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Veröffentlicht am 01.09.2022

Wird das gut gehen?

Die Wolkenstürmerin
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1957. Nichts liebt Marlene Lilienthal mehr als das Fliegen. Denn dort fühlt sie sich frei hoch in der Luft. Da ihre Familie seit Generationen Flugzeuge baut. Ist das auch nicht verwunderlich. Doch das ...

1957. Nichts liebt Marlene Lilienthal mehr als das Fliegen. Denn dort fühlt sie sich frei hoch in der Luft. Da ihre Familie seit Generationen Flugzeuge baut. Ist das auch nicht verwunderlich. Doch das Unternehmen steckt seit dem Tod ihrer Eltern in den roten Zahlen. Marlene will die Firma retten und auch gleichzeitig einen Traum verwirklichen: Sie will ein Flugtaxiunternehmen gründen mit ihr als Pilotin. In dem Ferienhaus an der Ostsee bekommt sie den Kopf frei und trifft bei einem Strandspaziergang einen Schwimmer, einen mysteriösen Fremden. Er zieht sie magisch an. Dies ist eine packende Geschichte von der Freiheit über den Wolken, einer mutigen jungen Erbin und einer großen Liebe, die an den politischen Verhältnissen zwischen Ost und West zu scheitern droht.

Meine Meinung
Es geht in diesem Buch um eine junge Frau, die sich gegen die Männer durchsetzen will. Doch schon der Klappentext sagt, dass es eben nicht nur darum geht. Der Schreibstil der Autorin ist so, dass keine Unklarheiten im Text meinen Lesefluss zu stören vermochten. Mit der Zeit artet diese Geschichte jedoch mehr in eine Liebesgeschichte aus, die eigentlich nicht sein durfte. Ein DDR-Bürger liebt eine Bürgerin der BRD. Zwar gab es auch einige Geschichten über das Flugtaxiunternehmen, aber die Liebesgeschichte nahm immer mehr Raum ein. Da ich nicht unbedingt darauf fixiert war, gefiel mir dieses Buch ausnehmend gut. Ganz am Ende des Buches gibt es ein Kapitel das ‚3 Jahre später‘ heißt. Man könnte annehmen, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, was jedoch von der Autorin leider nicht bestätigt wird. Auch habe ich aufgrund dieser Annahme gegoogelt und unter Marlene Lilienthal bzw. Flugtaxiunternehmen Lilienthal nichts gefunden. Daher kann ich nicht sagen, ob dies nun eine Romanbiografie oder nur ein Roman mit einer Liebesgeschichte ist. Es ist auf jeden Fall historisch aus 1957. Die Autorin hat es verstanden, Spannung aufzubauen, und hat diese auch gehalten, auch wenn es da nicht um das Flugtaxi ging. Am Anfang eher schon noch, denn das passierte eben auch noch etwas, was das Flugtaxiunternehmen betraf. Und ich hatte auch da schon den richtigen Riecher. Worum es ging? Ja das soll der geneigte Leser bitte selbst lesen. Auch wie es mit dieser Liebesgeschichte zwischen Ost und West letztendlich ausging. Mit hat dieses Buch alles in allem sehr gut gefallen, es hat mich gefesselt und gut unterhalten, daher empfehle ich es gerne weiter. Von mir die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 01.09.2022

Spannend und informativ

Raue Havel
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Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten. An der Havel werden in einem alten Bootshaus drei alte Skelette gefunden. Und dann wird auch noch eine Journalistin ermordet. Sie hatte sich mit einem Spionagefall ...

Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten. An der Havel werden in einem alten Bootshaus drei alte Skelette gefunden. Und dann wird auch noch eine Journalistin ermordet. Sie hatte sich mit einem Spionagefall aus 1949 beschäftigt in dem es um eine junge Frau geht, deren Identität unbekannt ist. Hängen die Todesfälle zusammen? Als Toni Sanftleben, seines Zeichens Hauptkommissar bemerkt, dass seine Familie und somit auch er in den Fall verstrickt ist, ist es fast zu spät. Denn für seine Gegenspieler zählen Menschenleben nicht viel.

Meine Meinung
Die ist der sechste Band in dem der Hauptkommissar Toni Sanftleben ermittelt. Wieder ist das Buch sehr gut und ohne Unklarheiten im Text geschrieben. Somit störte nichts meinen Lesefluss. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte auch bald erkennen, was Sache ist. In die Protagonisten konnte ich mich hineinversetzen, soweit man sich in Menschen hineinversetzen kann, die so Grausames erlebt haben. Das Buch schweift immer wieder in die Vergangenheit ab, in die Zeit zwischen Ende des zweiten Weltkrieges und der Gründung der DDR. Denn in dieser Zeit begann das Entsetzliche, das eine junge Frau erfahren und erleben musste. In der Gegenwart gelang mir das Hineinversetzen durchaus besser, zumindest in Toni Sanftleben, den Hauptprotagonisten. Der eigentlich den Mord an der Journalistin aufklären sollte. Zusammen mit seinem Kollegen Phong tat er auch alles was ihm möglich war und so gerieten zwei Frauen in Gefahr. Mehr sage ich dazu nicht, denn wenn der Leser das Buch liest wird er erfahren, was damals (1946 und 1949) und heute geschehen ist. Dieses Buch ist wieder sehr spannend und interessant geschrieben, zumal es auch noch auf einer wahren Begebenheit beruht, wie der Autor im Nachwort erklärt. Die im Buch genannten Figuren sind zwar fiktiv, haben aber reale Vorbilder. Ich fand es auch sehr informativ, denn da ich keine Beziehungen zur DDR hatte, habe ich da zu früheren Zeiten nicht allzu viel mitbekommen. Gut, man hörte so das eine und andere, aber wirklich viel erfahren habe ich erst in der Zeit, in der ich Literatur aus diesen Jahren gelesen habe. Wie ja jetzt dieses Buch. Denn ich kenne Tim, seine Recherchen sind gründlich. Mich hat dieses Buch gefesselt, es ist spannend und es hat mich gut unterhalten. Es ist sehr empfehlenswert und ich vergebe die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 27.08.2022

Sehr spannend und unterhaltsam

Das Geheimnis des Pilgers
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Koblenz im Jahr 1379: Seit kurzen trägt Conlin den Grafentitel vom Langenreth. Er bedeutet für ihn keine Ehre, sondern eher Pflicht, denn sein Bruder hat den guten Ruf zugrundegereichtet. Um als Händler ...

Koblenz im Jahr 1379: Seit kurzen trägt Conlin den Grafentitel vom Langenreth. Er bedeutet für ihn keine Ehre, sondern eher Pflicht, denn sein Bruder hat den guten Ruf zugrundegereichtet. Um als Händler für Sicherheiten erfolgreich zu sein benötigt er Geld. Seine Verlobte Reinhild will ihn unterstürzen, und dann kommt auch noch ihr lang gehütetes Geheimnis ans Licht, und die junge Liebe droht zu scheitern.

Meine Meinung
Auch diesen zweiten Band der „Pilgertrilogie“ hat die Autorin wieder sehr unkompliziert geschrieben, denn auch hier drohten keine Unklarheiten im Text meinen Lesefluss zu stören. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch in die Protagonisten hineinversetzen. In Reinhild, die Conlin sozusagen „gezwungen“ hatte sie zu heiraten. In Palmiro, der mir sehr leidtat, denn er hatte im Vorgängerband jemanden verloren, der ihm sehr viel bedeutet hatte. Die Autorin greift in diesem Band intensiver das bewusste „sündhafte“ Verhalten auf und beschreibt, dass dies auch damals möglich war, man durfte sich nur nicht erwischen lassen oder denunziert werden. Auch war natürlich mal wieder die Inquisition mit im Spiel. Inwiefern der Inquisitor etwas erreicht hat bzw. ob überhaupt, das muss der geneigte Leser selbst lesen. Die Autorin berichtet, wie es den, im Vorgängerband bereits erwähnten, Protagonisten weiter erging. Und ich bin gespannt, was im nächsten Band noch kommt. Was ich mir vorstellen kann, kann ich hier nicht preisgeben, denn dann würde ich etwas aus dem vorliegenden Buch verraten und das will ich ja nicht. Dieses Buch ist sehr spannend geschrieben. Es hat mich gefesselt, ich habe mich richtig in die Geschichte hineinversetzen können und mit den Protagonisten gelitten und mich gefreut, wenn alles gut ging. Auch hat sie mich sehr gut unterhalten. Auf jeden Fall freue ich mich auf den nächsten Band. Den vorliegenden kann ich nur wärmstens empfehlen allerdings mit dem Vorschlag, vorher den ersten Band zu lesen. Von mir gibt es die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 24.08.2022

Nicht mein Schreibstil

Svendborg 1937
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Die Dinkelspiels flüchten vor den Nazis auf die dänische Insel Fünen. Der Ort heißt Svendsborg und dort wohnt eine angeheiratete Tante, die ihnen Unterkunft gibt auch wenn sie nicht gerade glücklich über ...

Die Dinkelspiels flüchten vor den Nazis auf die dänische Insel Fünen. Der Ort heißt Svendsborg und dort wohnt eine angeheiratete Tante, die ihnen Unterkunft gibt auch wenn sie nicht gerade glücklich über die Gäste ist. Meret und Ricarda, die Schwestern, entdecken das Motorradfahren für sich und lernen eine ungewöhnliche Hausgemeinschaft kennen, deren Oberhaupt Bert Brecht jedoch nie. Für beide Mädchen sind Brechts Frauen wichtig, und als Ricarda auf eigene Faust nach Deutschland zu ihrem Verlobten zurückkehren will, ändert sich auch für Meret alles….

Meine Meinung
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir von diesem Buch mehr versprochen hatte. Der Schreibstil war zunächst mal gar nicht meiner: er gefiel mir nicht. Nicht unbedingt als kompliziert zu bezeichnen, so war er doch auch nicht einfach. Mir kam alles so aneinandergereiht vor, regelrecht langweilig, und daher eben auch nicht einfach, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Man erfährt, dass die Dinkelspiels – rechtzeitig – nach Dänemark ausgewandert sind. Als richtige Flucht, würde ich das noch nicht mal bezeichnen. Denn ihnen wurden keine Hindernisse in den Weg gelegt, wie sie später gang und gäbe waren. Das Leben in Dänemark barg auch keine Risiken und floss gemächlich dahin. Erst als Ricarda Kopenhagen zog, und selbst da blieb es noch langweilig. Meret lernte eine Frau aus der besagen Hausgemeinschaft kennen und freundete sich mit ihr an. Auch nichts Aufregendes. Erst als Ricarda wirklich ihr Vorhaben, in Deutschland zu ihren Verlobten zurückzukehren, in die Tat umsetzte, wurde es etwas minimal interessanter. Im Nachwort erfährt man dann was aus der Familie letztendlich geworden ist. Nur eine Person blieb unklar. Das Einzige was mir noch gefiel ist, dass es die Dinkelspiels wohl tatsächlich gab, es also eine wahre Geschichte ist, die hier erzählt wurde. Und diese Familie tut mir heute noch sehr leid, denn es ist tragisch, was die Juden (und auch viel andersgläubige Menschen egal welcher Religion und Rasse) von diesem größenwahnsinnigen Menschen ertragen mussten. Für alle Leser, die es lieber etwas gemächlich haben kann ich das Buch durchaus empfehlen. Wer jedoch auf Spannung setzt, hofft hier vergebens. Von mir gibt es daher noch knappe drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 22.08.2022

Schöne Fortsetzung

Der Winzerhof – Tage des perlenden Glücks
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Gemeinsam mit Bille und Lisbeth, ihren Schwestern, brachte Henni die Sektkellerei Herzberg in aller Munde. Henni ist mit Georg verheiratet und glücklich. Sie erwartet ihr erstes Kind. Die Erfindung des ...

Gemeinsam mit Bille und Lisbeth, ihren Schwestern, brachte Henni die Sektkellerei Herzberg in aller Munde. Henni ist mit Georg verheiratet und glücklich. Sie erwartet ihr erstes Kind. Die Erfindung des Piccolos hilft dem Unternehmen sehr. Lisbeth ist neu verliebt und Bille sucht noch ihren Platz im Leben, denn sie muss einen schweren Schicksalsschlag verdauen. Da kehrte eines Tages Hennis erster Ehemann zurück von dem sie erfahren hatten, dass er (verschollen??) tot sei. Erneut steht ihre und ihrer Schwestern Zukunft auf dem Spiel.

Meine Meinung
Dies ist der zweite Band in dem es sich um die Sektkellerei Herzberg und die drei Schwestern der Familie dreht. Er ist genauso unkompliziert geschrieben, wie der erste, d. h. keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Auch konnte ich mich wieder gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Henni, die im letzten Drittel des Buches plötzlich ihren tot geglaubten Ehemann gegenübersteht. Wie gesagt, schon im letzten Buch stand, dass sie die Meldung erhalten habe, er sei tot: Tot, nicht verschollen, wie im Klappentext dieses Buches angegeben. Man sollte wirklich nicht mit diesem Buch anfangen zu lesen, denn dann würde man sich fragen, wie konnte sie so früh nach der (Vermisst-)Meldung wieder heiraten, sie hatte ja geglaubt, er sei tot. Deshalb finde ich diese Angabe im Klappentext sehr befremdlich. Man stelle sich vor, man ist neu verliebt, relativ frisch verheiratet und steht plötzlich dem totgeglaubten Mann gegenüber. Das muss doch ein Schock sein. Auch Bille tat mir sehr leid muss sie doch einen Schicksalsschlag verdauen. Und Lisbeth? Auch sie hatte einige Probleme, die zu überwinden waren. Allerdings muss ich sagen, dass die ersten 100 – 150 Seiten teilweise doch etwas langatmig waren, sie haben sich etwas gezogen. Es gab zu viel, was nicht so interessant war. Was ich auch vermisst habe (seltsamerweise vermisse ich das nicht immer), ist ein Glossar. Zwar hat die Autorin ein Nachwort geschrieben, doch daraus geht leider nicht hervor, was an dieser Geschichte der Wahrheit entspricht, wenn überhaupt. Wen gab es, wer ist Fiktion? Oder wurden evtl. nur Namen geändert? Auch daher und wegen der teilweisen Langatmigkeit war dieses Buch einen Tick schlechter als der erste Band und bekommt daher einen Stern weniger. Das tut mir leid, denn ich mag die Bücher der Autorin. Aber halben Sternen hantiere ich nicht, da das nicht überall geht. Nichtdestotrotz hat mir das Buch noch gut gefallen und ich bin gespannt auf den nächsten Band. Daher kann ich es auch weiterempfehlen, doch bitte erst den ersten Band lesen. Von mir gibt es vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.