehr früh zu stellen, um den Ausbruch dieser hochkomplexen Erkrankung zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern. Als meine Mutter an Hashimoto erkrankte, gab es kaum deutschsprachige Literatur, deshalb ist es ein Segen, dass es nun eine sehr große und auch sehr gute Auswahl an Büchern gibt, um sich selbst zu informieren. Neben der Substitution der fehlenden Schilddrüsenhormone gibt es nämlich auch noch weitere Methoden, die einem helfen, neue Energie zu gewinnen und beschwerdefrei zu leben, denn auch wenn die Autoimmunerkrankung bis heute nicht heilbar ist, kann eine ganzheitliche Behandlung ein gutes Leben ohne Einschränkungen ermöglichen.
Ich habe mir von diesem Buch einen praktischen Leitfaden erhofft – mit konkreten Hilfen für den Alltag. Leider blieb diese Erwartung weitgehend unerfüllt. Zwar liefert das Buch einige grundlegende Informationen rund um die Funktion der Schilddrüse und deren Einfluss auf den Hormonhaushalt, doch für mich persönlich waren die Inhalte weder neu noch besonders hilfreich. Vieles kam mir bekannt vor – insbesondere der Hinweis, Stress zu vermeiden, was in fast jedem Gesundheitsratgeber wiederholt wird. Was mir gefehlt hat, waren alltagstaugliche Tipps und umsetzbare Handlungsempfehlungen. Stattdessen verliert sich die Autorin häufig in biochemischen Erklärungen und Fachbegriffen, die man ohne medizinischen Hintergrund schwer nachvollziehen kann. Wer bereits gut informiert ist oder sich intensiv mit Hashimoto auseinandergesetzt hat, wird hier wenig Neues entdecken. Für Einsteiger kann das Buch allerdings durchaus eine solide erste Orientierung bieten, da die fünf Säulen logisch aufgebaut und verständlich erklärt sind – sofern man den medizinischen Anteil nicht als zu überwältigend empfindet.
Ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus stärker auf pragmatische Ansätze gelegt worden wäre – etwa wie man trotz Erschöpfung seinen Alltag meistern oder gezielt mit Ernährung Einfluss nehmen kann. Rezepte, Checklisten oder Fallbeispiele wären hilfreich gewesen, um das Gesagte greifbarer zu machen. So bleibt das Buch eher auf einer theoretischen Ebene und konnte mich emotional leider nicht abholen.

Fazit:
In „Neustart für die Schilddrüse: Hol dir deine Power zurück“ vermittelt Dr. Dorothea Leinung fundiertes Wissen über den Einfluss der Schilddrüse auf das körperliche und seelische Wohlbefinden. Die fünf vorgestellten Schritte bieten vor allem Neulingen im Themenfeld Hashimoto eine verständliche Einführung. Wer sich jedoch bereits intensiver mit der Krankheit beschäftigt hat, wird kaum neue Impulse finden. Der Praxisanteil hätte deutlich höher ausfallen dürfen – daher vergebe ich 3 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 16.05.2025

Kann man sich verlieben, wenn man immer nur so tut, als ob?

Dates und andere Illusionen
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Inhalt:
Sophie ist Single, und das nicht erst seit gestern. Während ihre Freundinnen sich verloben oder Familien gründen und ihre Familie zunehmend den Druck erhöht, endlich „den Richtigen“ zu finden, ...

Inhalt:
Sophie ist Single, und das nicht erst seit gestern. Während ihre Freundinnen sich verloben oder Familien gründen und ihre Familie zunehmend den Druck erhöht, endlich „den Richtigen“ zu finden, sieht es in ihrem eigenen Liebesleben mau aus – ganz im Gegensatz zu ihrer anonymen Beziehungskolumne, die sich großer Beliebtheit erfreut. Als dann auch noch die Hochzeit ihrer Schwester ansteht, will sie nicht schon wieder alleine auftauchen. Also beschließt sie, ein Date zu „organisieren“ – notfalls eben ein erfundenes. Dabei lernt sie Harry kennen, der bereit ist, sich als ihr Freund auszugeben. Aber wie lange kann man so tun, als ob?

Meinung:
Als großer Fan der „Kissing Booth“-Reihe war ich neugierig auf dieses neue Buch von Beth Reekles, zumal Fake-Dating eigentlich ein Trope ist, den ich gerne lese. Leider konnte „Dates und andere Illusionen“ für mich nicht annähernd an den Charme, die Lockerheit oder das Tempo ihrer bekanntesten Reihe anknüpfen. Sophie als Protagonistin hat mich oft eher frustriert als berührt. Ich habe nichts gegen Charaktere mit Ecken und Kanten oder inneren Konflikten – im Gegenteil. Aber Sophies ständiges Hadern mit sich selbst, das wiederkehrende Selbstmitleid und der immense soziale Druck, dem sie sich unterwirft (und kaum reflektiert), waren für mich über weite Strecken eher deprimierend als nachvollziehbar. Auch die eigentlich vielversprechende Idee rund um die Fake-Beziehung mit Harry blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Es fehlte mir an Chemie, an Humor – und letztlich an emotionaler Tiefe. Zwar wird am Ende der Bogen zur Selbstliebe gespannt, was ich als Thema durchaus wichtig finde, aber der Weg dahin war zäh und zog sich sehr in die Länge. Die gesellschaftskritischen Untertöne sind vorhanden, wirken aber oft wie aufgesetzt und zu wenig subtil. Und stilistisch war mir der Ton teilweise zu flapsig. Ich hatte mir eine romantische, unterhaltsame Komödie erhofft – bekommen habe ich eine melancholisch angehauchte Selbstfindungsgeschichte, die sich stellenweise in negativen Gedankenspiralen verliert. Damit will ich die Botschaft nicht kleinreden – aber der Weg dahin hätte für mich mehr Leichtigkeit und Struktur gebraucht.

Fazit:
„Dates und andere Illusionen“ von Beth Reekles ist eine romantische Komödie mit Fake-Dating-Ansatz, die sich letztlich eher als Selbstfindungsgeschichte entpuppt. Wer leichte RomCom-Unterhaltung erwartet, sollte sich auf überraschend ernste Töne, ein hohes Maß an innerem Konflikt und weniger Romantik einstellen. Die Botschaft von Selbstakzeptanz ist wichtig – der Weg dorthin aber mühsam. Für mich war es ein Buch mit guten Ansätzen, das leider nicht an die „Kissing Booth“-Reihe herankommt. Ich vergebe 3 von 5 Sternchen.