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Veröffentlicht am 28.06.2019

Enttäuscht

Der Geist von Cavinello d'Alba
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Caroline Kühne arbeitet als Konditorin bei Matteks. Der Chef ist ein sehr netter Mann, der Caroline fördert, was sein Sohn zum Anlass nimmt, sie als seine zukünftige Frau zu betrachten. Doch Caroline ist ...

Caroline Kühne arbeitet als Konditorin bei Matteks. Der Chef ist ein sehr netter Mann, der Caroline fördert, was sein Sohn zum Anlass nimmt, sie als seine zukünftige Frau zu betrachten. Doch Caroline ist verlobt mit dem fünfzehn Jahre älteren Frank. Frank ist sehr besitzergreifend und außerdem richtig sexbesessen. Doch dann macht er Caroline einen Heiratsantrag und damit beginnen die Probleme. Denn Caroline erfährt von ihrem ‚Vater‘ dass sie nur ein Pflegekind ist. In Wahrheit ist sie Contessa Donatella Cavinello d’Alba und Erbin eines Castallos im Piemont. Und sie hat noch zwei Jahre Zeit, um das Erbe ihres biologischen Vaters anzunehmen. Kurzerhand fährt sie in den Piemont….

Meine Meinung
Das Buch ließ sich nicht ganz so flüssig lesen, denn die Ausdrucksweise im Buch ist nicht immer so ganz einfach. Manchmal war die Satzstellung etwas verdreht und ich musste ihn nochmal lesen, um überhaupt zu verstehen, was die Autorin sagen wollte. Ich würde sogar sagen teilweise antiquiert. Es ist auch nicht unbedingt das, was ich erwartet hatte. Ich hatte einen normalen Roman erwartet. Dass der Geist des Baldassare di Sodevalle aus dem Bild steigt – gut ich dachte, der geistert eben herum, aber nicht so, wie in dem Buch geschrieben. Weiter kann ich zu dieser Person nichts sagen, ich würde spoilern. In Wahrheit ist dieses Buch für mich ein Fantasy-Roman. Ich fand das, was in dem Castello passiert ist, total unglaubwürdig. Cornelia war doch schließlich kein Kind mehr, sondern eine erwachsene Frau! Daher kommt dieser Roman unter das Genre Fantasy, denn Fantasy muss nicht unbedingt realistisch sein. Mir hat das Ende des Buches auf jeden Fall nicht gefallen, zumal ich mich nicht wirklich in die Protagonistin hineinversetzen konnte. Es soll ein Märchen für Erwachsene sein, aber besonders märchenhaft war es für mich nicht. Denn Märchen haben in der Regel ein Happy-End. Für Baldassare war es vielleicht eines, aber ich glaube nicht, dass es für Cornelia eines war, wenn man sie überhaupt fragen könnte. Die Autorin hat zwar einen Epilog geschrieben, dabei aber versäumt zu erwähnen, was nach Baldassares ‚Tat‘ mit der Protagonistin passiert ist. Das habe ich nämlich absolut nicht verstanden, wie er das geschafft hat. Ich fand das nicht als märchenhaft, nein, sondern als absolut besitzergreifend. Wirkliche Spannung kam in dem Buch nicht auf. Ich hatte im Vorfeld Kontakt mit der Autorin, hatte mich auch auf das Buch gefreut. Aber ehrlich gesagt bin ich nun eher enttäuscht davon. Von mir daher nur drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Eine Frau behauptet sich

Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung
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Dies ist die (fiktive) Geschichte einer Münchner Kinobetreiber-Dynastie von den 20er- bis in die 40er-Jahre.
München 1926. München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Donaubauers ...

Dies ist die (fiktive) Geschichte einer Münchner Kinobetreiber-Dynastie von den 20er- bis in die 40er-Jahre.
München 1926. München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Donaubauers betreiben u. A. das Elvira, das sie gerade eingeweiht haben. Doch bevor die Feier zu Ende ist, ist Elsas Ehemann Kurt mit einer Revue-Tänzerin durchgebrannt. Nun muss Elsa, statt in Hitchcocks Film eine Hauptrolle zu spielen, sich als Kinobesitzerin behaupten. Dies ist keine leichte Aufgabe für sie, denn sie muss sich zudem gegenüber ihrer gestrengen Schwiegermutter durchsetzen. Außerdem gibt es auch noch den Ehemann von Zenzis Tochter Ulla. Durch Hitlers Machtergreifung wird das Kino zum Propagandainstrument und Elsa droht ihre Lizenz zu verlieren.

Meine Meinung
Von Heidi Rehn habe ich schon einige Bücher gelesen, die mir allesamt gut gefielen. So auch dieses. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. In die Protagonisten konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Allen Voran in Elsa, deren Mann Karl sie am Tag der Eröffnung des Filmpalastes Elvira sitzen gelassen hat. Ihren Verwandten gegenüber erfand sie eine Geschäftsreise nach New York. Doch irgendwann glaubt das natürlich niemand mehr. Das Buch ist die Geschichte über die Donaubauers, eine Kino-Betreiber-Dynastie deren Chefin Zenzi 1920 das erste Kino eröffnet hatte. Mit Zenzi, die Elsas Schwiegermutter war, kam Elsa erstaunlich gut zurecht, mit Heinrich, ihrem Schwager geriet sie sich öfter in die Haare. Es ist die Geschichte des Kinos zur Nazizeit und endet mit einem leichten Cliffhanger. Das Buch war ja auch gleich spannend und ich wollte wissen, wie Elsa es schaffen würde, sich ihrem Schwager gegenüber zu behaupten. Niemand durfte ja wissen, dass Karl nicht auf Geschäftsreise war, sondern mir einer, und dazu noch schwarzen (bei Hitler eine Rassenschande) Tänzerin durchgebrannt ist. Wie Elsa es schaffte- zumindest bis zum Jahr 1939 – erzählt dieses Buch. Mich hat es gefesselt und schließlich in seinen Bann geschlagen, ich konnte es fast nicht zur Seite legen. Von mir daher eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 21.06.2019

Aufwühlend und berührend

Zeit aus Glas
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Ruth hat die Pogromnacht erlebt und es ist nichts mehr, wie es vorher war. Die Übergriffe der Nazis lasten schwer auf ihr und ihren Freunden. Viele versuchen, die Heimat zu verlassen, doch nicht allen ...

Ruth hat die Pogromnacht erlebt und es ist nichts mehr, wie es vorher war. Die Übergriffe der Nazis lasten schwer auf ihr und ihren Freunden. Viele versuchen, die Heimat zu verlassen, doch nicht allen gelingt dies. Auch die Meyers bemühen sich um Visa, doch es gibt nur geringe Chancen. Sie wollen ja auch als Familie zusammenbleiben. Und dann geschieht das Schreckliche: Ruths Vater wird verhaftet. Ruth versucht auf eigene Faust ins Ausland zu kommen. Nur so, denkt sie, ihre Familie und auch ihren Vater retten zu können…
Diese dramatische Familiengeschichte beruht auf wahren Begebenheiten.

Dies ist der zweite Band den Ulrike Renk über Ruth Meyer und ihre Familie geschrieben hat. Und es geht genauso spannend weiter, wie der erste Band aufgehört hat. Wieder war das Buch durch den angenehmen Schreibstil leicht und flüssig zu lesen. Auch wenn der Schreck einen doch immer wieder in den Klauen hält. Denn ich bin eine Nachkriegsgeneration. Zwar ist mir schon klar, dass damals entsetzliches geschehen ist, doch das nun auf eine Familie bezogen zu lesen, bewegt noch viel mehr. Auch wenn ich in den letzten, ich möchte sagen etwa zwei Jahren schon öfter über diese Zeit und die Nazigräuel gelesen habe. Zwar ist es bestimmt nicht Wort für Wort so wie geschildert passiert, aber vieles hat die Autorin wohl auch dem Tagebuch der Protagonistin Ruth Meyer entnommen. Ich war schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich auch ganz gut in die Protagonistin hineinversetzen. Ich habe mit Ruth gelitten z.B. als ihr Vater verhaftet worden ist. Ich habe mit ihr auch später noch gelitten, doch weiter möchte ich nichts schreiben, denn ich will ja nicht spoilern. Das Buch hat mich regelrecht mitgerissen, ich konnte mit dem Lesen einfach nicht aufhören, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Natürlich endet es – genau wie fast alle Mehrteiler – mit einem Cliffhanger. Doch hoffe ich, dass es nicht allzu lange dauert, bis der nächste Band, der Abschlussband, erscheint. Ich bin sehr gespannt darauf! Von mir für dieses Buch eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 19.06.2019

Ein schöner Liebesroman

Die Sterne über den Black Mountains
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Caitlin ist Autorin von Kriminalromanen und ihr geht es eigentlich recht gut und sie ist zufrieden. Denn ihre Krimis sind erfolgreich. Um eine Lesung hat sie sich bisher immer erfolgreich gedrückt, denn ...

Caitlin ist Autorin von Kriminalromanen und ihr geht es eigentlich recht gut und sie ist zufrieden. Denn ihre Krimis sind erfolgreich. Um eine Lesung hat sie sich bisher immer erfolgreich gedrückt, denn die hat unwahrscheinliches Lampenfieber. Doch nun soll sie eine halten und es geht entsetzlich schief. Sie findet sich am nächsten Tag total verkatert in einem Hotelzimmer wieder mit einem Zettel ihrer freundlichen Helfers, der sie dorthin gebracht hat. Dann zieht auch noch ihre nervige Schwester bei ihr ein und sie hat zum Schreiben gar keine Ruhe mehr. Sie macht kurzen Prozess und flüchtet auf Land auf eine abgelegene Farm. Bereits in der ersten Nacht glaubt sie an Einbrecher, der sich jedoch als der Tierarzt Ben herausstellt und zudem auch noch als ihr Retter in der Not in Glasgow. War es Schicksal, dass die beiden sich wiedertreffen sollten?

Meine Meinung
Von dieser Autorin habe ich schon mehrere – fast alle – Bücher gelesen und ich bin nie enttäuscht worden. So auch dieses Mal nicht. Das Buch ließ sich durch den angenehmen Schreibstil leicht und flüssig lesen. Auch gab es keine Unklarheiten. In die Geschichte bin ich sehr gut hinein gekommen, konnte mich auch gut min die Protagonisten hineinversetzen. In Caitlin, die erst dieses Dilemma auf der Lesung erleben musste und schon Angst hatte, dass Ihre Karriere als Autorin vorbei sei. Und dann noch ihre nervige Schwester, die sie nur beim Schreiben störte. So kann ich sehr gut verstehen, dass Caitlin die Stille in diesem abgelegenen Dorf gesucht hat. Und dann trifft sie dort tatsächlich ihren freundlichen Helfer wieder. Das musste doch etwas bedeuten. Und in dem Haus bzw. der Farm, auf die sie sich zurückgezogen hatte, war auch schon einiges passiert. Was, das soll der geneigte Leser bitte selbst lesen. Auf jeden Fall ist das Buch ein Liebesroman, der spannend ist von Anfang bis zum Ende. Manchmal habe ich mich allerdings gefragt, warum sie sich so anstellt, aber auch das soll der Leser selbst lesen. Ich war auf jeden Fall von dem Buch gefesselt und es hat mich in seinen Bann gezogen. Und mich natürlich sehr gut unterhalten. Daher von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 19.06.2019

Nach einer Zeit des Schwächelns doch sehr spannend

Wiedersehen auf Downfield Hall
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Julie war nach dem Tod ihrer Eltern von ihrem Stiefbruder nach Deutschland geschickt worden. Nach nunmehr neun Jahren durfte sie zurückkehren. Doch alles hat sich verändert, sogar ihr Stiefbruder Grant. ...

Julie war nach dem Tod ihrer Eltern von ihrem Stiefbruder nach Deutschland geschickt worden. Nach nunmehr neun Jahren durfte sie zurückkehren. Doch alles hat sich verändert, sogar ihr Stiefbruder Grant. Einem Wiedersehen mit ihm konnte sie nichts abgewinnen, hatte doch er sie damals weggeschickt. Keine einzige Nachricht war von ihm in all der Zeit gekommen. Doch als sie ihn dann sieht hat sie ein berauschendes Gefühl, das doch nicht richtig sein kann, er ist doch ihr Stiefbruder! Doch die aufkommende Beziehung wird überschattet von der dunklen Familienfehde, die ihre Eltern tötete und der Mörder ist noch nicht zufrieden.

Meine Meinung
Das Buch fing mit den Geschehnissen auf Downfield Hall gleich mit einer leichten Spannung an. Doch danach schwächelte es eine gewisse Zeit leider etwas. Vielleicht, weil die Autorin doch sehr ins Detail ging, was etwas gestrafft auch gereicht hätte. Allerdings wurde es letztendlich so spannend, dass dieses Schwächeln voll kompensiert wurde. Es ließ sich leicht und flüssig lesen und es gab auch keine Unklarheiten. Der Schreibstil war sehr angenehm. Ich war auch schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Julie, die immer nur von ihrem Bruder einmal im Jahr Post bekam, aber nie von ihrem Stiefbruder. Sie hatte den Eindruck, dass er sie vergessen hatte. Und als sie zurückkehrte, hätte sie wohl nie gedacht, dass sie sich in ihn verlieben könnte und wollte das auch nicht wahrhaben. Der Ausspruch ‚er war doch ihr Stiefbruder‘ hat mich durchaus etwas irritiert. Sie war doch nicht blutsverwandt, also kein Inzest! Wieso dachte sie dann, das dürfe nicht sein? Ach ja, und dann noch der Mörder. Doch darüber soll der geneigte Leser selbst lesen. Grant hatte ich nicht ganz verstanden. Wieso hatte er seiner Stiefschwester nicht auch geschrieben? Auf jeden Fall hat mich dieses Buch – als es so richtig spannend wurde – gefesselt, in seinen Bann gezogen und sehr gut unterhalten. Von mir dafür eine Leseempfehlung sowie – trotz der leichten Schwächen am Anfang - die volle Bewertungszahl.