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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2020

Habe mehr erwartet

Wir Verlorenen
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Das Leben, das Smella mit ihrer Schwester Jera führt ist trist, denn die Welt ist nicht mehr so wie sie einmal war. Eine Pandemie hat viele Menschen hinweggerafft und niemand hält sich mehr an Gesetze. ...

Das Leben, das Smella mit ihrer Schwester Jera führt ist trist, denn die Welt ist nicht mehr so wie sie einmal war. Eine Pandemie hat viele Menschen hinweggerafft und niemand hält sich mehr an Gesetze. Der grausame Clan der Verlornenen Jungs treibt sein Unwesen. Smilla ist sicher, dass es in dieser Welt für Liebe und Glück keinen Platz mehr gibt, doch dann trifft sie ihren einstigen Nachbarn Falk. So gerät Smilla selbst in eine Spirale aus Verrat und Lügen. Sie lässt sie an allem zweifeln, woran sie vorher glaubte. Denn wem kann sie noch vertrauen? Jeder denkt nur an das eigene Überleben. Und welche Rolle spielt Falk dabei?

Meine Meinung
Leider wurden meine Erwartungen an das Buch nicht erfüllt. Ich könnte nicht sagen, ich sei gut in die Geschichte hineingekommen, im Gegenteil, ich bin erst gegen Ende des Buches wirklich reingekommen. Und warm geworden bin ich mit keinem der Protagonisten. Auch wenn sich das Buch noch leicht und flüssig lesen ließ, denn der Schreibstil ist durchaus annehmbar und unkompliziert. Keine Unklarheiten im Text. Doch jetzt zu Smilla einer der Hauptprotagonisten oder besser gesagt die Hauptprotagonistin. Wenn sie wirklich Angst vor Entdeckung gehabt haben, dann waren sie ganz einfach zu sorglos. Dank Falk, dem ehemaligen Nachbarn, wurde Smilla laufen gelassen, aber dass sie bereits da nicht auf die Idee gekommen ist, dass sie aufgespürt werden könnten, das verstehe ich einfach nicht. Es war ein abgerichteter Hund, der sie angefallen hat, und bei solchen Hunden muss man doch davon ausgehen, dass sie auch einer Spur nachgehen können. Auch war das Buch in den ersten drei Vierteln nicht wirklich spannend. Erst als Smilla dann eine Dummheit gemacht hat, (was das war verrate ich natürlich hier nicht, der Leser wird wissen, was ich meine), wurde es dann auch spannend. Das heißt drei Viertel des Buches plätscherten so dahin und im vierten kam dann die Spannung richtig auf. Ich muss sagen, dass mich dieses Buch, trotz des spannenden Endes, nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Es hat mich erst im letzten Viertel gefesselt und ich war gespannt, wie es nun ausgeht. Doch ein Viertel Spannung in einem Buch reißen es nicht heraus. Daher gibt es von mir nur drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 20.09.2020

Enttäuschendes offenes Ende

Die Spiegelreisende 4 – Im Sturm der Echos
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Die Welt wird der Archen von Rissen überzogen. Es wird gejagt, und es gibt immer größere Abgründe. Keine der Archen wird verschont auch nicht Pol, Babel oder Anima. Die Welt der dortigen Bewohner bricht ...

Die Welt wird der Archen von Rissen überzogen. Es wird gejagt, und es gibt immer größere Abgründe. Keine der Archen wird verschont auch nicht Pol, Babel oder Anima. Die Welt der dortigen Bewohner bricht nach und nach auseinander. Der Schuldige an diesem Dilemma muss unbedingt gefunden werden um die Zerstörung zu stoppen. Aber wie soll das gehen? Es weiß doch niemand wie er aussieht!
Ophelia und Thorn versuchen zusammen das Ganze zu entwirren. Sie folgen den Echos der Vergangenheit und der Gegenwart die sie zum Schlüssel des Rätsels führen werden. Das Ende der Saga der Spielreisenden.
Meine Meinung
Schon die Vorgängerbände dieses Buches haben mich des Öfteren verwirrt. Der erste Band war noch harmlos und richtig schöne Fantasy. Der zweite gefiel mir auch noch gut, auch der dritte Band bereitete mir noch Lesespaß auch wenn es da schon etwas verwirrender wurde, was sich aber im vorliegenden Band nicht nur fortgesetzt, sondern auch noch verstärkt hat. Aber nichtdestotrotz, ich wollte dieses Buch auch noch lesen. Zum einen um herauszufinden, wie es mit Ophelia und Thorn ausgeht, zum Anderen um zu erfahren, wie alles wieder in ‚Ordnung‘ gebracht werden kann, was dieser selbsternannte Gott und der Andere zerstört haben. Doch das Ende des Buches war alles andere als befriedigend. Da es lt. der Autorin, der letzte Band sein soll, hatte ich eigentlich auch einen ordentlichen Abschluss erwartet. Doch Pustekuchen. Es gibt am Ende offene Fragen zuhauf. Es werden zwar Zerstörungen in Ordnung gebracht, aber etwas, das gewissermaßen zerstört worden ist, bleibt dabei. Und das ist etwas, was ich nicht verstehe. Wenn der Leser dieses Buch liest, dann wird er wissen, was ich meine, denn sagen bzw. schreiben kann ich das hier natürlich nicht. Auf jeden Fall weiß ich nicht, was ich von einem solchen Ende halten soll. Wäre ich in Unwissenheit, dass es eben nur vier Bände geben soll, so würde ich annehmen, dass die Autorin noch einen fünften schreiben wird. Denn genauso endet dieses Buch: In Erwartung eines fünften Bandes. Da es diesen jedoch nicht geben wird, hätte ich zumindest einen Epilog erwartet. Einen Epilog, der erklärt, wie es den Hauptprotagonisten hinterher ergeht. Und das wäre wirklich keine lange Sache gewesen. Ich bin also durchaus von diesem Buch ziemlich enttäuscht. Ich hatte mit einem wunderbaren Finale gerechnet, doch heraus kam ein offenes und unklares Ende. Daher bekommt es von mir nur mit viel gutem Willen nur drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 19.09.2020

Hatte mehr erwartet

Silberdrache – Das Geheimnis der Drachenkönigin (Silberdrache 2)
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Joss‘ Leben hat sich dramatisch verändert seit der des Drachenei gefunden hat aus dem Ein Silberdrache geschlüpft ist. Man sagt, diese verleihen unermessliche Macht, weil nur sie die Grenzen zwischen den ...

Joss‘ Leben hat sich dramatisch verändert seit der des Drachenei gefunden hat aus dem Ein Silberdrache geschlüpft ist. Man sagt, diese verleihen unermessliche Macht, weil nur sie die Grenzen zwischen den Welten überwinden können. Das weiß natürlich auch der Lennix-Clan. Sie und ihre bösartigen Drachen sind erbarmungslos hinter Joss und dem Silberdrache Lysander her. Der Silberdrache muss unbedingt beschützt werden. Das nehmen sich Joss, Allie und Sirin vor. Es gibt eine Quelle uralter Drachenmagie und die drei suchen diese. Denn nur durch sie kann den bösen Drachen Einhalt geboten werden. Doch das wissen auch die Lennix und die schrecken vor nichts zurück.


Meine Meinung
Ich habe den ersten Band von dieser Geschichte gelesen, der allerdings von einer anderen Autorin geschrieben wurde nämlich von Angie Sage. Bei deren Schreibstil war ich schnell in der Geschichte drinnen, was mir dieses Mal nicht so recht gelingen wollte. Die Autorin hat alles etwas in die Länge gezogen, es war langatmig und mir fehlte es definitiv an Spannung. Bis dann nach etwa zwei Dritteln des Buches endlich wirklich was passierte, es kam Spannung auf die sich dann auch bis zum Ende hielt. Ich konnte mich auch nicht wirklich in die Protagonisten hineinversetzen. Es fiel mir schwer mit ihnen warm zu werden. Auch wenn der Schreibstil unkompliziert war und es daher auch keine Unklarheiten im Text gab, so tat ich mir mit dem Lesen doch etwas schwer. Mir missfiel Allies Benehmen Sirin gegenüber, sie war so richtig arrogant, so als ob sie alles wüsste und Sirin ein ahnungsloser Dummkopf wäre. Dabei habe ich Allie vom ersten Band her so nicht in Erinnerung. Da mir die ersten beiden Drittel des Buches nicht sonderlich gefielen und ich enttäuscht war, jedoch das Ende bzw. das letzte Drittel doch noch spannend wurde, vergebe ich – leider – nur drei Sterne. Ich bin gespannt auf eine Fortsetzung und wer die schreibt.

Veröffentlicht am 16.09.2020

Ein tolles Finale

Träume aus Samt
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Es ist August 1940. Ruth Meyer hat es endlich geschafft, mit ihren Eltern und Schwester Ilse nach Amerika zu auszureisen. Ob man sie als Juden in der Fremde willkommen heißen wird? Zunächst sieht es nicht ...

Es ist August 1940. Ruth Meyer hat es endlich geschafft, mit ihren Eltern und Schwester Ilse nach Amerika zu auszureisen. Ob man sie als Juden in der Fremde willkommen heißen wird? Zunächst sieht es nicht so gut aus, denn Ruths Vater fällt auf einen Betrüger herein. Sie wollen nach Chicago, denn dort wohnen inzwischen Freund von ihnen. Ruth versucht sich einzurichten doch sie brauchen auch eine Arbeit. Und immer muss sie an die in Deutschland Zurückgebliebenen denken. Doch dann hat sie bald andere sorgen, denn ein junger Mann macht ihr den Hof. Doch leider ist er Soldat und muss in den Krieg ziehen.

Meine Meinung
Auch bei diesem vierten Band betone ich, dass er zum einem großen Teil auf Wahrheit beruht. Natürlich ist auch Fiktion dabei, das geht gar nicht anders, wenn der Protagonist das Buch nicht selbst schreibt bzw. geschrieben hat. Ulrike Renk kann sich auf die Tagebücher der Protagonistin Ruth Meyer berufen. Ich war auch hier wieder sehr schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen. Zwar habe ich in dieser Zeit noch nicht gelebt, weiß also nicht, wie es ist, wenn Bomben fallen, wie es ist, wenn um einen herum Krieg ist und man mittendrin. Aber trotzdem kann ich es mir doch ein bisschen vorstellen. Dass Ruth froh ist, endlich in Amerika angekommen zu sein, kann ich sehr gut verstehen. Leider ist Ruths Vater auf diesen Betrüger hereingefallen, inwiefern, das soll der geneigte Leser selbst lesen. Das Buch war spannend vom Anfang bis zum Ende, auch wenn es zeitweise nur um Alltagsdinge ging. Doch auch das ist wichtig um den Weitergang der Geschichte zu verstehen. Ruth fand Freundinnen, eine besonders. Und sie fand den Mann fürs Leben, wie der Klappentext schon sagt. Das Buch war durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil der Autorin auch leicht und flüssig zu lesen. Es gab keinerelei Unklarheiten im Text. Ganz am Anfang konnte ich das Buch noch einmal zur Seite legen, aber plötzlich wurde es so fesselnd, dass ich den ‚Rest‘ in einem Rutsch gelesen habe, ich wollte wissen, wie es ausgeht. Am Ende gab es einen Epilog, was ich sehr befürworte. Denn ein Ende, ohne zu wissen, was letztendlich noch passiert ist, das mag ich gar nicht. Und hier erfahren wir ja sogar die Wahrheit, wenn auch in Ulrike Renks Worten. Mir hat dieses Buch super gefallen, es hat mich wahrlich in seinen Bann gezogen, ich habe es mit Begeisterung gelesen und es hat mich supergut unterhalten. Daher empfehle ich es jedem weiter, vor allem noch denjenigen, die noch nicht so viel über den zweiten Weltkrieg gelesen haben. Aber auch die, die denken, hier schon alles zu wissen, werden mit dieser überwiegend wahren Geschichte überrascht werden. Denn es ist die wahre Geschichte von Ruth Meyer aus Krefeld in Deutschland, ausgeschmückt mit etwas Fiktion. Ich bedanke mich bei der Autorin für dieses Buch und vergebe dafür die volle Bewertungszahl..

Veröffentlicht am 15.09.2020

Immer wieder super!

Körbchen unterm Mistelzweig
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Als Viola Lukas trifft ist es ihr klar: Es ist Liebe auf den ersten Blick! Aber Viola ist schüchtern und auch wenn sie sich immer wieder über den Weg laufen, sie traut sich nicht, den ersten Schritt zu ...

Als Viola Lukas trifft ist es ihr klar: Es ist Liebe auf den ersten Blick! Aber Viola ist schüchtern und auch wenn sie sich immer wieder über den Weg laufen, sie traut sich nicht, den ersten Schritt zu machen. Ihre Gefühle lässt sie sich nicht anmerken. Dann finden sie gemeinsam einen ausgesetzten Hund. Genauer gesagt, ein Schnauzermädchen am Straßenrand, und keiner bringt es fertig, den Hund im Tierheim abzugeben. Doch wer soll ihn bekommen? Viola oder Lukas? Sie beschließen, dass Miss Daisy, das Schnauzermädchen das in eine paar Wochen entscheiden soll und sie sich bis dahin gemeinsam um sie zu kümmern. Vielleicht ist sie ja genau das was sie brauchen um zueinander zu finden?

Meine Meinung
Ich habe schon sehr viele Hunde-Weihnachtsromane von Petra Schier gelesen und allesamt haben sie mir super gefallen. Ich könnte mich für keinen als am besten entscheiden. So war auch dieser Roman wieder super geschrieben. Petra Schier hat einen Schreibstil, der mich mitreißt, der mich fesselt und mich in das Buch ganz tief eintauchen lässt. Es gibt nie Unklarheiten im Text bei ihr, keine Fragen zu irgendwelchen Worten. Auch in dieser Geschichte war ich wieder schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Viola, die sich Hals über Kopf in Lukas verliebt hatte und sich das aber auch nicht eingestehen wollte. Denn Lukas wollte nur Freundschaft, wie er sagte. Und so musste, wie die Leser dieser Roman wissen, Santa Claus ein bisschen nachhelfen. Was er mal wieder – wie man sich denken kann – mit großem Erfolg tat. Was mir – wie immer – sehr gut gefallen hat, sind die Gedanken des Hundes. Das ist immer so super und süß, dass man immer weiterlesen möchte. Ich konnte Lukas Zurückhaltung in Sachen Liebe und feste Beziehung durchaus verstehen. Und seine Eltern hätte ich verfluchen mögen. Dies ist ein Liebesroman und wie in vielen Liebesromanen kommen auch Sexszenen darin vor. Doch Petra Schier schreibt diese so einfühlsam und unaufdringlich dass es auch hier schön ist, es zu lesen. Und wenn ich das sage, dann hat es was zu bedeuten, denn ich mag die in manchen Büchern bei Sexszenen vulgären oder ordinären ins kleinste Detail gehenden Ausdrücke gar nicht. Wenn ich solch ein Buch in den Händen habe, überlese ich diese Szenen grundsätzlich und es gibt Abzug. Vorausgesetzt, es ist nicht als erotischer Roman gekennzeichnet. Aber dann lese ich ihn sowieso nicht. Denn es geht, wie man an diesem Buch sieht, auch anders. Denn so muss ein superschöner Liebesroman sein. Ich bin schon sehr gespannt, auf den nächsten Roman. Denn irgendwie hängen alle zusammen, jeder kennt jeden und zum Teil sind sie auch noch miteinander verwandt. Für diesen wunderschönen und begeisternden Roman vergebe ich eine absolute Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.